E70 Um die Unterlagen für die Beantwortung dieser Frage zu erhalten, wurde analog einer Untersuchung, die im Auf- trage des Reichswirtschaftsministeriums für den Ruhrkohlen- bergbau im Jahre 1924 über das Verhältnis von Selbst- kosten und Erlös vorgenommen wurde?), eine Aufstellung für die besonderen Verhältnisse unseres Hochofenbetriebes ausgearbeitet; sie bringt die einzelnen Positionen der Selbst- kosten nach ihrem prozentualen Anteil an der Tonne Roh- eisen zur Darstellung und setzt sie in Beziehung zum Erlös; als Zeitpunkt wurde ein Monat Mitte des Jahres 1924 gewählt. Gestehunes Sr 100% 100% Löhne . . 20.45 % 24,19 9% Koks) a 51759, 37,56 % EFrachten‘ . 77 2165 % 25,60 % Bankzinsen 2 0,95 % 1,12 % Umsatzsteuer u 0,77 % 0,91% Abschreibungen . . .”. 1,85 % 2.15% sonstige Kosten?) . . . 22,58 % 26,71 9% Erz ohne Lohn, . . 10,02 9% 12,01 % Kalkstein ohne Lohn 0,27 % 1 0,30 % 1.100,00 % {118,27 % Aus dieser Aufstellung ist zu ersehen, daß der Lohn- anteil rund */, der Gesamtselbstkosten betrug und in seiner Bedeutung den Gestehungskosten für Frachten sowie dem Posten der „sonstigen Kosten“ gleichkam, während der Aufwand für Koks die Lohnkosten um rund 50%, über- stieg. Aus der Gliederung der einzelnen Positionen geht 1) Jüngst, Lohn, Selbstkosten und Lebenshaltung im Ruhrbergbau, Essen 1924, 8. 46. ?) Diese „sonstigen Kosten“ setzen sich zusammen u. a. aus den Kosten für Erze ohne Lohn, Kalkstein ohne Lohn, der bereits in der 1. Position der Aufstellung enthalten ist, ferner Kosten für Gehälter, Verwaltung u. a. m.