— 33— —577— —— des Vaters reichte nicht aus; Frauen und Kiuder mußten in die Fabrik ziehen, um durch ihren Verdienst den Lohn für die Familie ausreichend zu machen. So kamen die proletarischen Frauen in die Betriebe hinein, Hre Zahl vergrößerte sich mehr und mehr. Und dadurch änderte sich der Inhalt des Geistes die— ser Frauen. Der sozialistische Gedanke, eine Bite der Ar beit, die sie verrichten, ist auch u ihre Köpfe ge⸗ drungen. Die proletarischen Frauen sind in einigen Laͤn— dern, wie in Deutschland, schon eine gute Strecke auf dem Wege der sozialistischen Organisation fortgeschritten; in allen kapitalistischen Ländern haben sie angefangen, die⸗ sen Weg zu gehen. Die Arbeiterfrau, die jügendliche Ar— beiterin sind Mitkämpferinnen des Mannes in der politi⸗ schen Partei und in der Gewerkschaft geworden! Welcher Unterschied gegen früher, als die Frau die Kleider flickte, wusch, für den Haushalt und die Kinder sorgte und sonst weiter nichts tat! Und im Kopfe der sozialistischen Arbeiterfrau lebt auch der Gedanke an eine Zeit, wo das Maͤdchen und die Freu gesellschaftlich vö lIig seibstaändig, als Produzentin vo lig frei dastehen wird. In der Gesellschaft der Zukunft wird niemand, weder Frau noch Mann, einen Herrn haben, weder in der Ehe, noch in der Werkstatt, nirgends Als Freie und Gleiche werden die Individuen üeben— einander stehen Auch dieser Gedanke ist der Frau vom Produktions prozeß eingegeben worden. Auch die bürgerliche Frau strebt nach Befreiung. Und auch bei ihr stammt dieser Gedanke aus dem Produktions— prozeß. Denn als die Großin dustrie emporgekommen war, verringerte sich erstens die Arbeit der Frau im Haus halt Die Großindustrie produzierte die verschiedensten Dinge, wie Licht, Wärme, Kleider, Lebensmittel, so billig, daß man sie nicht mehr zu Hause machen oder bereiten wollte; zweitens wurde die Konkurrenz so scharf, daß die Frauen und Töchter aus dem Kleinbürgertum mitverdie nen mußten und in der Schule, im Kontor, im Fernsprech— amt, in der Apotheke usw. eine Stellung suchten; drtteus hat unter der Bourgeoisie die Zahl der Ehen infolge des heftigen Kampfes um die Existenz, infolge der höheren d bensansprüche und der Sucht nach Genuß und Durus 46 genommen. Alles Folgen der modernen Produktious— weise Der Geist des bürgerlichen Mädchens ist dadurch auf größere gesellschaftliche Bewegungsfréiheit gerichtet ihr