49 Die Antwort ist hier noch viel klarer als beim ersten Beispiel. Die Großindustrie hat Millionen Proletarier ge— schaffen, die, solange das Privateigentum au Produktious mitteln bestehen bleibt, nie zum Besitz und zur Wohlfahrt gelangen können. Wenn aber das Privateigentum in ge— meinsames Eigentum umgewandelt wird, dann steht ihnen der Weg zur Wohlfahrt offen. Deshalb sind sie Sozia— listen geworden Außerdem haben Krisen und Ueberproduktion und in letzter Zeit die Trusts mit ihrer alles verschlingenden Kon— kurrenz und ihrer Einschränkung der Produktion — die alle unmittelbar aus dem heutigen Privatbesitz der Pro— duktionsmittel hervorgehen — so verhängnisvoll auf den Mittelstand gewirkt, daß auch dort viele den Gemeinbesißz als einzige Rettung aus der Not betrachten und Sozialisten werden. Im Sozialismus liegt der unmittelbare Zusammen— hang zwischen der Aenderung der Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse und der Aenderung im Denken klar auf der Hand. Ist es ein Gott, der uns den Sozialismus in den Kopf gesetzt hat? Ist es ein mystischer Funke, ein heiliger Geist? Ein Licht, das Gott uns gezeigt hat, wie manche christlichen Sozialisten uns wollen glauben machen? Ist es unser eigener freier Geist, der uns diesen herr— lichen Gedanken aus seiner eigenen Vortrefflichkeit heraus erzeugt hat? Ist es unsere besonders erhabene Tugend, eine geheimnisvolle Kraft in uns, der kategorische Impe— rativ Kants? Oder ist der Teufel, der uns die Begierde nach ge— meinschaftlichem Besitz eingeflößt hat? Letzteres behaupten wieder andere Chrisften Nichts von alledem. Es ist die Not, die gesellschaft— liche Not Diese Not kommt daher, daß die neuen Produktiv— kräfte innerhalb der Zwangsjacke der alten Eigentumsver— hältnisse des früheren Kleinbetriebs verheerend in den Kreisen der Arbeiter und der Kleinbürger wirken. Die Lösung durch den Sozialismus findet sich von selbst, weil jeder Arbeiter und mancher Kleinbürger fühlen und ver— stehen kann, daß diese Verheerung aushören würde, wenn wir gemeinsam die Produktionsmittel besäßen. Die Ar— beit ist ja schon gemeinsam. Die Lösung der Schwierig— keiten durch gemeinsamen Besitz liegt also auf der Hand.