verfahren durchzuführen sind, damit bei möglichst geringem Aufwand möglichst große und vollkommene Leistungzn erzielt werden (Fertigungsplan). Es ist anzuordnen und zu überwachen, daß die Aus- führung der Arbeiten auch so eingehalten wird und ge- schieht, wie sie als wirtschaftlichste ermittelt wurde Fertigungsanweisung und Ueberwachung). Die Leitsätze mögen auf den ersten Blick etwas Selbstver- ständliches sagen, denn ein sogenanntes Zurechtlegen der Arbeit vor der Inangriffnahme wird ja wohl immer geschehen, aber der wertvolle Gedanke in diesen Leitsätzen ist das möglichst voll- ständige Durchdenken in der Absicht, alle Einzelheiten im vor- aus zu beachten und den Verlauf der Arbeit so zu gestalten, daß höchste Wirtschaftlichkeit erreicht wird. Dazu gehört allerdings ein nicht geringes Maß von betriebstechnischen Kenntnissen und Erfahrungen, Schließlich aber muß dann auch dafür gesorgt werden, daß die Ausführung der Arbeit in der Art geschieht, die als wirtschaftlich beste ermittelt wurde, durch entsprechend sorgfältige Arbeitsvorbereitung und vor allem eine Ueber- wachung der Ausführung. Die Vervollkommnung der Werkzeuge bietet im allge- meinen im Handwerk nicht in dem Maße die Möglichkeit, Er- sparnisse herbeizuführen, wie man das wohl annehmen möchte; sie haben im Laufe der jahrhundertelangen Entwicklung eine Gestaltung erfahren, die als wirtschaftlich zweckmäßig anzu- sehen ist. Von den technischen Neuerungen, die auf den Markt kommen, bieten nur wenige solche Vorteile, daß ihre allgemeine Einführung erfolgen würde. Der Fall, daß gänzlich neue, wirt- schaftlich vorteilhafte Arbeitsmittel im Handwerk zur Ein- führung gelangen, wie das bei der autogznen Schweißeinrichtung in letzter Zeit der Fall war, ist verhältnismäßig selten, Eine häufig anzutreffende Verlustquelle und Ursache von unnötigen Aufwendungen bilden die Maschinenanlagen, die Kraft- maschinen ebenso wie die Kraftübertragungseinrichtungen und die Arbeitsmaschinen. Bald haben die Motoren eine viel zu große Leistung und verursachen unnötigen Eigenstromver- brauch, oder die Transmissionen befinden sich in derartig ver- nachlässigtem Zustand, daß ihr Kraftverbrauch auf das Mehr- fache des Normalen ansteigt. Immer mehr geht man trotz der höheren Anschaffungskosten zum Einzelantrieb über, der ge- rade im Handwerk bei der wechselnden Inanspruchnahme des 54