| b geschlo ssen ersche inen muß (HZurufe links), von der Einsicht aus, daß jede Aenderung, namentlich der privaten Aufwertung, Erschütterungen in die Wirtschaft hineintragen würde, die kein vernünftiger Mensch billigen kann. Nun hat die Demokratische Partei, nachdem früher schon in der demokratischen Presse allerhand unausgegorene Andeutungen gestanden hatten, nunmehr einen Antrag eingebracht, der prattisch darauf geht, daß die Anleih eauslosung s scheine in verzinsliche Anleihen verwandelt werden sollen, die einen augenblicklich verwertbaren Titel schaffen s|ollen, der sogar mit fünf Prozent verzinst werden soll. Ja, meine Damen und Herren, das ist an sich ein Gesichtspunkt, dem wir nicht unsympathisch gegenüberstehen. Wir möchten Sie nur mit der Frage behelligeen, wo Sie im gegen- wärtigen Augenblick angesichts der vorhin ausgemalten Lage der Reichsfinanzen die Erfüllung der Lasten hernehmen wollen, die da- durch entstehen. Zweifellos wird doch dadurch eine ewige Schuld des Reiches von, sagen wir, drei bis vier Milliarden geschaffen, die mit fünf Prozent verzinslich ist. (Zuruf von den Deutschen Demokraten: Sie wollten doch zu 50 Prozent aufwerten!) Wenn das möglich ist, nachdem allerdings Herr Reichsfinanzminister Reinhold die Finanzen in dem Zustand hinterlassen hat, den wir geschildert bekommen haben (Sehr gut, bei den Deutschnationalen), dann werden Sie unsere Mitwirkung nicht zu entbehren haben. Im übrigen bin ich der Meinung, daß die finanzielle Lage, auch ohne daß derartige Experimente vorgeschlagen werden, wahr- haftig schwer genug ist. Wir sind dem Reichsfinanzminister Köhler dafür dankbar, daß er diese Lage offen in ihrem ganzen Ernst geschildert hat. Seine Ausführungen waren ihrem ganzen Tenor nach nicht etwa der Ausfluß des sprichwörtlichen finanz- ministeriellen Pessimismus, sondern malten die Lage endlich, wie sie wirklich ist, und ich erkläre dazu: wir sind bereit, ihn bei der Aufgabe, diese Lage zu meistern und zu überwinden, nachdrücklich zu unterstützen. Die erste Voraussetzung dafür ist ~ das klang ja erfreulicher- weise auch aus seinen Ausführungen hervor — die energische Ausnutzung aller Ersparnismöglichkeiten hin- sichtlich der Reichs- und Länderverwaltungen. Das ist das vornehmste Mittel zur Erreichung des. Zieles, den Etat überhaupt im Gleichgewicht zu erhalten. Sicher- lich ist auf diesem Gebiet trog aller Reden, die darüber geführt worden sind, noch lange nicht genug getan, und auch das Institut des Sparkommissars, das in der Rede des Herrn Reichsfinanzministers erwähnt worden ist, hat, so dankenswert die Arbeit des Kommissars selbst und seiner Mitarbeiter gewesen ist, Tich noch nicht genügend auswirken können. Ich bin der Meinung,