— 14 — Zweck, Absicht und Nutzen, Vermögens- und Einkommens- gestaltung sowie Personenfragen zieht die wesentlichsten Probleme bereits ans Licht. Wenn 70 Jahre später Karl Rau den Problemkreis der Privatökonomie untersucht und ihm zuweist: die Unter- suchung des Arbeitsprogrammes und der Arbeitsordnung, der Kapitalien, der Mittel, um Ausgaben zu sparen und die Erlöse zu vergrößern, sowie der Rechnungsführung, so ba- siert auch er auf Zinckeschen Gedanken. Die stärkste Ausbildung Zinkescher Ideen findet sich aber bei Baumstarck, dem letzten bedeutenderen kamera- listischen Systematiker und Encyklopädisten. Schon seine allgemeine Wirtschaftslehre ist Zinckesche Generalökonomie vermischt mit Rauschen Gedankengängen. Am deutlichsten aber wird der Zinckesche Einfluß in seinem System der verschiedenen Privatökonomien. Hier wird erstmals der Versuch unternommen, die Ein- zelprobleme der verschiedenen Privatökonomien lückenlos unter die gleichen Gesichtspunkte unterzuordnen. Nachdem Baumstarck das Technologische unter der Bezeichnung Ge- werbslehre überall streng ausgesondert hat, faßt er das Betriebswirtschaftliche. unter dem selbständigen Ausdruck Betriebslehre für jede Privatökonomie zusammen. So entstehen bei ihm die Bergmännische Betriebslehre, die Land- und Forstwirtschaftliche, und drei merkantile Be- triebslehren: die Werkmännische, die Umsatz- und die Dienstbetriebslehre, Innerhalb jeder dieser Betriebslehren behandelt er den Fragenkomplex einheitlich nach 5 Hauptgesichtspunkten, und zwar: den allgemeinen Bedürfnissen, insbesondere Kapital und Arbeit; der Organisation der Betriebe, insbesondere Betriebsform; der Betriebsleitung, insbesondere Betriebs- systeme; der Betriebswirtschaft, worunter er das Rech- nungswesen versteht, und der Ertragsanschläge. Hiermit ist die höchste Stufe der betriebswirtschaft- lichen Systematik im Kameralismus erreicht. Daß dabei das