— 91 — als alle anderen das höchste Ziel, das dann allen Menschen vor Augen steht, zu erreichen: die Wohlfahrt, das Wachs— tum, das Blühen des Gemeinwesens. Dieser Kampf entsteht dann, in der ausgewachsenen kommunistischen Gesellschaff, — und daß er entstehen und immer größer werde, dafür sorgt ein sozialer Trieb deryhrgen— Dieser war auch im primitiven Kommunismus des Stammes, aber damals natürlich auf andere Weise, der mächtigste soziale Trieb. Dieser Kampf ist es, der dann die total geänderte Uneigennuß gre ebe zu denmVaächsten, Anfsopsferung, Treueund Wahrhesebe für das Gemeinwesen immer größer machen wird. Und dieser Kampf, der Trieb, nun in diesen Tugenden der Erste zu sein, wird dann auch die eigene Bewe— gung des rpers das Ertenninisrper— mbgen, das allgemeine Denken immer mäch— tiger machen, so wie er auch den Selbsterhaltungs— triebunddenGeschlechtstrieb immer kräftiger und edler machen wird. Und hier wird eine Wechselwirkung bestehen. Die großen Tugenden werden alle diese natürlichen Kräfte und Triebe staͤrken, und umgekehrt wieder diese Triebe und Kräfte jene Tugenden. Der Kampf, aber ein ganz anderer, wird also auch dann die Quelle der Bewegung und der Entwicklung sein. Aber die Sitten und die Triebe und Kräfte werden auch dann fortwaͤhrend Inhalt und Form wechseln. Einwendung Wir erwahnten schon, mit welcher Wut die Gegner der Sozialdemökratie über den Ausspruch von Henuriette Roland Holst herfielen, daß die Begriffe Gut und Böse Baumchen wehseln“ Unsete Genossin meinte damit, daß Ihnlich vie die Kinder bei dem Spiele Verwechselt das Baͤumchen“ hren Plaß wechseln, so auch in der Geschichte die Begriffe Gut und Boͤse nicht immer bei denselben Taten siehen, und daß „gut“ sich heute bei diesem Baum findet, wo früher böse“ stand daß dieser Ausspruch zutrifft, haben wir jetzt an viel⸗ umfassenden Beispielen bewie sen Die neuen Frauen— ugenden, die neuen Arbeitertugenden, die Vaterlands— lebe, die internationale Gesinnung, sie ändern sich: was qut war, wird schlecht, und umgekehrt