Millionen Hektar mit Klee, Für die Obstanlagen als Hauptnutzung auf Aeckern, Wiesen und Viehweiden ergibt sich einschließlich der 3883 Hektar württembergische Baumäcker gegenüber dem letzten Vorkriegsjahr mit 48 752 Hektar eine wesentliche Vergrößerung der bebauten Flächen auf 85 138 Hektar, Ziemlich klar erkennt man hier die Zunahme des Anbaues von Futterpflanzen, Futtergetreide, Wiesengräsern und Sonderkulturen auf Kosten des Brotgetreidebaues. Wie in der Viehwirtschaft, zeigt sich die großbetriebliche Ueberlegenheit auf allen anderen Gebieten, So wurde z, B. auf der Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure am 10, 5, 25 folgender interessante Bericht über das vom Oberamtmann Schurig bewirtschaftete Rittergut Markee bei Nauen (Provinz Brandenburg) gegeben: „Bei Verwendung von „Svalöfs-Panzerweizen” betrug in Markee die Aussaat nur 56 kg/ha (Durchschnitt Provinz Brandenburg 165 kg/ha, Ernteertrag 4,32 t/ha in Markee (Durchschnitt Brandenburg 2 t/ha), Der Ernteertrag war also weit über 100 v, H, höher als der durch- schnittliche Ernteertrag der Provinz Brandenburg, des besten deutschen Getreidegebietes im Jahre 1924, Die Aussaatmenge betrug in Markee nur 33 v. H. der durchschnittlichen Aussaatmenge in der Pro- vinz Brandenburg“. Neben einer wissenschaftlichen Düngung werden diese Erfolge nn Markee hauptsächlich auf die Methoden der Aussaat mittels Dünnsaat-Drillmaschine zurückgeführt. Eine wesentliche Neuerung auf diesem Gebiet. ist auch die Einführung der Binzelsäe- Maschine, die jedes Korn einzeln in gleichen Abständen in den Boden steckt, Während der Kleinbetrieb, dem die Anwendung dieser Maschine verschlossen ist, im Durchschnitt bei Getreide das Zehnfache der ausgesäten Mengen erntet, wurden infolge Anwen- dung dieser Maschine schon 113fache Erträge geerntet, Wie rückständig heute schon der bäuerliche Kieinbetrieb in der Getreidewirtschaft gegenüber dem Großbetrieb ist, beweist auch die Erntestatistik, Trotz schlechter Bodenbeschaffenheit sind die Erträge an Roggen, Weizen, Gerste und Hafer auf den Hektar gerechnet in den Provinzen Brandenburg und Hannover um rund 25 bis 40 Prozent höher als im Freistaate Bayern, Der Verein deutscher Ingenieure führt das in der Hauptsache auf die überwiegende Anwendung von Drillmaschinen in den beiden preu- Bischen Provinzen, wo Großbesitz und Großbauerntum vorherrschen, zurück. Dazu kommen natürlich bessere Bodenbearbeitung, Düngung vermehrte Anwendung von Hackmaschinen. Ein starkes Hemmungs- moment im Kleinbetrieb ist die Zerrissenheit und weite Streuung der Ackerstücke, die in schmalen Streifen über die Markung verteilt sind und oft noch Flurzwang nötig machen, (Hierzu vgl. Nachtrag S. 73.) An der Mechanisierung und Standardisierung der Landwirtschaft kann der kleine Bauer nur ganz beschränkten Anteil nehmen. Nicht nur deshalb, weil ihm das Kapital fehlt, Der Umfang seiner Wirt- schaft ist zu klein, um eine rationelle Verwertung des Maschinen- kapitals zu erlauben. Kleine Maschinen für. den Kleinbetrieb