A ale, A A a des Wirtschaftsausschusses an die Regie- rungen der wichtigsten Länder. Trotzdem sind die Mitglieder dieses Ausschusses nicht etwa bevollmächtigte Vertreter ihrer Regie- ungen. Sie verpflichten ihre Regierun nicht durch das, was sie tun, sondern sie sind in ihrem Verhältnis zum Völkerbund Sachverständige und Privatleute. Demnächst wird auch ein Amerikaner dem Wirtschaftsausschuß beitreten. Ob- ohl die Amerikaner nicht Mitglied des ölkerbundes sind, sind sie doch in der letz: en Tagung des Völkerbundsrates einge: aden worden, sich an den Arbeiten des irtschaftsausschusses durch einen Beob- achter zu beteiligen. Die Kommission tagt viermal im Jahre. hre Arbeitsweise ist im wesentlichen So, daß für Spezialfragen Unterkommissionen eingesetzt werden, die nicht notwendig aus Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses zu bestehen brauchen, sondern die in vielen Fällen besondere Sachverständige, nament- lich bei technischen Fragen, heranziehen. eben diesem ständigen Wirtschafts: ausschuß ist in Verfolg der Weltwirt- schaftskonferenz noch ein beratender Wirt schaftsausschuß (Comite consultatif) von etwa 50 Personen gebildet worden, die auch aus fast allen Ländern der Welt zusammen: gerufen sind; fast alle wirtschaftlichen Be- ufsgruppen sind darin vertreten. Er soll jährlich einmal tagen und wird erstmalig am 14. Mai dieses Jahres zusammentreten. Deutschland ist durch drei Persönlichkeiten dort vertreten, durch die Herren von Men: delssohn, Lammers und Hermes. Ferner gehört ihm auf Berufung des Internatio- nalen Arbeitsamts der deutsche Gewerk- schaftsführer Hermann Müller an, und ch selbst befinde mich unter den fünf vom irtschaftsausschuß des Völkerbundes ent- sandten Vertretern. Die Arbeitsweise dieses beratenden Wirtschaftsausschusses läßt sicl im Augenblick noch nicht übersehen, sie muß sich erst aus der Praxis heraus ent- ickeln. Aber der Grundgedanke ist wohl, neben dem mehr in Fühlung mit den Regie rungen stehenden Wirtschaftsausschuß ein Organ zu haben, in dem Persönlichkeiten zu orte kommen, die unmittelbar im Wirt: schaftsleben stehen, und die gegenüber de mehr exekutiv gerichteten Arbeit des Wirt: chaftsausschusses eine mehr beratende unktion haben sollen. Die Arbeitsteilung im einzelnen aber muß die Praxis erst her- ausarbeiten, und.in Genf spielen Praxis und Übung oft eine größere Rolle als statutarische Bestimmunge Daneben stützt sich nun die Arbeit des ölkerbundes in sehr starkem Maße auf die roßen freien internationalen Vereinigun- jen, von denen die wichtigsten sind die nternationale Handelskammer, dann die nternationalen Gewerkschaften, die soge- annte Rote Internationale, dann eine neu- gebildete internationale Gruppe der Land: wirtschaft, die man auch als Grüne Inter: ationale bezeichnet. Das Genfer Arbeits: mt als eine paritätisch zusammengesetzte nd für sozialpolitische Fragen berufene Be- örde spielt auch in die ganze Handels: und. irtschaftspolitik etwas hinein. Daneben ommen nun noch die verschiedenen Ligen ür Völkerbund und die Interparlamen- arische Union. Also man sieht, daß die- elben Fragen auf außerordentlich vielen lattformen immer wieder besprochen erden. Es ist deshalb außerordentlich ichtig, daß diejenigen Kreise, um deren nteresse es sich in erster Linie handelt, in nger Fühlung miteinander bleiben, daß es ermieden wird, daß aus diesem vielen ebeneinander der verschiedenen Platt: ormen nachher im Endergebnis etwas Un- <lares als deutsche Haltung herauskommt. it besonderer Freude können wir fest: tellen, daß insbesondere die. Arbeit der eutschen Gruppe der Internationalen Han- elskammer, welche die deutschen ein chlägigen Spitzenorganisationen zusammen- aßt, sich stets vertrauensvoll vollzogen hat nd sich da niemals Schwierigkeiten ergebe aben. Was nun die Arbeitsmethode des ölkerbundes anlangt, so ist vorweg zu be- erken, daß dem Völkerbund jede Kom: etenz zur Entscheidung irgendwelcher ragen wirtschaftspolitischer Art, jede Kom: etenz, den Ländern irgend etwas gegen ren Willen zu oktroyieren, fehlt. Die asis für ein Weiterkommen kann also mer nur eine Vereinbarung zwischen de ändern, also ein plurilateraler Vertrag ein, an dem soundsoviele Länder sich be: eiligen und wo jedes einzelne Land sich ei entschließen kann, ob es mitmacht oder icht mitmacht. Es herrscht also im Völker: und das System der Einstimmigkeit, selbst: erständlich immer nur für das Gesamt: rgebnis. Es ist durchaus möglich und ommt auch wiederholt vor, daß in Einzel: ragen, also bei Einzelparagraphen einzelner onventionen auch Abstimmungen statt: inden. Aber es hat dann jeder Partner die Ööglichkeit, zu sagen: weil in diesem Falle einem Wunsch nicht Rechnung getragen ist, beteilige ich mich an der Angelegenhei