tracht kommen, und daß jeder An: teiz für die privaten Erwerbsstände antfällt, Wohnbauten zu errichten. Eine weitere Folge ist daher das Darniederliegen des Baugewerbes ınd die damit verbundene Einz- ;schränkung des inneren Marktes. Wir tun also mit der Wohnungs: zwangswirtschaft genau das Gegen- :eil von dem, was zur Belebung des nneren Marktes notwendig wäre. Is kann auf die Dauer nicht richtig sein, daß die Ausgaben für die Wohnung in dem Haushalt der eins z‚elnen Familie im Wege der Ger ;setzgebung künstlich niedriggehal- :en und daß damit der Wiederbe: ebung der inneren Kaufkraft Hin: lernisse in den Weg gelegt werden. Jie Wohnungszwangswirtschaft be: ‘'indert auch die Freizügigkeit, die jerade jetzt, wo es gilt, unsere Produktionsbasis dem verkleinerten Betriebskapital und den verringer- en Absatzmöglichkeiten anzu: Jassen, besonders notwendig wäre. Die Wohnungszwangswirtschaft irägt zu einer Vermehrung der Arbeitslosen bei und hemmt eine wirtschaftliche Verteilung der Ar- beitskräfte. Mit den Aufgaben, die durch die Zwangswirtschaft dem Reich, den Ländern und Gemeinden entstehen, beschäftigen sich insbesondere in den Gemeindeverwaltungen eine große Zahl von Behörden und Be: amten. Die Kosten betragen viele Millionen. In der Beseitigung dieser Cinrichtungen liegen daher auch starke Möglichkeiten für Erspar: nisse in den öffentlichen Ausgaben. Die Finanz- Wenn die Aufblähung der kom: wirtschaft der munalen Ausgabenwirtschaft zum Gemeinden, Do auf die vorstehend dargelegten reichsgesetzlichen Maßnahmen zu: rückzuführen ist, so kann vielen Ges meinden an dieser Stelle doch nicht der Vorwurf erspart werden, daß sie selbst in weitem Umfang an der Übersteigerung der kommunalen Ausgaben schuld sind. Im Rahmen der steuerlichen Gesamtbelastung wird die Finanzgebarung der Ge: neinden als besonders drückend ;mpfunden. Und zwar ist vor allem ıuf drei Ursachen der verfehlten Kommunalausgaben-Wirtschaft hin: uweisen: Das ist erstens der völlig ınzulängliche Personalabbau, zwei: '‚ens die teilweise übertrieben hohe 3esoldung der Kommunalbeamten ınd drittens die Verwendung von steuergeldern für Zwecke, die viel: eicht an sich wünschenswert vären, die wir uns aber in der Zeit ler äußersten Wirtschaftsnot ein: 'ach nicht mehr leisten können. Der Oberbürgermeister von Berlin ils der Vorsitzende des Deutschen itädtetages hat offen ausgesprochen, laß die bisherige Finanzpolitik der zemeinden überholt sei, und daß lie Gemeinden aus bitterer Not: vendigkeit zu einer Politik der Aus- labenbeschränkung zurückkehren nüßten. In den Gemeindeverwal: ungen werden in noch größerem J)mfang als das schon bei den Staats: ’erwaltungen der Fall ist, Beamte in ‚erhältnismäßig hohen Besoldungs- iruppen mit mechanischen Arbeiten ‚eschäftigt, die bei einer besseren Jrganisation und bei stärkerer Her: Nnziehung mechanischer Hilfsmittel ‘infacher und schneller und vor allem uch bedeutend billiger geleistet verden könnten. Der Bürobetrieb :rankt bei den Gemeinden noch nehr als beim Staat an veralteten linrichtungen und Gewohnheiten, lie eine rationelle Ausnutzung der \rbeitskräfte ausschließen, Die Personalkosten sind derjenige 7osten, der die stärkste Steigerung ler Ausgaben aufweist. Dies liegt ‚uch daran, daß die Beamten der 5emeinden zum großen Teil wesent: ich höher eingestuft sind als die mit jleichartigen Aufgaben betrauten Reichs: und Staatsbeamten. Es fällt 3