— 29— Zweite Bemerkung. Es wird hier wohl nicht nötig sein, darzutun, daß in diesem geistigen und materiellen Kampfe schließlich die— jenige Klasse siegt, die durch die Entwicklung des Produk— tionsprozesses zur mächtigsten, zur Besitzerin der größten geistigen Kraft und Wahrheit wird, die Klasse, die durch die aus ihrer Lage hervorgehenden Bedürfnisse dazu be— rufen ist, die Widersprüche zwischen den neuen Produktiv— kräften und den alten Produktionsverhältnissen zu lösen. Wir werden am Schlusse unserer Ausführungen darauf zurückkommen. Hier sei eine andere Bemerkung einge— schoben, die einen Einwand unserer Gegner zuruͤck— weisen soll. Es gibt Mitglieder der besitzenden Klassen, die zu den Besitzlosen überlausen. Ist das nicht ein Beweis dafür, daß nicht das gesellschaftliche Sein über das Denken, son— dern vielleicht etwas erhabenes Geistiges, etwas myste— — Ane über unser gesellschaftliches Handeln ent— eidet Ein Ueberläufer aus dem kapitalistischen nach dem proletarischen Lager kann das aus zweierlei Gründen tun, die auch zusammen wirksam werden können, Er hat viel— leicht eingesehen, daß die Zukunft dem Proletariat gehört. Daun wird niemand leugnen, daß der Produktionsprozeß, die bkonomischen Verhältnisse ihm diese Einsicht beigebracht haben, und daß also nicht in der „Freiheit“ des Geistes, sondern im gesellschaftlichen Sein die Triebfeder der Tat gesucht werden muß. Oder sie kann in Gefühlsgründen Hurzeln, weil er sich zum Beispiel lieber unter die Schwä— cheren als unter die Unterdrücker schart. Wir werden bei der Besprechung der Suttlich keit dartun, daß er auch in diesem Falle durch Gefühle, deren Ursprung im sozial— zkonomischen Leben der Menschen liegt, und nicht durch etwas Mysteriöses, Uebernatürliches oder absolut Geistiges bestimmt wird. D. Die Politik. Geben also die sozialistischen Auffassungen über das Eigentum und das Verbrechen ein klares Beispiel, wie die das Denken beeinflussen, wie der geistige ampf der Klassen entsteht und zur Lösung kommen muß, so finden wir noch viel klarere . in der Politik Und auch hier müssen wir das, was die Sogzialisten denken, als Beispiel nehmen, denn in ihren Köpfen wirken die neuen Produktivkräfte am stärksten.