Mit dem Hinweis auf den Arbeitswillen wie auf den Ermüdungs-und Ernährungszustand, die bei- den anderen Arbeitsbedingungen, die nach Lipmann eine Intensivierung der arbeitsstündlichen Produktion gestatten, ist die Richtung angedeutet, in der zur technisch vernünf- tigen Gestaltung des Betriebes die Rationalisierung der Betriebsführung als notwendige Ergänzung treten muß *). „Letzten Endes erst die Betriebsführung, also wie ein Be- trieb verwaltet und wie in ihm gearbeitet wird, das ent- scheidet endgültig über seinen Erfolg, erfaßlich in seiner Ertriebswucht“ ?. „Gute Verwaltung, tüchtiger Arbeits- vollzug bringen oft aus einem minder rational gestalteten Betriebe mehr heraus, als selbst bei annähernd „optimaler“ Gestaltung eines Betriebes zu erreichen ist, sofern dieser schlecht verwaltet wird und mit untüchtiger Belegschaft arbeiten soll“ ?). Die Rationalisierung dieser beiden Kom- ponenten der Betriebsführung hat zu erfolgen „im Zeichen der Höchstleistung“, soll „ein höchstes an Leistungswucht, der Verwaltung zugleich und des Arbeitsvollzuges“ erreicht werden?). Um diesen Gedanken der Höchstleistung in die Tat umzusetzen, bedarf es der bedingungslosen Einschaltung des „Arbeitseifers“, da nur bei „völliger Hingabe an die Arbeitsaufgabe“?) die Höchstleistung erzielt werden kann. Zum Grundwesen dieser Art der Betriebsführung gehört es, „die Ansprüche an den Arbeiter nicht höher zu steigern, als er ihnen dauernd und ohne Gefährdung der Leistungs- fähigkeit und «Gesundheit gewachsen bleibt“ *). Auf die Zusammenhänge von Arbeitsleistung und Arbeitswillen 1) Die technisch vernünftige Gestaltung des Betriebes hat es mit der Rationalisierung der Produktion zu tun im Gegensatz zur Be- triebsführung, die sich mit dem Arbeitsvollzug und der Verwaltung des Betriebes befaßt. | ?) v. Gottl-Ottlilienfeld, Wirtschaft und Technik, S. 135. %) v. Gottl-Ottlilienfeld, ebenda, S. 136. 4\ v (Sottl-Ottlilienfeld._ ebenda, S. 139. 59