— 1720 — voraus, worin noch kein Denken, kein Geist besteht, letzterer seht das Dasein des Geistes voraus. Man bemerkt den großen Unterschied. Wer die Lehre des Kommunismus untersuchen und kennen lernen will, muß damit anfangen, daß er diesen Unterschied gut beachtet. Denn die Gegner und vor allem die Glaͤubigen gehen darauf aus, diese beiden zusammen— zuwerfen und durch den Abscheu vor dem ersten bei den gläubigen Arbeitern auch den zweiten in die Acht zu er— klaären Die Seelenhirten der Gläubiger sagen: Der Ma— terialismus verkündet, daß die ganze Welt nichts als me— chanisch bewegter Stoff sei, daß Stoff und Kraft das einzig, ewig und absolut Bestehende seten, daß das Denken bloß eine Ausscheidung des Gehirns sei, wie die Galle der Leber; sie sagen die Materialisten seien Stoffanbeter und der histoxische Materialismus sei das nämliche wie der phllosophische Materialismus. Viele Arbeiter, namentlich katholischen Gegenden, denen noch die stlavische Au— betung des Geistes anhaftet und von denen nur sehr wenige die wirklichen Ansichten des Kommunismus über das Wesen des Geistes kennen, so wie sie von Joseph Dietzgen dargestellt wurden, glauben dieses Gerede und sie scheuen sich, die kommunistischen Redner zu hören, die sie zur Sloffanbetung und so zur ewigen Verdammnis führen wollen. Diese Behauptungen sind falsch Wir werden durch eine Reihe von Beispielen beweisen, daß der historische Materialismus nicht über das allgemeine Verhältnis von Geist und Stoff, Seele und Materie, Gott und Welt, Denken und Sein handelt, sondern daß er nur die durch die gesellschaftlichen Aenderungen hervorgebrachten Aende— rungen im Denken dartut. Wir werden damit den christlichen Demagogen eine mächtige Waffe aus den Händen schlagen. Wenn wir jedoch dartun, daß der historische Mate— rialismus nicht dasselbe ist wie der philosophische Mate— rialismus, so wollen wir damit nicht sagen, daß der histo— rische Materialismus nicht zu einer allgemeinen Weltan— schauung führen könne Im Gegenteil, der historische Malerialismus ist wie jede Erfchrungswissenschaft ein Mittel, zu einer allgemeinen philosophischen Welt— anschauung zu gelangen. Das ist eben auch ein wichtiger Teil seiner Bedeutung für das Proletariat. Er führt uns einer allgemeinen Vorstellung von der Welt näher. Diese Vorstellung ist jedoch nicht die stofflich-⸗mechanische, gerade