werden bevorzugt, obwohl bekanntlich an der deutschen Schwein- und Rindviehhaltung gerade die Kleinbetriebe am meisten beteiligt sind, *) Man wählt Gebiete aus, in denen das Großagrarier- und Großbauerntum vorzugsweise Viehmast treibt, Ihnen soll geholfen werden, Das Bauernvieh kann weiterhin auf den überfüllten Vieh- märkten in München und Stuttgart überständig bleiben. Bezeich- nend ist ferner die Mitteilung, wonach die neue Wurstfabrik in Schleswig den „direkten Absatz“ an die Verbraucher in der Art auf- Eaßt, daß sie mit den großen westdeutschen Montan- konzernen verhandelt, Die kapitalistischen Werkkonsumver- eine sollen gegenüber den freien Arbeiterkonsumvereinen bevorzugt werden, Eine Produktionshilfe für den schweine- und rindvieh- haltenden Kleinbauern ist überhaupt nicht vorgesehen. Und doch beweist der wachsende Auftrieb von halbreifen. Schweinen und Kälbern auf den Schlachthöfen, daß es gerade die kleinen Bauern sind, die zu Notverkäufen gezwungen sind, weil sie mit Recht sich scheuen, teure Kredite aufzunehmen. Nicht „Rationalisierung der Schweinezucht und Viehmast‘“ im kapitalistischen Sinne braucht heute der Bauer, sondern in erster Linie billige Futter- mittel, billige Beihilfen für Einkauf von Zucht- vieh, Verbesserung der Stallung, Bau von Grün- futtersilos und Einsäuerungsanlagen, Förderung des direkten Absatzes an mit Schlachtanlagen und Fleischver- kaufsstellen versehene Konsumvereine. Der bayerischen Viehverwertung München und der Zentrale für genossenschaftliche Viehverwertung Hannover,’ Zweig- stelle Mannheim, hat man zwecks „Entlastung überfüllter Märkte‘ eine Million Reichsmark gegeben. Allgemein wurden den Vieh- absatz-Organisationen 280 000 000 Reichsmark gegeben. Zur Zins- verbilligung für die mit Hilfe, der Reichsgarantie errichteten Fleischwarenfabriken in Ostpreußen und Schleswig, sowie für die großen zentralen Viehabsatzorganisationen wurden 2420 000 Reichsmark zugeschossen, Zur Unterstützung von Versuchs- und Lehranstalten für Schweinezucht gab man 850000 Reichsmark. Man hat jedoch keinen Pfennig ausgegeben für die in den Richt- linien erwähnten direkten Geschäftsbeziehungen zwischen bäuer- lichen Viehverwertungsgenossenschaften und Konsumvereinen, keinen en Je Jahr und Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche werden er- zeugt: Summa Betriebsgröße Kuhmilch Rindfleisch Schweinefleisch Schaffleisch‘ Fleisch in Hektar in Liter in dz 0,5 99 520 196,4 2— 5 072 240 126,9 5— 20 "2 TI 00.6 20-—100 61 250 über 100 42 900 Reichs- durchschnitt 67 035 Ci.