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            <surname>Drahn</surname>
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        BIO-BIBLIOGRAPHISCHE BEITRAGE
. ZUR GESCHICHTE DER
RECHTS- UND STAATSWISSENSCHAFTEN
Abteilung Staalswissenschaflen: Heft 2

LENIN
Vladimir IT”ic UF’ijanov

Jon
ERNST DRAHN

2. verbesserte und vermehrte Auflage

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R. L. PRAGER

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BERLIN NW 7

2 5

Mark 3.75
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        Besprechungen der 1. Auflage.
„Diese Schrift bringt eine wissenschafiliche Bearbeitung des Lebens Lenins
in Eorm einer vielseitigen Lebensdatentafel nebst ikonographischen An-
gaben und einem Verzeichnis der Leninbibliographien.“ (Weltw. Archiv.)
„Der Verfasser der Bibliographie des Sozialismus und Kommunismus, einer
reichen Zahl gründlicher Arbeiten verwandten Inhalts, der Engels-, Marx-,
Bakunin-, Liebknecht-Bibliographie, also der, der »der Mann dazu« war, gibt
hier die besonders dem deutschen Forscher unentbehrliche biographische
und bibliographische Verzeichnung von Leben und Werk des Schöpfers
und fähigsten Kopfes des Bolschewismus, Theoretikers und Taktikers des
russischen Kommunismus, nach dem nun Petersburg Leningrad genannt ist.
Er gibt die Daten des Lebens Lenins und der politischen Ereignisse in Ruß-
land vom Tage der Geburt, 10. April 1870, bis zum Todestage Lenins, 21. Januar
1924, die biographische Literatur und ikonographische Angaben, dann die
Lenin-Bibliographie: die im Erscheinen begriffene 19bändige Gesamtausgabe
und die datenmäßige Aufstellung der Schriften und (was sie fast ausnahmslos
sind) Zeitschriftenartikel Lenins, 1894 bis 1925; den Schluß bildet die Biblio-
graphie der Bibliographie. Biographien, ikonographische Angaben und Biblio-
graphie der Bibliographie umfassen russisches, deutsches, englisches, pol-
nisches, italienisches, französisches Schrifttum. — Für die Bibliographie für
immer, für den Buchhandel gerade jetzt, so bald nach dem Tode Lenins,
von besonderer Bedeutung.“ ; _ (Börsenblatt f, d. Disch. Buchhandel v. 4. IV. 24.
„Die Bio-Bibliographie wird nicht nur den Freunden und Anhängern Lenins
willkommen sein, da sie ein guier Wegweiser zum Lenin-Studium ist. Die
Zusammenstellung ist ziemlich umfassend, dabei klar und übersichtlich . . .“
(Der Auslandsdeuische 1924, 10.)
„...Der als Bibliograph sozialistischer Literatur nicht mehr unbekannte
Ernst Drahn hat versucht, ... eine Bibliographie der Leninbiographien zu-
sammenzustellen. Wenn der kleinen Arbeit auch noch manche Mängel an-
haften, so ist sie dennoch recht wertvoll und ein guter erster Wegweiser
durch das große Gebiet der Schriften von und um Lenin.“ ;
(Deutsche Kultur in d. Well X, 3'4)
„ ... Daraus ergibt sich der Wert dieser Broschüre für den Zeitbetrachter,
Geschichtsschreiber, Biographen und Kulturphilosophen von selbst. Sie
registriert übersichtlich und ziemlich vollständig die Lebensdaten Ul’”anows
und hauptsächlich das ganze, selbst enilegenere oder kleinere Schrifttum von
ihm und über ihn... Damit liefert sie der Wissenschaft das Werkzeug und
Material für das Verstehen des weltgeschichtlichen Phänomens Lenin.“

{Literar. Handweiser 1924, 6.)

„... Auch diese Arbeit wird manchen guten Dienst leisten.“

{Polit. Literaturbericht S. 5, Nr. 16.3

„...In der Transkription der russischen Titel und den Übersekbungen sind
einige Unstimmigkeiten unterlaufen. (In dieser 2. Auflage alles verbessert.)
Das tut aber der Gebrauchsfähigkeit der Schrift keinen Eintrag, die ein nütz-
liches Hilfsmittel für das Studium des Werkes Lenins darstellt und viel-
leicht den Grundstiock zu einer nach und nach zu vervollständigenden
Bibliographie abgeben könnte.. „ {Prager Presse, J. IV, 74.J
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        <pb n="7" />
        BIO-BIBLIOGRAPHISCHE BEITRAGE
ZUR GESCHICHTE DER
RECHTS- UND STAATSWISSENSCHAFTEN
Abteilung Staatswissenschaften Heft 2:

LENIN
Vladimir I’i€ UF’janov

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ERNST DRAHN

R. L. PRAGER
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BERLIN NW 7
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        LENIN
Vladimir Ti Ulanov

Eine Bio-Bibliographie

Von
ERNST DRAHN

Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage

R. L. PRAGER . BERLIN NW 7
19 2 5
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        Vorwort zur ersten Auflage.
„In Rußland ist eine revolutionäre Macht entstanden, deren Be-
deutung noch nicht einzuschäken ist. Es strahlt als politische Macht...
viel stärker aus als vor seinem Zusammenbruch.‘ Einer der schärfsten
Gegner der Revolution, General Ludendorff, schrieb diese Zeilen, die
bedeuten, daß er die schaffenden Kräfte, die im Umsturz der lebten
lahre liegen, anzuerkennen sich gezwungen sieht. Vom Bolschewismus,
von den Kommunisten Rußlands, sind sie erzeugt worden, in erster Linie
von Lenin, dem Schöpfer und fähigsten Kopf dieser Partei, ihrem Theo-
retiker und Taktiker. Damit ist er einem Zar Peter, einem Napoleon, ja
einem Mohammed an die Seite zu stellen. Sein Werk in Rußland hat trob
aller Schwierigkeiten schon ‘heute seine Lebensfähigkeit bewiesen,
und damit sind auch die Werke seiner Feder lebendig, ja unsterblich.
Sie zu sammeln, zu verzeichnen, gleich wie man die Schriften eines
Julius Caesar, Friedrich des Großen, den literarischen Nachlaß des
Confuzius oder Luther gesammelt und verzeichnet hat, ist wohl ein
Ichnendes Unternehmen. Man wird in ihnen die Entwicklung eines
Charakters finden, gebildet in jener eigenartig-unbekannten Welt, die
auf der Grenze zweier Kontinente liegt, Westliches und Oestliches
verschmilzt oder doch zu vereinigen trachtet, das Bild eines Menschen-
lebens, reich an Kraft und Streben, die Struktur einer Hand, die den
Menschen selbst und seine Mitwelt mit markigem Griff zu formen
vermochte — —. Ein eigenartiges Geschick machte Lenin zum Erben
des Kriegsnamens seines Bruders, der das Los vieler Gesinnungs-
genossen teilte und in früher Jugend, als revolutionärer Kämpfer,
endete. Erst kurze Zeit war Vladimir 1l’i&amp; in der gleichen Richtung
latig, als ihm der gleiche Arm, der seinen Bruder fällte, den Weg nach
Sibirien wies. Von dort zurückgekehrt, ging der Stigmatisierte ins
europäische Ausland. Wohl erst hier wurde Lenin voll mit dem Geist
und der Sprache des marxistlischen Sozialismus bekannt, der modern-
revolutionären Wissenschaft des Westens. DaB er diese ihm neue
Offenbarung in Theorie und Taktik nicht schematisch übernahm, spricht
für seinen kritischen Geist, für die schon im Anfang dieses Jahrhunderts
bei ihm vorhandene Reife seines Denkens, für seine Kenntnis der psy-
chischen Eigenheiten des Volkes, dem er entstammt.

. Im Exil konnte er seine junge Kraft versuchen, ohne sie aufzu-
reiben. Von hier aus konnte er viel ungehinderter wirken. als dies
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        G
damals im eigenen Lande möglich war. Dann bewahrte ihn die Revo-
lution 1905, die ihn in das Vaterland zurückführte, vor dem Schicksal
des dauernden, nervenzermürbenden Emigrantentums. Während dieser
Zeit mußte er auf Verlangen seiner Partei im Hintergrunde bleiben,
nur ratend und lenkend. GewiB war auch dies nicht ohne Einfluß auf
die eigene Entwicklung. Aus der richtigen Enifernung lassen sich
Geschehnisse entschieden besser übersehen, Handlungen besser be-
urteilen als ‚aus unmittelbarer Nähe. So gewann Lenin gewiß auch
die Einstellung zum Zeitgeschehen, die der Wirklichkeit am nächsten
kam. — Als dann der Weltkrieg und seine Erschütterungen jene Kräfte
frei werden ließ, die schon lange für eine Wandlung in Rußland unter
der Oberfläche wirkten, konnte er endlich sein Denken und Vor-
bereiten in die Tat umseben. Eine neue Welt sollie nun nach seinem
Wunsche in und durch Rußland erstehen. Er ging ans Werk, sie zu
formen. Ein seltenes Los ward ihm damit zuteil. Aus dem Umstürzler
wurde zugleich der Schaffende, der seinen Volksgenossen über tausend
Hemmnisse hinweg dennoch den Weg bahnte zu neuem "Aufstieg. Jekt,
wo der Blick zur Höhe freier zu werden beginnt, endet sein Leben.

Eine Biographie, die das halbe Jahrhundert von Lenin’s Leben in
allen seinen Details, sein Wirken, Wollen und Schaffen, sein Ver-
hältnis zur Umwelt, von allen Seiten wahr beleuchtet, kann heute noch
nicht geschrieben werden. Freund und Gegner stehen noch inmitten
der Tageskämpfe, die eine objeklive Würdigung des Zeitgeschehens
und der Personen, die in ihnen akliv sind, unmöglich machen. Was
wir aber mit Nuken können, ist: Bausteine zum Werk zu iragen. Ein
solches Beginnen ist die vorliegende Arbeit. In kühlen, sachlichen
Daten will sie der Wissenschaft. das Werkzeug liefern, Material bequem
erreichbar machen, besonders für den deuischen Forscher, mit der
weiteren Einschränkung, soweit! es heute möglich ist, dies schnell
zu tun.
Berlin-Steglik, im Februar 1924.

Ernst Drahn.
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Vorwort zur zweilen Auflage.
Schneller, als erwartet werden konnte, ist die erste Auflage dieser
bio-bibliographischen Skizze vergriffen. Die freundliche Aufnahme,
die sie bei der Kritik und bei den Benubern fand, lassen hoffen, daß
auch ein zeitgemäß verbesserter und vermehrter Neudruck Interesse
auslösen wird. Diese Verbesserungen erstrecken sich nicht nur auf
die Entfernung einer Reihe unangenehmer Druckfehler, sondern es
sind auch Irrtümer berichtigt worden. An Ergänzungen treten hinzu
eine biographische Skizze, eine Uebersicht der vom Lenin-Institut
und sonstwie geplanten Ausgaben von Lenin-Schriften, weitere Titel-
nennungen von biographischen Schriften über Lenin, die Uebersebun-
gen der russischen Titel und die Erweiterung der Lenin-Bibliographie.
Trob aller Bereicherung des Stoffes kann aber nicht davon die Rede
sein, daß in dieser Arbeit eine endgültige Vollständigkeit in allen Ab-
schnitten erreicht wurde. Das Ziel der Arbeit konnte darum nur das
gleiche sein, wie das in der ersten Ausgabe.

Für die freundlichst von vielen Seiten mir übersandten Hinweise,
besonders aber für die liebenswürdige Unterstübung, die mir Herr
Jussow zuteil werden ließ, sage ıch an dieser Stelle meinen ver-
bindlichsten Dank.

Berlin-Steglib, ım August 1925.
Ernst: Drahn.
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        INHALTS-VERZEICHNIS

Vorwort zur ersten Auflage .

Vorwort zur zweilen Auflage .

LENIN-BIOGRAPHIE . .

Lebensdaten Lenins und politische Ereignisse in
Rußland. .„ . . A

Biographien in russischer, deutscher, englischer, pol-
nischer, italienischer, französischer, schwedischer
und holländischer Sprache. ©. 2... ...

/konographien in Publikationen russischer, schwedi-
scher, englischer, deutscher, italienischer und hol-
ländischer Sprache. . . .

Nachtrag (Biographien).

LENIN-BIBLIOGRAPHIE

Gesammelte Schriften... ‚00.0. 4%

Einzelschriften in datenmäßiger Aufstellung . . . 51

BIBLIOGRAPHIE DER BIBLIOGRAPHIEN in rus-
sischer, deutscher und in mehreren Sprachen. .

Buchkundliche Arbeiten von Ernst Drahn . .

Seite
5
7
97
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        Am 10. April 1870 wurde dem Volksschulinspektor Ilja Nicolaevi&amp;
Ul’lanow, der von Kleinbürgersleuten aus Astrachan stammte und von
NiZznij-Novgorod, wo er Gymnasiallehrer gewesen, nach Simbirsk
berufen worden war, ein Sohn geboren, den seine Eltern Vladimir
'TiE nannten. Mit seinen drei Geschwistern verlebte der spätere erste
Volkskommissar in dieser damals nach ihrer Einäscherung 1848
modern gebauten Stadt von ca. 27 000 Einwohnern seine erste Jugend,
umgeben von den Naturschönheiten des amphitheatralisch sich auf-
bauenden, gartenreichen Ufers des hier seeähnlich verbreiterten alten
Wolgastromes, im Schatten des Karamsin-Denkmals. Hier besuchte
der junge 1N’i&amp; als Angehöriger der bevorzugten Stände — sein Vater
hatte mit der Amtsstufe den Briefadel erhalten — das Gymnasium bis
zur Reife für die Universität. Ein glänzendes Abiturientenzeugnis aus
der Feder des Direktors des Gymnasiums, Kerenskij (Vater des späte-
ten Ministers), begleitete den jungen Mann, der in den Monaten vor
dem Examen vaterlos geworden war, auf die Universität Kazan und
schien ihm eine spätere, gesicherte Beamtenlaufbahn als Jurist vor-
zubereiten, die allerdings schon kurze Zeit später durch das Attentat
seines Bruders Alexander auf den Zaren im März 1887 in Frage ge-
stellt wurde. So waren es zwei Erbschaften, die I’i&amp; aus dem Vater-
hause in die Welt hinausgeleiteten. Die eine väterliche, eine solide,
wohldokumentierte Schulbildung, und die andere, das Stigma der
Verwandtschaft mit dem in Petersburg gehängten Zarenattentäter,
von dem 1l’;&amp; auch bald den Kriegsnamen „Lenin“ übernahm. Wie sich
diese zweite Erbschaft schon nach wenigen Wochen des Universitäts-
studiums realisiert, zeigt die Verweisung Ul’janovs von der Universi-
tät am 15. Dezember 1887. Das Dorf Kokuschino (Gouv. Kazan) wird
ihm als Aufenthaltsort zugewiesen. Die Zeit vergeht unter juristischen
und staatswissenschaftlichen Studien, wobei die Werke von Karl
Marx einen ziemlichen Raum für sich beanspruchen. — Es ist die
Zeit, in der Lavrov und Plechanow ihre ersten Jünger im Zarenreiche
warben, nachdem die terroristische „Narodnaja Vol’ja‘“ seit Mitte der
30er Jahre unter dem Druck der Justiz und Administrative zerfallen war.
— Diese Studien führen Lenin zu statistischem Maferial aus dem Wirt-
schaftsleben der Bauernschaft. Es erkennt aus den Zahlenkolonnen der
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        10
vergangenen Jahrzehnte, wie sich auch in Rußland eine Umwälzung in
der alten bäuerlichen Gesellschaftsordnung vorbereitet, wie sich immer
mehr unterschiedliche Klassen bilden, wie ein in Besiblosigkeit gleich-
gemachtes bäuerliches Proletariat neben dem mitileren Bauerntum
entsteht und wächst, wie dieses von der sich ausbreitenden Industriali-
sierung zu sich herangezogen wird und wie sich so auf ähnlichem
Wege, wie früher in Westeuropa, auch in Rußland der Boden vor-
bereitet, der in anderen Ländern zum Entstehen einer sozialistischen
Bewegung führte. Seine Freunde erzählen, daß er in Samara (1893}
zu der Ueberzeugung kam: „Der marxistische Sozialismus könne das
russische Volk zur Freiheit führen“, und daß er sich die Frage vor-
gelegt habe: „Gibt es zurzeit in Rußland auch andere Leute, die
dieser Meinung mit mir sind?“ Solche Gleichgesinnten zu finden und
sich mit ihnen organisatorisch zu vereinigen, ist sein nächstes Be-
streben, nachdem er 1891 sein juristisches Examen in Petersburg be-
standen hat. Auf der Suche nach ihnen reist er in den Pausen seiner
Studien in Rußland umher, hier und dort Verbindungen anknüpfend,
bis es endlich in Petersburg gelingt, zwischen 1893 und 1895 die „Ver-
einigung zum Kampfe für die Befreiung der Arbeiterklasse“ (Sojus
bor’bi za osvoboidenie rabodevo klassa*) ins Leben zu rufen, die
zuerst aus kleinen Zirkeln, nach Stadtteilen organisiert, bestand, und
sowohl Arbeiter wie Intellektuelle zu ihren Teilnehmern zählte; auch
die kurze Zeit der Rechtsanwaltspraxis unterbricht die politische Tätig-
keit Lenins keineswegs. In diese Zeit fallen nun die ersten schrift-
stellerischen Leistungen Lenins, unter denen .— 1895 — der Aufsab „Die
neuen wirtschaftlichen Bewegungen im Bauernleben‘“ damals keine
Zeitschrift fand, die ihn abdruckte, und — 1894 — die gegen die Libe-
ralen und „Narodniki“ gerichtete kleine Schrift: „Wer sind die Freunde
des Volkes und wie kämpfen. sie gegen die Sozialdemokraten“, die mit
ihren 150 Seiten keinen Verleger und Drucker fand und nur in 250
Exemplaren hektographiert verbreitet wurde.

So begann der junge Revolutionär sich zu regen und auf
Reisen. durch. persönlichen Einfluß, dazu durch Fluablätter, seine

14) Der Name dieser Gründung legt nahe, daB Lenin und seine Freunde
unter dem Einfluß der von Plechanow, Wera Zasuli&amp; und Paul Axelrod be-
gründeten marxistischen Emigrantenvereinigung „Befreiung d. Arbeit“ (be-
gründet 1883) standen. Siehe Sonja Rabinowib: „Zur Entwicklung d. Arbeiter-
bewegung in Rußland bis zur großen Revolution von 1905“, Berlin: Julius
Springer 1914. 8°%. S. 64f. — Wie auch um die gleiche Zeit unabhängig von
der Petersburger „Vereinigung“ gesonderte Gruppen entstanden, berichtet
G..Sinowjew: „Geschichte. d. Kommunistischen Partei“. Hamburg: Carl Hoym
Nachf. 1923. 8%. S. 50f., und. früher Ljadow (MandelStam): „Geschichte der
russischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei.“ Petersburg 1906. S. 64 (russ).
        <pb n="16" />
        11
marxistischen Ideen zu verbreiten. In der Textilstadt lvanovo-Vosne-
sensk entstanden 1895, in Moskau 1896, Gruppen der „Vereinigung“.
Eine nähere Verbindung mit den auch im Auslande bestehenden,
gleichgesinnten Emigrantengruppen und deren Führern schien
sich 1895 in der „Vereinigung“ wünschenswert gemacht zu haben‘),
denn wir finden Lenin im Laufe dieses Jahres in der Schweiz
und in Paris anwesend, wo er persönliche Fühlung mit Plechanow,
Axelrod u. a. m. nahm; doch schon im September kehrte er zurück.
Ernste wirtschaftliche Kämpfe bereiteten sich in Petersburg vor, die
Streiks in der Weberei von Tornton und in der Tabakfabrik Com-
pagnie Laferme, die zu Anfang bis Mitte November begannen. Der
Verdacht, daß auch Lenin durch Flugblätter bei den Arbeitern dieser
Fabriken gewirkt habe, veranlaßte seine polizeiliche Sistierung am
9. Dezember, die aber nicht lange aufrechterhalten wurde. Um ihre
Existenz, unabhängig von verhafteten Führern, zu beweisen, Ira! am
15. Dezember 1895 die „Vereinigung“ mit einem von ihr unterzeich-
neten Flugblatt an die breite Oeffentlichkeit ). Dies war nur ein
Auftakt, denn von nun an ging für die nächsten Jahre die Ausstands-
bewegung unter der Leitung der „Vereinigung“ vor sich, die allein im
Mai und Juni 1896 an 20 Betriebe mit rund 30 000 Arbeitern ergriff. Es
war der Beginn einer zentral auftretenden, klassenbewußten Arbeiter-
bewegung in Rußland; denn wenn die bei dieser Gelegenheit ver-
öffentlichten Flugblätter rein wirtschaftliche Forderungen auifstellten,
so geschah dies allein aus der praktischen Erwägung, erst einmal an
die Arbeitermassen heranzukommen, und diese Agitation befand sich
durchaus im Rahmen des politischen Programms der Richtung, der
sich Lenin, der junge Marxist, angeschlossen hatte. In diesem Sinne
konnte der „Bericht der Delegierten der russischen Sozialdemokratie
an den internationalen Kongreß“, London 1896 *), sagen: „Die ersten,
allerschwierigsten Schritte auf der Bahn der Organisation der russi-
schen Arbeiterklasse sind wenigstens da und dort bereits getan . . .“
und weiter über Petersburg berichten: „Erst in diesem Moment (als
die verstreuten Zirkel eine einheitliche Organisation des Namens:
„Verein für den Kampf um die Befreiung der arbeitenden Klasse“
bildeten) ist es den Sozialdemokraten in Petersburg gelungen, den
festen Boden der Massenagitation zu betreten . . .„. die Bildung von

2) Siehe Ludwig Kulezycki: „Geschichte d. russ. Revolution‘. Gotha:
Perthes A.-G. 1914. S. 378f. 3. Band. Da

3) Siehe PeterburZec: OGerk peterburgskago rabocago dvizenijja 90-ch
godov. London: „Zizn“ 1902. S. 16ff. (Skizze der Peiersburger Arbeiter-
bewegung d. er Jahre.) ©

4) „Bericht etc.“ Zürich III 1896. 8%. S. 3{f.
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        12

bewußten Agitatoren aus der Mitte der Arbeiter . .., die Massen-
agitation durch Verbreitung von Aufrufen und Broschüren, durch
zweckentsprechende Formulierung der Forderungen der Arbeiter ...
einzelner Fabriken .. . (zu bewirken).“ An diesen Erfolgen hatte
Lenin großen, persönlichen Anteil, auch seine uns heute bekannte lite-
rarische. Tätigkeit aus dieser Zeit — der Artikel gegen den Marx-
ausleger Struve: „Zur Charakteristik der ökonomischen Romantik“
u. a. — beweisen seine weilgehende Wirksamkeit im Sinne des
jungen russischen Marxismus, die auch von der zaristischen Justiz nach
den erfolgreichen Streiks im Anfang des Jahres 1897 dadurch an-
erkannt wurde, daß sie ihn auf drei Jahre in die Verbannung nach
Sibirien ins Gouvernement Jenisej sandte.

Von hier aus gelang es ihm, eine neue: Broschüre: „Die
Aufgaben der russischen Sozialdemokratie“, nach dem Westen
zu senden, die 1898 mit einem Vorwort von Paul Axelrod in
Genf veröffentlicht wurde“. Auch diese Schrift beweist, daß
Lenin schon früh die Notwendigkeit erkannte, die Idee der poli-
tischen Freiheit nicht nur literarisch zu propagieren, sondern sie
auch in die Arbeitermassen zu tragen. Er stellte darin die politische
Aktion der russischen Sozialdemokraten als bereits in vollem Gange
befindlich dar. Schon hier gibt er auch der Meinung Ausdruck, daß
unter den städtischen Fabrikarbeitern eine feste Organisation zu be-
wirken, daß es nicht allein notwendig sei, die Ideen des wissen-
schaftlichen Sozialismus zu propagieren, sondern sich auch mit allen
Erscheinungsformen des Absolutismus und seinem Klassenstandpunkt
vertraut zu machen, um wirksam den Kampf für die Arbeiterinteressen
durchfechten und politische Freiheiten, dazu eine Demokratisierung
der ‚sozialen und politischen Verhällinisse in Rußland erringen zu
können. Er bringt weiter klar zum Ausdruck, daß seiner Meinung nach
politische und ökonomische Agitation im praktischen Leben eng inein-
andergreifen; dann geht der Verfasser — ähnlich wie Marx im
„Kommunistischen. Manifest“ — zur Charakteristik einzelner. opposi-
tioneller Parteien in Rußland über und sucht zu beweisen, daß sie
nicht alle aufrichtige, rücksichtslose Gegner des Absolutismus seien.
Nach seiner Ansicht sei sich. die Bourgeoisie zwar bewußt, daß der
Absolutismus die Entwicklung des Kapitalismus und. der industriellen
Kräfte in Rußland aufhielte, zu gleicher Zeit fürchtete sie jedoch
die völlige Demokratisierung des Staates, und er hielte es nicht für
ausgeschlossen. daß sie sich aus Furcht.vor der revolutionären Ent-
5) Vor mir liegt die dritte Ausgabe: N. Lenin: ZadaCi russkich social’-
demokratov. Genf: Tipoarafıla. Partija 1905. 8°.
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        13
wicklung in einer ihrer Stadien bereitfinden würde, mit dem Absolutis-
mus gemeinsame Sache gegen das Proletariat zu machen. Zum
Schluß geht Lenin auf die Frage ein, auf welche Art und Weise der
Sturz des Absolutismus durch die Sozialdemokratie herbeigeführt
werden könne, und er gibt die Antwort, daß zuerst eine Macht ent-
stehen müsse, die die entsprechende Kraft zu diesem Sturze aufbringe.
Eine solche müsse aber erst in Rußland organisiert werden, und dann
erst sei zu überlegen, ob ein bewaffneter Aufstand, ein politischer
Massenstreik oder eine andere große Bewegung zu diesem Ziele
führen könne. Wir sehen also schon in dieser frühen Aeußerung das
klar umrissene Programm, nach dem Lenin in den folgenden Jahr-
zehnten handelte. Neben weiteren kleinen Schriften förderte die un-
{reiwillige MuBe aber auch ein großes, theoretisches Werk zutage, das,
fuBend auf den ökonomischen Lehren von Karl Marx, im Umfange von
cund 25 Druckbogen die „Entwicklung des Kapitalismus in Rußland“
darstellt °). Das Werk zieht, nach der theoretisch - nationalökono-
mischen Einführung, ein großes, historisch-statistisches Material über
Landwirtschaft, Industrie und Handel in den Kreis seiner Untersuchun-
gen und erfreut sich schon im Anfang dieses Jahrhunderts der ein-
gehenden Beachtung westeuropäischer Gelehrter. U. a. gibt Zinovev
eine AeußBerung des Professors Kowalewski wieder, der ihm 1902 in
Daris mit Bezugnahme auf das Buch Lenins sagte: „Welch bemerkens-
werten Professor hätte Lenin abgeben können...“ —

Damit schließt die erste Periode von Lenins Wirken ab;
denn als er Anfang des Jahres 1900 aus Sibirien zurückkehrte,
war seines Bleibens nicht mehr lange in Rußland. Eine kurz
nach seiner Wiederkunft in Pskov statifindenden Konferenz mit
Martov, Struve, Tugan-Baranowskij u. a. m., die eine Einigung
der verschiedenen Gruppen bezweckte, ging ergebnislos aus-
einander, doch beschloßB sie die Gründung eines Blattes im
Auslande. Diese Zusammenkunft muß wohl zur Kenntnis der
Polizei gelangt sein, denn eine dreiwöchentliche Inhaftierung
Lenins folgte ihr auf dem Fuße. In der Zwischenzeit der sibirischen
Jahre Lenins hatte sich in der Arbeiterbewegung GroBrußlands der
Gedanke einer Zusammenfassung der überall sich trobß der Verfolgung
stärkenden Organisationen mehr und mehr Geltung verschafft, Um
die beiden Pole, der stark zentralistisch veranlagten „Vereinigung
zum Kampfe für die Befreiung der Arbeiterklasse“ und dem auf mehr
autonom-organisatorischen Standpunkt stehenden jüdischen „Bund“.
6) Das Buch ist durch ein antikritisches Nachwort „vermehrt unter dem
Titel: „Razvitie Kapitalizma v Rossii“ als 3. Band der „Gesammelten
Schriften“ erschienen.
        <pb n="19" />
        14

der besonders in den russischen Randstaaten eine größere Anhänger-
schaft zu werben verstanden hatte, gruppierten sich eine Reihe Ar-
beitervereinigungen, die ebenso wie die erstgenannten Pole einander
zustrebten, doch hielten taktische Erwägungen, wie die der „Oekono-
misten“, der russischen Bernsteinianer, und lokale Sonderbedenken
durchgreifende, zentralisierende Maßnahmen hintenan. Auch der ın
dieser Hinsicht zu einem alle Teile ziemlich unbefriedigt lassenden
Kompromiß gelangende Kongreß der russischen Arbeitervereinigun-
gen in Minsk — 1898 — hatte in diesem Streben keinen Wandel ge-
schaffen, besonders da kurz nachher viele der Teilnehmer des Kon-
gresses und andere in der Bewegung eifrig tätige Personen infolge
Verhaftung und Einkerkerung von der Szene abiraten. Diese starke
Unsicherheit innerhalb Rußlands veranlaßte die übriggebliebenen
Führer und den erst aus Sibirien zurückgekehrten Lenin, im Auslande
eine Stelle zu schaffen, die von den staallichen Machthabern weniger
leicht außer Aktion gesebt werden konnte, als eine Zentrale in Ruß-
land selbst. So entstand die Zeitschrift „Iskra‘“. Die angesehensten
russischen Marxisten: G. Plechanow, V. Zasuli&amp;, Lenin, Martow, Axel-
rod, waren ihre Gründer und Redakteure. Ihre erste Nummer er-
schien im Dezember 1900 in München, später siedelte der Verlag nach
London und dann nach Genf über. Das Ziel war von Anfang an klar
umrissen: Die Stabilisierung der revolulionär-marxistischen Theorien
in der Arbeiterbewegung Rußlands und die Konsolidierung der
russischen Gruppen, die diese Theorien anerkannten, zu einem einzigen
Verbande unter streng zentralistischer Leitung.

„Dem Funken wird eine Flamme entlodern!‘“ Diese Sirophe des
Dichters Puschkin, mit der er einst auf den Aufruf der Dekabristen
antwortete, ihronte als Motto am Kopf des neuen Organs, und in der
Tat war es diese Zeitschrift und ihre Nachfolgerinnen, denen die Rolle
der Funken im größten revolutionären PulverfaBß der Weltgeschichte,
im zaristischen Rußland, zugekommen ist. Der Angriff gegen den
„professionalen Opportunismus‘“ wurde sofort von Lenin eröffnet,
ebenso gingen nach kurzer Zeit er und seine Mitredakteure daran,
Programm- und Organisationsstatutentwürfe zu schaffen, die als
Basis einer Vereinheitlichung der Bewegung in Rußland dienen soll-
ten”). — Nach solcher Vorbereitung fand endlich im August 1905 in
London der „zweite Kongreß der sozialdemokratischen Arbeiterpartei
7) Eine eingehende Darstellung der „Iskra-Periode“ findet sich bei
M. Lydin (Mandelstam): „Material zur Erläuterung der Parteikrise in der
Sozialdem. Arbeiterpartei Rußlands“. . Genf: Buchdr. „Iskra‘““ 1904. S. 21 ff.
Fin ‘wichtiges Dokument ‚für. die. Ansichten ‚Lenins’ ist außer den „Iskra“-
Artikeln auch seine Schrift: Cto delat’? Stuttgart: Dieb 1902. 8°%.. (Was 1un?)
        <pb n="20" />
        15
Rußlands“ statt. 43 Delegierte, die mit 51 Stimmen 26 Organisationen
vertraten, und 14 Teilnehmer mit beratender Stimme waren anwesend.
Räumlich war ganz Rußland vertreten vom Norden zum Süden, vom
Westen bis zum fernen Osten — bis Irkutsk und Tschita. Die Haupt-
aufgabe sollte sein: eine Zentralleitung zu wählen, das Programm und
das Organisationsstatut zu beschließen. Das Programm war eine Kol-
iektivarbeit in der Hauptsache von Plechanow und Lenin und seit
längerem bekannt®). Der Hauptpunkt des grundsäbklichen Teils ent-
hält schon die folgenden Säbe, die dem Programm der heutigen russi-
schen Staatsmänner durchaus entsprechen:

„Indem sie die Produktionsmittel und Zirkulationsmittel aus dem
Privateigentum in das gesellschaftliche Eigentum überführen und ...
eine planmäßige Organisation des gesellschaftlichen Produktions-
prozesses einführen wird, wird die soziale Revolution des Proletariats
die Teilung der Gesellschaft in Klassen abschaffen und dadurch die
ganze unterdrückte Menschheit befreien, da sie aller Art Ausbeutung
eines Teiles der Gesellschaft durch den andern ein Ende machen wird.
Eine unumgängliche Vorbedingung dieser sozialen Revolution stellt
die Diktatur des Proletariats dar, d. h. die Eroberung einer solchen
politischen Gewalt durch das Proletariat, daß es imstande sein wird,
jeden. Widerstand der Ausbeuter zu unterdrücken ...“ Nach poli-
Hschen, sozialpolitischen und wirtschaftlichen Gegenwartsforderungen
und solchen in der Agrargesebgebung stellt das Programm den Sab
auf: „In dem Streben nach Verwirklichung ihrer nächsten politischen
und ökonomischen Ziele unterstübßt die S.D. A.P.R. jede gegen die
bestehende soziale und politische Ordnung Rußlands gerichtete oppo-
sitionelle und revolutionäre Bewegung und lehnt sie entschieden alle
Reformprojekte ab, die mit irgendeiner Art Ausdehnung oder Be-
seitigung der polizeilich-bürokratischen Bevormundung der arbeiten-
den Klassen verknüpft sind.“ —

Nach einer Debatte, die sich aber nicht auf den grundsäklichen
Teil des Programms, sondern auf einige der Gegenwartsforderungen
erstreckte, wurde es im ganzen einstimmig bei einer Stimmenthaltung
angenommen.‘)

8) Veröffentlicht in der russ. Zeitschrift „Zarja“ Nr. 3 u. 4. Als Leit-
artikel mit erläuternden und kritisierenden Aufsäben u. a. von Lenin und
DPlechanow. Deutsch „Dokumente d. Sozialismus“ Il, 2. S. 85f. Außer
dieser Kollektivarbeit hatte L. noch einen besonderen Entwurf ausgearbeitet,
der aber erst veröffentlicht wird.‘

9) Vergl. Lydin: „Material .. .“ S. 44 ff. „Der Parteitag“. Noch genauer
siehe in russischer Sprache: „Protokoly IL. oCerednogo c&amp;zda R. S.-D. R. P.
Zeneva 1904, besonders darin die Rede Lenin’s S. 90f.
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        16
Eine weit schärfere Auseinandersebung entstand dagegen bei

den Beratungen zum „Organisationsstatut‘“, das, von Lenin entworfen,
einen strengen Zentralismus entwickelte — ganz so, wie er zurzeit in
der Organisation der Ill. Internationale anerkannt ist. Besonders der
8 1 war es, der die Geister aufeinanderplaken ließ. Lenin formulierte
folgendermaßen: „Mitglied der Partei ist, wer an einer Organisation
der Dartei teilnimmt, seine Parteimiigliedspflichten erfüllt, den Mit-
gliedsbeitrag bezahlt, die Disziplin beachtet usw.“, während Martow
die folgende Fassung vorschlug: „Mitglied der Partei ist, wer unter
der Kontrolle der Partei arbeitet und die Parteiorganisationen in
irgendeiner Weise unterstüßbf.“ In der Tat ging also der Sireit um
Fernhaltung oder Aufnahme von Mitläufern, und die Mehrheit stellte
sich in diesem Punkt auf den Standpunkt von Martow, stimmte aber
in den übrigen Paragraphen mit geringen Wortänderungen dem Ent-
wurf Lenins zu. Wie Martow selbst das Ergebnis beurteilte, zeigt
seine Aeußerung über den Parteitag: „Ich habe gesiegt, aber Lenin
hat es verstanden, nach kurzer Zeit mit Hilfe einiger anderen Punkte
meine Formel derartig zu stuben und eine solche Revanche zu nehmen,
daß von meinem Sieg schließlich nichts übrig geblieben ist“. In der Tat
führte das Ergebnis der Schlußabstimmung und das über die Be-
sekung der Redaktion der „Iskra“ zu einer Mehrheit von 25 Stimmen
gegen eine Minderheit von 23 Stimmen. „Von da leiten sich,“ wie
Zinovev feststellt, „die Bezeichnungen „Bolschewiki“ (Mehrheitler)
und „Menschewiki“ (Minderheilfler) her.“ — „Wie bekannt,“ fährt er
fort,. „ist während der Revolution in dieses Schlagwort oflimals ein
anderer Sinn hineingelegt worden. Viele waren einfach der Meinung,
daß die Bolschewiki jene seien, die möglichst viel wollen, während
die Menschewiki bereit seien, sich mit weniger zu begnügen. In
Wirklichkeit aber entstand dieses Wort, als die Mehrheit (Bolschinstwo)
für die Redaktion Plechanow-Lenin und die Minderheit (Menschinstwo)
gegen diese stimmte.“ 19)
10) Vergl. dazu die Darstellung von Lydin im „Material“ S. 67. Zinovev:
„Geschichte d. Kommunistischen Partei“ S. 86 ff. Vor allem aber das russ.
Darteitagsprotokoll. Übrigens stellen auch Maulner im „Bolschewismus“,
Stuttgart 1920, und Sonja Rabinowib: „Zur Entwicklung der Arbeiterbewegung
in Rußland“, Berlin 1914, S. 88, die Sachlage ähnlich dar. Die diesbezüg-
lichen Quellen und Ansichten sind deshalb gründlich angeführt, weil das
immerhin brauchbare Werk von. Professor A. von Hedenström: „Ge-
schichte Rußlands von 1878—1918“, Berlin-Stuttgart 1922, das in Deutsch-
land ziemlich verbreitet ist, eine irrige ‚Auffassung über die An-
schauungen Lenins wiedergibt. Siehe S. 104 u. 109. Neben der anders-
lautenden Erklärung der Entstehung der ‚Parteinamen „Bolschewiki“ und
„Menschewiki“ ist besonders die Annahme: „der Zarismus müsse mit Bomben
und Dynamit schonungslos: vertilgt werden“ als +aktisches Proaramm Lenin’s
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        17
Im Anschluß an den Kongreß vertieften sich die Meinungsver-
schiedenheiten zwischen „Bolschewisten“ und „Menschewisten‘“ mehr
und mehr, besonders nahmen sie ganz verschiedene Stellungen zu
den Liberalen ein. Martow und Lenin legten dazu ihre Anschauungen
in besonderen Broschüren nieder 1!) und bald trennten sich die Frak-
Hhonen, auch Plechanow schwenkte zu den Menschewisten um. Alle
Vermittlungsversuche scheiterten! Dennoch war der Erfolg des
Darteitages, daß jekt anstatt vieler sozialdemokratischer Einzel-
gruppen zwei festgefügte Parteien in der Arbeiterbewegung Ruß-
lands bestanden. Der leitende Geist der Bolschewiki aber blieb von
nun an Lenin. Er wurde ihr einziger, wahrer Parteiführer.

Die Einstellung Lenins, die in den Mehrheitsbeschlüssen der
Tagung 1903 ihren Ausdruck fand, hatte ungeachtet der vielen An-
griffe, die sıe (auch von marxistischer Seite aus) auslöste, ihre histo-
risch sichere und einwandfreie Begründung, wie später selbst
menschewistischerseits anerkannt wurde ?). Lenin ging von der Vor-
aussebung aus, daß die Arbeiterbewegung stark zum Trade-Unionis-
mus neige, deshalb müsse, meinte er, „der Sozialismus von außen her in
sie hineingebracht‘“ werden, um sie auf den revolutionär-marxistischen
Weg zu lenken. Diese Aufgabe könnte nur ein kleiner Zirkel
theoretisch durchgebildeter, erprobter und miteinander harmonieren-
der Revolutionäre bewältigen. Der natürliche Schluß war dann der,
daB dieser „revolutionäre Zirkel‘ sich die ausschlaggebende Leitung
(der an sich spontanen) Arbeiterbewegung zur Lösung aller, der
nächstliegenden politischen, wie auch der sozialistischen Prinzipien-
irrtümlich. Sie widerspricht auch vollständig jeder marxistisch-revolutionären
Einstellung, die den individuellen Mord verurteilt. — Wir haben auch vorher
gesehen, daB der Programmpunkt von der „Diktatur des Proletariats“ keine
Eigentümlichkeit Lenin’s darstellt, und daB hierin sich Lenin mit Plechanow
ım Einverständnis befand, erklärte sich doch auch der KongreB einstimmig
für das Programm, also auch für den Sab über die Diktatur. Zinovev zitiert
sogar auf S. 91/92 seiner Geschichte einige zustimmende Säbe über diesen
Degriff aus einer Rede Plechanow’s, des Begründers des russischen Marxismus,

11) Vergleiche die russischen Schriften von Lenin: „Sag vpered, dva
Saga nazad“. Zeneva 1904. (Ein Schritt vor, zwei zurück.) Und „Dv&amp;
taktiki socialdemokraty v demokr. revoljucii“. Zeneva 1905. (Die zwei sozial-
demokratischen Taktiken in der demokratischen Revolution.) Den mensche-
wistischen Standpunkt in Martov: „Rabodee de&amp;lo v Rossii“, Zeneva 1903 (Die
Arbeitersache in Rußland), in deutscher Sprache: Lydin: „Material . . .‘“, das
vom bolschewistischen Standpunkt aus geschrieben ist, und die Artikel der
Russen in der „Neuen Zeit“, Stuttgart 1903 u. 1904, die alle dem mensche-
wistischen Lager entstammen.

12) Siehe „Die Lage der Sozialdemokratie in Rußland“. Herausgegeben
vom „Boten“ des Organisationskomitees der Sozialdemokratischen Arbeiter-
partei Rußlands. Berlin 1912. S. 6ff.
Dio-Bibliographische Beiträge: Staatswissenschaften 2.
        <pb n="23" />
        18
fragen und Endaufgaben des Proletariats, vorbehalten müsse. Die
Lage ın Rußland war nun tatsächlich die folgende: Bis in die legte
Zeit spielte die sozialdemokratische „Intelligenz“ der Arbeiterklasse
gegenüber dieselbe Rolle ın Rußland, wie in Westeuropa im vorigen
Jahrhundert die „Intelligenz‘“ der bürgerlichen Demokratie. Unter
ihrem Einfluß wurde das Proletariat allmählich in die politische Be-
wegung hineingezogen. Es erhielt seine politische Elementarbildung
ınd kam nach und nach zum Klassenbewußtsein. So gelangte denn
auch die marxistische „Intelligenz‘“ dazu, die ersten spontanen Regun-
gen des erwachenden russischen Proletariats auszuwerten; auf dieses
gestükt, wurde sie zu einer erstklassigen politischen Macht, die ım
Namen des Proletariats radikale, politische Forderungen stellen und
Losungen in die Masse werfen konnte. Sie entwickelte sich zur selb-
ständigen Führerinslitution. Diese Rolle irat um so fühlbarer hervor,
als die gesamte Bewegung „illegal“ und die ganze Organisation not-
wendig geheim, „unterirdisch“, sein mußte, auch spielte die geheime
Parteiorganisation bei der Entfaltung der Arbeiterbewegung eine be-
fruchtende Rolle. Bei der fortwährenden Erweiterung des Taligkeits-
Feldes erforderte eine solche Organisation einen relativ gewaltigen
Stab von Funktionären, d. h. Agitatoren, Organisatoren, Schriftstellern,
Personal von Geheimdruckereien, Kräften für den Schmuggel revolu-
tionärer Schriften usw. Neben Opfermut und Hingebung mußten bei
diesen Leuten besondere technische Fähigkeiten in langerer Praxis
geschult werden, um den notwendigen Kampf mit der Findigkeit der
gegen sie aufgebotenen staatlichen Organe erfolgreich aufnehmen zu
können. Kurz, die Revolution mußte zum Beruf werden. Solche
„Berufsrevolutionäre“ wollte Lenin mit seinem Organisationsstatut
schaffen, denn ihre Organisation konnte nicht von der gewerblichen
Arbeitermasse ohne weiteres hervorgebracht werden. Selbst gewerb-
liche Arbeiter mußten ihren eigenilichen Beruf aufgeben, wenn sie
ihren neuen erfüllen sollten. Sie mußten in den engen Zirkel der
„Berufsrevolutionäre“ aufgehen, eine neue Denk- und Lebens-
weise beginnen, die Psyche der in diesem Milieu tjonangebenden
marxistisch-revolutionären „Intelligenz“ annehmen. Um richtig zu
funktionieren, mußte der ganze Apparat von fremden Einflüssen un-
abhängig gehalten werden, damit nicht Solotänzer den wohleinexer-
zierten Chor störten. Dies war der eigentliche Inhalt des Organisa-
tKonsplanes, der aufgestellt war im Sinne der dauernden Steigerung
des revolutionären Kampfes und des „Weitertreibens“ der voraus-
gesekt kommenden Revolution. Es ist ein Irrlum, wenn man diese
Taktik und Organisation blanquistisch nennt. Blanqui sammelte seine
Anhänger in geheimen Gesellschaften, um die Staatsmacht Frankreichs
        <pb n="24" />
        19
mit einem Schlage zu überrennen. Lenins Taktik richtete sich auf
längere Zeit dauernden, nie rastenden Kampf ein. Sie rechnete kühl
auch mit strategischen Rückzügen und mit Niederlagen, die aber
wiederum dazu ausgenukt werden sollten, um weitere Kreise der
Arbeitzrschaft für den Kampf mit der Obrigkeit zu interessieren,
reif zu machen.

Nur so ist das Wirken Lenins in den nahezu dreißig Jahren seiner
politischen Laufbahn zu verstehen. Es ist die Theorie, Strategie und
Taktik, die der Bolschewismus in Rußland und später in der Ill. Inter-
nationale aufstellte.

Ganz in dieser Richtung liegt es, daB Lenin stets strebte, an die
Massen heranzukommen und sie seiner Auffassung gefügig zu
machen, seine Gegner aus der engeren Organisation auszuschließen,
auch wenn sie ziemlichen Anhang hinter sich halten, d. h. Spaltungen
der Partei nicht zu scheuen. So geht ein klares Wollen durch Lenins
Politik, das gegen den Einfluß der „ökonomischen“ Richtung und die
zum Pakten mit den Liberalen geneigten Menschewiki, bis zum voll-
kommenen Bruch ankämpft, durch besondere Behandlung des Agrar-
programms baäuerliche Hilfstruppen der Industriearbeiterschaft wirbt
und seine politischen Fäden über den ganzen Erdball spinnt. Er rech-
nele im voraus mit Wechselfällen und ging troß Niederlagen den vor-
gezeichneten Weg unbekümmert weiter. So sammelte er die Partei
1905 zu einem neuen KongreB und suchte außBenstehende Organisa-
tionen zur Partei heranzuziehen, was jedoch nicht gelang. Es war
somit der erste Kongreß der Bolschewiki, der im Mai 1905 in London !:}
stattfand. Zu diesem schrieb August Bebel den bekannten Brief, der
zur Einigung zwischen Bolschewiki und Menschewiki mahnte und den
Lenin mit der kurzen Bemerkung beiseite legte: „Wir haben für Bebel
die größte Achtung, aber wenn es sich darum handelt, zu erkennen,
wie man in unserem Heimatlande den Zarismus und die Bourgeoisie
bekämpfen muB, dann muß man uns erlauben, darüber unsere eigene
Meinung zu haben.“ In den Thesen, die Lenin dem Kongreß vorlegte,
untersuchte er die Bedingungen der russischen Arbeiterbewegung
und zeigte eine von westeuropäischen, landläufigen Gedankengängen
scharf unterschiedene Auffassung von Demokratie und Parlamen-
tarismus: „Wir sind für einen Demokratismus, wie wir ihn brauchen,
und wenn es möglich sein wird, werden wir ihn als die ersten durch-
führen. Jeder, der ein richtiger, ernster Arbeiter ist, begreift, dak die

13) Siehe dazu das Protokoll: „Tretij oC&amp;erednoj s*&amp;zd Ross. Soc.-Dem.
RaboCej partli“. Zeneva 1905. 8%. Deutsch darüber, vom menschewistischen
Standpunkt aus, die „Neue Zeit“. Stuttgart, Jahrg. 1905.
        <pb n="25" />
        20
Demokratie nicht Selbstzweck ist, sondern eines der Mittel zur Be-
treiung der Arbeiterklasse .. .“

inzwischen war es auch gelungen, da Lenin die „Iskra“ den
Menschewiki überlassen mußte **), im Dezember 1904 eine neue Zeit-
schrift, „Vpered“, herauszubringen, diese wechselte nach dem Partei-
tag ihren Namen und hieß bis zum November 1905: „Proletarij“.

Es ist hier nicht der Ort, die Einzelheiten der russischen Revolu-
tion wiederzugeben ®). Die Ereignisse, die zum „Blutigen Sonntag“
führten, sind bekannt, sie öffneten auch den friedlichsten Arbeitern die
Augen. Gewaltige Streiks aller Berufskategorien erschütterten bald
Rußland und die schon durch die Niederlagen im japanischen Kriege
geschwächte Regierung. Den Höhepunkt erreichte diese Bewegung im
und durch den Generalstreik, der sich über alle Gebiete Rußlands
verbreitete, die Regierung lahmlegte und den ganzen Verwallungs-
apparat zum Stillstand brachte. In weniger als einer Woche kapitu-
lierte die Regierung durch Veröffentlichung des kaiserlichen Mani-
festes vom 17./30. Oktober, das für die nächste Zukunft eine Konsti-
tution für Rußland, sowie die möglichst rasche Einberufung einer vom
Volke gewählten geseßgebenden Versammlung verhieß. In diesen
Tagen gelang es auch, die inzwischen überall entstandenen Sovets
zu einer Tagung in Moskau zu vereinigen. In Petersburg hielt der
Rat der Arbeiterdelegierten seine erste Sibung am 13./26. Oktober im
Technologischen Institut ab, und am Tage des Manifestes erschien die
erste Nummer der „Iswestija“, das Organ des Soviet. Lenin spielte
schon in dieser Zeit eine Hauptrolle. Er lebte damals illegal in Peters-
burg, durfte sich aber nicht öffentlich betätigen, da er so besser die
Leitung der Dinge in der Hand behalten konnte — die Bolschewistische
Dartei vertrat im Sowjet A. Bogdanow —, dennoch legte Lenin dem
aus der Zeit geborenen Arbeiterparlament die allergrößte politische
Bedeutung bei, während er der nur zur beratenden Körperschaft be-
stimmten Staatsduma so wenig Interesse entgegenbrachte, daß er
eine Wahlbeteiligung der Bolschewiki bekämpfte und seine Meinung
in der Partei durchseßte. Es war der ausgesprochene Gegensakb zu
der. Meinung vieler Menschewiki, die die russische Revolution im
wesentlichen als eine bürgerliche Revolution ansahen, bestimmt, die
Bourgeoisie zur Macht zu bringen und den bürgerlichen Staat zu er-
richten. Aus dieser Anschauungsweise ist auch die Führung und
14) Von Nr. 54 an finden sich in der „Iskra“ keine Artikel mehr von
Lenin, nachdem von Nr. 53 an die Redaktion von den Menschewisten über-
nommen war.

15) Siehe N. Troßky: „Rußland in der Revolution“. 2. vermehrte Auf-
lage. Berlin 1923. 80.
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        21
Organisation des Dezemberaufstandes in Moskau durch die Bolsche-
wiki zu verstehen, denn nach ihrer Meinung sollte die Revolution
zur proletarischen Herrschaft führen, oder wenigstens zu einer be-
trachtlichen Veränderung des bürgerlichen Staates in sozialistischer
Richtung. Man überschäkte die Kraft des revolutionären Proletariats.
Die Niederlagen vereitelten den Fortgang ın dieser Richtung, zwan-
gen die sozialdemokratischen Fraktionen 1906 zur Vereinigung. Lenin,
der noch bis zum Jahre 1907 illegal in Petersburg und dann in dem
finnischen Kuokkalla gelebt hatte, sah sich von neuem gezwungen,
vor der Gegenrevolution den Rückzug ins Ausland anzutreten. In
Paris und Genf erschien nun eine ganze Literatur an illegalen
Broschüren, sowie die Zeitschriften „Proletarij‘‘ und „Sozialdemo-
krat“. Eine Zeit der größten Entbehrungen für den konsequenten
Revolutionar brach an, in der er zu dem Mittel neuer wissenschaft-
licher Beschäftigung griff, um die Zeit neben seinen Pflichten als Ver-
tIreter bei der Il. Internationale auszufüllen. Ein Werk entstand, das
die materialistische Geschichtsauffassung zum Thema hatte: „Der
Materialismus und der Empiriokritizismus‘ 1°). In diese Epoche fallt
auch sein Antrag auf dem Stuttgarter internationalen Kongreß 1907,
der verlangt, daß im Kriegsfalle die Sozialisten aller Länder die
Pflicht hätten, mit allen Kräften die dadurch entstehende politische und
wirtschaftliche Krise auszunuben, um den Sturz der kapitalistischen
Herrschaft herbeizuführen. Von neuem entbrannte bald der Kampf
zwischen Bolschewisten und Menschewisten, so daß wieder eine
Spaltung 1912 eintrat; der neu einsebende Aufschwung der Arbeiter-
bewegung in Rußland gab ihm Nahrung. Zwei Zeitschriften hatten
bolschewistischerseits in Petersburg und Moskau inzwischen legal be-
stehen können, ‚Svesda“ und „Mysi“, und eine kleine Arbeiterfraktion
von sechs Abgeordneten repräsentierte sie in der Staatsduma, wo sie
nach neuem Beschluß auf Vorposten zu stehen hatten zur Ausnubung
der „legalen Möglichkeiten“. Die Partei begann langsam zu wachsen,
das Zentralkomitee mit Lenin siedelte nach Krakau über, um der
russischen Grenze näher zu sein, und eine neue Zeitschrift, „Pravda“,

16) Das über 20 Bogen umfassende Werk: „Materializm i_Empiriokri-
ticizm“ (Neuauflage Moskau 1920) war eine Antwort auf ein Sammelbuch:
„Entwurf einer materialistischen Philosophie“ von Lunatscharski, Bogdanow,
Basarow usw. .

In diese Zeit fällt auch die Mitarbeiterschaft an dem ökonomischen Hand-
wörterbuch Granat. Daraus erschien in Sonderdrucken:

1. Die Agrarfrage in Rußland am Ende des 19. Jahrhunderts (auch deutsch,

Berlin: Verlag Seehof &amp; Co., 1920). . . .
Karl Marx. Kratkij biograficeskij ocerk, c izioZeniem Marksizma.
Moskva 1922.
        <pb n="27" />
        22

begann ihr Erscheinen unter der intensiven Mitarbeiterschaft Lenins.
Sie konnte sich troß schwierigster Umstände in Rußland bis zum
Kriegsbeginn 1914 halten.

Die Augusttage des Jahres 1914 begannen; die IL. Internationale brach
zusammen. Lenin befand sich in einem verlorenen Dorf der galizischen
Berge. Er und Zinovev wurden bald von der österreichischen Regierung
verhaftet, doch nach kurzer Zeit in die Schweiz abgeschoben. Die Tätig-
keit dort war zuerst sehr beschränkt, bis es ihm gelang, im Verein mit
Zinovev, Radek,Bronski und Münzenberg, von der Jugendinternationale,
Einfluß auf die internationale Arbeiterbewegung zu bekommen und
auf den Zimmerwalder und Kienthaler Zusammenkünften die Keim-
zellen der II. Internationale zu entwickeln. Seine Anschauungen über
den Krieg spiegelte das Kriegsmanifest der Bolschewiki vom 1. No-
vember 1914 wieder: „Es ıst die Aufgabe der Sozialdemokratie, ın
erster Linie die wirkliche Bedeutung des Krieges aufzudecken und
rücksichtslos die Lügen, Sophismen und „patriotischen“ Phrasen zu
demaskieren, die durch die regierenden Klassen, die Bourgeoisie und
die Junker, zur Verteidigung des Krieges verbreitet werden... Keine
der kriegführenden Parteien ist an dem Raub, an den . . . Verbrechen
des Krieges weniger als die andere schuldig ... Die Opportunisten
haben seit langem den Zusammenbruch der II. Internationale vor-
bereitet, indem sie die soziale Revolution verleugneten, ... durch die
Ablehnung der grundlegenden, schon ım kommunistischen Manifest
ausgesprochenen Wahrheit, daB die Arbeiter kein Vaterland haben; ...
sie haben es, indem sie die vernünflige Ausnubung des bürgerlichen
Darlamentarismus und der bürgerlichen Legalıtät in eine An-
betung der Geseblichkeit ausarten ließen und die Pflicht vergaBßBen,
in der Epoche politischer Krisen, Geheimorganisationen zu schaffen
und geheime Agitation zu treiben ... Je mehr Opfer der Krieg erfordert,
desto offenkundiger wird den Arbeitermassen . . . die Notwendig-
keit... (werden), die Waffen gegen die Regierung und die Bour-
geoisie jedes Landes zu ergreifen. Die Verwandlung des jekigen
imperialistischen Krieges in den Bürgerkrieg, das.ist die einzig rich-
Hge proletarische Losung...“ ”). Lenin sprach sich damit also nicht
gegen den Krieg im allgemeinen ‚aus, sondern nur gegen den Krieg
und die Landesverteidigung als Folgeerscheinung des allgemeinen
[mperialismus, während. er den Bürgerkrieg, den Revolutionskrieg und
die Verteidigung des proletarischen Staates (wenn man hier vom

. 17) Siehe in deutscher Sprache: „Manifest des Zentralkomitees der Russ.
Soz.-Dem. Arbeiterpartei über den imperialistischen Krieg“ iın G. Zinovev:
„Geschichte der Kommunistischen Partei RuBlands“. Hamburg 1923. S. 194 ff.
Und Lenin u. Zinovev: „Gegen den Strom“. Hamburg 1921. 8°
        <pb n="28" />
        23
Staat reden kann) zur Pflicht machte. Seine Schriften während des
Weltkrieges enthalten denselben Gedanken !®). In Konferenzen, Ar-
tikeln, Broschüren vertrat Lenin seine Meinung, in Zimmerwald und
Kienthal, im „Vorboten“ und „Sozialdemokrat“. Er wohnte im Züricher
Arbeiterviertel gemeinsam mit seiner Gefährtin Nadeschda Krupskaja,
der ehemaligen Redaktionssekretärin der „Iskra‘“. Hier las er die
Berge von Zeitungs- und Zeitschriftenliteratur aus aller Herren Län-
der, bis endlich die Februartage des Jahres 1917 anbrachen und die
bürgerliche Revolution in Rußland einsegte. Vom Eintreffen der
ersten verworrenen, sich häufig widersprechenden Nachrichten an
war sein Bemühen, sobald als möglich nach Rußland zu gelangen; vor
allem trat er mit Petersburg in Verbindung. Hier waren die Sovets
von neuem entstanden und die „Pravda‘‘ begann ihr Erscheinen *).
In seinem ersten Artikel schon zeichnet er den Charakter dieser Räte
als Embryo einer Arbeiter-Regierung, die nicht zugleich mit einer
bürgerlichen Regierung bestehen kann und darf. Er empfiehlt die Be-
waffnung der Arbeiter und prägt die Forderung: „Alle Macht den
Sovels!“ Die Vertreter der russischen Revolutionäre in der Schweiz,
in Frankreich und England bemühten sich bei den Regierungen dieser
Mächte, ihre Aus- bzw. Durchreisegenehmigung eiligst zu betreiben,
doch zogen sich die Dinge in die Länge, so daß die Bolschewiken
nach anderer Durchreisegelegenheit Schritte taten und auch die Ge-
nehmigung hierzu von Deutschland erhielten. Am Tage der Abreise,
am 8. April, richtete Lenin im Namen der Russen, die mit ihm gingen,
einen Abschiedsbrief an die Schweizer Arbeiter, in dem er an den
Standpunkt erinnert, den er schon zu Anfang des Krieges ein-
genommen, er erläutert die Notwendigkeit, das Proletariat zu be-
waffnen und den Kampf gegen die Regierung Miljukow zu eröffnen.
Er sagt darin: „Wir haben es immer für einen Unsinn erklärt, wenn
man dem revolutionären Proletariat zumutet, auf die revolutio-
nären Kriege zu verzichten, die im Interesse des
Sozialismus notwendig sind?). Nicht besondere Quali-
täten, sondern besondere historische Bedingungen haben das
russische Proletariat für eine möglicherweise kurze Zeit zum Vor-
kaämpfer des revolutionären Proletariats der ganzen Welt gemacht.
Rußland ıst ein Agrarland, eines der rückständigsten aller euro-
päalischen Länder. Unmittelbar kann jekgt der Sozialismus in Rußland
18) Siehe „Gegen den Strom“. Hamburg 1920. — Lenin u. Trobky:
„Krieg und Revolution“. Zürich 1918. — „Gosudarstvo ı Revoljucija‘. Moskva
1923. (Deutsch: „Staat und Revolution“. Berlin-Lichterfelde 1919.)
19) Am 21. u. 22. März Nr. 14 u. 15 der „Pravda“ erschien der erste
Artikel von Lenin unter dem Titel: „Die erste Etappe der ersten Revolution“
20) Im Original unterstrichen.
        <pb n="29" />
        24

nicht siegen, aber der Bauerncharakter des Landes kann angesichts
des groBen feudalen Grundbesibes — wie die Erfahrung von 1905
gezeigt hat — der bürgerlich-demokratischen Revolution in Rußland
einen ungeheuren Schwung geben, sie zu einem Vorspiel der so-
zialistischen Weltrevolution machen ... In Rußland kann der Sozialis-
mus nicht sofort siegen, aber die Bauernmasse kann die unausbleib-
liche und schon reife agrarische Umwälzung bis zur Konfiskation des
ungeheuren feudalen Besikes in Rußland führen ... Diese Umwälzung
würde dem städtischen Proletariat, gestübkt auf das arme Bauerntum,
die Möglichkeit geben, solche revolutionäre Organisation zu bilden,
wie die „Arbeiterdelegiertenräte“, durch sie die alten Unterdrückungs-
organe des Staates, das Heer, die Polizei, die Bürokratie, erseben
und unter dem Drucke der furchtbaren Folgen des imperialistischen
Krieges eine Reihe revolutionärer Maßregeln zur Kontrolle der Pro-
duktion und Konsumtion durchführen können... Es lebe die be-
ginnende proletarische Revolution in Europa!“

Wir sehen, daß Lenin nicht nur ein Programm entwickelte, das die
II. Internationale später übernahm, sondern daß er auch den Gang
der russischen Revolution voraussagte. Es ist bekannt, daB, lange
bevor die Bolschewiki an die Macht kamen, die Agrarrevolution sich
vollständig und sozusagen selbsttätig entwickelte und die Konfis-
kation des Großgrundbesibes vornahm.

Am 16./3. April langten Lenin und seine Freunde nach der Fahrt
durch Deutschland und Skandinavien in Petersburg an. Der Finnische
Bahnhof und seine Umgebung waren von Arbeitermassen überfüllt,
die die Ankommenden mit Jubel begrüßten. Auch eine Regierungs-
abordnung, Tscheidse an der Spike, bewillkommnete sie. Gleich am
nächsten Tage entwickelte Lenin den Standpunkt der Bolschewiki in
einer Rede im Hauptquartier der Bolschewiki, dem ehemaligen Palast
der Zarendirne KSesinskaja. Er formulierte:

„l.UeberdenKrieg. Der Krieg ist ein Produkt des Kapita-
lısmus, deshalb darf es im Verhalten gegenüber dem Kriege kein
KompromiB geben. Man muß eine absolute Unversöhnlichkeit gegen-
über dem Kriege bewahren. Friedensschluß um jeden Preis und ohne
Bedingungen. Agitation für diesen Gedanken in den Massen.

2. Umwandlung der Revolution in eine soziale
Revolution. Wir müssen eine neue Platiform für unsere Arbeit
finden und das von den Massen lernen. Die erste Etappe des revo-
lutionären Krieges ist vorbei, er wird nun foritgesekt unter den Be-
dingungen:

a) Die Staatsgewalt geht in die Hände des Proletariats und der

armeren Teile der Bauernschaft über.
        <pb n="30" />
        25
b) Es erfolgt ein tatsächlicher Verzicht auf Annexionen.

c) Es erfolgt ein in die Tat umgesekter Bruch mit allen Interessen
des Kapitals.

3.Regierungund Verfassung:

a) Die gegenwärtige provisorische Regierung darf auf keine
Weise unterstükßt werden, dagegen soll der Arbeiter- und Sol-
datenrat die Gewalt bekommen.

Unser Ziel ist nicht eine parlamentarische Republik, sondern
eine Republik der Arbeiter- und Soldatenräte.

4. Daspraktische Vorgehen:

a) Diktaturdes Proletariats. Wir müssen die Macht in
unsere Hände nehmen und tatsächlich alle Staatsgeschäfte
leiten; man darf es nicht bis zum Eintritt einer konstituleren-
den Versammlung verschieben. Der Staatsgewalt sollen sich
die Deputiertenräte der Arbeiter, Bauern und Soldaten be-
mächtigen. Es ist die Schaffung einer neuen kommunistischen
Partei notwendig, angesichts der verfaulten sozialdemokra-
Hhschen Partei.

Agrarfrage. Ueber das Ackerland sollen die Deputierten-
rate der Bauern verfügen. Der gesamte Großgrundbesib muß
konfisziert werden. Alle Ländereien werden nationalisiert.
Vorgehen gegen die Banken. Zuerst muß man mit
den Banken beginnen. Hier laufen alle Fäden zusammen. Alle
Banken müssen zu einer nationalen Großbank vereinigt und
der Kontrolle des Arbeiter- und Soldatenrats unterstellt! werden.
Reformder Gesellschaftsordnung. Abschaffung
der Polizei, der Armee, des jekigen Beamtentums. Alle Be-
amten müssen aus Wahlen hervorgehen und jederzeit abseb-
bar sein. Ihre Besoldung darf den Durchschnittslohn eines
guten Arbeiters nicht übersteigen 21).

Die Frage der Eroberung der Macht durch das Proletariat war
also schon im April aufgerollt worden, es handelte sich nur darum,
den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Als dann die Entwicklung weiter
ging ??), Miljukow abtreten mußte, Kerenskij ans Ruder kam, begannen

rn)

21) Nach Mautner: „Bolschewismus“, Stuttgart 1920, S. 109/110, der diese
Punkte den „Auslandslektoratsberichten“, 1917, S. 919/920, entnimmt.

22) Gut orientiert über die Vorgänge bis zur Oktoberrevolution die kleine
Schrift von Hans Weber: „Die russische Revolution und das europäische
Proletariat.“ Wien 1917. — In russischer Sprache: „K Oktjabriu 1917—1922
gg.“ Moskva 1922. — Mehr kritisch und voll vieler Einzelheiten ist Elias
Hurwicz: „Geschichte der jüngsten russischen Revolution“. Berlin 1922. Das
Buch berücksichtigt die Zeit bis Anfang 1920. — Siehe auch die umfang-
reiche Memoiren-Literatur.
        <pb n="31" />
        26
überall die Wogen der Unzufriedenheit hoch zu gehen, und gegen den
Willen der Führer sah man sich zu einer verfrühten Aktion gezwungen.
Zinovev erzählt, daß eine Besprechung zwischen ihm, Trokki und Lenin
am 5. Juli im Taurischen Palais stattfand. Er schreibt: „Lenin sagte
jäachelnd zu uns: „Wenn wir nun doch versuchten, sofort die Macht zu
ergreifen? Aber,“ fügte er hinzu, „nein, man kann jekt die Macht
nicht erobern. Wir würden keinen Erfolg haben, weil die Leute an
der Front gegen uns sind; sie sind von Liber und Dan irregeführt, die
Front würde eine Petersburger Arbeiterrevolution ersticken.“ 23). In
der Tat miBlang der Aufstand, und Lenin wäre fast während der Nacht
in der Redaktion der „Pravda“ verhaftet worden, die der Zerstörung
anheimfiel. Lenin mußte sich verbergen und wandte sich bald nach
Finnland, um in Sicherheit zu sein. Von hier aus schrieb er seine Ar-
tikel für die ıllegale Presse: „Rabotij Put’“ und „Rabotij‘“. Hier wurde
auch das Buch „Staat und Revolution“ vollendet; besonders sein
Kapitel V bietet einen sicheren Einblick in die Anschauungen Lenins
über die Umwandlung des bürgerlichen Staates in die sozialistische
Gesellschaft. Im Laufe des Juli bemühte sich die Kerenskij-Regierung,
mit allen Mitteln die Bolschewiki auch moralisch unmöglich zu machen.
Das Märchen von der Käuflichkeit Lenins durch die deutsche Regie-
rung unter Vermittlung von Parvus wurde erzählt und zur Grundlage
eines Sensalionsprozesses gemacht, der aber keine wirklich be-
lastende Momente beibringen konnte. Der Kornilow-Putsch ver-
änderte bald die Situation und stärkte nach dem Siege über die
Gegenrevolution die bolschewistische Sache. Um ein zahlenmäßiges
Bild zu geben, sei auf die Verteilung der Parteizugehörigkeit knapp
vor der Oktoberrevolution hingewiesen:
Bolschewiki Menschewiki

Petersburg. ... . . 41000 13 000

Moskau . . . 58 000 30 000

Wolgagebiet . 12 000 8 000

Uralgebiet . . 25 000 11 000

Ostseeprovinzen 14 000 3 000

Donekgebiet . . 16 000 29 000

Kaukasus . .. . . 9000 45 000

Westirußland . . . . — 18 000

Soldaten . 29 000 4 000

Der jüdische „Bund“ zählte rund 13 000 Mitglieder. Es waren also
vorhanden rund je 200 000 Bolschewiki und Menschewiki, aber aus-
schlaggebend für den Gang der Geschichte war, daß in Zentral-
23) Siehe Sinowjew: „N. Lenin.“ Berlin 1920. S. 31.
        <pb n="32" />
        27
rußland die Bolschewiki über doppelt so stark als die Mensche-
wiki waren; dies zeigte sich auch bei den Sovetwahlen. In Moskau
sprachen sich 14000 Soldaten von 17000 für die Bolschewiki
aus; ihre Arbeiterstimmen waren 82000 = 47 Prozent. In Peters-
burg halten sie zwei Drittel aller Mandate inne und Trobki war
der Vorsibende. Lenin konnte also richtig folgern: „Es ist
sicher, daß wir zusammen mit den linken Sozialrevolutionären
die Mehrheit in den Sovets, in der Armee und im Lande
haben ...“ Da das Zentralkomitee glaubte, daß Menschewiki und
rechte Sozialrevolutionäre noch zuviel Gefolgschaft hätten, verließ
Lenin seinen Zufluchtsort in Finnland und begann ın Petersburg offen
den Aufruhr zu propagieren, dazu arbeitete er den Plan für die späte-
ren taktischen Maßnahmen aus. „Die Oktoberrevolution und die
Rolle, die unsere Partei bei diesen Ereignissen gespielt hat, ist zu
neun Zehnteln das Werk Lenins ... Wenn irgend jemand die Zweifeln-
den überzeugen, die Zaudernden zur Entscheidung zwingen und den
Kampf herbeiführen konnte, so war es Lenin“, urteilt Zinovev über
die Rolle, die der spätere erste Volkskommissar ın dieser Zeit spielte.
„Der Jakobiner, der sein Schicksal mit der vorgeschrittensten Klasse
unserer Zeit, dem Proletariat, verknüpft, das ist der revolutionäre
Sozialdemokrat.‘“ Nach dieser vor Jahren einmal geprägten Sentenz
handelte Lenin ın der Oktoberrevolution.

In der Nacht zum 24. Oktober (6. November) bemächtigten sich die
Bolschewiki des größten Teiles von Petersburg. Am nächsten Tage
ergriff Kerenskij die Flucht und Lenin hielt im Sovet seine Rede. Es
wurde sofort ein Aufruf an alle kriegführenden Nationen, die Ueber-
gabe von Grund und Boden an die Bauern beschlossen. Die Bolsche-
wiki übernahmen die Macht, und am 27. wurde der Rat der Volks-
kommissare gegründet mit Wladimir Ul’janow-Lenin an der Spike.
Der Gang der Geschichte ist bekannt, die Linie der Politik, die Lenin
in früheren Kundgebungen aufstellte, wurde innegehalten ?): Die
Wirtschaft Rußlands nationalisiert, der Friede von Brest geschlossen,
die Ill. Internationale mit Sektionen in allen Ländern als Vorposten der
Weltrevolution gegründet, in den Dienst der leninischen Politik ge-
stellt. Gegenrevolutionäre Kämpfe wurden zwar mit Mühe, aber er-
folgreich liquidiert, und Blockade und kriegerische Einfälle von außen
her überwunden und zurückgeschlagen. Unter Anwendung des
Terrors gegen jede Auflehnung der Besiegten festigte sich die Sowjet-
herrschaft; und als es sich zeigte, daß es nötig wurde, zum Aufbau

24) Die einzelnen Schriften siehe nach Jahrgängen geordnet in dem
nachfolgenden Teil.
        <pb n="33" />
        28

der in Krieg, Revolution und Hungersnot heruntergekommenen Volks-
wirtschaft Kapitalien aus dem Auslande heranzuziehen, befürwortete
Lenin die „Neue ökonomische Politik“ und gab in einer Rede auf dem
'V. Kongreß der II. Internationale seine Auffassung wieder??): „... Wir
müssen nicht nur beachten, wie wir zu handeln haben, wenn wir direkt
zum Angriff übergehen und sofort siegen ... Wenn wir in diesem
Moment angreifen, so können wir sehr leicht sıegen; aber das besagt
noch nichts, weil der Gegner, wenn er besser überlegt, seine Kräfte
sammelt. Er kann uns dann sehr leicht zum Angriff provozieren und
uns für längere Jahre vernichten ... Auch vom praktischen Stand-
punkt aus müssen jekbt alle Parteien, die daran denken, daß sie in
nächster Zeit zum direkten Angriff gegen den Kapitalismus über-
gehen werden, auch daran denken, wie der Rückzug zu sichern ist...
Nachdem wir die wichtigste Etappe des Bürgerkrieges zu Ende ge-
bracht haben, und zwar mit einem Siege, kam es zu einer großen
Krisiıs Sowjelrußlands: daB wir nicht nur die großen Massen von
Bauern unzufrieden sahen, sondern auch die groBen Massen von Ar-
beitern ... Die Ursache war, daß wir mit unseren ökonomischen
Forderungen zu weit gegangen waren, daß wir die Basıs nicht ge-
sichert hatten ... Auch wir erkannten nach ganz kurzer Zeit, daß der
direkte Uebergang zu der rein sozialistischen Distribution der Güter
unsere Kräfte übersteigt und daß wir zugrunde gehen werden, wenn
wir nicht imstande sind, einen Rückzug so zu machen, daß wir uns auf
leichtere Aufgaben beschränken. Schon im Frühling haben wir ein-
stimmig beschlossen, zur „Neuen ökonomischen Politik“ überzugehen.
Was ist das Resultat? Hat uns dieser Rückzug wirklich geretiet? ..,
Ich glaube, wir alle können mit gutem Gewissen diese Frage bejahen.
Ich werde zu den Beweisen übergehen: .. . Im Jahre 1921 dauerte die
Stabilisierung des Papierrubelkurses weniger als drei Monate, ım
Jahre 1922 dauerte sie schon mehr als fünf Monate ... Ich glaube, daß
wir damit zufrieden sein können ... Jekt gehe ich über zu unseren
sozialen Schichten. Das Wichligste ist natürlich die Bauernschaft.
Im Jahre 1921 herrschte Unzufriedenheit bei der großen Masse der
Bauern ... In einem Jahre sind wir nicht nur mit dem Hunger fertig
geworden, sondern . .. die Naturalsteuer hat soviel eingebracht, daß
wir schon jet Hunderte von Millionen Pud bekommen haben, und
zwar fast ohne Anwendung von Zwangsmilteln . .. Daß die Bauern
mit ihrem jekgigen Zustande zufrieden sind, das können wir getrost
behaupten ... In einem kapitalistischen Lande würde die Besserung
der Lage der Schwerindustrie unbedingt eine Anleihe von hundert

25) Siehe Bericht über d. IV. Kongreß d. Kom. Intern. Hamburg 1923. S. 56.
        <pb n="34" />
        20
Millionen erfordern. Wir haben diese Anleihe nicht bekommen. Was
man bis jegt über die Konzessionen und anderes schreibt, steht nur
auf dem Papier. Troßdem sehen wir schon einen bescheidenen An-
fang, und weiter sehen wir, daß unsere Handelstätigkeit uns schon
ein gewisses Kapital, etwa 20 Millionen Goldrubel, gebracht hat ...
Unsere Handelstätigkeit gibt uns Mittel, die wir zur Besserung der
Schwerindustrie brauchen... Der Staatskapitalismus, den wir ge-
schaffen haben ..., entspricht nicht den gewöhnlichen Begriffen des
Staatskapitalismus. Wir haben in unseren Händen alle Konzessionen,
wir haben den Grund und Boden ..., das ist sehr wichtig ... Wir
haben in unseren Händen die großen Industrien ... Bezüglich des
Handels möchte ich noch betonen, daß wir gemischte Gesellschaften
zu gründen irachten und schon gegründet haben, d. h. Gesellschatfen,
wo ein Teil des Kapitals Privatkapitalisten, und zwar ausländischen,
gehört und der andere Teil uns . ..‘“ In der Tat hatte die „Nep‘“ Ruß-
land Luft verschafft, ihre Auswüchse zu beschneiden, war Lenin nicht
mehr möglich. Sieben Jahre Revolution und Bürgerkrieg haben den
starken Mann zerrieben, seine Lebenskraft bis auf die Neige verzehrt.
Wie er auf die Mitwelt, vor allem in RuBland wirkte, ist bezeichnend
für das Ausmaß seiner historischen Gestalt. Bezeichnend dafür ist:
Die Legende wob schon bei Lebzeiten mystische Fäden um sein massi-
ges Haupt. Für die einen war er der Retter, für die anderen der
Antichrist. Durch Tundra und Taiga schritt eine Mythe ihren Pfad und
fand Erzähler am rußigen Herd des Blockhauses und am flackernden
Feuer der Jurte. Wir geben sie hier wieder:
Wie Lenin und der Zar sich das russische
Volk teilten.

Eines Tages kam zum Zaren Nikolaus sein erster Würden-
trager, der berichtete: In einem fernen Lande ist ein Mann
erschienen, der aller Künste und Wissenschaft mächtig ist. Man
weiB nicht, woher er stammt, doch sein Name ist Lenin. Dieser
Mann erzählt jedem, der es hören will: Ich ziehe zum weiBen
Zaren und werde alle seine Krieger mit einem Zauberspruch
für mich gewinnen; seine Generale, seine Großwürdenträger,
seine Beamten und Gesandten, seine hochwohlgeborenen Offiziere
und den Zaren selbst werde ich zu Boden schlagen und vernichten, zu
Asche verwandeln und diese in alle Winde streuen. — Da ward Zar
Nikolaus vor Schrecken bleich, sprang von seinem goldenen Thron
auf und schlug die Hände über dem gesalbien Haupte zusammen.
„Schreibt so schnell Ihr könnt,“ rief er voll Entseken, „an jenen Mann
einen Brief, dessen Stamm Ihr nicht kennt und der sich Lenin nennt
        <pb n="35" />
        30
Er soll mich und die Meinen verschonen, ıch will ihm die Hälfte meines
weiten Reiches geben!“ So wurden denn viele gelehrie Männer be-
fohlen. Sie runzelten die kahlen Shirnen, legten die Finger an die
Nasen und nach vielem Grübeln spikten sie ihre Schwanenfedern und
begannen an Lenin also zu schreiben: „Lenin! Wenn es so steht, wie
Du sagst, so bitten wir Dich, laß unsern Zaren Nikolaus mit Deinen
Zauberformeln in Ruhe und nimm dafür die Hälfte des weiten
Rußland.“ Der Brief wurde mit Eilboten in das ferne Land gesandt
und es dauerte eine Weile, da kam eines Tages von Lenin die Ant-
wort: „Zar Nikolaus! Es ist mir recht, was Du mir vorschlägst, ich
will mich mit der Hälfte Deines Reiches begnügen, doch laB mich
bestimmen, wie wir die Teilung vornehmen sollen. Es soll dies ge-
schehen, nicht nach Gouvernements, auch nicht nach Kreisen oder Be-
zirken, sondern folgendermaßen: Zar Nikolaus, nimm Du Dir alles,
was weiBe Knochen hat: Generale und Würdeniräger, hochwohl-
geborene Offiziere mit allen ihren Orden und Kreuzen, mit goldenen
Fangschnüren und Achselstücken, mit ihren feinen Gattinnen und
weißknochigen Kindern. Dir sollen weiter gehören alle die Herren
Gutsbesiber mit ihrem großen Reichtum, mit ihren seidenen und
samtenen Kleidern und ihrem Silbergeschirr, mit ihren Gattinnen und
der Nachkommenschaft. Weiter sollen Dir zukommen alle Kaufleute
mitsamt dem Inhalt ihrer Speicher und Magazine, mit allen Geldern
und dem, das auf den Banken liegt. Nimm Du Dir alle Fabrikanten mit
den Maschinen und allen Gebäuden! Mir aber, großer Zar, gib alles,
was schwarze Knochen hat: die armen Bauern, die geplagten Sol-
daten, die schweißigen Fabrikarbeiter mitsamt ihrem Gerümpel, ferner
das Vieh für die Zucht, die Wiesen für das Futter und das Land für
den Brotacker.“ — Zar Nikolaus las diesen Brief und ward sehr fröh-
lich. Er klatschte in die Hände und tanzte von einem Bein auf das
andere: „Meldet diesem Lenin sofort,“ befahl er. seinen Geheim-
räten, „daß ich mit allem einverstanden bin.“ Und lachend fuhr er
fort: „Wie kann das ein in allen Wissenschaften bewanderter Mann
sein, der einen Zauberspruch besikt, wenn er mir alle Schäbe Ruß-
lands überläßt und nur die Menschen der schwarzen Knochen verlangt?
Mit unsern Schäkben werden wir uns neue Leute mit schwarzen
Knochen dingen, aus ihnen neue Soldaten machen und in Ruhe und
Reichtum leben.“ Von neuem kamen weise Männer herbei und
schrieben an Lenin. Und wieder dauerte es eine Weile, da kam Lenm
eines Tages in aller Stille an und ging zu seinem armen Volk. Der
Zar aber entfernte sich mit seinen Leuten. Da sahen die Bauern und
die Arbeiter und die Soldaten, daß ein Mensch von ihrem Schlage zu
ihnen gekommen war, er streckte ihnen die Hand entgegen und be-
        <pb n="36" />
        31
grüßte sie, dann aber sprach er mit lauter Stimme: „Ihr und ich, wir
wollen zusammen leben, da wir ja doch nun einmal Kameraden sind,
aber ihr müßt mir versprechen, auf mein Wort zu hören, denn ich bin
in allen Wissenschaften Meister und werde euch den rechten Weg
weisen.“ Da sagten die Soldaten nach Soldatenart: „Zu Befehl!“
Auch die Fabrikarbeiter und schreibkundigen Leute, die allerlei Hand-
werk kennen, widersekten sich nicht. Die Bauern aber ärgerten sich,
daB er einen so schlechten Handel mit dem Zaren Nikolaus gemacht
hatte. Sie riefen ihm zu: „Warum hast du dir das viele Geld aus den
Taschen und Kassen der Reichen entgehen lassen? Wir hätten uns
darin teilen können, in der Wirtschaft wäre es uns nötig gewesen!“
Lenin aber lachte, schüttelte den Kopf und gab ihnen zur Antwort:
„Schreit nicht und klagt nicht, nehmt euer Land und Vieh und wirt-
schaftet. Das Weitere wird sich finden. Jene Gelder hätten nicht ge-
reicht, denn ihr seid viele Tausende, der Leute mit den weißen
Knochen aber nur einige Hundert. Nicht lange wird es dauern, so
sind die Leute mit den weißen Knochen aus der Welt geschafft; mir
fehlt in meinem Zauberspruch nur noch ein Wort, auf das ich mich erst
besinnen muß. Ein anderes habe ich aber für alle schwarzen Knochen
auf der Erde; sobald ich es ausspreche, findet kein weißer Knochen
mehr Soldaten und Arbeiter für sich. Alle werden zu mir stehen und
keiner wird sich ihnen verdingen. Da sie selbst aber nicht schaffen
und nur verleben, werden sie sich nicht lange halten können!“ Es
dauerte nun wieder eine Weile, da kam eines Tages ein Reiter zu
Lenin und brachte ihm Nachricht vom weißen Zaren. In dem Brief
stand zu lesen: „Du hast mich betrogen, Lenin. Du hast mir alle
schwarzen Knochen genommen und nur die weißen gelassen. Meine
goldstrobenden Generale und hochgeborenen Offiziere sind ohne Sol-
daten wie abgestandene Pferde. Sie saufen nur und fressen sich
einen Bauch an. Die Herren Gutsbesiber sind auch bald mit ihren
Vorräten fertig, sie tragen schon ihre lebten Kleider, deren Samt und
Seide zerrissen und verschlissen ist. Mein Kaufleute sind ruiniert,
ohne die Bauern können sie ihre schlechte Ware nicht loswerden.
Meine Fabrikanten haben alle Maschinen verdorben, da sie selbst in
deren Gebrauch keine Uebung haben und alles nur aus Büchern
wissen. Das fremdländische Volk mit schwarzen Knochen will sich
bei mir auch nicht verdingen, da es zu Dir hinstrebt. Dein Zauber-
spruch hat es ihnen angetan. Lange wird es nicht mehr dauern und
meine w AB nöchigen Untertanen werden von der Erde verschwin-
en. “9a

26) Vergl. „Arbeiterliteratur“. Wien 1924. 8% No. 7/8.
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        32
So ging die Legende im Bauernvolk umher. Inzwischen siechte
Lenin dahin, gepflegt von Nadeschda Konstantinowa Krupskaja
in einem Häuschen des Dorfes Gorki bei Moskau. Was
arziliche Kunst zu leisten vermochte, geschah für Rußlands ersten
Volkskommissar. Wechselnde Nachrichten liegen bald seinen Tod
nahe bevorstehen oder gaben Hoffnung auf baldige Genesung.
Wenige Tage vor dem Tode konnte die treue Pflegerin berichten:
„Bei uns steht alles gut. Er ist auf die Jagd gefahren... ist guter
Laune — scherzt und lacht. Die Aerzte sind nunmehr der Ansicht,
daB er bis zum Sommer sprechen wird.‘“ Statt der fortschreitenden
Besserung kam am 21. Januar 1924 die Nachricht vom Tode Lenins.?}

Jet schlummert Vladimir I”i&amp; unter dem massigen Monument
auf dem „Roten Plab‘“ in Moskau, überzinnt von der alten Kreml-
mauer, beschattet von den goldenen Kuppeln der vieltürmigen
Kathedrale Iwans, beibenannt des Schrecklichen. — Muschik, Grasch-
danın, Towarischisch pilgern zu dem bleichen Antlıb des einst so
starken, nun starren Kämpfers, das kühl und ruhig zu ihnen blickt aus
dem „glasernen Sarge“.

27) Neuerdings bringt wichliges, wenn auch nur skizzenhaftes Material
bei: „Leo Trokbkiı über Lenin“. Berlin, Neuer Deutscher Verlag, 1924. 8%.

Sehr wichtiges Material über die philosophischen Anschauungen Lenins,
die er in seinem Buche „Empirio Kritizismus“ niederlegte, ist in der Schrift
„Lenin Briefe an Maxim Gorki 1908—1913“ (126 S.), Wien: Verlag für Lite-
ratur und Politik, 1924, 8%, enthalten.
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        Lebensdaten Lenins
und politische Ereignisse in Rußland.
am 10. April wurde Vladimir MWi&amp; UFjanov geboren. Vater: Ilja Niko-
laevi€ Ul’janov, zur Zeit der Geburt dieses Sohnes Volksschulinspektor
!Schulrat) in Simbirsk an der Wolga. (Vater geboren in Astrachan
als Sohn eines Kleinbürgers, zuerst Lehrer am Gymnasium zu Nishni}-
Novqgorod, als Schulinspektor wurde ihm der erbliche Adel verliehen.)
Der Familienname Ul’janov bedeutet nach einer Lesart soviel wie „Nach-
komme Julians“, nach der anderen soll er eine Ableitung von „Ulan“
sein.

V.)J. besuchte das Gymnasium in Simbirsk bis zur Reife. In diese
Zeit fällt die revolutionär - terroristische Tätigkeit der „Narodovolzy“
"Partei der Volksfreiheit), zu deren Opfern auch der Zar Alexander II.
gehört. Alexander Il. wurde
1.März durch Angehörige dieser Partei getötet.

12. Januar starb der Vater von V. ].

Februar verläßt V.)J. das Gymnasium von Simbirsk mit dem Reife-
zeugnis für die Universitat. (Notel in fast allen Fächern. Nach den
Bekundungen des Gymnasialdirektors Kerenski [Vater des späteren
Ministers]: „Sehr begabt, gleichmäßig eifrig und pünktlich“.)

1/13. März. Attentat auf Czar Alexander III. durch Narodniki, darunter
der Bruder V.).’s.: Alexander.

3./20. Mai wird der Bruder V.J’s., Alexander, in Petersburg (Schlüssel-
burg) mit vier anderen Verschworenen zum Tode verurteilt und gehängt.
V.). bezieht die Universität Kazan und studiert Jura. Nach einem
Monat wird er jedoch, 15. Dezember, ausgeschlossen, weil er an revo-
lutionärer Studentenbewegung sich beteiligt hatte, nach dem Dorfe
Kokuschkino (Gouv. Kazan) verbannt.

1888—1889 V. J. bereitet sich auf das Examen vor und lernt die Lehren von
Karl Marx kennen.

1891 macht sein juristisches Examen (Externes Staatsexamen).

1891—1893 Propagandareisen zur Gruppenbildung von Arbeitern (1893 in
Samara im Verein mit anderen, die marxistische Studien getrieben
hatten).

Rückkehr nach Petersburg. Gründung der Arbeitervereinigung „Sojus
borbi za OssvoboZdenie rabocevo klassa“ (Vereinigung zum Kampfe
für die Befreiung der Arbeiterklasse).

Erste schriftstellerische Versuche auf dem Gebiete der Propaganda
des Sozialismus. (U. a. Kritik an einem Buch von Struve.) V. J. trifft
in die Zentrale zur Organisation und Leitung der russ. Arbeiterbewe-
gung ein.

V. J. geht ins Ausland, wo er mit den Häuptern der revolutionären
Emigranten zusammen kommt (Plechanov, Axelrod usw.). — Kehrt im
September zurück.

9. Dezember wird V.). polizeilich sistiert, wegen Streikpropaganda.
Bio-Biblioaraphische Beiträge: Staatswissenschafen 2.
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        34
1896 folgen mehrere propagandistische Arbeiten (Große Streiks Deters-
burger Arbeiter 42 000).
wird V.). auf drei Jahre nach Sibirien verbannt (Gouvernement
Jenisej). — Broschüre: „Die Probleme der russischen Sozialdemo-
kratie“ (die häufiger neu aufgelegt wurde, zuersi Genf 1898 mit einem
Vorwort von P. Axelrod). Pseud.: Iljin.
erster Parteitag der Russ. Sozialdem. Arbeiterpartei in Minsk.
21. Januar kehrt V.). aus Sibirien zurück, beteiligt sich an einer Kon-
ferenz ın Pskov (mit Martov, Struve, Tugan-Baranovskij u.a. m.), wird
drei Wochen in Petersburg in Haft gehalten und geht ins Ausland. Er
begründet mit Martov und Plechanov die Zeitschrift „Iskra“ und
arbeitet an anderen Zeitschriften mit („Zarja“), zuerst in München.
V.)J. befindet sich mit der Redaktion in London (später in der Schweiz,
hält Vorträge in der Pariser „Ecole des hautes etudes sociales“.
1900—1903 in der Redaktion der „Iskra“. In den Zwischenjahren bereitet
V.)]. mit Plechanov die Vereinigung der vielen gelrennten sozialistischen
Gruppen Rußlands vor. Entwirft mit diesem ein Parteiprogramm und
arbeitet ein Organisationsstatut aus, was beides
im Sommer auf dem 2. Parteitag der Russ. Sozialdem. Arbeiterpartei
in London nach langen Beratungen und rednerischen Kämpfen ange-
nommen wird. Danach erfolgt die Spaltung der S. D. PD. in „Bol-
schewiki“ und „Menschewiki“ wegen des Sireites über das Organisa-
Honsstatut, das in einer streng zentralistischen Fassung die Mehrheit
bei der Abstimmung erhält. (Mit „größerem“ oder „kleinerem“ Pro-
gramm hat die Benennung der Fraktionen nichts zu fun.)
Auseinandersetzungen mit den menschewistischen Gegnern in mehreren
Broschüren und Agitation für einen neuen Parteitag, Gründung der Zeit-
schrift „Vpered“ (Nr. 1 am 22. Dezember 1904) unter der Redaktion
Lenin und Lunacarsky (Voinov) (lekte Nr. 18 am 5. März 1905). — In-
zwischen setzte der russisch-japanische Krieg ein. Minister Pleve wurde
am 28, Juli durch Bombenanschlag gelötet, der Pope Gapon gründete
regierungsfreundliche Arbeiterverbände, die jedoch unter den Kriegs-
zuständen in ein radikales Fahrwasser gelangten, der Zar gab am
25. Dezember nur allgemein gehaltene Reformversprechungen, so daß
im Januar nach dem Fall von Dort Arthur (2. Januar), die von dem
KongreB bürgerlicher Revolutionäre für den Herbst 1905 in Aussicht
genommene aufständische Bewegung schon jest losbrach. Am
22. Januar zogen Arbeitermassen unter Gapons Führung zum Winter-
palais, um dem Zaren eine Biltschrift um Linderung der sozialen Not
und Einführung des parlamentarischen Regierungssystems zu über-
reichen. Sie wurden mit Salvenfeuer empfangen (Blutsonntag) — Groß-
fürst Sergei trat an die Spitze der Regierung, wurde aber schon am
17. Februar durch eine Bombe getötet, große Streiks erschütterten
das Wirtschafisleben. Am 3. März ging die Schlacht bei Mukden ver-
loren. Am gleichen Tage kam das Manifest des Zaren heraus, das dem
Volke neue Segnungen unter uneingeschränkter Anwendung auto-
kratischer Gewalt versprach. .Mai. Ill. Kongreß der russ. Soz.-Dem. in
London (I Kongreß der Bolschewiki). — In Genf der „Erste allrussische
Kongreß“ der Menschewiki. — Die Resolution (Thesen) a. d. IIL Kongreß
wurde von Lenin verfaßt, die den bewaffneten Aufstand zum Zwecke
der Durchsekung politisch-wirtschaftlicher Forderungen und die Dik-

1897

1903

1904.

1905
        <pb n="40" />
        35
1905

1906.

1907.

tatur des Proletariats propagierte, Eine Bewegung gegen Krieg und
Autokratie sebte ein, die in gewerkschaftlichen Organisationen aller
Stände ihren Rückhalt fand und durch die Niederlage bei Tschuschima
Nahrung erhielt. Eine Welle von Agrarunruhen und die Meuterei
der Schwarzmeerflotte am 28. Juni begann, der Kaukasus war In
offener Revolution. Im August entschloß sich der Zar zu Friedensver-
handlungen mit Japan, die am 5. September zum Abschluß kamen.
Inzwischen gab der Zar verschiedentliche Versprechungen, eine Volks-
vertretung wählen zu lassen, änderte sie aber bald ab und schränkte
sie ein. Kongresse und Resolutionen jagten einander, bis endlich der
Fisenbahnerstreik am 12. Oktober begann, dem der Ausstand vieler
öffentlicher Anstalten folgte.
Im Strudel der Oktober-Ereignisse entsteht der erste „Sovet der
Arbeiterdeputierten‘“ in Petersburg.
13. Oktober. Erste Zusammenkunft des Petersburger Sovet im Tech-
nologischen Institut.
Am 30. Oktober erfolgte auf diesen Druck hin die Einführung der
bürgerlichen Freiheit, der Freiheit der Presse, des Wortes, der Versamm-
Iungen und Vereine, eine Erweiterung des Wahlrechts etc. ;
Anfang November: Lenins Rückkehr nach Rußland.
Dezember - Aufstand in Moskau und Streiks an anderen Orten. Bei
deren Vorbereihung ist L. tätig. Verhaftung der Petersburger Sovet-
Delegierten.
5.16. Dezember. Erste legale Tageszeitung der Bolschewiki „Novaja
Zizn“ unter der Redaktion des nach Petersburg zurückgekehrten Lenin,
wO er sich jedoch illegal aufhält.
Einseben der Reaktion (Stirafexpeditionen).
Frühjahr. Bolschewiki u. Menschewiki vereinig. sich zu gemeins. Arbeiten.
IV. Stockholmer Kongreß der vereinigten Bolschewiki und Men-
schewiki, auf dem das menschewistische Programm den Sieg („Die
Revolution ist beendet“) davonträgt. (Lenin’s Bericht an die Peters-
burger Arbeiter über den Stockholmer Kongreß.)
18. März und folgende Tage. Sieg der Kadetten bei den Wahlen zur
BN Staatsduma. Die russ. Bol’Seviki beteiligt sich nicht an der
ahl.
5. Mai erhält Graf Witte seine Entlassung, nachdem er eine ausländische
Anleihe zustande gebracht hat.
5. Mal. Veröffentlichung des neuen Staatsgrundgesebes.
10. Mai. Eröffnung des ersten russ. Parlaments im Winterpalast durch
Nikolaus II. (179 Kadetten, 107 Trudowiki, 105 Bauern, 3 Oktobristen usw.).
21. Juli. Auflösung der ersten Duma. (Lenins Broschüre „Die Auflösung
der Duma und die Aufgaben des Proletariats“.)
25. August. MiBglücktes Attentat auf den Ministerpräsidenten Stolypin,
darauf folgende Masseneinkerkerungen und Todesurteile.
22. November. Gesebß der Auflösung des „Mir“.
21. Januar bis 17. Februar. Wahlen zur zweiten Duma unter Beteiligung
der bisher nicht wählenden Sozialdem. Arbeiterpartei und der Sozial-
revolutionäre (100 Trudowiki, 64 Sozialdemokraten, 34 Sozialrevolutio-
näre, 14 Volkssozialisten, 22 Monarchisten, 92 Kadetten, 32 Oktobristen,
9 Reformisten, 210 Vertreter aus den Grenznationahitäten).
16. Mai. „Entdeckung“ einer Verschwörung innerhalb der Duma. (Lenins
„Bericht“ an die IL Internationale}
        <pb n="41" />
        36

1907 April/Mai. V. Kongreß der R.S.-D.A.P. in London. Anschluß des
„Bund“, der poln. und let. Soz.-Dem. Reden Lenins und Rosa Luxem-
burgs ü. d. russ. Revolution.
14. Juni. Einsegung einer Dumakommission zur BeschluBfassung über
die Verfolgung von 16 soz. Abgeordneten.
16./28. Juni Auflösung der zweiten Duma und Erlaß eines neuen, reak-
honaren Wahlgesekes.
3. Juli. Allrussische Konferenz der R.S.-D.A.P. unter Vorsiß von
Lenin... L. vertritt die Anschauung, daß man sich an den Wahlen betei-
ligen müsse, gegenüber der Mehrheit der alten Bolschewiki, die eine
gegenteilige Ansicht vertreten (Ausnubung der „legalen“ Möglich-
keiten). — L. wird wegen „Verleumdung“ von Genossen vor ein Partei-
gericht zitiert. (Verteidigungsrede L.’s.)

Eine wissenschaftliche Zeitschrift beginnt unter der Redaktion von
Lenin (in der Redaktion auch Martov, Dan usw.) unter dem Titel „Na3Sa
Zarja“ zu erscheinen. Von sonstigen Zeitschriften erscheint der „Pro-
letarier“ und später der „Sozialdemokrat“ im Ausland, an denen L.
mitarbeitet. Er geht auf einige Zeit nach Kuokkalla in Finnland.
18./24. August. Lenin nimmt am Kongreß der Il. Internationale teil und
bringt zum Punkt: „Militarismus“ zusammen mit Rosa Luxemburg eine
schärfere Resolution ein, als Bebel beantragt. (Die Rede dazu hielt
Rosa Luxemburg nach L.’s Material.)

14. November. Zusammentritt der dritten Duma (146 Rechte, 153 Okto-
bristen, 28 friedl. Reformer, 54 Kadetten, 13 Trudowiki, 20 Sozialdemo-
kraten, 25 Nationalitäten-Vertreter).

Dezember. Lenin geht nach Paris. — Broschüren über die „Agrar-
[rage‘“. Arbeiten an dem philosophischen Werk: „Materialismus und
Empiriokritizismus“, das

erscheint. — Lenin ist Mitglied der Bureaux der II. Internationale in
Brüssel. Mitarbeit an dem Handwörterbuch: „Granat“.

Beschäftigung mit der Lage der europäischen Arbeiterbewegung.

21. Dezember. Allrussische Konferenz der S.-D. A. P. in Parıs (Scharfe
Resolution gegen das „Liguidatorentum“).

Mitarbeit am „Sozialdemokrat“, an „Mysl“ und „Zvezda“. — Beschluß
in der Plenarsisung der Bolschewiki, mit den Menschewiki nicht mehr
zusammen zu arbeiten.

Januar. Parteikonferenz der Bolschewiki in Prag (ohne Menschewiki).

Lenin geht nach Galizien und errichtet in Krakau eine Basis für die
politische Tätigkeit der Partei. Ein legales Organ, die Tageszeitung
„Pravda“, wird gegründet. Eifrige Mitarbeit von Lenin. L. gewinnt
hier großen Einfluß auf die Dumafraktion. Beteiligung der Bolschewiki
an den Wahlen für die vierte Duma (185 Rechte, 64 Oktobristen, 58 Ka-
dehen, 47 friedl. Reformer, 10 Trudowiki, 14 Sozialdemokraten). Lenin
schreibt Broschüren unter dem Pseudonym: Tulin. Gründung der Zeit-
schrift „Prosves&amp;Genijje“ (Aufklärung).

August. Abschluß des französisch-russischen Bündnisses.

1. Oktober. Konferenz der Bolschewiki im Dorfe Belyi Dunajewcz.
Juni. Vereinigungs-Konferenz der R.S.-D. in Brüssel, die aber keine
Vereinigung brachte. ;

August. Beginn des Weltkrieges, die „Pravda“ wird verboten. Mani-
fest gegen den Krieg im Zentralkomitee der Bolschewiki verfaßt von

1910.

1913.
1914.
        <pb n="42" />
        57
1914. Lenin (im Gegensab zu den Menschewiki)l. Lenin siedelt nach der
Schweiz über (zuerst Bern, dann Zürich).
September. Konferenz in Lugano.
März. Konferenz der ausländischen Sektionen der R.S.D.P. in Bern.
Ablehnung der Vaterlandsverteidigung, Propagierung des Bürger-
krieges.
5./8. September. Zimmerwalder Konferenz. L. gegen Ledebour. —
3roschüren gegen den imperialıstischen Krieg, Mitarbeit am „Vorboten“,
„Sozialdemokrat“.
u. 1917. Hauptakteur im Bureau der Zimmerwalder-Linken (Keimzelle
der Ill. Internationale).
14. Februar. Eröffnung der russ. Duma. — Streikbeginn von 300 009
Petersburger Arbeitern, Demonstrationen gegen Krieg und Hunger.
24.26. Februar. Einschreiten des Militärs und der Polizei unter An-
wendung der Schußwaffen.
27. Februar (7. März). Meuterei unter der Garnison Petersburgs. —
Dlünderung des Zeughauses. — Befreiung politischer Gefangener.—
Die Revolutionäre bemächtigen sich der Peter- und Paulsfestung. —
Entstehung der Sovjets. — Auflösung der Duma.
11. Marz. Bau von Barrikaden und Straßenkampfe in Petersburg.
Die erste Nummer des Sowjet-Organs „Jzvestija‘“ erscheint. Gemein-
same Sikbung d. Vollz.-Aussch. d. A.- u. S.-Räte m. dem d. Reichsduma.
1./14. März. Es bildet sich die provisorische Regierung unter dem
Vorsiß des Fürsten Lvov. Auswärtiges Miljukow, Justiz Kerenski.
|./14. März. In der Nacht Unterzeichnung der Abdankungsurkunde durch
den Zaren im Salonwagen a. d. Bahnhofe von Pskov. Wiedererscheinen
der „Pravda‘, Mitarbeit Lenins von Nr. 14 an. Revolution in Moskau.
20. März. Verhaftung des Zaren.
8. April. Abreise Lenin’s u. seiner Parteigenossen aus der Schweiz
über Deutschland und Skandinavien.
3./16. April. Eintreffen L.’s u. anderer in Petersburg am Finnländischen
Bahnhof. Empfang durch Ceidse. Palais KSessinskaia wird das Haupt-
Juartier der Bolschewiki.
18. April. Der Kongreß d. A.- u. S.-Räte nimmt eine Resolution f. d.
Achtstundentag an.
21. April. Demonstration der Räte gegen die bürgerlichen Minister.
Abbruch der Konferenz d. Bolschewiki in Petrograd.
1. Nr Erste öffentliche Maifeier in Rußland. Befehl Nr. 1 der A.- u.
5.-Räte.
5. Mai. Die Reichsduma tritt zusammen. Bildung des Koalihons-
Ministeriums. Aufforderung d. A.- u. S.-Räte zur Aufnahme der Arbeit.
14./15. Mai. Internationale Kundgebungen d. A.- u. S.-Räte.
22. Mai. L’s. Rede a. d. I. Konferenz d. A.- u. B.-Deputierten.
3.Juni. KongreB der Sovjets u. d. Vorsiß von Ceidse. — Beginn der
-ussischen -Offensive.
4. Juni. Beginn der Bolschewisten-Herrschaft in Kronstadt.
20. Juni. Gründung eines Zentralrates d. A.- u. S.-Räte zur Kontrolle
der Regierung.
21. Juni. Kerenski wird Ministerpräsident.
30. Juni. Meuterei unter sibirischen Schützen.
3. Juli. Beginn der revolutionären Offensive, Uebernahme der Füh-
rung durch die Bolschewiki und ihre Niederlage. Verbot der bolsche-
wistischen Zeitungen. Zerstörung der Druckereien, Haftbefehle gegen

1917.
        <pb n="43" />
        38

1917. die Führer der Bolschewiki. Flucht Lenins nach Finnland. Arbeiten
an der Schrift „Staat und Revolution“. Die bolschewistischen Zeitun-
gen erscheinen unter anderem Titel unter Lenins Mitarbeit.
BE 6. ParteikongreB der Bolschewiki (200000 Mitglieder der

arte‘).

25. August. Veröffentlichung des Programm-Manifestes der Bol-
schewikl.
8. September. Verschwörung des General Kornilow, die mit seiner
Verhaftung endigt.
18. September. Der Petersburger Sovet nimmt d. Antrag. der Bolsche-
wiki auf:Machtergreifung an.
21. September. Im Petrograder Sovet erhalten bei den Wahlen die
Bolschewiki die Majorität.
25. September. Peirograder Sovet delegieren Lenin u. Zinoviev zur
demokratischen Konferenz.
29. September. Die Arbeiterdelegation der demokratischen Konferenz
beschließt, die Machtergreifung durch die Sovets zu verlangen.
7. Oktober. ' In Petersburg erhalten die Bolschewiki die Mehrheit beı
den Wahlen zur Stadtduma. — Lenin trifft wieder in Petersburg ein.
8. Oktober. Trokki wird zum Vorsigenden des Petersburger Sovet
gewählt.
19. Oktober. Die 4. Duma wird aufgelöst.
24, Oktober. Kongreß d. A. u. S. Sovets der Nordprovinzen nimmt die
Resolution Trokki über sofortigen Uebergang der Macht a. d. Sovets an.
30. Oktober. Erste allruss. Konferenz der Betriebsräte in Petersburg.
1. November. Der Moskauer Sovet beschließt die Uebernahme der
Macht durch die Sovelis.
7. November. Der Petersburger Sovet und das revolutionäre Militär-
komitee ergreifen die Macht in dieser Hauptstadt.
10./11. November. Siraßenkämpfe in Moskau.
11. November. Der allrussische Kongreß der Sovelts stellt Lenin an die
Spike der Regierung.
12. November. Die Truppen Kerenskij’s werden bei Zarskoje-Selo von
roten Truppen geschlagen. .
13. November. Dekrete der Arbeiterregierung über die Bildung der
roten Garde und die Einführung des Achtstundentages.
14. November. Dekrete über Verteilung von Grund und Boden.
15. November. Sieg der roten Truppen in Moskau. — „Deklaration
der Rechte der arbeitenden Klassen.“
21. November. Machterareifung durch die Sovets in Sibirien und ın
Leifland.
24. November. In Archangelsk ergreifen die ‚Sovets die Macht. —
Wahlen zur konstituierenden Versammlung.
27. November. Die Bolschewiki bemächtigen sich des Generalstabes
der Westfront.
4. Dezember. Armee-KongreB der Wesifront (von 633 Delegierten
407 Bolschewiki).
5. Dezember. Unterzeichnung des Waffenstillstandes mit Deutschland.
— In Orel und Podolsk ergreifen die Sovets die Macht.
7. Dezember. Einstellung der Feindseligkeiten mit Deutschland. Be-
ginn der Demobilisation.
        <pb n="44" />
        39
1917.

1918.

9. Dezember. In Cherson, Jaroslaw und vielen anderen Städten ergrei-
fen die Sovets die Macht. — Gegenrevolutionäre Aufstände im Süden
und Südosten beginnen: Kaledin am Don, Kornilow am Don und im
Kubangebiet, Dutow am Ural und Schwarzen Meer usw.

11. Dezember. Staatsstreichversuche zugunsten der Konstiluante in
Detersburg. — Kämpfe um den Taurischen Palast.

13. Dezember. Aufdeckung monarchistisch-kadettischer Verschwörung
in Petersburg.

15. Dezember. Zusammenschluß der sibirischen Sovelts.

16. Dezember. Botschaft an die Völker und alliierten Regierungen.
17. Dezember. Aufdeckung der Teilnahme der alliierten Missionen am
Staatsstreich Kornilows.

18. Dezember. Dekrete über die Staatskontrolle und den Obersten
Wirtschafisrat.

22. Dezember. Eröffnung der Friedenskonferenz in Brest-Litowsk.

27. Dezember. Dekret betreffend Nationalisierung der Banken.

28. Dezember. Kornilow besekt das Donez-Becken.

31. Dezember. Dekret über die Zivilehe.

3. Januar. Dekret über Bildung revolutionärer Tribunale.,

3. Januar. Dekret über Vereinfachung der Orthographie.

9. Januar. Unabhängigkeits-Erklärung der Ukrainischen Republik.

10. Januar. Das Dongebiet erklärt sich als Sovet-Republik.

We Januar. Gründung des Staatsverlages und Sozialisierung des Buch-
andels.

18. Januar. Eröffnung und Auflösung der konstituierenden National-
Versammlung.

28. Januar. Dekret über die Gründung der Roten Armee.

5. Februar. Dekret über Trennung von Kirche und Staat und Schule

ınd Kirche.

8. Februar. Einführung des gregorianischen Kalenders in Rußland. —
Dekret betreffend Sozialisierung der Handelsflotte.

10. Februar. Anullierung der auswärtigen Schulden Rußlands. Weige-

‚ung der Annahme der Brester Forderungen.

18. Februar. Deutschland kündigt den Waffenstillstand.

19. Februar. Dekret betreffend die Sozialisierung von Grund u. Boden.

23. Februar. Alle Bildungsanstalten werden unter die Leitung des

Kom. f. öffentl. Erziehung gestellt. — Beschluß der Unterzeichnung des

Brester Verlrages durch die Volkskommissare

3. März. Unterzeichnung des Brester Friedensvertrages.

8. März. VIL allruss. Konferenz der Bolschewiki. Der Name wird in
‚Russ. Kommunistische Partei“ (R. K. P.-BolSeviki) geändert.

10. März. Der Sib der Regierung wird nach Moskau verlegt.

14. März. IV. allruss. Kongreß der Sovets ratifiziert d. Friedensverirag
mit Deutschland.

24.März. Niederlage Kornilows im Kubangebiet. Tataren u. Basch-
kiren gründen selbstständige Republiken.

5. April. Joffe wird Botschafter in Berlin.

12. April. Englische Landung an der Murmanküste.

22. April. Dekret betreffend Verstaatlichung des auswärtigen Handeis.
1. Mai. Dekret der Abschaffung des Erbrechts.

25. Mai. Dekret betreffend das Recht den Namen zu ändern.

I. Juni. Aufdeckung eines Komplots der „Vereinigung f. Vaterland und
Freiheit“ in Moskau.
        <pb n="45" />
        40

1918. 5. Juni. Plechanov’s Tod.
11. Juni. Aufstand der Cecho-Slovaken (ehem. Kriegsgefangene) an
der Wolga.
12. Juni. Dekret über die Organisation der Dorfarmut.
18. Juni. Gründung der Akademie für Sozialwissenschaften.
20. Juni. Attentat auf den Kommissar Wolodarski.
23. Juni. Gründung der Republik Aserbeidschan.
30. Juni. Dekret über die Verstaatlichung der groBen Industrie und des
Großhandels.
4. Juli. Eröffnung des V. allruss. Kongr. d. Sovets.
6. Juli. Aufstand der Sozialrevolulionäre, Ermordung des .Orafen
Mirbach durch S.R.
10. Juli. Der V. Kongreß der Sovets nimmt die Verfassung an.
12. Juli. Gründung der Sozialistischen Akademie.
16. Juli. Nikolaus IL wird in Jekaterinburg auf Befehl des Provinz-
sovets des Urals erschossen.
11. August. Niederlage der Cecho-Slovaken a. d. Bielaja (Ural).
13. August. Attentat auf Lenin durch die Sozialrevolutionärin Fanny
Kaplan. Am gleichen Tage wird der Volkskom. Urikky in Petersburg
durch einen Volkssozialisten erschossen.
23. August. Einführung der Rationierung der Lebensmittel und ihrer
Verteilung nach Klassen.
31. August Dekret betreffend die Aufhebung des Privateigentums an
städtischem Grundbesibk.
11. September. Die Rote Armee erobert Simbirsk.
20. September. Gründung des Ordens von der Roten Fahne.
16. Oktober. Dekret über die Reform des Volksschulunterrichts.
18. Oktober. Ataman Krasnow wird am Don durch die Rote Armee
geschlagen.
(30. Oktober. Revolution in Oesterreich.)
(31. Oktober. Revolution in Ungarn.)
6. November. Eröffnung des 6. auBerordentl. Kongreß der Sovets.
(9. November. Revolution in Deutschland.)
(11. November. Waffenstillstand zwischen Vierverband u. Miitelmächten.}
18. November. Lettland proklamiert die unabh. demokratische Republik.
24. November. Die Engländer beseken Baku. — In Omsk Beginn der
Diktatur Kolischaks. .
14. Dezember. Sturz und Flucht des Heimanns Skoropadski aus der
Ukraine.
18. Dezember. Der Sovet von Minsk beschließt die Vereinigung Weiß-
rußlands mit Großrußland. |
19. Dezember. II. Kongreß der Volkswirtschaftsräte in Moskau.
31. Dezember. Trennung Sovet-Rußlands und Finnlands.
Lenin Vorsibender des Rates für Arbeit u. Verteidigung .der Soviet-
republiken.
16. Januar. II allruss. Kongreß der Gewerkschaften.
2. Februar. Eröffnung der ersten Arbeiterfakultät an der Moskauer
Universität.
2. März. I. Kongreß der Komintern in Moskau.
15. März. VIIl. Kongreß der K.P.R. nimmt das Parteiprogramm an.
12. April. Dekret über die Staatskontrolle.
9.Mai. Erster „Kommunistischer Samstag“: „Subbotnik“.

1919.
        <pb n="46" />
        1919.

1920.

1921.

1922.

1923.
1924.

d1
13. Mai. Beginn der Offensive gegen Petersburg durch General Rod-
zjanko (von Nordwest her).
20. Juni. Englisches Geschwader vor Kronstadt. Sieg der Roten Armee
über Rodzjanko.
14. Juli. Militärische Erfolge gegen Koltschak.
19. Juli. Die Amerikaner raumen Archangelsk.
15. September. Sieg der Roten Truppen bei Orenburg.
12. Oktober. Judenitsch beginnt seine Offensive gegen Petersburg.
13. Oktober. Denikins Offensive gegen Moskau.
17. Oktober. Judenitsch besekt Zarskoje-Selo und Gatschina.
21. Oktober. Sieg über Judenitsch 10 Kilometer vor Petersburg.
30. Oktober. Sieg über Denikin. — Rückzug der „Weißen“ bis ans
Schwarze Meer. — Bauernaufstände in ganz Sibirien. — Omsk wird
von Roten Partisanen gefährdet.
10./14. November. Koltschak räumt Omsk.
3. Dezember. V. allruss. Kongreß der Sovelts.
24. Dezember. Aufstand in Irkutsk gegen Koltschak.
5. Januar. Koltischak wird an die Roten Truppen ausgeliefert und
erschossen.
15. Januar. Der Verteidigungsrat löst drei Armeen auf. Umwandlung
in „Arbeitsarmeen“.
29, März. IX. Kongreß der K.P.R.
12. Juni. Einzug der Roten Truppen in Kiew. — Krieg gegen Wrangel
in der Krim.
19. Juli. II. Kongreß der Komintern in Petersburg eröffnet.
2. September. Buchara erklärt sich als Sovetrepublik.
30. Oktober. Wrangels Niederlage bei Perekop.
1./17. März. Kronstädter Aufstand.
12. März. X. Kongreß der K.P.R. legt sich auf die „Neue Wirtschafts-
aolitik“ fest. (Einführung der Naturalsteuern, Wıederherstellung der
“reiheit des Kleinhandels, Gewährung von Konzessionen an in- u. aus-
ändische Kapitalbesiber.)
22. Juni III. Kongreß der HI. Internationale in Moskau.
4. Juli. Beginn des Weltkongresses der Roten Gewerkschafts-Inter-
ıationale. — Erste Nachrichten über Dürre u. Hungersnot in Rußland.
16. April. Abschluß des deutsch-russischen Vertrages in Rapallo.
Mal. Lenins schwere Erkrankung.
November . Lenin’s Rede auf dem IV. Kongreß der Ill. Internationale
über „Rußlands neue ökonomische Politik.“
Dezember. Lekbte Rede Lenins auf der Metallarbeiterkonferenz.
März. Lebte Artikel Lenins.
21. Januar. Lenins Tod infolge Arterienverkalkung (Gehirnblutung) in
Gorki bei Moskau. Das Grabmal Lenins befindet sich in Moskau auf
dem „Roten Plaßb‘“ an der Kremlmauer.
        <pb n="47" />
        Biographien
in russischer Sprache.
Moskovskij Komitet R.K.P.: (b) 50-letii Vlad. I’ica Ul”janova-Lenina (1870—
23. Aprelja [32 S.J). Moskva: Gos. Izd. 1920. (50 Jahre . . . Lenin.)

Nevskii, J.: V.). UP’janov (N. Lenin [32 S.I). Moskva: Gos. Izd. 1920. 8.

—: Leitartikel in „Krasnoarmeec“ (1920). Nr. 21/22.

Chodorovskii, }.: V.]. Lenin, velikii voZe proletarskoj revoljuci (16 $..
Kazan: Gos., Izd. 1920. 8.

Fleer, M. G.: Russkie Portrety 1917—1918. ag. S. 27/28. „Lenin‘, S. 51.

Zinov'ev. G.: N. Lenin. OGerk’ Zizni i dejatel’nosti. (70 S.. Petrograd: Oos.
Izd. 1918. 8°. (2. Aufl. 1921.) (Skizze d. Lebens.)

LunaCarski, A. W.: Veliky Perevorot (Der groBe Umsturz) Kapitel „Lenin“.
DPeirograd: GrZebin 1919. 8°.

Sol’skij, Vladimir: Lenin. (86 S.) Berlin: Russ. Universal. Izd. 1921. 8°.

Erinnerungen an Vlad. I’i€ von der Kinderfrau im Hause Ul”anov in der
Zeitschrift „Rabotnica“. Moskva 1924. No. 4. (Knaben- u. Jünglingsjahre.}

Gurewiisch, A.: Lenin u. d. Gewerkschaften. (70 S.) Moskau: Zentralrat d.
russ, Gewerkschaften. 1924.

Auf Artikel in der russ. Presse kann hier nicht näher eingegangen werden.

Es sei auf den Jahrgang 1924 der „Izvestija“, der „Pravda“ eic. verwiesen.

in deutscher Sprache.

Aktion Berlin Februar 1924. Nachruf.

Arbeiter-Literatur. Wien 1924. Nr. 1/2: Zetkin: Lenins Werk. S. 1. — Bjedny:
Gruß a. Lenin. S. 8. — Adoratsky: Lenins Theorie u. Praxis. S. 9. —
Molotov: Lenin u. d. Partei z. Zt. d. Februar-Revolution. S. 35. — Zetkin:
Erinnerungen an Lenin. S. 69. — Ssejfulina: Eine Bauernlegende ü. Lenin.
S. 83. — Nr. 3/4: Kun: D. Anfangsarbeiten d. Lenin-Propaganda. S. 103.
— Nr. 5/6: Krupskaja: Über Vladimir !ljitsch. S. 186. — Dokrowski: Lenin
u. d. Volksaufklärung. S. 191. — Radek: Die lebte politische Lehre v.
Lenin. S. 262. — Nr. 7/8: Trokki: Zwei Beiträge üb. Lenin. S. 303. —
Pokrowski: Lenin als Typus d. rev. Führers. S. 327. — Luna&amp;arski: Lenin
u. d. Kunst. S. 402. — Gorki üb. Lenin. S. 407. — Brede: Lenin d. kämp-
fende Materialist. S. 424.

Ahentat auf Lenin, Das. Int. Presse-Korrespondenz. 2. Jahrg. 1922. Nr. 142.

Blum, Oskar: Lenin in „Russische Köpfe“ (120 S. u. 9 Phot.). Berlin: Franz
Schneider 1923. Lex. 8%. S. 73.

Bucharin, N.: Lenin als Theoretiker der Revolution. Russ. Korr. I, 1. Heft 8/9.

Charasch, A.: N. Lenin (36 S.). Zürich: Orell Füssli 1920. 8°. .

Deborin, A.: Lenin, der kämpfende Materialist. (71 S.) Wien: Verlag f. Lit.
u. Politik 1924. 8°. .

Drahn, Ernst: Lenin als Schriftsteller. Berlin: Volkszeitung 1922, Nr. 104.

Drahn, Ernst: Lenin. R. L. Pragers Bibliographie d. Rechts- u. Staatswissen-
schaften. Berlin 1923/24. S. 80ff.

Daten der Oktoberrevolution. Intern. Presse-Kortespondenz, 2. Jahrg. 1922.
Nr. 212. ;

Dukmeyer, Friedrich: Der Abiturient Lenin. Berlin: „Vorwärts“ 1924. Nr. 38.
        <pb n="48" />
        43

Erinnerungen an Lenin (aus der Frühzeit 1904—1910, anlaBlich von L.’s 54. Ge-
burtstage) in der Zeitschrift „Der Funke“. Berlin 1924. No. 7.

Gegenwart, Die, über Lenin. (32 S.). Berlin: Neuer Deutscher Verlag 1924. 8°.
Enth. Artikel von: v. Gerlach, Kerr, Paul Levy, Heinr. Mann, Barbusse,
Sadoul, Romain Rolland, Tom Mann, B. Shaw, Fimmen, Roland-Holst,
Nansen, Andersen-Nexö u. a. m.

Goldschmidt, Alfons: Lenin und Liebknecht in „Moskau 1920“ (130 S.). Berlin:
Ernst Rowohlt 1920. 8°%. S. 61.

Gorki, M.: N. Lenin. Hamburg: Kom. Internationale. Nr. 12. S. 2.
ebenso: Wladimir Iljitsch Lenin. Russ. Korrespondenz. I. 1. 12/13. 1920.
Ein Mensch. (Frinnerungen an Lenin.) Zeitschrift „Neuer Merkur‘. Stutt-
gart 1924.

Grumbach, S.: Brest-Litowsk. Lenin-Troßki und Hindenburg (IX u. 127 S..
Lausanne: Payot &amp; Cie 1918. 8°.

Guilbeaux, Henri: Wladimir IHljitsch Lenin. Ein treues Bild seines Lebens
(174 S. illustr.). Berlin: Verlag Die Schmiede 1923. 8% (Original fran-
zösisch.)

Guilbeaux, Henri: Der Leninismus, in „Der Firn“ 1924. 5. Jahrg. Heft 9.

Hedin, Sven: Von Peking nach Moskau. (321 S. ill.) Leipzig: F. A. Brock-
haus. 1924. 8%. Seite 217/219, 300/303.

Hurwicz, Elias: Ankunft und erstes Auftreten Lenins (1917 in Petersburg) in
„Geschichte der jüngsten russischen Revolution“ (208 S.). Berlin: „Der
Firn“ 1922. 8%. S. 75.

Hurwicz, Elias: Lenin, in „Der Firn“ Berlin 1924. 5. Jahrg. Heft 10.

internationale Presse-Korrespondenz. Wien 1924.

Dieser 4.Jahrgang enthält zum Tode Lenins folgende Artikel:

Julius (Wien): Lenin. Nr. 10.

Trokki: Ade Iljitsch! Ade Führer. Nr. 14.

Thalheimer: Lenin. Nr. 14.

Julius: Lenin u. d. Marxistische Methode. Nr. 14.

Sinowjew: Der Tod Lenins u. d. Aufgaben seiner Schüler. Nr. 15.

Sinowjew: Sechs Tage, die wir nie vergessen werden. Nr. 16.

Radek, Karl: Lenins Leben und Werk. Nr. 16. Erschien auch als Bro-
schüre. Berlin: Neuer Deutscher Verlag 1924. 8°.

DPawlowski, E.: Lenin u. d. Leninismus. Nr. 16.

Lenins Persönlichkeit. Geschildert von seinen Kampfgenossen und Schü-
lern. (N. Bucharin, M. Ljadow, N. Gorbunow, }. Ejow, A. Lomow,
M. Koltzow, N. Semaschko, G. Kryjanowski. E. Preobraschenski,
L. Kamenew.) Nr. 19.

Radek: Drei Nachrufe über Lenin. Nr. 30/31. (Times, Masaryk, O. Bauer.)
Inhalt d. einbdg. Ausg. d. Werke Lenins. Nr.

Radek, Karl: Die lebte politische Lehre Lenins. Nr.

Sinowjew, G.: Lenin u. d. Ausbruch d. Weltkrieges. Nr. 83.

Sinowjew: Krieg u. Leninismus. Nr. 90.

Stalin: Lenin u. Leninismus. Nr. 103.

jung, Franz: Der Braune und der Graue. (Ein Phantasiegespräch zwischen
Lenin u. Wells.) In der Zeitschrift „Der Gegner“. Berlin 1920.

Kamenew, L. B.: Lenins literarisches Erbe. (41 S.) Hamburg: Carl Hoym
Nachf. 1924. 8°.

Kersten, Kr N. Lenin, sein Leben und Werk (16 S.). Berlin: A. Seehof &amp; Co.
        <pb n="49" />
        44

Kommunistische Internationale, Die. Hamburg 1924. Nr. 31/32. Darin: Sinowjew:
W. J. Lenin. Genie, Lehrer, Führer u. Mensch. S. 3. — Martynow: D. groBe
prolet. Führer. S. 22. — Thalheimer: Lenin als Theoretiker. S. 38. —
Kamenew: Das lit. Erbe u. d. ges. Werke. W. ]. S. 41. — Lenin ü. d.
int. kom, Bewegung. S. 52. — Nr. 33. Martynow: Lenin u. d. Agrarfrage
in Rußland. S. 119.

Krupskaja, N. K.: Lenin über die Fragen der Volksbildung. (44 S.) Wien:
Verlag f. Literatur u. Politik 1924. 80.

Lage, Die, d. Sozialdemokratie in Rußland. (47 S.) Berlin: o. V. 1912. 8%.
Darin: Lenin v. d. Parteigericht 1907. S. 41.

Landau-Aldanow, M. A.: N. Lenin und der Bolschewismus (XI u. 257 Ss.
Berlin: Ullstein &amp; Co. 1920. 8%. (Original französisch.)

Lansbury, Georg: N. Lenin. Russ. Korrespondenz 1920. März. Nr. 5.

Leder, Z.: Lenin u. d. nationale Frage. Die Internationale, Berlin, 7. Jahrg.,
Heft 12—14.

Lenin, N., Zu seinem 50. Geburtstage (30 S. m. Abb.). Wien: Gen. Verlag
„Neue Erde“ 1920. 80.

Lenin: Leben und Werk. (209 S., 20 Ilustr.) Wien: Verlag f. Literatur u.
Politik 1924, 8°, Enthält Beiträge u. a. v. Bucharin, Kamenew, Krupskaja,
Lewin, Miljutin, Radek, Rotstein, Rykow, Sinowiew, Stalin, Trokki, Tschi-
ischerin, Ul’janowa u. a. m.

Losowsky, A.: Der groBe Stratege d. Klassenkampfes. (48 S.) Berlin: Führer-
Verlag 1924. 89

Lukacs, Georg: Lenin. Studie ü. d. Zusammenhang s. Gedanken. (77 S)
Berlin: Der Malik-Verlag. 1924. 8°.

Lydin, M. (d. i. MandelStam): Material zur Erläuterung der Parteikrise in
der Sozialdem. Arbeiterpartei Rußlands (85 S.). Genf: Buchdruckerei
Zöllner 1904. 89.

[In der Einleitung unterzeichnet sich L. als „Vertrauensmann des
Zentralkomitees‘“. Die Schrift ist also offizielles Material der damals
zuerst aufiretenden Bolschewiki über die Sozialdemokratische Dartei-
entwicklung.‘ Sie würdigt die Tätigkeit Lenins dabei.]

Matthias, Leo: Geist der Politik, in „Genie und Wahnsinn“ (160 S.). Berlin:
Ernst Rowohlt 1921. 8°. S. 137.

Meschtscherjakow, N.: Der Genosse Njitsch. Russ. Korrespondenz I, 1. Heft 8/9.

Nolde, Boris: Lenins Räterepublik (44 S.). Berlin: Mittler &amp; Sohn 1920. 8°.

Orlovski, P.: W. J. Lenin, in „Bote der russischen Revolution“. Nr. 11. Stock-
holm, den 28. November 1917. Lex. 80.

Platten, Frisß: Die Reise Lenins durch Deutschland im plombierten Wagen.
Berlin: Neuer Deutscher Verlag 1924. 8°.

Polly, Adrian: Aus der Hochburg der Revolution, in „Der Umsturz des Russi-
schen Kaiserreiches“ (XVI u. 274 S.). Berlin: Historischer Verlag Baum-
gärtel 1920. 8%. S. 240, 254, 267 usw.

Popoff, Georg: Lenin und Trobkki, die Führer des Volkes von 130 Millionen,
in „Unter dem Sowjetstern“ (252 S. illustr.). Frankfurt a. M.: Frankfurter
Societäts-Druckerei 1924. 8°. S, 19, s. a. S. 78.

Radek, Karl: Lenin der revolutionäre Führer. Russ. Korrespondenz I, 1. Heft 8/9.

Radek, Karl: Lenin, zum 25jähr. Jubiläum der K. P. R. Intern. Presse-Korre-
spondenz 1923. 3. Jahrg. Nr. 45.

Radek, Karl: Lenin, sein Leben u. Werk. (32 S.) Berlin: Neuer deutscher Ver-
laq [1924]. 80
        <pb n="50" />
        45

Ransome, Arthur: Aufzeichnungen aus Gesprächen mit Lenin, in „Sechs
Wochen in SowjetrußBland‘“. Hamburg: Russ. Korrespondenz 1920. 8°.
S. 60, 109 usw.

Roland-Holst, Henriette: Genossin Krupskaja. Stuttgart: Die Kom. Frauen-
internationale 1921. Heft 7. S. 4.

Rotes Gewerkschafts-Bulletin. Nr. 7. Solingen: 1924. 4°. Darin: Sorew, A.:
„Wir werden uns von Lenin nicht scheiden“. Das Attentat auf Lenins
Leben. Georgi: Lenin u. d. deutsche Proletariat.

Rote Gewerkschafts-Internationale, Die, 1924. Nr. 1 (36). Brandler, Heinrich:
Lenin u. d. deutsche Arbeiterklasse. S. 7. — 2/3 (37/38). Losowsky, A.:
D. große Stratege d. Klassenkrieges. S. 103. — Tschekin: Lenin u. d.
Gewerkschaften. S. 116. — Dimitroff: Lenin u. d. rev. Arbeiterbewegung
a. d. Balkan. S. 117. — Nr. 4 (39). Forster: Lenin, d. Denker, Stratege
u. Organisator. S. 172.

Schotihöfer, Frisß: Lenin, in „Sowjetrußland im Umbau“ (197 S.). Frank-
furt a. M.: Frankfurter Societäts-Druckerei [1923]. 8% S. 169.

Sichel und Hammer. Berlin 1924. 4% Lenin-Nummer. (I, Jahrg. Nr. 4.)

Sinowjew, G.: Geschichte der kommunistischen Partei Rußlands (Bolschewiki).
[230 S.). Hamburg: Carl Hoym Nachf. 1923. 8% (Darin besonders im
+ aa S. 224. „Lenin“. Vor allem S. 42, 46, 47, 72 ff., 118, 143 ff.,
165 ff.

Sinowjew, G.: N. Lenin (40 S.). Berlin: Der Malik-Verlag 1920. 8°. Neuaufl. 1924.

Sinowjew, G.: Lenin 23. IV. 1870 — 21. I. 1924. (78 S., 1 Phot.) Wien: Verlag
f. Literatur u. Politik 1924. 8°.

Sinowjew, G.: Lenin und die K.P.R. Russ. Korrespondenz I, 1. Heft 8/9.

Stalin, I: Lenin und der Leninismus (VIII u. 164 S.). Wien: Verlag f. Literatur
u. Politik 1924. 8°.

Trobki, L.: Das Nationale in Lenin. Russ. Korrespondenz I, 1. Heft 8/9.

Trobßki, Leo: Über Lenin. (178 S.) Berlin: Neuer Deutscher Verlag 1924. 8°.

Varga, Eugen: Lenin. Zeitschrift f. Politik. Berlin 1924. Nr. 4.

Wells, H. G.: Der Träumer im Kreml, in „Nacht über Rußland“ (63 S.). Berlin:
Verlagsges. für Politik und Geschichte 1922. 8°%. S. 51. (Auch in engl.
Sprache.)

Wiedenfeld, Kurt: Lenin und sein Werk (136 S.). München: Wieland-Verlag
1923 80.
in englischer Sprache.

TI. B.: Nikolai Lenin, in „The Communist Review“. London 1923. S. 302.

Burcev, V.: Lenin and Malinovski. ..Struagaling Russia“. London 1919.
Nr.9 und 10.

Radek, Karl: Lenin, in „The Communist Review“. London 1923. S. 17.

Levine, Isaac Don: The man Lenin. (VII u. 209 S.) New York: Th. Selber 1924, 8°.

Portraits, Some Bolchevist (22. S.]. New York: American Association for
intern. Conciliation 1920. 8°. . .

Raine, G. E. and Luboff, E.: Lenin and ihe Labour in Russia, in „Bolshevik
Russia“ (192 S.). London: Nishet 1920. 8°.

(S. a. Wells in deutscher Sprache.)

(OnES Iran) Lenin’s First Newspaper. London: The Communist Review. 1924.

. 64 ff.

Zinoviev G.: Lenin. Our Master. Paris: C. P. of France 1924. 8°.

Literary Digest. New York 1924. Februar-März enthält Artikel u. Auszüge
v. A. amerikan. Persönlichkeiten u. Lenin.
        <pb n="51" />
        16
in polnischer Sprache.
Zyciorys: Lenin (15 S.). Wien: „Swit“ 1920. 8°.
Krasny, I.: Lenin. Zarys Zycia 1 dzialalnos’ci (Abriß d. Lebens u. Wirkens).
(44 S. illustr.) Moskva: „Trybuna“ 1924. 8°.
in italienischer Sprache.
Paladini, Carlo: Lenin (100 S.). Milano: Libreria Italiana. 8°.
in französischer Sprache.
Siehe auch Landau-Aldanow. — Guilbeaux, Henri. — Grumbach, S.
Persky, Serge: De Nicolas IL ä Lenine (1917—1918. [IV u. 389 S.]). Paris:
Payot &amp; Cie. 1919. 8.
Zinowiev, G.: Notre Maitre Lenin. Paris: Libraire d’Humanite Paris 1924. 8°.
in schwedischer Sprache.
Easiman, Max: Lenin u. Wilson. Ein Phantasiegespräch (auf den Prinzen-
inseln). Stockholm: „Zimmerwald‘“ 1919 (S. 307).
in holländischer Sprache.
Sowjet-Rusland in woord en beeld, Amsterdam. Lenin-Nummer V. Februat
1924. 4°. Enthält Artikel von: W. van Ravensteyn — GC. Vanter — Edo
Fimmen — N. Roebakin — Henriette Roland-Holst — I. Brommert u. a. m.

Ikonographische Angaben
in russischer Sprache.
Fleer, M. G.: Russkie Portreiy 1917—1918. S. 27/28.
s. „Bibliographie der Bibliographien“. .
„Krasnoarmeec“ 1920. Nr. 21/22. Moskva. 4°. (Lenin Nummer.)
Aliman, Natan: Lenin. (10 Blätter Handzeichnungen.) Petersburg: Gos. Izd.
1920. 4°.
in schwedischer Sprache.
„Zimmerwald“. Nr. 1. 1921. Stockholm: Frams Förlag, enthält Abb. einer
Lenin-Büste von Sheridan.
in englischer Sprache.
Ross, Edw. Alsworlh: The Russian Soviet-Republic. (XVII u. 405 S.) New
Vork a. London: The Century Co. 1923. 8%. Büste a. S. 81.
‚The Kommunist“. Nr. 77. Jan. 1922 u. Nr. 117. Okt. 1922. London. Fol. (Karrikal.)
Soviet Russia Pictoral. New York, London. Februar/März 1924. (Engl.-amerik.
Ausg. v. „Sichel u. Hammer“)
in deutscher Sprache.

Lenin (9 Kartons). Berlin: Karadruck 1924. 4°. N

Lenin, Leben und Werk. (209 S. ill) Wien: Verlag für Literatur u. Politik
1924. Lex. 8%. Enthält 20 Photos.

Fünf Jahre Sowjet Herrschaft in Rußland 1917—1922 (VI u. 568 u. I S..
Handelsvertretung d. Union d. S.S.-R. in Deutschland. Berlin: Kniga
1923. Fol. Vor Seite 1 (Kunstphoto).

„Sowijet-Rußland im Bild“. Berlin 1921. 4°. Nr. 2, 5, 5, 7.

„Sichel und Hammer“. Berlin 1922. Gr. Fol. Nr. 1, 6. 1924. Nr. 3, 4. Grab-
mal 1924. Nr. 8 u. 9 (auch engl., franz., Eechisch.) (Orig. Photos.)

„Russische Korrespondenz“ Ill. Jahrg. Bd. 2. 11/12. Der Friedensengel bei Lenin.

„Junge Garde“. Berlin 1921. Nr. 5. 4.
        <pb n="52" />
        47
Guilbeaux, Henri: Wladimir Mitsch Lenin. kn treues Bild seines Wesens.
(174 S.). Berlin: Verlag „Die Schmiede“. 1923. 8.
Enthält eine Reihe guter Illustrationen.
Hedin, Swen: Von Peking nach Moskau. (321 S.) Leipzig: F. A. Brockhaus
1924. 8%. Zeichnung S. 214. Entn. a. Artschibartschew: Diktatura Proletariata.
„Schweizer Mlustrierte Zeitung“. Zofingen: Ringier &amp; Co. 1917. Nr. 50 vom
15. Dezember. (Erste Auslandszeitschrift, die ein Photo v. L. brachte.}
„Die Aktion“. Berlin 1919. 9. Jahrg. S.522. 4°. Holzschnitt v. Franz Schulze.
„Proletarische Heimstunden“. Leipzig 1924. 1. Heft. Porirait von H. A. Förster.
Zeichnung von Otto v. Kursell in: „Totengräber Rußlands“ (31 S.). München:
Deutscher Volksverlag 11921]. Lex 8°. Seite 6.
„Berliner Illustrierte Zeitung“. Berlin 1924. Fol. Nr.5. Seite 82. (Photo.)
Hackebeil’sche Dlustrierte Zeitung. Februar 1924. Berlin. Fol.
„Der illustrierte Tag“. Berlin 1924. Nr.4. (Photo.)
„Lachen links“. Berlin v. 24. I. 1924. Fol.
Bothmer, K. v.: Mit Graf Mirbach ın Moskau (158 S.). Tübingen: Osiander’sche
Buchh. 1922. 8°. Seite 104 Strichzeichnung.
Polly, Adrian: Der Umsturz des Russischen Kalserreiches (XVI u. 274 5S..
Berlin: Historischer Verlag Baumgärtel 1919. 8°. (Gemälde Seite 268.]
Radek, Karl: Lenin, sein Leben u. Werk. (32 S.) Berlin: Neuer Deutscher
Verlag [1924]. 8%. Auf dem Titel 8 Bilder Lenins.
Rote Gewerkschafts-Internationale. Berlin Nr. 1 (36) 1924. Enth. Hlustrationen.
Die Kommunistische Internationale. Hamburg 1924. Nr. 31/32. Enth. viele
illustrationen a. Kunstdruck.

in italienischer Sprache.
„Avanti“, Mailand, vom 1. Juni 1919. Enthält eine Medaille.
in holländischer Sprache.
Sowjet-Rusland. Amsterdam. Februar 1924. 4%. „Lenin-Nummer“‘.

Nachlrag.
Inzwischen ist ein nicht zu übergehendes Werk erschienen:
Hurwicz, Elias: Staatsmänner und Abenteurer. Russ. Porträts von Witte bis
Trokki 1891—1925. (348 S.) Leipzig: C.L. Hirschfeld. 1925. 8°.
Siehe darin: Lenin. Seite 274—313.
Zeikin, Clara: Erinnerungen an Lenin. Stuttgart 1925. Die Kommunist,
Fraueninternationale. Heft 3/4.
        <pb n="53" />
        Lenin - Bibliographie.
Gesammelte Schriften.
AnläßBlich des 50. Geburtstages Lenins wurde 1920 der Plan gefaßt, seine
Schriften gesammelt (in russischer Sprache) herauszugeben. Diese Samm-
lung wurde von L. Kamenew, dem Leiter des Lenin-Instituts in Moskau,
Bol’Saja Dmitrowka 24, redigiert und in 19 Teile, zu 24 Büchern, zusammen-
gefaßt.*) Es liegen heute also 725 Druckbogen vor, von denen allerdings
rund 50 Bogen Kommentare und Dokumente aus der Geschichte der Kommu-
nistischen Partei Rußlands enthalten. Diese Ausgabe enthält alles einiger-
maBen Wichtige, was Lenin in den Jahren 1893—1923 geschrieben hat. Trob
der vielen Einzelausgaben, die von Lenin-Schriften in allen Kultursprachen
veranstaltet sind, stellt das Werk schon heute eine gewaltige Arbeitsleistung
dar, denn es umfaßt neben den vielen frühen Broschüren auch die Menge
der Zeitungs- und Zeitschriftenartikel des großen Toten, die meistens in
illegalen oder in russischen Emigrantenorganen erschienen, vielfach unsigniert
und dadurch schwer auffindbar sind.**)

Diese vorliegende Ausgabe soll im Laufe der nächsten Jahre noch durch
mehrere Bände ergänzt werden:

1. Durch Manuskripte, die für die Veröffentlichung bestimmt, dennoch
nicht gedruckt vorliegen,

2. durch Arbeiten, die zuerst nicht für die Veröffentlichung bestimmt
wären, sondern entweder nur für einen kleinen Kreis von Lenins PDartei-
genossen oder als Vorarbeiten für spätere Werke und Schriften. Darunter
befindet sich u. a. ein Artikel aus dem Jahre 1900 über Unterhandlungen mit
Plechanow: „Wie die ‚Iskra‘ fast erloschen wäre“, „der Entwurf ‚eines Partei-
programms“ von 1902, also ein anderer als der in der „Zarja“ veröffent-
lichte, der eine Kollektivarbeit der Redaktionen der „Iskra“ und „Zarja“ ist,
eine „Schilderung des zweiten Parteitages der Russ. Soz. Dem. Arbeiter-
Partei“ aus dem Jahre 1903, drei Hefte einer Entgegnung an A. Bogdanow:
„Aufzeichnungen eines einfachen Marxisten aus dem Gebiet der Philosophie‘
uU. a. m,

3. durch Entwürfe von Resolutionen, Beschlüssen, Berichten etec.,

4. durch Briefe von Lenin. — Bisher konnten im Lenin-Institut rund 500
solcher Briefe gesammelt werden. Für sie sind allein mindestens zwei Bände
zu rechnen.
. *) Siehe darüber genauer: Kamenew, L. B.: Lenins literarisches Erbe
(41 S.). Hamburg: Verlag Carl Hoym Nachf. 8°.

**) Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß die „Preußische Staats-
bibliothek“ in Berlin, Unter den Linden, eine sehr annehmbare Sammlung
von Lenin-Schriften zusammengebracht hat. Neben selbständigen, frühen
Ausgaben solcher Broschüren, neueren russischen Originalausgaben und
deutschen Übersekungen, verfügt die Bibliothek über eine ziemlich voll-
ständige Sammlung von russischen Emigranten-Zeitschriften — u. a. „Iskra“,
„Vpered“, „Proletarij“ —. Auch eine Reihe von russischen Parteitagsproto-
kollen ete. sind vorhanden.
        <pb n="54" />
        49
5. durch Reden Lenins auf den Kongressen der R. S. D. A. PD. seit 1903,
aus Versammlungen vor und nach der Revolution, auf internationalen
Tagungen, in den Sovets, Verteidigungsreden, z. B. L’s Rede vor dem
Parteigericht 1907.*)

6. Durch die Dekrete und Verordnungen, die L. seit 1917 als Staats-
»berhaupt erließ.

Wie man sieht, handelt es sich um ein weitgezogenes Programm. Das
Lenin-Institut hofft es 1925 erledigen zu können.

Nachstehend seien die Titel der einzelnen Bände aus dem bereits ge-
druckten Teil der „Gesammelten Werke“ wiedergegeben:

Sobranie Socinenij: XIX Teile. Moskva: Goz. Izd. 1920ff. 8°.

Es enthalten:

Teil I. Dervye Sagi raboCego s.-d. dviZenija 1894—1899 gg.
Schriften in den Jahren 1894—1899 aus der Tätigkeit in der russ.
Arbeiterbewegung.
EkonomiGeskie Etjudy i stal’i 1894—1899. (552 S.
Ikonomische Studien u. Artikel 1894 —1899.
Razvitie kapitalizma v Rossii. (548 S.)
lber die Entwicklung des Kapitalismus in Rußland.
„Iskra‘“ 1900—1903 gg. (364 u. 1 SS.)
Die Mitarbeit an der Zeitschrift „Iskra‘“ 1900— 1903.
Jor’ba za partiju 1901—1904 gg.
Der Parteistreit 1901—1904.
1905 god. (637 u. 1 S.)
Jas Jahr 1905.
Revoljucija 1905—1906. Bd. I: Ot Oktabrja 1905 g. do rospuska
1 gos. Dumy. — Bd. II: Ot rospuska 1 gos. Dumy do vyborov
vo 2 gos. Dumu. (354 u. 1 u. 303 u. 1 S.
Die Revolution 1905—1906. 1. bis 2. Reichs-Duma-Periode.
1907 god. (663 S.)
Das Jahr 1907.
Agrarnji vopros (Stat’i i isledovanija 1899—1919 gg.).
Die Agrarfrage (1899— 1919).
Materializm i empiriokriticizm. (326 S.)
Materialismus u. Empiriokritizismus.
Y gody kontr-revolucii 1908—1911 g.
A\us den Jahren der Kontre-Revolution 1908—1911.
Novyi podem 1912—1914 gg.
Der neue Aufschwung (in d. Arbeiterbeweg. Rußlands) 1912—1914.
Mirovaja Vojna 1914—1916 gg.
Der Weltkrieg 1914—1916. en
BurZuaznaja revoljucija 1917 g. I. Band: Ot fevral’skoj revoljucti
Jo Hul’skich dnej. II. Band: Ot Hula do Oktiabria (324 u. 1 u.
6 u. 1 5)
Die bürgerliche Revolution 1917.
Proletariat u vlasti 1917—1918 gg. (692 S.)
Das Proletariat an der Macht 19:7 1921.
Proletariat u vlasti 1919 g. (544 5.)
Das Proletariat am der Macht 1917—1921.
*) Zum Teil wiedergegeben in „Die Lage der Sozialdemokratie in RuB-
land“ (47 S.). Berlin: o. V. 1912. 8%. Seite 41.
Bio-Bibliographische Beiträge: Staalswissenschaflen 2.
        <pb n="55" />
        50
Teil XVIL

Proletariat u vlasti 1920 g. (477 S.)

Das Proletariat an der Macht 1917—1921.

Proletariat u vlastı 1921 g. I. (452 S.

Das Proletariat an der Macht 1917—1921.

Nacional’ny] vopros (StaF’i 1910—1921 gg. (300 u. 1 S)
Die Nationaliıtätenfrage (Artikel 1910—1921).

Außer dieser großen Ausgabe liegen noch einige Sammlungen von
Artikeln Lenins vor, die aus der Kriegszeit stammen.

Zinovev i Lenin: Protiv TeGenija. (Sbornik statej iz „Soc.-Dem.“, „Kom-

munista“ ı „Sborn. Soc.-Dem.“.) Petrograd: Sov. R. i S. D. 1918. 8.
Lenin, N.: Die Gewerkschafisbewegung. Ausgewählte Aufsäbe und Reden.

(170 S.) Leningrad: Leningrader Gouvernement-Gewerkschaftsrat. 1924.

8°, (Russ.)

Lenin, N. (W. I. U’”janow): Aufsäbe und Reden zur Gewerkschaftsfrage. (464 S.)

Moskau: Zentralrat d. russ. Gewerkschaften 1924. 8%. (Russ.)}
desgl. in deutscher Sprache:

Lenin, N., u. G. Sinowjew: Gegen den Strom. Aufsäbe aus den Jahren 1914
bis 1916. (XV u. 536 S.) Hamburg 1921. Lex. 8°.
Lenin und Troßky: Krieg und Revolution. Schriften aus der Kriegszeit.

(VI u. 168 S.) Zürich: Kom. Verlag der Grütlibuchhandlung 1918. 8°.
Materialien zur Geschichte der proletarischen Revolution in Rußland. Über-

set von Sophie Liebknecht. [Herausgegeben von M. J. Bronski.] Wien:

Verlag der Arbeiter-Buchhandlung 1920 u. 1920. 8°.

1. Lenin, N.: Die drohende Katastrophe, und wie soll man sie be-

kämpfen? (49 S.) . ,

2. Lenin, N Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten? (64 $.)

3. Lenin, ; Die Lehren der Revolution. (40.5.)

4. Lenin, N. Zur Agrarpolitik der Bolschewiki. (55 S.) .

6. Lenin, N.: Aufgaben des Proletariats in unserer Revolution. (66 S.}

INr. 5 is! eine Arbeit von Trokky.] . .

Lenin über Organisationsfragen. (136 S.) Wien: Verlag f. Literatur u.

Politik 1924. 8°.
Lenin: Briefe an Maxim Gorki 1908—1913. Wien: Verlag f. Literatur u. Politik

1924. 89,

Angekündigt sind außerdem vom Lenin-Institut zwei Sammlungen von
Lenin-Schrifien in deutscher Sprache. Eine
Sbändige Ausgabe. Wien: Verlag für Literatur und Pohilik.

Die ersten drei Bände werden die Arbeiten Lenins über die strategischen,
taktischen und organisatorischen Probleme der russischen Revolution und
der. internationalen Arbeiterbeweauna (d. h. der II. und der IM. Internationale)
enthalten. .

Der vierte Band wird Aufsäbe über die Theorie des Marxismus bringen.

Der fünfte Band eine Sammlung von Reden und Schriften über die
Nationalitäten- und Kolonialfragen, dazu Theoretisches über die Agrarfrage
zusammenstellen. ;

Die Ausgabe wird auch. in englischer und französischer Sprache er-
scheinen. N
- Eine einbändige Ausgabe ist außerdem erschienen, Wien: Verlag für
Literatur und Politik. unter dem Titel:

3?
        <pb n="56" />
        Lenin, N.: Kampf um die soziale Revolution. Reden und Aufsäke (ca. 600 S..
nthält:
J]. Die Aufgaben der Sozialdemokraten.
2. Die Organisation der Partei und der Kampf gegen die Opportunisten.
3. Zwei Taktiken in der Revolution 1905.
4. Der Parlamentarismus und die Taktik
5. Der imperialistische Krieg 1914—1917.
6. Die Eroberung der Macht.
7. Die Diktatur des Proletariats. — Die Kommunistische Internationale.
Eine weitere Sammlung bringt:
Lenin, N., u. G. Sinowjew: Für die Dritte Internationale. (Ca. 400 S.) Wien:
Verlag f. Literatur u. Politik.
Zum SchluB sei auf eine zweibändige Ausgabe hingewiesen, die als
Subskriptionsausgabe allerdings erst in Aussicht genommen ist.
Lenin, N.: Ausgewählte Werke in deutscher Übersekbung. Herausgegeben von
Dr. Adalbert Fried. 2 Bände (ca. 600 S.). Berlin: Der Marlik-Verlag.
8°, (Im Erscheinen.) Inhalt: Gruppe I: Okonomische Forschungen (u. a.
Der ökonomische Inhalt des Narodnikitums und die Kritik Struwe’s; Die
Entwickelung des Kapitalismus in Rußland). — Gruppe Il: Der Kampf
um die russische Arbeiterpartei. Die Herausbildung der Bolschewiki.
Darunter viele Iskra-Artikel usw.) — Gruppe Ill: Probleme der russischen
Revolution 1905. — Gruppe IV: Der Weltkrieg und der Kampf um die
Internationale. — Gruppe V: L. als Führer vor und nach der Macht-
eroberung (1917—23). — Gruppe Va: Lebte Schriften. — Gruppe VI:
Drobleme des Bürgerkrieges. — Gruppe VII: Zur Bauernfrage (1901 — 1922).
— Gruppe VIll: Die nationale Frage. (Recht der Nation Polemik m.
R. Luxemburg.) — Gruppe IX: Weltanschauungsfragen. (Darunter: Über
Monismus;: Sozialismus und Religion: Tolstoi u. d. russ. Revolution.)

Datenmäßige Aufstellung.
1894 — 1903.

Novie chozjajstvennye dviZenija v Krestjanskoi Zizni. Do povodu knigi
V. E. Postnikova. Geschrieben 1893.

Die neue wirtschaftliche Bewegung im bäuerlichen Leben.

Kto takie druz’ja naroda i kak oni vojujut s. S.-D. Petrograd: 1894. 8°.
Negale Broschüre. Wer die Volksfreunde sind und wie sie kämpfen
gegen die Sozialdemokratie. (Auszüge daraus siehe in der Besprechung
„Intern. Presse-Korr.“ 1923. Nr. 96. Vergl. auch den Artikel: Jones,
D. J.: Lenin’s first book. The Comunist Review, London 1924. S. 479.

Ekonomiceskoe soderZanie narodnidestva kritika ego v knige. G. Struve
1895. Kritik eines Buches von G. Struve.

OD tschem dumajut naschi ministry? 1895. „Rabotschee delo“.

Was denken unsere Minister?
Droekt programmy sozialdemokratischewskoj partii. Geschrieben 1896.
Projekt des Programms der Sozialdemokratischen Partei.

Proklamazii peterburgskogo „Sojuza bor’by za osvoboidenie rabotschego
klassa‘ 1895— 1896.

Proklamation der Petersburger Vereinigung zum Kampfe um die Befreiung
der Arbeiterklasse. ..

Novyi fabritschnyj zakon. Genf. Sozuza russkii soz-demokratov. 1899.

Die nene Frabrik-Gesetzgehune.
        <pb n="57" />
        52

Proekt programmy (1896). Hektographiertes Heft.
Programm-Projet.

Rezenzija na Knign: Karl Kautsky: Die Agrarfrage. Stuttgart 1899.
Rezension über das Buch: Karl Kautsky’s „die Agrarfrage‘“.

Vorwort zu S. u. B. Webb: Teorija 1 praktika tired-junionisma. Zeneva: Izd.
Soz.-Dem. 1397. 8%. Theorie u. Praxis der Trade-Unions.

Objasnenie zakona o Stirafach vzimaemych s rabotschich na fabrikach i
zavodach, (16 S.) Zeneva: (Tipografia „Sojuza“.” 1897, 16°. Erläute-
rung des Gesebes über „Strafen“ (Arbeits-Bußen), die von den Arbeitern
in Fabriken und Beirieben erhoben werden.

O zakone 2 Jjunja 1897. Ueber das Geseb vom 2. Juni.

Ot kakogo nasledstva my otlkazyvaemsja 1897.

Welches Erbe wir ablehnen. (Ueber die Narodniki.)

Zadaci russkich social'ldemokratov s pred. P. Axelroda (35 S.). Zeneva:

1898. 8°
Die Aufgaben der russ. Sozialdemokratie. II. Aufl. 1902, III. Aufl.
1905. mit Vorwort von T. V. Axelrod.

Mitarbeit an der Zeitschrift „Rabo&amp;aja Gazeta“. 189.
Perly narodnideskogo proZekterstva k voprosu o nasei fabri@no-zavodskoj
promySlennosti.
Perlen der volkstümlichen Projektenmacherei in der Frage unserer Fabrik-
industrie
Kustarnaja perepis’ 1894—1895 v permsko}] gub. i ob$Sie voprosy kustarnoj
promy$Slennosti. .
Die Bauernkleingewerbe-Statistik im Gouvernement Perm und die allgem.
Fragen des ländlichen Kleingewerbes.
Novyj fabrienyj zakon (52 S.). Zeneva: Izd. Ross. Dem. 1899. 16°.
Die neue Fabrikgesebgebung.
Razvitie kapitalisma v Rossii. Zeneva: Izd. Soc.-Dem. 1899. 8°,
Die Entwicklung des Kapitalismus in Rußland.
Wa etjudy 1 stal’i. DPetrograd 1899. Oekonomische Studien und
ufsäbe.
Kapitalizm v sel’skom chozjaistve. 1900. 1. Februar.
Der Kapitalismus in der Landwirtschaft.
Agrarnyj vopros i kritiki Marxa. 1901. Die Agrarfrage und die Marxkritiker.
Mitarbeita. d. Zeitschriften „Na Galo“ („Anfang“) (1899), „Z iz n“
(„Leben“) (1899 u. 1900), „NauC&amp;noe Obozrenie“ („Wissenschaftl. Rund-
schau‘) (1900).
Mitarbeitan der Zeitschrift „Zarja“ („Frührot“) 1901— 1902.
T. Ch.: SluGainyja zamjetki Nr. 1.
„Zufällige Notizen‘,
T.P.: Goniteli zemsiva i Annibaly liberalizma. Nr. 2/3.
Die Bedränger des Semstwos und die Hannibale des Liberalismus.
T. Ch.: Vnutrennee obozr&amp;nie. Nr. 2/3.
Innerpolitische Rundschau.
Agrarnaja programma rossliskoi soc.-demokratii. NT. 4.
Das Agrarprogramm der russischen S.D.
Plechanov und L.: Proekt programmy R.S.-D.R.P. Nr.4.
Projekt z. Programm d. R. S.-D. R. P.
        <pb n="58" />
        Mitarbeit an der Zeitschrift „Studen!‘“. 1902,

Zadati revoljucionnoi molodeZi. Nr. 2/3.

Die Aufgaben der revol. Jugend.

Cio delat? Nabol&amp;vSie voprosy na3ego diviZzenija (VII u. 144 35.). Stutt-
gart: J.H. W. Dieb Nachf. 1902. 8°.

Was tun? Schmerzhafte Fragen unserer Bewegung.

Revoljucionnyi avantjurizm (aus d. „Iskra“, Nr. 23/24). Liga russ. rev. Soc.-
Dem. Zeneva: 1902.

Revolutionäres Abenteurertum.

Dis’mo k tovari&amp;cu o nasich organizacionnych zadacach (31 S.). Zeneva: Izd.
bol’seviko. 1902. Ein Brief an e. Genossen üb. unsre organisatorischen
Aufgaben.

1902 hektographiert erschienen. Daraus deutsch bei Lydin: Material
usw. Seite 51/53. — Neudruck: Ges. Werke (russ.) T. IV. S. 157 ff.

Iks ob agrarnoj programme (42 S.). Zeneva: (Ross. Soc.-Dem.).

Enthält Antikritik von Lenin.
Herr X. über das Agrarprogramm.
Zada&amp;i revoljucionnoi intelligencii (Pis’mo k studenGestvu). Liga russ. reVv.
Soc.-Dem. (4 S.). 0.0. 1903. 8°.
Die Aufgaben der revolutionären Intelligenz.
Pis’mo v redakciju „Iskry“ (8 S.). Zeneva: Tipografiju Partiu. 1903. 16°.
Schreiben an die Redaktion der „Iskra‘“, Warum ich aus der Redaktion austrat.

K derevenskoj bEdnot&amp;. S priloZeniem proekta programmy (92 S.). Liga
russ, rev. Soc.-Dem. Zeneva: 1903. 16°.

An die armen Dörfler. (Erläuterung für die Bauern, was die Sozial-
demokraten wollen.) Beigefügt ein Programm-Entwurf.

Mitarbeitund Redaktionander Zeitschrift „Iskra“ („Funke“)

1900—1903. Nr. 1—53.
(Neudruck der Artikel in:
Lenin, N.: Sobranie Socinenii. T. IV. „Iskra‘“ 1900—1903 gg. (364 S..
Moskva-Peterburg: Cos. Izd. 1922. 8%.
Gesammelte Werke IV. Band.
Dezember. Nasu5&amp;nye zadaci nasSego dviZenija. Nr. 1.
Die aktuellen Aufgaben unserer Bewegung.
Dezember. Kitajskaja voina. Nr.1.
Der Chinakrieg
Februar. Otdaca v soldaty 183-ch studentov. Nr.2.
183 Studenten in den Soldatenrock gesteckt.
Februar. Rabocaja partıja 1 krestjansivo. Nr.3.
Arbeiterpartei und Bauernschaft.
Mai. S Gego naGat. Nr. 4.
Womit beginnen?
juli. Cennoe priznanie. Nr.6.
Kin wertvolles Eingeständnis.
August. Uroki krizisa. Nr.7.
Lie Lehren der Krise.
September. Krepostniki za rabotoj. Nr. 8.
Die Fronherren bei der Arbeit.
Oktober. Bor’ba s golodajuSimi. Nr. 9.
Der Kampf gegen die von der Hungersnot

1901.
        <pb n="59" />
        54
1901. November. KatorZnye pravıla i katorZnyi prigovor. Nr. 10.

Eingekerkerte Richtung u. eingekerkertes Urteil.

November. Protest finljandskogo naroda. Nr. 11.

Protest des finnischen Volkes.

Dezember. Beseda s zaSitnikami ekonomizma. Nr. 12.

Gespräch mit den Verteidigern des Oekonimismus.

Januar. Po povodu gosudarstvenoj rospisi. Nr. 15.

Zum BReichsetat.

Februar. Politiceskaja agitacjja i klassovaja Tocka zrenija. Nr. 16.

Politische Agitaiton und Klassengesichtspunkt.

Februar, Iz ekonomiteskoj Zizni Rossü. Nr. 17.

Aus dem ökonomischen Leben Rußlands.

März. Pismo k zemcam. Nr.18.

Brief an die Semstwoleute.

April. Iz Part. Nr. 19.

Aus der Partei.

Juni. Proekt programmy Rossijskoj Soc.-Dem. Rab. Dartii. Nr. 21.

Projekt des Programms der R.S.-D.R.P. .

August. Revoljucionnyj avantjurizm I. Nr. 23.

Revolutionäres Abenteurertum.

September. Revoljucionnyj avanburizm Il. Nr. 24.

Revolutionäres Abenteurertum.

September. Proekt novogo zakona o Stackach. Nr. 24.

Entwurf eines neuen Gesetzes über Streiks.

September. K voprosu o programme. Nr. 25.

Zur Programmfrage.

Oktober. Politiceskaja bor’ba ı politikanstvo. Nr. 26.

Politischer Kampf und Politikastertum. ;

November. Vul’garnyj socializm i narodnigestvo voskresaemye soc.-
revoljucionerami. Nr. 27.

Vulgärsozialismus und Narodnikitum, wiedererweckt durch die „Sozial-

revolutionäre‘‘,

November. Vse o tom Ze. Nr. 27.

Immer wieder über dasselbe.

Dezember. Novye sobytija i starye voprosy. Nr. 29.

Die neuen Ereignisse und die alten Fragen.

1902.

1903.

Januar. IzveSenie ob obrazovanli „Organizacionogo komiteta“. Nr. 32.

Ankündigung des Bildungs „Org. Komitets‘“.

Februar. Po povodu zajavlenija bunda. Nr. 33.

Anläßlich der Erklärung des „Bund“.

Februar. NuZna li „samostojatel’naja politi&amp;eskaia partija evrej-
skomu proletariatu. Nr. 34.

Braucht das jüdische Proletariat eine „selbständige politische Partei‘?

März. SamoderZavie kolebletcja. Nr. 35.

Das Selbstherrschertum wankt.

April. G. Struve izobli&amp;ennyj svoim sotrudnikom. Nr. 37.

G. Struve von seinem Mitarbeiter entlarvt.

April. Les beaux esprits se rencontrent. Nr. 38.

Juni. Mobilizacija reakcionnych sil i nası zadaci. Nr. 41.

Die Mobilmachung der rteaktionären Kräfte und unsere Aufgaben.
        <pb n="60" />
        1903. Juli. Nacional’nyj vopros v nase} programme. Nr. 44.
Die nationale Frage in unserem Programm.
August. Era reform. Nr. 46,
Die Aera der Reformen.
September. Sorvalos! Nr. 48.
Mißlungen!
Oktober. Maksimum bezzastencivosti i minimum logiki. Nr. 49
Ein Maximum von Unverschämtheiten und ein Minimum von Logik.
Oktober. PoloZenie bunda i partıi. Nr. 51.
Die Stellung des „Bund‘‘ in der Partei.
Dezember. NarodnicestvujuSsaja burZuazija 1 rasterjannoe narodni-
cestvo. Nr. 54.
Die „volkstümelnde‘“ Bourgeoisie u.das kopflosgewordene „Volkstümler‘tum.
November. Pismo v redakciju. Nr. 53.
Brief an die Redaktion (d. „Iskra‘‘).

1904— 1905.
Protokoly I oGerednogo se&amp;zda R. S.D. R. P. (o. 0.) Izd. bolsevikov 1904.

Darin Programm und Organisationsstatut und Lenin’s Reden zum Pro-
gramm u. Organisationsstatut, Rede zum Organisationsstaiut (S. 9%
a. 91 des russ. Protokolls). Neudruck in Lenin: Sobranie Socineni. T. IV.
„Iskra‘“ 1900—1903 (364 S.). Moskva-Peterburg: Oos. Izd. 1922. S. 327 ff.
Reden S. 287 ff. Deutsch ın:

Lydin, M. (d. ı. Mandel’Stam): Material zur Erläuterung der Parteikrise in der
Sozialdem. Arbeiterpartei Rußlands (85 S.). Genf: 1904. 8°. S. 49/50
u. 57 ff. Rede zum Organisationsplan. Der Inhalt des „Planes“ S. 53/56.

Das Statut ist im Wortlaut angenommen nach dem Entwurf von Lenin
und Plechanow. Deutsch in:

„Dokumente des Sozialismus‘. Stuttgart: ). H. W. Dieß Nachf. 1903. Ill. Bd.
Heft 2. Seite 85/89. Uebersebt aus „Zarja“ Nr. 3, 1902.

[N.B. Der Streit Lenin—Martow und ihrer Anhänger ist außer bei
Lydin gut erklärt in: Sinowjew, G.: Geschichte der kommunistischen
Partei Rußlands (Bolschewiki). (230 S.). Hamburg: Carl Hoym Nachf.
1923. S.83ff.)

Sag vpered dva Saga nazad [Krizis v na$ei parhi]. (172 S.). Zeneva: Tipo-
grafija Partii 1904. 8°.
DE Schr vorwärts, zwei Schritt zurück. (Ueber die Krise in unserer
artei.
Zajavlenie i dokumenty o razryv&amp; centralnich uGreZdeni s partiei, Zeneva:
Izd. „Vpered“ 1904. 8.
Zemskaja kampanija i plan „Iskry“ (26 S.). Zeneva: Izd. bol$. 1904.

Die (liberale) Semstwo-Bewegung und der Plan der „Iskra“.
Redaktion und Mitarbeit an der Zeitschrift „Vpered“
Genf. 1904 u. 1905.

1904. 22. Dezember. ©O choro$ich demonstracijach proletariev 1 plochich
rassuZdenijach nekotorych intelligentov. Nr.1.

Veber gute Demonstrationen der Proletarier und schlechte Diskussionen

einiger Intellektueller.

22. Dezember. Pora kon&amp;it. Nr. 1.

Es ist Zeit. Schluß zu machen.
        <pb n="61" />
        56
1905.

1905.

1.Januar. Padenie Pori-Artura. Nr.2

Der Fall Port Arthurs.

1. Januar. Solov)ja basnjami ne kormjat Nr.2.

Die Nachtigall wird von Märchen nicht satt.

11. Januar. Rabocaja i burZuaznaja demokratija. Nr. 3.

Arbeiter- und Bürgerdemokratie.

11. Januar. Ot narodinicestva k marxismu. Nr. 3.

Vom Volkstümlertum zum Marxismus.

18. Januar. Nacalo revoljucii o Rossi. Nr. 4:

Beginn der Revolution in Rußland.

18. Januar. Revoljucionnye dni. Nr. 4.

Revolutionäre Tage.

1. Februar. Dve taktiki. Nr. 6.

Zwei Taktiken.

8. Februar. O boevom soglasenii dlja vosstanija. Nr. 7.

Ueber die Kriegserklärung.

8. Februar. DolZny li my organizovat revoljuciju? Nr. 7.

Müssen wir die Revolution organisieren?

15. Februar. IzveSsenie o sozyve lrel’ego parlijnogo sezda. Nr.8.
Ankündigung über Einberufung des III. Parteitages.

23, Februar. Novye zadaci novye sily. Nr. 9.

Neue Aufgaben, neue Kräfte.

10. März. Proletariat i kresFPjanstvo. Nr. 11.

Proletariat und Bauernschaft.

16. März. O nase) agrarnoj programme. Nr. 12.

Ueber unser Agrarprogramm.

23.März. Social-Demokratija i vremennoe revoljucionnoe pravitel’-
stvo. Nr. 13.

S.-D. und provisorische Revolutionsregierung.

30. März. Social-Demokratiia ı vremennoe revoljucionnoe pravitel’-
stvo. Nr. 14.

(Fortsetzung d. vor.).

30. März. Revoljucionnaja demokraheskaja Diktailura Pproletariata
ı kresPjanstva. Nr. 14.

Die VOLLER, demokratische Diktatur des Proletariats und der Bauern-
Schalt.

7. April. Marx ob amerikanskom „Cernom peredele“. Nr. 15.

Marx über die amerikanische „schwarze‘‘ (wilde) Boden-Umteilungsbewegung.
(„Schwarze Teilung‘).

7. April. S bol’noi golovy na zdorovyju. Nr. 15.

(Etwa: Vom Regen in die Traufe.)

17. April. Otkrytoe pismo predsedatelju soveta R. S.-D. R. P. Tov.
Plechanovu. Nr. 16.

Offener Brief an den Vorsitzenden des Rates der R.S.-D.A.-P.. Genossen
Plechanow.

Redaktion und Mitarbeit an der Zeitschrift „Proletarij.“
(„Der Proletarier‘‘)
1904. 14.Mai. Izvesenie Oo Ill. m sezde rossijskoj Social-Dem. raboCe)
parhı. Nr. 1. -
Benachrichtigung über den III. Kongreß der R.S.-D.A.P.
        <pb n="62" />
        1904.

1905.

21. Mai. Vserossijskij sezd advokatov. Nr.2.

Allrussischer Advokatenkongreß,

21.Mai. MeZ%dunarodnoe znaGenie russkoj revoljucii. Nr. 2.

Die internationale Bedeutung der russischen Revolution,

»4.Mai. O vremennom revoljucionnom pravitel’stve. Nr. 2.

Ueber die provisorische Revol.-Regierung.

27.Mai. Razgrom. Nr.3.

Die Zertrümmerung.

27. Mai. Revoljucionnaja bor’ba i liberal’noe maklersivo. Nr.3
Revolutionärer Kampf und liberales Maklertum.

77.Mai. O vremennom revoljucionnom pravitel’stve. Nr. 3.

Ueber eine provisorische Revolutionsregierung.

3./10. Juni. Demokrati&amp;eskie zadaci revoljucionnogo proletariata. Nr. 4.
Die demokratischen Aufgaben des revoluzionären Proletariats,

13. Juni. Pervye $agi burZuaznogo predatel’stva. Nr. 5.

Die ersten Schritte des bürgerlichen Verrats,

13. Juni. „Revoljucionery“ v belych per&amp;atkach.

„Revolutionäre‘‘ in weißen Handschuhen.

20. Juni. Bor’ba proletariata i cholopstvo burZuazii. Nr. 6.
Proletarischer Kampf und leibeigene Bourgeoisie,

20. Juni. Tertij Sag nazad. NT. 6.

Der dritte Schritt rückwärts. ;

27. Juni. Revoljucionnaja armija i revoljucionnoe pravitel’stvo. Nr. 7.
Revolutionäre Armee und revolutionäre Regierung.

27. Juni. Russkij car’ iSet zaSity ot svoego naroda u tureskogo sultana.
Nr. 7.

Ma russische Zar ist stark gegenüber seinem Volk und dem türkischen
Sultan.

4. Juli. Parizkaja kommuna i zadaCi demokratiteskoj diktatury. Nr. 8.
Die Pariser Kommune und die Aufgaben der demokratischen Diktatur.

13. Juli. Revoljucija u&amp;it. Nr. 9.

Die Revolution lehrt.

20. Juli. Proletariat boretsja, burZuazija kradetsja k vlasti. Nr. 10.

Das Proletariat kämpft, die Bourgeoisie schleicht sich heran an die Macht.
3. August. Bojkot bulyginskoj dumy i vosstanie. Nr. 12.

Boykot der bulyginschen Duma und der Aufstand.

3. August. Svidanie v Bjerkoe. Nr. 12.

Die (Zar und Kaiser Wilhelm) Entrevue in Björkö.

9, August. Oni ne opravdali ni nadeZd ni opasenij. Nr. 13.

Sie haben weder Hoffnungen noch Befürchtungen gerechtfertigt.

16. August. Edinenie carja s narodom i naroda s carem. Nr. 14.
Einigung des Zaren mit dem Volke und des Volkes mit dem Zaren.

23. August. V chvoste u monarchiceskoj burZuazil ili vo glave revol-
jucı1onnogo proletariata 1 krest’janstva? Nr. 15.

[m Schlepptau der monarchistischen Bourgeoisie oder an der Spitze des
revolutionären Proletariats und Bauerntums?

23. August. Samoe jasnoe izloZenie samogo putannogo plana. Nr. 15.
Allerklarste Darstellung des verworrensten Planes. ”

1. September. Olnosenie Soc.-Dem. k krest’janskomu dviZeniju. Nr. 16.
Die Beziehnngen der Sozialdemokratie zur Bauernbewegzung.
        <pb n="63" />
        58
1905.

A lember. Cego chotjat i Cego bojatsja nasi liberal’nye burZua?
T[. &gt;
Was wünschen und was fürchten unsere liberalen Bourgeois,
1. September. Mir i reakcija. Nr. 17.
Friede und Reaktion. . ;
13. September. Vstreca druzej. Nr. 18.
Zusammentreffen der Freunde.
13. September. Spor’te o taklike, no davaite jasnye lozungil Nr. 18.
Streitet über Taktik, aber gebt klare Parolen.
13. September. Igra v parlamentarizm. Nr. 18.
Parlamentarismus — Spielen.
20. September. Revoljucija i kontr-revoljucija. Nr. 19.
Revolution und Kontrerevolution.
27. September. Socializm i kresFjanstvo. Nr. 20.
Sozialismus und Bauernschaft. j
4. Oktober. Polititeskaja stacka i uli&amp;naja bor’ba v Moskve. Nr. 21.
Politischer Streik und Straßenkampf in Moskau.
4. Oktober. Poslednee slovo „iskrovskoj“ taktiki ili poteS$nye vybory,
kak novye pobuditel’nye motivy dlja vosstanija. Nr. 21.
Die neueste Errungenschaft der (angeblichen) „Iskra‘“-Taktik, oder der (nicht
ernst zu nehmenden Duma) Wahlen, als neue Anreizmotive zum Aufstand.
11. Oktober. Uroki moskovskich sobytij. Nr. 22.
Die Lehren der Moskauer Ereignisse.
18. Oktober. Vserossijskaja polili&amp;eskaja stacka. Nr. 23.
Der Allrussische Politische Streik.
18. Oktober. ' Pervye itogi politi&amp;eskoj gruppirovki. Nr. 23.
Die ersten Ergebnisse der politischen Gruppierung.
Ne Oktober. BurZnaznye „soglasateli‘“ i proletarskie revoljucionery
r. 23.
Die bürgerlichen „Kompromißler‘ und die proletarischen Revolutionäre.
23. Oktober. Pervaja pobeda revoljucii. Nr. 24.
Der erste Sieg der Revolution, ® ;
25. Oktober. Melko-burZuaznyi 1 proletarskij socializm. Nr. 24.
Kleinbürgerlicher und vroletarischer Sozialismus.

Die Revolution 1905 und Reaktion 1906:
Redaktion und Mitarbeitander Zeitschrift,Novaja Zizn.“
(„Neues Leben‘‘) .
1905. 10.—16. November. O reorganizacli partii. Nr.9, 13 u. 14.
Ueber die Reorganisation der Partei.
12. November. Proletariat i krestjanstvo. Nr.11.
Proletariat und Bauernschaft.
13. November. Partijnaja organizacija ı partijnaja literatura. Nr. 12.
Parteiorganisation und Parteiliteratur.
14. November, Vojsko i revoliucija. Nr. 14.
Heer und Revolution,
15. November. Neudav$Sajasja provokacija. Nr. 13
Mißlungene Provokation.
18. November. Caski vesov kolebljutsja . Nr. 16.
Die Wagschalen schwanken.

1905.
        <pb n="64" />
        3%
1905. 18. November. UGites u vragov. NTr. 16.
Lernt von den Feinden!
20. November. Revoliucionnaja kanceljar&amp;€ina i revoljucionnoe delo.
Nr. 18.
Revolutionärer Bürokratismus und revolutionäres Werk.
23. November. Umirajusee samoderZavie i novye organy narodno]
vlastı. Nr. 19.
Das sterbende Selbstherrschertum und die neuen Organe der Volksmacht.
25. November. Socializm i anarchizm. Nr. 21.
Sozialismus und Anarchismus.
2%. November. Socialisticeskaja partıja ı bespartijnaja revoljuclonnosf.
Nr. 22.
Kozialistische Partei und parteiloser Revolutionarismus.
» Dezember. Socialisticeskaja partija i bespartijnaja revoljucionnosf‘
Nr. 27.
Fortsetzung d. vorig.)
3. Dezember. Socializm i religjja. Nr. 28.
Sozialismus und Religion.
Bolschewistische Konferenz in
10. Dezember 1905.
1. Agrarnaja revoljucija.
Die Agrarrevolution.
2. O gosudarstvenno) Dume.
T’'ehber die Reichsduma.

Tammerfors am

Flugblätter 1906. Januar.
1. Platforma „bol’Sinstva.“
Die Plattform der „Mehrheit‘‘.
2. Gosudarstvennaja Duma i social.-dem. taktika.
Die Reichsduma und die s.-d. Taktik.
Dve taktiki social’demokratii v demokratiteskoi revoljucii (108 S.). Zeneva:
Tipografıa parhi 1905. 8°.
Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revo-
lution. Genf. 1905.
Zaiavlenie ı Dokumenty. O razryveE central’nich uZrecdenii s partie) (13 S.).
Zeneva: kooperativnaju tipografia 1905. 8°.
Parteibehörden gegen die Partei. Genf 1905. Erklärung und Doku-
mente.
Ueber den Bruch der Zentralen (Partei) Instanzen mit der Partei.
Tri Konstituci (Drei Konstitutionen).
(Flugblatt einseitig] veröffentlicht am 24. Juni 1905.)
Vorwort zur Broschüre: Rabocie o partijnom raskole. 1905.
(Die Arbeiter über die Parteispaltung.)
Vorwort zu: „Dokladnoj zapisk&amp; direktora departementa policıi Lopuchina“
{V S.). Zeneva: Izd. „Vpered‘“ 1905. 16°.
(Vorwort zu Memorandum d. Dir. des Polizei-Departements, Lop.)
Glavn&amp;isija resoljucii 1905. (D. hauptsächlichst. Resolutionen auf dem 3. ord.
Darteitag_d. russ. soz. dem. Arbeiterpartei.)
In: „Trefii oGerednoi s&amp;zd ross. soc. dem. rabodgei partlı“ (XXIX u.
400 S.). Zeneva: Tipografia partıl. 1905. 8°. (Seite XVD. [Siehe darin
auch verschiedene Reden]
        <pb n="65" />
        60
Rei na Ill sezde R. S.-D.R. P.
(Reden a. d. III. Parteitag der Russ. Soz.-Dem. Arb. Partei, abge-
druckt in den „Ges. Werken“ Teil VI Seite 161 ff.)
Mitarbeit an der Zeitschrift „Molodaja Rossija.“
(„Das Junge Rußland‘‘)
1906. NN RaboCaja partija i ee zadati pri sovremennom polozZenil.
rn. 1.
Die Arbeiterpartei und ihre Aufgaben in der gegenwärtigen Lage.
Mitarbeit an den Zeitschriften „Partijnye Izvestija“ und
„BolSevik.“
(„Parteinachrichten‘‘ und „Bolschevik“)
7. Februar. Sovremennoe poloZenie Rossii ı taktika rabotej part Nr. 1.
Die gegenwärtige Lage Rußlands und die Taktik der Arbeiterpartei.
20. März. Russkaja revoljucija i zadati proletariata. Nr. 2.
Die. russische Revolution und die Aufgaben des Proletariats.
Mitarbeit an der Zeitschrift „Volna.“
(„Die Woge‘‘) .
1906. 5. Mai. Bor’ba za svobodu i bor’ba za vlast. Nr.9.
Kampf um Freiheit und Kampf um Macht.
6. Mal. Novyj podem. Nr. 10.
Ein neuer Aufschwung.
7. Mai. K itogam sezda. Nr. 11.
Zu den Ergebnissen des Parteitages.
9. Mal. Duma i narod. Nr. 12.
Duma und Volk.
10. Mai. Rabocaja gruppa v gosudarsivennoj dume. Nr. 13.
Die Arbeitergruppe in der Reichsduma.
11. Mai. Resoljucijja t Karpova, prinjataja narodnym sobraniem 9 Maja
v dome Panino)j. Nr. 14.
Pie Resolution des Genossen Karpow angenommen von der Volksversamm-
lung am 9. Mai im Paninhaus.
11. Mai.‘ Kresf)janstkaja ili „Trudovaja“ gruppa ı R.S.-D.R.P. Nr. 14.
Die, Bauern- oder Werktätigen (Trudowiki)-Gruppe und die R.S.-D. Arbeiter-
partei.
12. Mai. Vopros o zemle v Dume. Nr. 15.
Die Bodenfrage in der Duma. ;
14. Mai. Ni zemli, ni voll. Nr. 17.
Weder Land, noch Freiheit.
18. Mai. Pravitel’stvo, Duma i narod Nr. 20.
Regierung, Duma und Volk.
19. Mai. Kadely meSajut dume obrati’sja k narodu. Nr.21.
Die Kadetten verhindern die Duma, sich ans Volk zu wenden.
20. Mai. Vopros 0 zemli i bor’ba za svobodu. Nr. 22,
Die Bodenfrage und der Kampf um die Freiheit.
20. Mai. Goremy6Cinki, oktjabristy i kadely. Nr. 22.
Anhänger (des Premierministers) Goremykin, Oktobristen und „Kadetten‘;
21. Mail. Plochie sovely. Nr. 23.
Schlechte Ratschläge.
25. Mai. Kadety, Trudoviki i rabocaja parltıja. Nr. 25.
„Kadetten‘‘. Trudowiki und Arbeiterpartei.

1906.
        <pb n="66" />
        61
Rospusk dumy i zadaCi proletariata St. Peterburg knigoizd „Novaja volna“.
1906. 8°.
(Die Duma-Auflösung und die Aufgaben des Proletariats.)
Pobeda kadetov i sadati raboGe] partıi. Zeneva: Izd. „Vpered“ 1906. 8°.
(Der Sieq der „Kadetten“ und die Aufgaben der Arbeiterpartei.)
Doklad ob Obedinitel’'nom sezde R.S.-D.R.P. Zeneva: Izd. „Vpered“ 1906.
Bericht über den Stockholmer VereinigungskongreBß. (4. ord. Partei-
tag d. R. S.-D. A.-P.
Siehe 1. im Protokoll. 2. Neudruck: „Ges. Werke“ Band VII,
Seite 153 ff.

1906.

Mitarbeit ander Zeitschrift „Vestnik Zizni“
(„Bote des Lebens‘‘)
23. Mai. Kautskij o gosudarstvennoj dume. Nr. 6.
Kautsky über die Reichsduma.
18. Oktober. Russkij radikal zadnim umom krepok. Nr. 12.
Die russische (bürgerliche) „Radikale‘ ist hinterher sehr klug.
Mitarbeit an der Zeitschrift „Echo.“

22. Juni. Po povodu deklaracil naSej dumskoj frakcli. Nr.1.
Zur Deklaration unsrer Dumafraktion.
23. Juni. Sredi gazet ı Zurnalov. Nr. 2.
'„Zeitungs- und Zeitschriftenschau.‘‘)
24. Juni. Kto za sojuzy s kadetami? Nr.3.
Wer ist für das Bündnis mit den ‚„Kadetten‘‘?
25. Juni. Kadetskaja duma dala deneg pravitel’stvu pogromSikov. Nr.4-
Die ‚„Kadetten‘“-Duma hat der Progromregierung Geld bewilligt.
27. Juni. Kadetskie podgoloski. Nr. 5.
Kadettische Hilfsstimmen.
28. Juni. ESe o dumskom ministerstve. Nr. 6.
Weiteres vom Dumaministerium.
l. Juli. Tolki ob izmene. Nr.9.
Gerüchte über Verrat.
1. Juli. Nevernye rassuZdenija „bespartijnych‘“ bojkotistov.
Unrichtige Erörterungen „parteiloser‘‘ (Duma-)Bovkottanhänger.
2. Juli. Armija i narod. Nr. 10.
Armee und Volk.
4. Juli. Ob organizacıl mass i o vybore momenta bor’by. Nr. 11.
Ueber die Organisierung der Massen und die Auswahl des Moments zum
Kampfe.
4. Juli. Sredi gazet ı Zurnalov. Nr. 11.
‘'Zeitungs- und Zeitschriftenschau.)
5. Juli. Smelyj natisk i robkaja zaSita. Nr. 12.
Kühner Angriff und zaghafte Verteidigung.
6. Juli. Dumskie partii i narod. Nr. 13.
Die Dumaparteien und das Volk.
7. Juli. Zagovory reakcii i ugrozy pogromsikov. Nr. 14.
Die Verschwörungen der Reaktion und die Drohungen der Pogrombanditen.

Mitarbeit an der Zeitschrift „Vpered.“

| (‚Vorwärts‘)
26. Mal. Kak rassuZdaet ft. Plechanov o taktlike soc. dem. Nr. 1.
Wie der Gen. Plechanow die Taktik d. S.D Hbheurteilt.
        <pb n="67" />
        62
1906. 28. Mail.. O sevremennom politigeskom poloZenii. Nr.3.
Zur gegenwärtigen politischen Lage.
1. Juni. PusP re$ajut rabodie. Nr. 6.
Die Arbeiter mögen entscheiden!
2. Juni. Ne kverchu nuZno gljadel’ a knizu. Nr.7.
Nicht nach oben, sondern nach unten gilt’s zu schauen?
4. Juni. Reakcija naginaet vooruZennuju bor’bu. Nr. 9
Die Reaktion beginnt den bewaffneten Kampf.
9. Juni. Kolebanija sverchu, resimosl’ snizu. Nr. 13.
Schwankungen oben, Entschlossenheit unten,
10. Juni. K edinstvu. Nr. 14.
Zur Einheit.
11. Juni. Duma i narod. Nr. 15.
Duma und Volk.
14. Juni. Bor’ba za vlas’ i „bor’ba“ za podacki. Nr. 17.
Kampf um die Macht und „Kampf um Liebesgaben.

1906.

Mitarbeit an der Zeitschrift „Proletarij“.
(„Der Proletarier‘‘)
21. August. Pered burej. Nr.1.
Vor dem Sturm. _
21. August. O bojkote. Nr. 1.
Ueber den Boykott (der Dumavwahlen).
N August. Politigeskij - krizis 1 proval opporiunisP’eGesko) Taktıiki.
r. 1.
Die politische Krise und die opportunistische Taktik.
29. August. Uroki moskovskogo vosstanija. Nr.2.
Die Lehren des Moskauer Aufstandes.
29. August. Taktiteskie kolebanija. Nr.2.
Taktische Schwankungen.
8. September. Politika pravitel’stva i grjaduSaja bor’ba. Nr.3.
Politische Regierung u. künftiger Kampf.
B. September. Ruki pro@1 Nr. 3.
Hände weg!
19. September. Es-erovskie men’Seviki. Nr. 4.
Die Menschewiki.
30. September. Gotovitsja novyj gosudarsivenny) perevorotl! Nr.5.
Ein neuer Staatsstreich bereitet sich vor!
30. September. Partizanskaja voina. Nr. 5. '
Der Partisanenkrieg.
30. September. Opyt klassifikacii russkich polihiGeskich partij. Nr. 5
Versuch einer Klassifikation der russischen politischen Parteien.
29. Oktober. Obyvatel’Sina v revoljucionnoj srede. Nr. 6.
Von der revolutionären Mitte.
29. Oktober. K itogam kadelskogo sezda. Nr. 6.
Zum kadettischen Parteitag.
19. November. © sozyve ekstrennogo parlijnogo sezda. Nr.7.
Ueber den Kongreß der auswärtigen Partei.
19. November. Kak pisetsja istorijja .... Nr.7.
Wie man Geschichte schreibt.
        <pb n="68" />
        63

1906. 19. November. Postkriptum k state: soc. dem. i izbiratel’naja kam-
panija. Nr.7.

Postskriptum zum Artikel die Sozialdemokratie und die sibirische Kampagne.
Mitarbeit a. d. Zeitschriften „Tovari3“ u. „Novaja Dufti“.
(„Der Genosse“ u. „Neue Wege‘)

1907 — 1908.
1907.

Social-demokratija i vybory v dumu. 1907. 8°. Die Sozialdemokratie
und die Wahl zur Duma.

Vybory v Peterburge i licemerie 31 men’$evika. 1907. 8.

Die Wahlen in Petersburg und die Heuchelei der 31 Menschewisten.
Social-demokratija 1 izbiratel'lnye sogla$eneja (30 S.). Zeneva:
„Vpered. 1907. 8.

Die S.-D. und die Wahlabkommen.

Mitarbeit an der Zeitschrift „Zrenie.“
(„Gesicht‘)
25. Januar. Kak golosovat’ na vyborach v Peterburge? Nr. 1.
Wie soll man bei den Wahlen in Petersburg stimmen?
Mitarbeitander Zeitschrift „Novyj Lu6@.“
(„Neuer Strahl‘)
23. Februar. Melko-burZuaznaja taktika. Nr.4.
Kleinbürgerliche Taktik.
25. Februar. Bol’Seviki i melkaja burZuazija. Nr. 6.
Die Bolschewiki und das Kleinbürgertum.
Mitarbeitander Zeitschrift „Nase Echo.“
(„Unser Echo‘‘)

30. März. Intelligentskie voiteli protiv gospodstva intelligengencii. Nr. 5.
27. April. Agrarnyj} vopros i sila revoljuci. Nr. 7.
Die Agrarfrage und die Stärke der Revolution.
4. April. TorZestvujuSaja po$lost’ ili kadetstvujuSie s-r. Nr. 9.
Die triumphierende Gemeinheit und die „kadettisierenden‘ Sozialrevolutionäre.
5./7. April. Sila i slabost’ russkoj revoljucii. Nr.10 u. 12.
Stärke und Schwäche der russischen Revolution.
Usly$i$’sud glupca. 1907.
Ulysses d. Listige.
Takticeskaja platforma men’$evikov. 1907.
Die taktische Plattform der Menschewisten.
Einleitung und Redaktion der Briefe Karl Marx an Kugelmann und
Sorge.
Lenin u. Kamenev: S tezisami protiv i za boikot 3-ei gosud-dumy.
Za 12 let. 1907.
M. d. Thesen gegen und für den Boykott der 3. Reichsduma.
Agrarnaja programma social-dem. v pervoj russkoj revoliucii 1905 bis
1907 gg. Zeneva: 1907. 8°.
Das Agrarprogramm der S.-D. in der ersten russischen Revolntion.
        <pb n="69" />
        Ad

1908.

1908.

1909.

Mitarbeitan dem Handwörterbuch „Granat.“
Agrarnyj vopros v russkii k koncu XIX veka. Die Agrarfrage in RuBß-
jJand am Ende des 19. Jahrhunderts (87 S.). Berlin: A. Seehof &amp; Co.
Verlag 1920. 8°.

Nejiral’nos’ professional’nych sojuzov. Die Neutralität der Gewerk-

schaften.

Marxizm i revisionizm. Marxismus und Revisionismus. In: „Zum Ge-

dächinis von Karl Marx.“ Petrograd: 1908. (Neuveröffentlicht vom

Pelrograder Sovet 1918.)

Karl Marks. Kratkii biograficeskii ocerk s izloZenem Marksizma. (24 S.).

Moskva: Izd. „Krasnaja Nov“ 1922. 8%. („Karl Marx“, kurze bio-

graphische Skizze u. Darstellung d. Marxismus. Zuerst als selbst-

ständige Schrift veröffentlicht 1913.)

Mitarbeit an einer polnischen Zeitschrift: Frage der technischen Vor-

bereitung der künftigen bewaffneten Aufstände.

Redaktion der Zeitschrift „Prolearij“. Genf 1908, 1909.
(„Der Proletarier‘‘)
1909— 1914.
Materializm i Empiriokriticizm. Moskva: 1908. 8°. (2. Aufl. [384 u.
[V. S.]. Moskva: Gos,. Izdat. 1920. 8°.)
Materialismus u. Empiokritizismus,
1910. Mitarbeit an der „Rabo&amp;aja gazeta“ („Arbeiter-Zig.“). Genf,
Mitarbeit an der Zeitschrift „My s!’“ („Gedanke“).
Dezember. O statistike staGek v Russii. Nr. 1.
Ueber Statistik der Streiks in Rußland.
Dezember. Geroi ogovoro&amp;ki. Nr. 1.
Helden der Vorbehalts.
1. Januar. Nasi uprazdniteli. Nr. 2.
Unsere „Erlediger‘‘,
1. Januar. Po povodu jubileja 19. Februar. Nr.2.
Zum Jubiläum des 19. Febr. (= Bauernreform v. 1861).
März. O social’noj siruklure vlasti, perspeklivach ı likvidatorstve. Nr. 4.
Ueber die soziale Struktur der Regierung, Perspektiven und (Partei-) Liaqui-
datorentum.
1910.

1914.

Mitarbeit an der Zeitschrift „S ve z da“ („Stern“).
16. Dezember. Raznoglasiza v evropejskom rabocem dviZzenii. Nr. 1.
Disharmonie in der europäischen Arbeiterbewegung.
22. Januar. Tolstoj 1 ego epocha. Nr. 6.
Tolstoi und seine Epoche.
26. Februar. Men’$ikov, Gromoboj, Izgoev. Nr. 11.
Kamenev’, In: Dve partıl. S predikloviem’ N. Lenina ete, (XII u. 159 u.
XXIII Seiten). DPariZ: Izd. „RaboGej Gazely.“ 1911. 8°.
Kamenew: Zwei Parteien. Vorwort v. N. L. Paris. Verlag d. „Rab. Gaz.‘“
Dezember. Darstellung der Angelegenheit (betreffend die Verhaftung
der sozialdemokratischen Mitglieder der 2. Duma), enthalten in dem
„Bulletin Periodigue du Bureau Socialiste international“ Nr. 8, Seite
117—120. Brüssel 1912. Fol. (In deutscher, französischer und eng-
lischer Sprache).
        <pb n="70" />
        65
1911—1914. Mitarbeit und Führung der „Pravda“. („Wahrheit“)
1911—1912. Mitarbeit an der Zeitschrift „Prosve3Senie“ („Auf-
klärung‘), Krakau.
Tulin, K.: Principial’nye voprosy izbiratel’noj kampanii. Nr.1 u. 2.
Grundsätzliche Fragen der Wahlkampagne.
Win, V.: Anketa ob organizacijach krupnogo kapitala. Nr. 5/7.
Enquete über d. Organisationen des Großkapitals.
— Itogi vyborov. Nr. 1.
Ergebnisse der Wahlen.
— Ctio delaetsja v narodnicestve 1 Cto delaetsja v derevne. Nr.2.
Was geht im „Volkstümlertum‘‘ und was geht im Dorf vorf
— Tri istoCnika i Irı sostavnye Gasti marxizma. Nr. 3.
Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus.
— VozrastajuSee nesootvetstvie. Nr. 3/4.
Wachsendes Mißverhältnis.
— O liberal’nom i marxistskom ponjahi klassovy bor’by. Nr.5.
Deber die liberale und die marxistische Auffassung des Klassenkampfes.
— Kak V. Zasuli&amp; ubivaet likvidatorov. Nr.9.
Wie V. Sassulitsch d. Liquidatoren erschlägt.
— Kriticdeskie zametki po nacional’'nomu voprosu. Nr.10 u. 12.
Kritische Notizen zur nationalen Frage.
— K voprosu o zadacach zemskoj statistiki. Nr. 1.
Zur ‚Frage der Aufgaben der Semstwo (Ländlichen Selbstverwaltungs)
» atıstlık,.
— „Radikal’nyj burZua o russkich rabocich“ ı „Politi&amp;eskie uroki.“ Nr. 3.
„Ein radikaler Bourgeois über d. russ. Arbeiter‘ und „Politische Lektionen‘.
— ESe odno unictoZenie socializma. Nr. 3.
Noch eine „Vernichtung‘‘ des Sozialismus.
— O prave nacl) na samoopredelenie. Nr.4 u. 5.
Jeber das Selbstbestimmungsrecht der Nationen.
— Cemu ne sleduet podraZat’ v nemeckoj rabocem dviZenii. Nr. 4.
Was an der deutschen Arbeiterbewegung nicht nachahmenswert ist.
— O krußseni edinstva prikryvaemom krikami o edinstve. Nr. 5.
Veb. den Zusammenbruch der „Einheit‘“. der durch Geschrei über „Einheit“
verdeckt wird.
Karl Marx’ materialistische Geschichtsauffassung. Deutsch in „Inter-
nationale Presse-Korrespondenz.“ Berlin 1922. 4°. Nr.44 v. 10. März.
Seite 327/328.

1914.

1913.

Schriften aus den Jahren des Weltkrieges 1914 bis zur proletarischen
Revolution 1917,
1914. Manifest der Bolschewiki gegen den Krieg. — Abgedruckt in Sinow-
Si G., „Geschichte der Kommunistischen Partei.“ Hamburg 1923. 8°.
eite 194.
Artikel veröffentlicht im „Sozialdemokrat“, dem Zen-
tralorgan der R. S. A.-P. (Bolschewiki), das von Ende 1914 bis Anfang
1917 in der Schweiz erschien (russ.). In deutscher Sprache. Lenin, N. u.
G. Zinovjev: Gegen den Strom. Hamburg: Carl Hoym Nachf. 1921. 8°.
1914. 1. November. Nr. 33. PoloZenie i zada&amp;i Soc. Int.
Lage und Aufgaben der Sozialistischen Internationale.
Dio-Biblioaraphische Beilräge: Staatswissenschaflen 2.
        <pb n="71" />
        6

1914. 5. Dezember. Nr. 34. Odin nemeckij golos o vojne.
Eine deutsche Stimme über den Krisg.
12. Dezember. Nr. 35. Melv’yi Sovinizm i Zivoj sozializm
Der tote Chauvinismus und der lebende Sozialismus.
12. Dezember. Nr. 35. Internacional ioboronGesta.
Internationale und Vaterlandsverteidigung.
12. Dezember. O nacional’noj gordosti velikorossov.
Ueber den Nationalstolz der Großrussen.
12. Dezember. Nr. 36. Cio Ze dalse.
Was nun?
1. Februar. Nr. 37. Russkie Sjudekumy.
Die russischen Südekums.
3. März. Nr. 39. Kak Policja i reakcionery ochranjajum edintvo
nemecko}j soc.-dem.
Wie Polizei und Reaktionäre die Einheit der deutschen Sozialdemokratie
beschützen.
3. März. Nr. 39. O londonskoj konferencii.
Ueber die Londoner Konferenz.
29. März. Nr. 40. Clio dokazal sud nad R. S. D. R. frakciej.
Was hat das Gericht über die russische Sozialdemokratische Arbeiterfraktion
bewiesen?
29. März. Nr. 40. Po povodu londonskoj konferencil.
Anläßlich der Londoner Konferenz.
29. März. Nr. 40. K illjustracii lozunga graZdanskoj voiny.
Zur Illustration der Losung des Bürgerkrieges.
1. Mai. Nr. 41. Sofizmy soc.-Sovinistov.
Sophismen der Sozialchauvinisten.
1. Mai. Nr. 41. Vopros ob obedinenli internacionalistov.
Die Frage nach der Vereinigung der Internationalisten.
1. Mai. Nr. 41. BurZuaziaja filantropije i revolutionnaja soc.-dem.
Bürgerliche Philantropie und die revolutionäre Sozialdemokratie.
21. Mai. Nr. 42. Krach platoniceskogo internacionalizma.
Zusammenbruch des platonischen Internationalismus.
1. Juli. Nr. 42 in der Beilage. O bor’be se soc.-Sovinizmom.
Ueber den Kampf mit dem Sozialchauvinismus.
26. Juli. Nr. 43. O DporaZenii svoeqo pravitel’stva v imperlalisticesko}
voJne.
Ueber die Niederlage der eigenen Regierung im imperialistischen Kriege.
26. Juli. Nr. 43. O poloZeni del v rossijsk soc.-dem.
Ueber die Sachlage in der russischen Sozialdemokratie.
23. August. Nr. 44. O lozunge Soedinenn Statov Evropy.
Ueber die Losung der „Vereinigten Staaten Europas‘.
11. Oktober. Nr. 45. Pervvj Sag.
Der erste Schritt.
11. Oktober, Nr. 45/46. Revoljucionnye marksisty na meZdunarodno}
soc. konf.
Die revolutionären Marxisten auf der Internationalen So. Konferenz am 5.
bis 8. November 1915.
13. Oktober. Nr. 47. Neskol’ko tezisov.
Einige Thesen.
20. November. Nr. 48. O dvuch linijach revoljuch.
Ueber zwei Linien der Pevolution.
        <pb n="72" />
        67
1915. 20. November. Nr. 48. U posledne) Certy.

Am letzten Grenzstrich.

21. Dezember. Nr. 49. Prikrytie socialSovinisticeskoj politiki inter-

racionalisticeskimi frazamı.

Stun der sozialchauvinistischen Politik durch internationalistische
Tasen.

19. Februar. Nr. 50. Es? li svoja linija u. O. K. i traken Ccheidze.

Hat das O.-K. (= Org. Komitee d. Menschew.) und die Fraktion Tscheidse

ine eigene Richtung?

29. Februar. Nr. 51. O mire bez anneksj).

Ueber Frieden ohne Annektionen.

29. Februar. Nr. 51. Wilhelm Kolb i Georgij Plechanov.

Wilhelm Kolb u. Georg Plechanow.

25. März. Nr. 52. O progrämme mira.

Neber das Friedensprogramm.

6. November. Nr. 56. O separatinom mire.

Deber Separatfrieden.

6. November. Nr. 56. Celvyj desjatok „socialistieskich“ ministrov.

Ganze zehn sozialistische Minister.

31. Januar. Nr. 58. Povorot v mirovij politike.

Eine Wendung in der Weltpolitik.

August. L. u. Sinowjew: Sozialismus und Krieg. (36 S.) o. V. o. O.

1915. 8°. Auch in: Lenin und Trokbki: Krieg und Revolution. (168 S.)

Zürich: Grütlibuchh. 18. 8°. Socializm i voina. Zeneva: R. S. D. A. P.

1915. 8°.

Sozialismus und Krieg.

Im Frühling. Der Imperialismus als jüngste Etappe des Kapitalismus.

(136 5) (In Zürich 1915 entstanden.) Hamburg. Carl Hoym-Verlag.

1921. 8°.

Kapitalizm v zemledelii v Soedin. Statach Ameriki. Peterburg: Jzd.

Zizn i snanıje. 1917. 8°.

Neue Daten üb. d. Gesetze der Entwicklung des Kapitalismus i. d. Landwirt-

schaft d. Verein. Staaten v. Amerika.

1915.

1915.

Im „Kom munist“.

Nr. 1/2. Krach II Internacionala.
D. Zusammenbruch d. II. Internationale.
Nr. 1/2. Cestnyj golos francuskogo socializta.
Die ehrliche Stimme eines französischen Sozialisten,
Nr. 1/2. Sozializm i imperializm v ltalii.
"mperialismus u. Sozialismus i. Italien.
Januar. Der Opportunismus und der Zusammenbruch der Il. Inter-
nationale. (Vorbote Nr. 1. Internationale Marxistische Rundschau.)

Auch in „Lenin und Trotzki“: Krieg und Revolution. (VI und
168 S.) Zürich. Verlag Grütlibuchhandlung. 1918. 8°. ;
Die sozialistische Revolution und das Selbstbestimmungsrecht der
Nationen, (8 S.) (o. O.o. V.o. 1) 1916. 8°. Deutsch in Skandinavien
71edruckt.

1916.

Im Sammelbuch der „Sozialdemokrait.“
1916. Oktober. Nr. 1 u. 2. I!togi diskussii o samoopredele&amp;ni.
Ergebnisse d. Diskussionen üb. d. Selhsthestimmungsrecht.
        <pb n="73" />
        658
1916. Oktober. Nr. 1. O bro$jure Juniusa.
Ueber die Juniusbroschüre.
Oktober. Nr. 2. O lozunge razoruzenja.
Ueber die Lösung der Abrüstung. -
Oktober. Nr. 2. Imperializma i raskol socializma.
Der Imperialismus und die Spaltung im Sozialismus.
Rede über die Revolution von 1905, (48 S.) Wien: Verlag f. Literatur
u, Politik. (1925.) 8%. Mit Vorwort von Bela Kun.

Redaktionelle Mitarbeit an der „Pravda“ („Wahrheit“) 1917
(vor der Herbstrevolution).
1917. 21. und 22. März (a. St.) Dervyj etap pervoj revoljuci. Nr. 14 u. 15.

Die erste Etappe der ersten Revolution.

7. April. ZadaCach proletariata v dannoj revoljucij. Nr. 26.

Ueber die Aufgaben des Prol. in der gegenwärtigen Revolution.

8. April. LuiblanovSina. Nr. 27.

Louis Blanecismus.

9, April. O Dvoevlastij. Nr. 28.

Ueber Doppel-Regierung.

15. April. Cestnyj golos v chor&amp; klevetnikov. Nr. 33.

Eine ehrliche Stimme im Chor der Verleumder.

l. Mai. Na$i vzaliady otve&amp;t na rezoljuciju Ispolnitelnoj Kommissij
Soveta Soldateskich Deputatov. Nr. 35.

Unsere Ansichten. Antwort auf die Resolution d. Exekutiv-Kommission d.
Rats d. Soldaten-Deputierten. 0
12. Mai. Rezoljucija o vojne&amp;, prinjataja vserossijskoj Konferenciej,
(26. April 1917.) Nr. 44.

Die Resolution über den_Krieg, angenommen v. d. allrussischen Konferenz,

12. April. ). GO. Ceretelli ı klassovaja bor’ba. Nr. 44.

Zeretelli und der Klassenkampf.

1. Juni. Pismo v redakciju. Nr. 61.

Brief an die Redaktion.

2. Juni. O „SamoCinnom zachvate“ zemly. Nr. 62.

Ueber „eigenmächtige Besitznahme‘‘ von Grund und Boden.

24. Juni. O Demonstracij. Nr. 79.

Ueber die Demonstration... .

26. Juni. Pismo v redakciju. Nr. 80.

Brief an die Redaktion.

29. Juni R&amp;&amp;E 1 Lenina na vserossijskom z&amp;zde sovetov RiSD. Nr. 383.
Rede Lenins a. d. allruss. Kongreß der Räte. .

29. Juni. Deklaracija glasnych-bol$evikov i meZdurajioncev Clenov.
rajonnych dum. Nr. 83.

Erklärung der bolschewistischen Stadtverordneten und Bezirksverordneten
(Petrograds). .

30. Juni. Ko vs&amp;m irudiaSmsja, ko vs&amp;m rabocim i soldatam Petirograda.
Nr. 84. Ve ; ,

An alle Werktätigen, an alle Arbeiter und ’Soldaten :P’s. -
30. Juni. Strannoe izvrasenie citat. Nr. 84.
Seltsame Entstellung von Zitaten.
        <pb n="74" />
        C

Mitarbeit ander Zeitschrift „Bote der Russischen
Revolution.“ Stockholm.

1917. 15. u. 22. September. Den Verleumdern. I. I. Nr. 1 u. 2.

20. Oktober. Die Helden des Schwindels. Nr. 6.

3. November. Die Krise naht der Lösung. Nr. 8. Auch in: „Zum
Jahrestag der proletarischen Revolution in RuBland.‘“ (74 S.) Ham-
burg. Carl Hoym-Verlag. 1921. 8°.

Mitarbeit am „RaboGij“. DPetrograd.
(„Der Arbeiter‘)

29. August. Krestjane i rabocie. Nr.6.

Bauern und Arbeiter.

12. September. O klevetnikach. Nr. 8.

Jeber die Verleumder,

13. September. Uroki revoljucıi. Nr.9

Die Lehren der Revolution.

14. September. Iz dnevnika publicista. Koren’ zla. Nr. 10.

Aus dem Tagebuche eines Publizisten. Die Wurzel des Uebels.

Juli. Brief L’s u. Sinojews in der Kronstadter „Sache des Proletariats“

(„Delo Proletariata“), in dem sie ihre Haltung auseinanderseben und

erklären, warum sie sich weigern, die Justiz der Herren Miliukow usw.

anzuerkennen.

August. Staat und Revolution. (117 S.) Berlin-Wilmersdorf. Aktions-

Verl. 18. 8° Auch in: Kommunistische Bibliothek Nr. 4. Berlin:

„Rote Fahne‘“-Verlag. 1919. 8°. Auch: Verlag der Lichtstrahlen, Ber-

iin-Lichterfelde. 1919. 8°.

Gosudarstvo i revoljucija. (149 S.) Petrograd: (Gos. Izd.) 1917. 8°.

Staat u. Revolution.

Aufgaben des Proletariats in unserer Revolution. (67 S.) Wien: Verlag der
Arbeiterbuchhandlung. 1921. 8°. Zadaci proletariata v nasej revoljucil.
DPetrograd: Goz. )zd. 1917. 8°.

Zur Agrarpolitik der Bolschewiki. (55 S.) Wien: Verlag der Arbeiterbuch-
handlung. 1921. 8%. Proekt agrarnoj programmy. Petrograd: 1917. 8°.

Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten? (65 SS.) Wien: Verlag
der Arbeiterbuchhandlung. 1921. 8°. UderZat li bolseviki qosudarst-
vennuju vlast’? Petrograd 1917.

Die drohende Katastrophe und wie soll man sie bekämpfen? (49 S.) Wien:
Verlag der Arbeiterbuchhandlung. 1921. 8%. GroziaSaia katastrofa i kak
s ne) borof’sja. Petrograd 1917.

1917. 1. September. Das Militärprogramm der proletarischen Revolution. In:
Jugendinternationale. Zürich. Nr. IX u. X. Auch in: Liebknecht, Lenin,
Trokky: Gegen den bürgerlichen Militarismus. (40 S.) Berlin. Verlag
lugendinternationale. 1921. Als „Die Militärfrage“ usw. Auch in: Lenin
und Troßky: Krieg und Revolution. Zürich: Grütlibuchhandlung. 1918. 8°.
8. April. Ein Abschiedsbrief an die Schweizer Arbeiter. In: Jugend-
internatioanle. Nr. 8. Auch in: Lenin und Trokbky: Krieg und Revolution.
(168 S.) Zürich: Grütlibuchhandlung. 1918. 8°.

Rede über die Agrarfrage. Petrograd: Gos. Izd. 1918. 8°.
Wie die Sozialrevolutionäre das Volk betrogen und was ihm die neue

Regierung gab. Petroarad: Gos. Izd. 1918. 8°.
        <pb n="75" />
        J0
Mitarbeit an „RaboGCGij Put“ („Der Weg der Arbeiter‘).
Petrograd 1917. -
19. September. O Kompromissach. Nr. 3.
Ueber Kompromisse.
27. September. Odin iz korennych voprosov revoljuchi. Nr. 10.
Eine der Grundfragen der Revolution.
28. September. Kak obezpeit uspech uGreditel’'nago Sobranija. Nr. 11.
29./30. September. Uroki revoljucii. Nr. 12-13. Diese Artikel auch als
Broschüre: Uroki revoljuci. DPelrograd: Jzd. „Priboj“. 1917. 8.
Deutsch: Die Lehren der Revolution. (40 S.) Wien: Verlag der Arbeiter-
buchhandlung. 1921. 8°.
7. Oktober. O gerojach podloga. Nr..19.
Ueber d. Helden der Fälschung.
13. Oktober. Pered s&amp;zdom sovetov. Nr. 24.
Vor dem Rätekongreß.
N Oktober. Bor’ba s razruchoj i vojna (aus „GrozjaSaja Katastrofa“).
r. 25.
Kampf gegen den Wirtschaftszerfall nach dem Kriege.
20. Oktober. Krizis’ nazrel’. Die Krise ist reif (deutsch siehe „Bote
der Revolution‘). Stockholm: 1917. Nr. 8. „Zum Jahrestag der prole-
tarischen Revolution in Rußland“ (74 S.). Hamburg: Carl Hoym-Nachf.
1921. Seite 13. Nr. 30.
2./3. November. Pismo k tovarisam. Nr. 41/42.
Brief an d. Genossen.
7. November. Novyj ob$at krest’jan partie] zverei. Nr. 45.
Die neue gereinigte Bauernpartei.
Pisma o taktike. Pismo I: Politi&amp;eskie partlı v Rossi i zadaCti proletariata
Petrograd. 1917. 8°.
Briefe über die Taktik.
Die - politischen Parteien RuBlands und die Aufgaben des Proletariats.
Revoljucija v Rossija. Bern: Com. int. Soz. 1917. 8°. Die Revoluhion in
Rußland.
1918. Ein Brief an die amerikanischen Arbeiter! (15 S) Essen: K. P. D.-
Verlag o. I. (1918.) 8°. Auch in: „Drei Kundgebungen aus dem Jahre
1918“. Berlin: A. Seehof &amp; Co. 1920. 16°.

Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky. (16 5.)
Wien: K. P. D.-Oestir. 1919. 8°. Auch in der „Pravda“, Moskau, v.
9. Oktober erschienen. Proletarskaja revoljucija ı renegat Kautskij.
Detrograd: „Kommunist.“ 1918. 8°. Deutsch auch: „Kautsky’s Dik-
tatur des Proletariats.“ Berlin: „Die Aktion.“ Seite 620. 1918.

Die Diktatur des Proletariats und der Renegat Kautsky. (85 S.)
Leipzig: Vulkan-Verlag. 1919. 8°.

12. März. Glavnaja zadaGa nasich dnei. Petrograd: Izveshia. 1918. 8°.
Die Hauptaufgabe unserer Tage.

12. Juni. Rede L.’s auf der Konferenz der Moskauer Fabrikkomitees in:
„Die Freiheit Rußlands“ vom 28. Juni 1918.

Die nächsten Aufgaben der Sowjelt-Macht. (71 S.) Belp-Bern:
Promachos-Verlag. 1918. 8°. Auch in: Berlin- Wilmersdorf. Verlag
„Die Aktion‘. 1919. 8°.
        <pb n="76" />
        1918.

1919.

71
Der Kampf um das Brot. (36 S.) Belp-Bern: Promachos-Verlag.
1918. 8°. Bor’ba za chleb. (29 S.) Peterburg: R.iS.S. 1918. 8.
Razvitie Kapitalizma v Rossii. Detrograd: „Pallada‘. 1918. 8°. Ent-
wicklung des Kapitalismus in Rußland. .
Agrarnyj vopros v Rossii k koncu 19. veka Petrograd: Zizn' ı
Znanje. 1918. 8°. Deutsch erschienen: Die Agrarfrage in Rußland am
Ende des 19. Jahrhunderts. (86 S.) Berlin: A. Seehof &amp; Co. 1920. 8°.
O me%dunarodnom polozenii. Re&amp; proiznesennaja na Sobranii: C.
|. K. i Moskovsk S. D. i K. D. 14 Maja 1918. Moskva: „Prolet. Mys!'“.
1918. 8°.
Ueber d. internat. Lage. Rede am 14. Mai auf d. gemeins. Sitzung des
Zentr. Ex.-Kom. u. d. Mosk. Sowjets der Arb.- und Bauern-Deput.
16. Dezember. Die Wahlen zur konstituierenden Versammlung und die
Diktatur des Proletariats. (26 S.) o. O. Westeuropäisches Sekretariat
der Kommunistischen Internationale. 1920. 8°.
Oktober. Brief L’s. Ein Gruß an die italienischen, französischen und
deutschen Kommunisten. In: „Der Weg der Revolution“. (20 5) 0o.O.
K.P.D. o.). (1920.) 8°.
28. Juni. Die große Initiative. (30 S.) Bern: Union-Verlag. 1920. 8.
Daraus: Die kommunistischen Samstage. Russ. Korr. Nr. 3.
23. März. Referat Lenins auf dem VIII. Parteitag der K. P. R. (18.—23.
März 1919): Das Verhältnis der Kommunisten zum mittleren Bauerntum.
Als Broschüre herausgegeben (35 S.) vom Westeuropäischen Sekretariat
der Kommunistischen Internationale. o. O. 1920. 8°. Kak Kommunisty-
bolSeviki olinosjatsja k srednemu krestjanstvu (46 S.). Moskva: in
„Kommunist‘“. 1919. 8°.
13. März. Rede in Petrograd: Erfolge und Schwierigkeiten der Sowjet-
macht. Als Broschüre herausgegeben (63 S.) v. A. Seehof &amp; Co.
Berlin. 1920. 16°.
2.—6. März. Leitsätze über „Bürgerliche Demokratie und proletarische
Diktatur“. In: Die kommunistische Internationale. Hamburg. 1921. 8°.
Sn in: Der I. KongreB d. komm. Internationale. (202 S.) Carl Hoym
0. J.
14. März. Rede vor dem Petersburger Sowijet im Palast Uritzki am
14. März 1919: „Auf dem Wege zur Weltrevolution“. In: „Die Aktion“
vom 6. September 1919, Heft 35/36. Berlin-Wilmersdorf. 4°.
Say! What are you! (8 S.) o.O. o. ). Published by the Department
of soviel! propaaganda. 16% Sianed: Lenin and Tcehicherin.

Artikel in der „Kommunistischen Internationale“. Herausgegeben
vom Westeuropäischen Sekretariat der kommunistischen Internationale.
15. April. Die Dritte Interationale, ihr Platz in der Geschichte. In Nr. 1.
{L Jahrgang.) III Internacional i ego mesto v istoril.

Die Helden der Berliner Internationale. In Nr.2. (I. Jahrgang.) Geroi
bernskogo Internacionala.

Oktober. Ein Gruß an die italienischen, französischen und deutschen
Kommunisten. In Nr. 3. Auch in: „Der Weg der Revolution“. K. PP. D.
o. O. 0. ). (1920) 8.

14. Juli. Die Aufgaben der Dritten Internationale. "In Nr. 4/5. (I. Jahrg.)
DO zadacach II Internacionala.
        <pb n="77" />
        72
1919.

20. Oktober. Kak burZuazija ispol’zuet renegatov. Nr.5.

Wie die Bourgeoisie die Renegaten ausnutzen wird.

50. Oktober. Oekonomik und Politik in der Epoche der Diktatur des
Proletariats. In Nr. 6. Ekonomika i politika v epochu diktatury prol.
16. Dezember. Die Wahlen in die Konstituante und die Diktatur des
Proletarilats. In Nr. 7/8. (L Jahrgang.) Vybory v uGcreditel’noe
sobranie ij diklatura prol.

März. Bericht über die Tätigkeit des Zentralkomitees d. K. BP. R.
erstattet auf dem 8. Parteitag d. K. PD. R. ın Moskau, veröffentlicht als
Arlikel: „Kommunistische Politik in Rußland“ in Nr. 3 u. 4 der „Inter-
nationale“ (L Iahrg.). Berlin. Verl. G. Schumann.

Ende Dezember. Brief an die Arbeiter und Bauern d. Ukraine. Als
Broschüre: „Die Probleme der Sowjet-Ukraine“, bei A. Seehof &amp; Co.,
Berlin. 1920. 16°.

2. März. Eröffnungsrede L’s. zum 1. Kongreß der Komm. Internationale
im Kreml.

Dve rei na I-m. vserossijskom sezde po vneskolnomu obrazovaniju
{ot 6.—19. Mai 1919). (58 S.) Jrkutskoe: Gos. Jzd. 1919. 89.

Zwei Reden zum ersten allrussischen Kongreß f. Volksbildung außerhalb d.
Schule, v. 6.—19. Mai 1919.

Otvet burZujam na patvoprosov. (16 S.) Moskva: Gos. J}zd. 1909. 8°.
L...., Gorkij, M. i. Dr.: Intelligencija i sovetskaja vlast (63 S.) Moskva:
Jzd. „Sovetskij Mir“ 1919. 8°. Die Intellektuellen u. d. Sowijet-Herrschaft,
Proletariat und Schule, In: „Die Aktion“, Berlin. 1919. Seıule 154

An die Arbeiterbewegung Europas und Berlins, Amerikas (v. 12. Jan

1919). „Die Aktion“. 1919. S. 185.

Bürgerliche Demokratie und proletarische Diktatur. ‚(Rede vom 2. März
1919. „Die Aktion“. Berlin. 1919. S. 313.

Zur Kommunistischen Internationale (Mitte 1919). „Die Aktion“. Berlin.
1919. S,. 341.

Gruß an die ungarischen Arbeiter (Mitte 1919). „Die Aktion“. Berlin

1919. S. 519.

Juli. Brief L’s, als Antwort auf den Brief eines englischen Genossen,
der direkt die Frage vom Verhalten der Kommunisten zum Parlament
stellt- L. antwortet mit einer ausführlichen Darlegung des komm.

Standpunkts in dieser Frage. In: Kommunistische Räte-Korrespondenz

Nr. 6 (2. Jahrg.) Herausa. Zentrale d.K.D D.
Mitarbeit an der „Pravda“ („Wahrheit“) Moskau.
28. Januar. Vse na rabotu po prodovol’stviju i transporiu. Nr. 19.
Alle an die Arbeit im Verpflegungs- und Transportwesen!
15. Februar. Otvet na zapros kres?janina. Nr. 35.
Antwort auf die Anfrage eines Bauern.
28. März. Olvet. na.oktrylioe pismo specialista.
Antwort auf den offnen Brief eines Fachmanns,
28. Dezember. Brief an‘ die Arbeiter und Bauern der Ukraine. In:
Nr. 11 der „Russischen Korrespondenz.“
2020.

„Russische Korres pondenz“ (dort abgedruckte Reden Lenins).
15. Januar. Die Rote Arbeitsarmee. (Verordnung des: Sowjets der
Arbeiter- und Bauernverteidigung über die 1. Revolutionäre Arbeits-
armee.) In: Nr. 5.
        <pb n="78" />
        7%
1920. 28. Januar. Lenin über die Lage in Rußland. In: Nr. 5.
April/Mai. Ueber die Organisation der Verwaltung und über den wirt-
schaftlichen Aufbau. (Rede, gehalten auf dem Ill. Allrussischen Kon-
greß der Volkswirtschaftsräte.) In: Nr. 6/7.
6. April. Ueber die gegenwärtigen Aufgaben der K. P. R. (Rede,
gehalten auf dem IH. Allrussichen GewerkschaftskongreB.) In: Nr. 6/7.
1. März. Ueber die gegenwärtige Lage Sowjet-RußBlands. (Auszüge
aus einer Rede, gehalten auf dem I. Kongreß der werktätigen Kosaken
in Moskau.) In: Nr. 6/7.
2. Februar. Die äußere Politik R.’s in den legten zwei Monaten und
der innere Aufbau. (Rede, gehalten auf der Tagung des Allrussischen
Zentral-Exekutiv-Komitees der Arbeiter-, Bauern-, Soldaten- und
Kosakendeputierten.) In: Nr. 8/9.
März. Ueber das Problem der Verwaltung der Volkswirtschaft Sowjet-
Rußlands. (Rede, gehalten auf dem Ill. Allrussischen Kongreß der ın
der Schiffahrt beschäftigten Arbeiter.) In: Nr. 10.
Mai. Vom ersten kommunistischen Samstag an der Moskau-Kasaner
Er NL RO bis zum Allrussischen kommunistischen Samstag am 1. Mai.
n: Nr. 8/9. ;
Rede, gehalten auf dem IX. Kongreß der K. P. R. In: Nr. 10.
4. Oktober. Rede auf dem Ill. Allrussichen Kongreß d. Russ. Komm.
tugendverb. In: Nr. 14/16. (Auch bei Seehof u. Co. Berlin 1920. 16°,
verlegt. Ebenso vom Exekutiv-Komitee d. Komm. Jug. Int. o. O. o. ).
160.)
Oktober. Ueber die politische Lage. (Rede auf der Allruss. Konferenz
d. K. P. R) In: Nr. 17/18.
5. November. Die Aufgaben der politischen Aufklärung. (Rede, ge-
halten auf der Allruss. Konferenz der Oraanisationen für politische Auf-
klärung.) In: Nr. 19/20.
Juli. Rede auf der Ill. Sibung der Gewerkschaftsverbände. Im: „Kom-
munismus“, Zeitschrift. Wien. Heft 25/26. 1. Jahrg.
Artikel in der „Kommunistischen Internationale.”
14. Februar. Notizen eines Publizisten, In: Nr. 9.

6. März. Die III. Kommunistische Internationale. (Rede L.’s am 6. März
1920 auf der feierlichen Sibung des Moskauer Sowijets, gewidmet dem
Jahrestag der Ill. Internationale.) In: Nr. 10.

olen „revolutionäre in reaktionären Gewerkschaften arbeiten?
n: Nr. 10.

Der Arbeitssamstag am 1. Mali. In: Nr. 10.

Vorläufiger Entwurf der Thesen über die Nationalitätenfrage und die
Kolonialfrage. In: Nr. 11.

12. Juni. „Kommunismus.“ Wien. Heft 1 u. 2. 1920. Nr. 11.

4. Juli. Leitsäkbe über die Grundfragen des Il. Konaresses der Kommu-
nistischen Internationale. In: Nr. 12.

MeZdunarodnoe poloZenie. (re@) (32 S.). Moskva: Gos. Izd. 1920. 8°.
6. Juli. Imperialismus und Kapitalismus. (Vorwort zur französischen
und zur zweiten deutschen Ausgabe des Buches: Der Imperialismus als
jüngste Etappe des Kapitalismus.) In: Nr. 18.

20. Oktober. Zur Geschichte der Frage der Diktatur. In: Nr. 14.

11. Dezember. Falsche Reden über die Freiheit. In: Nr. 15.
        <pb n="79" />
        74
1920.

1921.

5. Mai. Rede L’s in der vereinigten Sikung des Allrussischen Zentral-
Exekutiv-Komitees [etc.] am 5. Mai 1920. In: „Sowjetrußland u. Polen.“
Herausgeg. v. d. Redaktion Russische Korrespondenz o. O. 1920. 8°
12. Mai. Der „Radikalismus“ die Kinderkrankheit des Kommunismus.
[95 S.). Leipzig: Westeurop. Sekretariat d. Komm. Internationale 1920. 8°.
19. Juli. Rede in der ersten Sikung d. II. Weltkongresses d. Komm.
Internationale. Petirograd: „Die Weltlage und die Aufgaben der Kom-
munistischen Internationale.“ (29 S.): Verlegt v. d. Komm. Int. o. O.
1920. 8°. Auch verlegt vom Exekutiv-Komitee der Kommunistischen
Internationale. Moskau. 1920. 8°.

4. Oktober. Rede auf dem 3. Allrussischen Kongreß des russischen
kommunistischen Jugendverbandes in Moskau: An die russische Jugend!
32 S.) _ Verlegt Berlin: A. Sechof &amp; Co. 1920. 16°. Auch herausgeg.
von Ex lady Aomiee der kommunistischen Jugendinternationale
o. O. 0. ). 16°.

20. Oktober. Zur Frage der Diktatur. (24 S.) Wien: Verlag der
Arbeiterbuchhandlung. 1921. 8.

Dezember. Rede auf dem VIll. Sowjet-KongreBß: Die auswärtige und
innere Politik Sowjetrußlands. (55 S.) Herausgeg. Leipzig: Frankes
Verlag. 1921. 16°.

Ein Brief an die englischen Genossen. (12 S.) Wien: K. PD. D.-Oe.
1920. 16°.

29. Juli. Bericht über die Arbeit der Kommission für die Nationalitäten-
und Kolonialfrage auf dem Il. Weltkongreß in Moskau. Debattenreden
daselbst am 23. u. 30. Juli und am 2. u. 6. August. In: „Protokoll des
Il. Welikongr. d. Kom. Int.“ (798 S.) Hamburg: C. Hoym Nachf. 1921. 8°.
Seite 137 ff.

6. August. Rede L.’s auf dem II. Weltkongreß der Komm. Internatio-
nale, der vom 23. Juli bis 27. August 1920 in Moskau tagte: „Labour
Pariy und Kommunismus.“ In: „Die Glocke“ Nr.44. Berlin: Verlag
für Sozilalwissenschaft.

Deliskaja bolezn levizny v kommunizme (110 S.). Petrograd: Gos. Izd.
1920. 8%. (Kinderkrankheit . . .)

Zadaci sojuzov molodeZi (Re&amp;i na III. m. vsepossijskom sezdeR. K.S.M.)
(24 S.). Moskva: Gos. Izd. 1920. 8%. (D. Aufgaben d. Jugendverbände.)
Re€ na II. m. Vserossijskom soveSanli otvetsivennich organizatorov po
rabote v derevne. (C.K. R. P. po rabote v derevne.) (8 S.) Moskva:
Gos, Izd. 1920. 8%. Rede auf. d. II. Allr. Konferenz der Parteiorgani-
satoren d. flach. Landes.

Der Opportunismus u. d. Zusammenbruch der Il. Internationale, Berlin:
„Die Aktion.“ X. Jahrg. 1920. H. 11/12. 20. März 1920.

Von der alten zur neuen Ordnung (April 1920). Berlin: „Die Aktion.“
X. Jahrg. 21°21. 1920.
März. Rede auf dem X. Kongreß der K. P. R. Moskau: „Die gegen-
wärlige. Lage Sowjetrußlands‘“ (40 S.). Gedruckt: Leipzig: Frankes
Verlag. 1921. 16°.

März. Rede auf dem X. Kongreß der K. P. R. Moskau: Das Verhält-
nis der Arbeiterklasse zum Bauerntum. Kontingentierung. Naturalsteuer
{40 S.) Leipzig: Frankes Verlag. 1921. 16°.
        <pb n="80" />
        75
1921.

1922.

21. April. Die Vorbedingungen und Bedeutung der neuen Politik
Sowijet-Rußlands. (Ueber die Naturalsteuer.) (71 S.). Leipzig: Frankes
Verlag. 1921. 16°. (Auch in der „Kommunistischen Internationale“
Nr. 17.)

Juni. Referat auf dem Ill. Kongreß der Kommunistischen Internationale
Juni/Juli 1921. „Die Politik der Kommunistischen Partei Rußlands.“
153 S). Leipzig: Frankes Verlag. 1921. 16°. {Im Protokoll des
il. Kongr. d. K. L ist der Titel der Rede: Die Taktik usw., siehe
Seite 741.) [Auch in der „Kommunistischen Internationale“ Nr. 18.]
Dismo Lenina odnomu iz svoich starych znakomych ot 10-go iljunja
1921. g. (7 S.). Berlin: 1921.

Brief Lenins an einen alten Bekannten (apokryphl).

Artikel ın der „Kommunistischen Internationale.“
21. April. Zur Naturalsteuer. (Die Bedeutung der neuen Politik und
deren Bedingungen.) In: Nr.17. (Auch in: Frankes Verlag, Leipzig
1921. 16° brosch.)

Juni. Die Taktik der Kommunistischen Partei Rußlands. In: Nr. 18.
(Auch in Frankes Verlag, Leipzig 1921. 16°. Erschienen unter dem
Titel die Politik der K. P. usw.)

'4. August. Ein Brief an die deutschen Kommunisten. In: Nr. 19.
Artikelin der „Russischen Korrespondenz.“
I. März. Die äußere und innere Politik der Sowjetmacht. Rede in
der Sikung des Moskauer Sowiets der Arbeiter und Rotarmisten.)
In: Nr. 3/4. Il. Jahrg.
März. Ueber die Einheit der Partei. (Rede, gehalten auf dem X. Kon-
greB der K. P. R., Moskau.) In: Nr.5. Il. Jahrgang.
März. Rede auf der Allrussischen Konferenz der Transportarbeiter.
In: Nr.5. Il. Jahrgang.
Mai. Zur Frage der Naturalsteuer. (Rede auf der Allruss. Konferenz
der K. P. R., Moskau.) In: Nr.6. II Jahrgang.
24. Mai. Instruktion des Arbeits- und Verteidigungsratis an die lokalen
Sowijeteinrichtungen (Entwurf). In: Nr.6. IL. Jahrgang.
5. Juli. Thesen zum Referat über die Politik der Kommunistischen
Dartei Rußlands. (Angenommen in der 17. Sikung des Ill. Kongresses
der Kommunistischen Internationale.) In: Nr.7/9. II. Jahrgang.
20. August. Neue Zeiten — alte Fehler in neuer Gestalt. In: Nr. 7/9.
II. Jahrgang.
August. Ueber die Parteisäuberung. In: Nr.7/9. II. Jahrgang.
14. Oktober. Zum 4. Jahrestag der russischen Revolution. In: Nr. 10/11.
{l. Jahrgang.
Dezember. Ueber, die Bedeutung des Goldes jekgt und nach dem vollen
Siege des Sozialismus. In: Nr. 12. IL Jahrgang.
Dezember. Die neue ökonomische Politik Sowjelrußlands. (Rede,
gehalten auf dem IX. Allrussischen Sowietkonareß, Moskau.) In: Nr. 1/3.
Il. Jahrgang.

Artikel in der „Kommunistischen Irternationale.“
12 März. Unter der Fahne des Marxismus. In: Nr. 21.
        <pb n="81" />
        76

1922.

Artikelund Redenin der „RussischenKorrespondenz.“
6. März. Zur Lage. (Rede in der Fraktionssiıbung des Allrussischen
Verbandstages der Metallarbeiter, Moskau.) In: Nr. 4/5. 1. Jahrgang.
2. April. Der XI. Kongreß der Kommunistischen Partei Rußlands. In:
Nr. 4/5. II. Jahrgang.

April. Die äußere und innere Lage. (Rede, gehalten auf dem XI Kon-
JreB der Kommunistischen Partei Rußlands.) In: Nr. 4/5. 11. Jahrgang.
28. November. Die gegenwärtige Lage und unsere Aufgaben. (Rede,
gehalten im Moskauer Sowijet.) In: Nr. 11/12. HL Jahrgang.

5. April. Rede über das Verhältnis der Arbeiterklasse zum Bauern-
‚um. In: „Bericht über die Tätigkeit des Präsidiums und der Exekutive:
der Kommunistischen Internationale für die Zeıt vom 6. März bis 11. Juni
1922.“ (141 S) Hamburg: Carl Hoym Nachf. 1922. 8°. Seite 15.

2. Dezember. Brief an Willi Münzenberg. (Ueb. d. Hilfe d. internat.
Arbeitersch. z. Aufbau Sow. Rußld.) In: „Sichel und Hammer“. Berlin
1924. Nr. 4. ;

Na puti k vosstaniju. Cio pisal pered oktjabrem Ni&amp; (VI u. 176 SS).
Moskva: Rabocii 1922. 8°. Auf d. Wege z. Aufstand. (Was Lenin vor
d. Oktober schrieb.)
Artikel und Reden in der „Internationalen Presse-
Korrespondenz.“ Berlin.
März. Unter dem Banner des Marxismus. Russ. i d. gleichnamigen
Zeitschrift Moskau. I. Jahrg. Heft 3. In deutscher Sprache i. d. Zeit-
schrift gleichen Namens. I. Jahrg. I Heft. S. 9-20. 1925.
5. März. Rede, gehalten in der Fraktion des Allrussischen Metall-
arbeiterkongresses: Ueber den Kongreß in Genua. Nr. 32. IL Jahrgang.
2. April. Schlußwort auf dem XI. Kongreß der K.P. R. In: Nr. 54.
II. Jahrgang.
9. Aprıl. Wır haben zu teuer bezahlt. In: Nr.55. Il. Jahrgang.
Mai. Zum 10jährigen Jubiläum der „Prawda.“ In: Nr.66. IL Jahrgang.
September. Brief an den 5. Allrussischen Gewerkschaftskongreß. In:
Nr. 186. IL Jahrgang.
November. Brief an den 4. WeltkongreB der II. Internationale. In:
Nr. 219. Il. Jahrgang. .
13. November. L. und Clara Zetkin über: Fünf Jahre russische Revolu-
lion und die Perspektive der Weltrevolution. In: Nr. 219, 221 u. 224.
Il. Jahrgang.
November, Rede über die neue ökonomische Politik Sowjetrußlands.
{(Gehalten auf dem IV. Kongreß der Kommunistischen Internationale.)
In: Bericht über den IV. Kongreß der Komm. Internationale .(219 S..
Mamburg: Carl Hoym. 1923. 8. .
Dezember. Interview with Lenin. In: „The Communist.“ London.
2. Dezember 1922. ;
1925. Artikel und Reden in der Internationalen Presse-
korrespondenz.“ Berlin.
6. Januar. Ueber die Kooperation. In: Nr.97 u. 98. IIL Jahrgang.
März. Wie wir uns behaupten werden. In: Nr. 50. IN. Jahrgang. .
Blick in die Zukunft. . (Aus einem der lebten Artikel: „Lieber weniger,
aber gut“, geschrieben für den 12, Parteitag der K. P. R. 1923) In:
„Sichel und Hammer.“ Berlin 1924. Nr.4.
Proletariat u vlasti (18 S.) ‚Moskva-Petrograd: GCos. Izd. 1923... 8.
(Das Proletariat an d. Macht.)
        <pb n="82" />
        C A ACER u
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De
+

Kamenev, L. [V}): 50 ko dniju pjatideja miletija so dnja poZdenija Vladimira Il’iCa
Uljanova (Lenina). (44 S.]). Moskva: Gos., Izd. 1920. Quer Fol.

Kamenev, L.: Socialdemokratiteskija izdanija ukazatel’ socialdemokratitesko}
literatury na russkom’ jazijke 1883—1905 gg. (60 S.). Moskva: Gos. Izd.
1922. Gr. Fol.

Anderson, V. M.: Vol’naja russkaja pecat’ v rossijskoi publienoj biblioteke
(XXI! u. 330 S.). Peterburg: Gos. Izd. 1920. 8°.

Katalog kniznych skladov torgovogo sektora gosudarsivennogo izdatel’stva
Cast 1 (119 S.). Moskva ı Petrograd: Gos. Izd. 1923. 8°.

Kerzencev, V.: Biblioteka kommunista. Sistem. ukaz soc. lit. (96 S.). Moskva:
Gos. Izd. 1919.

Katalog knig skladov torgovogo sektora gosizdata (Ill u. 167 S.. Moskva:
Gos. Idz. 1922. 8°.

Katalog russkogo otdela meZdunarodnoi kniZnoi vystavkı vo Florencil v.
1922. g. (XXXV u. 323 S.). Moskva u. Petrograd: Gos. Izd. 19253. 8°.

Fleer, M. G.: Russkie Portreiy 1917—1918 gg. (XII u. 67 S.). Peterburg:
Gos. Izd. 1921. 8°. Enthält den Nachweis biographischer Artikel aus
russischen Zeitschriften 1917/18, sowie den von ikonographischem Material.

K Oktjabrju 1917—1922 gg. (60 S.). Moskva: „Krasnaja Nov“ 1822. 8°.
Siehe Literaturangaben über die Revolution. Seite 47 ff.

Vladislalev, ). V.: Biblioficeskij eZegodnik. Vypusk V. Kniga v 1921/1922
godu. (Bibliograficeskij obsor) Klassificirovan po desjati£noj sisteme.
(253 S.) PDetrograd-Moskva: Knigoizdatel’skoe tovari&amp;cestvo „Kniga‘“.
1923. 8°,

Sistematiceskij Katalog izdanij gosudarstvennogo Isdatel’stva i ego otdelen)).
Izdanija bySedSie s 1. Oktjabrja 1920 g. po 15 liunija 1921. g. (32 Ss.)
Petrograd: Gos. Izd. 1921. 8.

Katalog Izdanij petrogradskogo otdelenija gosudarstvennogo izdatel’stva po
1-0e aprelja 1922 goda. (58 S.) Petrograd: Gos. Idz. 1922. 8°.

Führer durch die bolschewistische und antibolschewistische Literatur (24 S.).
Generalsekretariat zum Studium des Bolschewismus. Berlin 1919. 8°.

Veröffentlichungen des Verlages der kommunistischen Internationale 1920
bis 1922. (192 S. u. Bildbeil.) Hamburg: Carl Hoym Nachf. 1923. 8°.

Drahn, Ernst: Bibliographie des wissenschaftlichen Sozialismus 1914— 1922.
{VIII u. 160 S.). Berlin: Verlag „Kniga‘“ (in Kom.) 1923. 8.

Herausgegeben im Auftrage der Berliner Veriretung des russischen
Volkskommissariats für Bildungswesen von Dr. Friedrich Braun und
Dr. Hans Praesent. (Erg. Bd. d. System. Bibl. d. wiss. Lit. Deutschlands.)

Mauiner, Wilhelm: Der Bolschewismus. (XXIII u. 368 S.). Stuttgart: Verlag
W. Kohlhammer 1920. 8°.

Darin Literaturverzeichnis S. 354.

Drahn, Ernst: Buchdruck, Buchhandel und Bibliographie in der Literatur Sovet-
rußlands. In Hanisch, Erdmann: Jahresberichte für Kultur u. Geschichte
der Slaven. S. 1. Breslau: Priebatsch’s Buchh. 1924. 8°.

Drahn, Ernst: Bibliographie des Bolschewismus. Handw. d. Staatsw. IV. Aufl.
2, Band. Seite 997.

Bibliographie des questions ouvrieres et sociales dans la Russie des Sovets
(IV u. 177 S). Geneve: Bureau international du travail. 1922. 8°.

Bibliographie der Bibliographien.
        <pb n="83" />
        /8

Buchkundliche Arbeiten desselben Verfassers sind:

Zur Entwicklung und Geschichte des sozialistischen Buchhandels und der
Arbeiterpresse, [Kultur und Fortschritt Nr. 472/76.] (72 S.). Gauksch
b. Leipzig: Felix Dietrich. 1913. 8°

„Vom Büchervertrieb der Anarchisten in Deutschland“ im 80. Jahrg. Nr. 8.
„Börsenblatt für den deutschen Buchhandel.“ Leipzig 1913.

„Der sozialdemokratische Zeitschriftenhandel“ im 34. Jahrg. Nr.34. „Der
Buch- und Zeitschriftenhandel.“ Berlin 1913.

Geschichte des deutschen Buch- und Zeitschriftenhandels. Herausgegeben
von der Ausstellungs-Kommission des Zentral-Vereins deutscher Buch-
und Zeitschriftenhändler aus Anlaß der Internationalen Ausstellung für
Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914. (80 S.). Berlin: Zentralverein
d. Buch- u. Zeitschriftenhändler. 1914. 8°.

„Hans Herrgolt. Ein kommunistisch-revolutionärer Utopist, Drucker, Ver-
leger, Buchhändler und Propagandist a.d. Zeit kurz nach den Bauern-
kriegen.“ Im 32. Jahrg. 2.Bd. Nr.14. „Die neue Zeit.“ Siuttgart 1914.

„Zur Bibliographie der sozialistischen Kriegsliteratur“ in der „Sozialdemo-
kratische Parteikorrespondenz.“ 11.Jahrg. Nr.12 und 15. Berlin 1916.

„Unterm Strich“ der „Neuen Rheinischen Zeitung“ im 36.Jahrg. 2. Bd. Nr. 5.
„Die neue Zeit.“ Stuttgart 1918.

„Bibliographie der Frontpropagandaschriften deutscher Sprache im Welt-
krieg“ (Entente) in den „Mitteilungen des Verbandes deutscher Kriegs-
sammlungen.“ Berlin 1919. Seite 36 u. 128.

‚Gefälschte Zeitungen.“ „Mitteilungsblatt des Vereins Arbeiterpresse.“
19. Jahrg. Nr. 176. Berlin 1918.

„Papierne Heuschreckenschwärme. Fliegerabwurfschriften als Propaganda-
mittel der Entente.“ Im 37. Jahrg. 1. Bd. Nr.3. „Die neue Zeit.“ Stulttg. 18.

„Zeitschriften als Mittel der Frontpropaganda.“ Sonderdruck aus „Der Buch-
und Zeitschriftenhandel.“ Nr. 45/46 vom 10. Oktober 1918. Berlin. 8°.

„Das Bild in der Frontpropaganda“ in Nr. 16 „Volk und Zeit.“ Berlin 1919.

„Revolutionsdrucke“ in Nr. 27 „Volk und Zeit.“ Berlin 1919.

Deutscher Revolutions-Almanach für das Jahr 1919. Herausgeber Drahn
und Dr. Friedegg. (159 S. illustr.). Hoffmann u. Campe Verlag 1919.
16°. Darin: „Revolutions-Almanache.“ — „Revolutionäres Schrifttum.“

„Das Archiv der Sozialdemokratischen Partei.“ Seine Geschichte und seine
Bestände. (7 S.). Gaußsch b. Leipzig: Felix Dietrich 1920. 8°.

Die unterirdische Literatur im revolutionären Deutschland während des
Weltkriegs. Herausgegeben von Ernst Drahn und Susanne Leonhard.
200 S. illustr.). Berlin: Verlag Gesellschaft und Erziehung 1920. 89,
Russisch. Staatsverlag Moskau (Cos. Izdat.). 1. Aufl. 1924. 2. Aufl. 1925.

Führer durch das Schrifttum des deutschen Sozialismus. (75 S). 2. Aufl.
Berlin: Verlag f. Sozialwissenschaft 1920. 8°.

„Bibliographie .des Sozialismus und Kommunismus.“ Als Fortsebung der
2. Aufl. des „Führer“ erschienen: 1920 im „Firn“, Berlin 1921 „Kommunis-
mus“, Wien und „Internationale“, Berlin 1922 ff. „Bücher des Tages“, Berlin.

„Wer war Sir John Retcliffe?“ in „Reigen-Almanach“. Berlin: Verlag Wilhelm
Borngräber. 1920. 8°.
        <pb n="84" />
        79
Buchkundliche Arbeiten desselben Verfassers sind:
„Das neue Rußland in der Welt der Bücher“ im 88. Jahrg. Nr. 282. „Börsen-
blatt für den deutschen Buchhandel.“ Leipzig 1921.

„Engels Bibliographie“ (kurze Angaben) in Drahn: „Friedrich Engels-Brevier“
(215 S.). Wien: Arbeiterbuchhandlung 1921. 8°.

„Marx-Bibliographie.“ Ein Lebensbild Karl Marx’ in biographisch-biblio-
graphischen Daten. (59 S.). 1. Aufl. Charlottenburg: Deutsche Verlags-
gesellschaft für Politik und Geschichte 1920. 8°. 2. Aufl. 1923.

„Kriegsschriften russischer Kommunisten“ im 2. Jahrg. Nr. 9/10. „Kommunis-
mus.“ Wien 1921.

Spartakusbriefe. Erste Ausgabe. (X u. 162 S.). Herausg. v. d. K.P.D.
Berlin-Leipzıg: Frankes Verlag 1921. 8°. Darin: „Inhalisverzeichnis“.

Deutsche Schriften zur Sozialisierungsfrage. (15 S.). Berlin-Schöneberg:
Internationaler Jugendverlag 1921. 8°.

„Die Entwicklung der Arbeiterpresse.“ Vortrag, gehalten im Institut für Zei-
tungskunde und Zeitungspraxis am Berliner Orientalischen Seminar, ab-
gedruckt: „Die Aktion.“ S. 24 u. 278. Berlin 1922.

„Das Genossenschaftswesen im deutschen Schrifttum 1921“ in „Genossen-
schaftliches Handbuch.“ Gera: Verlag der Sozial. Gen. 1922. 8,

„Lenin als Schriftsteller.“ 70. Jahrg. Nr. 104 der „Berliner Volkszeitung.“ 1922.

„Die erste russisch-amfliche Norm für die Schreibart russischer Worte mit
fremden Buchstaben“ im „Zentralblatt für Bibliothekwesen.“ 10. Jahrg.
S. 547. Leipzig: Harrossowib 1922. 8°

„Der Sozialismus im Antiquariat“ in „Bücher des Tages.“ 1.Jahrg. Nr.4.
Berlin 1922.

„Bücherproduktion und Bücherkunde des neuen Rußland“ im 90. Jahrg. Nr. 9.
„Börsenblatt für den deutschen Buchhandel.“ Leipzig 1923. Auch aus-
zugsweise in französischer Sprache in „Le droit d’auteur“: „Vissitudes
et etat actuel de la producion litteraires et des droils des auteurs en
Russıe.“ 36. Jahrg. Nr. 10. Bern 1923. (Dazu „Vorbemerkung“ über „Ver-
ordnungen des Russ. Volkskom. für Bildungswesen. Nr. 192639 vom
20. Mai 1922.“ „Börsenblatt f. d. dtsch. Buchh.‘“ 90.Jahrg. Nr. 24 und
Vorbemerkung und Anmerkungen zu „Gesekliche Bestimmungen über den
Privatverlag in Sowjetrußland.“ Börsenblatt f. d. dtsch. Buchh. 90. Jahrg.
Nr. 45. Leipzig 1923.) U. a. dem Dekret z. Schube des Urheberrechts
in Sowjetrußland. Ebenda 1925. Nr. 115.

„Die Bücherproduktion in den wichtigsten Kulturstaaten als Barometer der
Wirtschaftslage“ in „Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik.“
Bd. 121 Heft 4. Jena 1923, dasselbe in russ. Sprache u. d. Titel: „kniZnoe
proizvodstvo v glavnejsich stranach, in „EkonomiGeskaja Zizn‘“, Organ
d. Obersten Rates f. Volkswirtsch. Jahrg. 1923 Nr. 2. Moskva v. 3. X. 1923.

„Versuch einer Bakunin-Bibliographie von Schriften, die in Deutschland und
in deutscher Sprache erschienen“ in „Die Aktion.“ 13.Jahrg. Heft 11.
Berlin 1923. 8°.

Die Bibliographie der sozialen Frage und des Sozialismus, Streifzüge ın
ein Labyrinth der Bücherkunde.“ (8 S.). Berlin: R. L. Prager. 1923. 8°
Auch abgedr. ın „R. L. Prager’s Bibliographie ...‘“ 1. Jahrg. Nr. 5
Berlin 1923.
        <pb n="85" />
        30
Buchkundliche Arbeiten _desselben_ Verfassers sind:
„Bücherpreise im Antiquariats-Buchhandel“ in „R.L. Prager’s Bibliographie
der Rechts- und Staatswissenschaften.“ 1. Jahrg. Nr. 1/2. Berlin 1923,

Bibliographie _ des wissenschaftlichen Sozialismus 1914—1922, .Heraus-
gegeben im Aufirage der Berliner Vertretung des russischen Volks-
kommissariats für Bildungswesen von Prof. Dr. Friedrich Braun und
Dr. Hans Praesent als Ergänzungsband der Systematischen Bibliographie
der „wissenschaftl. Literatur Deutschlands 1914—1921. (VIII u. 160 5).
Berlin: Russisches ' Volkskommissariat für. Bildungswesen 1923. 8°
(Kom. Verlag „Kniga“ Buch- u. Lehrmittelhdlg. Berlin.)

„Karl Liebknecht. Eine Bio-Bibliographie“ in „Die Aktion.“ 14. Jahrg. Nr. 1/2.
Berlin 1924. (Auch in französischer Sprache als Vorwort zu „ Liebknecht,
Karl: Letires de la Prison.“ Paris: Ed. L’Humanite 1924. 8°)

„Buchhandel und Bibliographie in Deutschland seit Beginn des Weltkrieges.“
(In russischer Sprache f. d. „Centralia kniZnaja Palata S. S. S. R.“
Moskva 1923.)

„Buchdruck, Buchhandel. und Bibliographie in der Literatur Sowjetrußlands“
ın_ „Jahresberichte für Kultur u. Geschichte ’der Slaven“. Breslau:
Priebatsch’s Verlag 1924. 80.

Ergänzungen und Bibliographie zum Artikel „Karl Marx‘. von Friedrich
Engels im „Handwörterbuch der Staatswissenschaften.“ 4. Aufl. Jena:
Gustav Fischer 1924. Band VI. Seite 496. — Bibliographie zum Art.
„Bolschewismus“. Handw. d. Staatsw. Band: Il. Jena. Seite 997/998.
Und Bibliographien zu den Artikeln „Sozialdemokratie“ u. „Syndikalis-
mus“. Ebenda, Sn

„Friedrich Engels“. Bio-Bibliographie im Handw. d. Staatsw. Band Ill. Jena.

Der Sozialismus i. dd. Bibliographie d. neuen Rußland. „Das neue Rußland“.
Berlin 1924. Nr. 3/4.

„Pseudonyme v. Autoren a. d. freiheitlichen Bewegung Rußlands“ i. d. Literatur
d. 19. u. 20. Jahrhunderts. „Zentralblatt f, Bibliothekwesen“. Leipzig 1925.

Johann Most. Eine Bio-Bibliographie. Berlin: R. L. Prager 1925. 80. ;

„Bibliographie der Dolchstoßfrage“. Pragers Bibliographie d. Rechts- u.
Staatswissenschaften. Berlin 1924. Nr. 4. Seite 195—197,

„Ferdinand Lassalle Bio-Bibliographie“. Ebenda. Berlin 1925. Heft 1.

Die deutsche Zeitschrift in der Statistik. Fachkalender f. d. Buch- u. Zeit-
schriftenhandel. Berlin 1925. Seite 113—118.

„Unsere Zeitschriften im Sammelwesen und in der Bibliographie Deutschlands.“
In: „Der Buch- u. Zeitschriftenhandel“. Berlin 1924. 45. Jahrg. Nr. 13.

„Zur Geschichte der Zeitschriften.“ In: „Der Buch- u. Zeitschriftenhandel“.

Berlin 1924. Jahrgang 45, Nr. 19, 23, 24 u. 46. Jahrg., 1925, Nr. 4, 6, 9 ff.
„Die russische Presse in ihrer Eniwicklung.“ In: „Der Buch- u. Zeitschriften-
handel“. Berlin 1924. 45. Jahrg., Nr. 25, 1925, Jahrg. 46, Nr. 2, 3, 5. 7, 9.
        <pb n="86" />
        35
1905 tatur des Proletariats propagierte. Eine Bewegung gegen Krieg und
Autokratie sebte ein, die in gewerkschaftlichen Organisationen aller
Stände ihren Rückhalt fand und durch die Niederlage bei Tschuschima
Nahrung erhielt. Eine Welle von Agrarunruhen und die Meuterei
der Schwarzmeerflotte am 28. Juni begann, der Kaukasus war in
offener Revolution. Im August entschloß sich der Zar zu Friedensver-
handlungen mit Japan, die am 5. September zum Abschluß kamen.
Inzwischen gab der Zar verschiedentliche Versprechungen, eine Volks-
vertretung wählen zu lassen, änderte sie aber bald ab und schränkte
sie ein. Kongresse und Resoluhonen jagtien einander, bis endlich der
Fisenbahnerstreik am 12. Oktober begann, dem der Ausstand vieler
öffentlicher Anstalten folgte.

Im Strudel der Oktober-Ereignisse entsteht der erste „Sovet der

Arbeiterdeputierten“ in Petersburg.

13. Oktober. Erste Zusammenkunft des Petersburger Sovet im Tech-

nologischen Institut.

Am 30. Oktober erfolgte auf diesen Druck hin die Einführung der

bürgerlichen Freiheit, der Freiheit der Presse, des Wortes, der Versamm-

lungen und Vereine, eine Erweiterung des Wahlrechts etc. ;

Anfang November: Lenins Rückkehr nach Rußland.

Dezember - Aufstand in Moskau und Streiks an anderen Orten. Bei

deren Vorbereitung ist L. tätig. Verhaftung der Petersburger Sovet-

Delegierten.

3.16. Dezember. Erste legale Tageszeitung der Bolschewiki „Novaja

Zizn“ unter der Redaktion des nach Petersburg zurückgekehrten Lenin,

WO er sich jedoch illegal aufhält.

Einseben der Reaktion (Strafexpeditionen).

Frühjahr. Bolschewiki u. Menschewiki vereinig. sich zu gemeins. Arbeiten.
IV. Stockholmer Kongreß der vereinigten Bolschewiki und Men-

schewiki, auf dem das menschewistische Programm den Sieg („Die

Revolution ist beendet“) davonirägt. (Lenin’s Bericht an die Peters-

burger Arbeiter über den Stockholmer Kongreß.)

18. März und folgende Tage. Sieg der Kadelten bei den Wahlen zur

Sich Staatsduma. Die russ. Bol’Seviki beteiligt sich nicht an der

ahl.

5. Mai erhält Graf Witte seine Entlassung, nachdem er eine ausländische

Anleihe zustande gebracht hat.

6. Mai. Veröffentlichung des neuen Staatsgrundgesebes.,

10. Mai. Eröffnung des ersten russ. Parlaments im Winterpalast durch

Nikolaus II. (179 Kadetten, 107 Trudowiki, 105 Bauern, 3 Oktobristen usw.).

21. Juli. Auflösung der ersten Duma. (Lenins Broschüre „Die Auflösung

der Duma und die Aufgaben des Proletariats‘“.)

25. August. MißBglücktes Attentat auf den Ministerpräsidenten Stolypin,

darauf folgende Masseneinkerkerungen und Todesurteile.

22. November. Geseb der Auflösung des „Mir“.

21. Januar bis 17. Februar. Wahlen zur zweiten Duma unter Beteiligung

der bisher nicht wählenden Sozialdem. Arbeiterpartei und der Sozial-

revolutionäre (100 Trudowiki, 64 Sozialdemokraten, 34 Sozialrevolutio-

näre, 14 Volkssozialisten, 22 Monarchisten, 92 Kadetten, 32 Oktobristen,

9 Reformisten, 210 Vertreter aus den Grenznationalitäten).

16. Mai. „Entdeckung“ einer Verschwörung innerhalb der Duma. (Lenins

„Bericht“ an die Il Internationale.)

1907.

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