wie um die Orientierung der eigenen Forschung an diesen. Ob sich aus einer solchen Arbeitsweise einmal eine selbständige Lehre entwickeln wird, und ob wir auf diese Weise zu einer allgemeinen Betriebswirtschaftslehre oder gar einer allgemeinen Wirtschaftslehre im Sinne der Kamera- listen gelangen werden, das mag ruhig der Zeit überlassen bleiben. IX. Hiermit stehen wir am Ende unserer Betrachtung‘ und zugleich an der Stelle, wo Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sich die Hand reichen. Wenn wir die Vergangenheit heute so stark beschworen haben, so befinden wir uns damit nicht allein. Ueberall in der ökonomischen Wissenschaft zeigt sich hach der Umwertung so vieler Werte das Bestreben, an das Alte wieder anzuknüpfen, wo man das Verhältnis von Idee und Stoff in so hervorragender Weise auszubalanzieren ver- standen hat. In der Volkswirtschaftslehre sind die Klassiker wieder zu Ehren gekommen. Die landwirtschaftliche Betriebslehre setzt heute unmittelbar Thünen’sche Gedankengänge fort, und in der Forstwirtschaftslehre geht Wagner-Freiburg auf den alten Hundeshagen von 1821 zurück. Der Zweck dieser Ausführungen bestand weniger darin, das eigene Fach an dem Alten neu zu orientieren, als für eine erweiterte Aufgabe den Weg ins Freie zu suchen. Daß ich bei diesem Suchen zum Gedächtnis wertvoller Ahnen im Haine der Wissenschaft heute ein neues Reis pflanzen konnte, ist mir bei meinem Verhältnis zu ihnen eine besondere Freude, “Möge die Ehrung deutscher Meister, die hiermit voll- zogen wird, gute Geister bannen, auf daß bald ein Baum erwachse, der vielfältige Frucht bringt. 2€ X N