an einer übermäßigen Steigerung der ınproduktiven Unkosten. Die uns aroduktive Belastung liegt zu einem großen Teil an dem Mißverhältnis zwischen der Größe der Betriebe and den geschäftlichen Möglich: <eiten. Bis zur restlosen Durchfühung des Abbaus leerlaufender Bankabteilungen muß der deutsche <reditnehmer mit einer Belastung :echnen, die zuweilen .das Dreifache der Kreditkosten seiner ausländi: schen Konkurrenz beträgt. Hier Wandel zu schaffen, ist Sache der Initiative der Bankleitungen. Das Mißverhältnis zwischen vers ügbarem Kapital und der Zahl der Bankunternehmungen ist zu groß, An Stelle von 2500 Privatbanken, die vor dem Kriege in Deutschland Jestanden, sind es zurzeit etwa 5000 Privatbetriebe' und etwa 8500 Sffentliche Geldstellen, die Bank: geschäfte betreiben. Die Betätigung der öffentlichen und halböffentlichen Geldstellen im Bankwesen kommt sziner weitgehend durchgeführten Sozialisierung des Bankgewerbes jleich zum Schaden der privaten 3ankinstitute und zum Nachteil der Gesamtwirtschaft. Durch die öffentlichen Bankinstis ute werden insbesondere öffentliche Mittel in einer der Gesamtheit schädlichen Weise gebunden. Die Sffentliche Hand muß sich darauf »eschränken, die traditionellen ;ffentlichen Bankinstitute weitgeıend für ihre Zwecke zu gebrauchen, sie muß sich aber von einer Erweis :erung der bankmäßigen Betätigung n irgendwelcher Form fernhalten. Die traditionellen öffentlichen Bank: ınstitute und die vielleicht durch die besonderenNachkriegserscheinungen nicht vermeidbaren anderen größeven Öffentlichen oder halb öffent: lichen Bankinstitute müssen im wes sentlichen als Banken der Banken tätig sein. Die Organisation des kommunalen 3ankwesens ist in den letzten 10 Jahren durchgeführt worden. Ihre 3rundlage bilden 8000 Sparkassenstellen, die vor dem Kriege mit dem zigentlichen Bankgeschäft nicht bes 'aßt waren. Sie sind mit den seit 1912 ;ntstandenen Stadt: und Kreisbans zen in regional geschaffenen Giros ‚entralen zusammengefaßt, deren Spitze die Deutsche Girozentrale larstellt, Diese Organisation verwaltet die ffentlichen Gelder der Kommunen. Die öffentliche Kritik hat sich mit hrer Tätigkeit vielfach beschäftigt. Zahlreiche Institute haben die Not» vendigkeit der baldigen Ermäßigung ier Kreditkosten noch nicht erkannt, Jrteilslos gewähren sie hohe Haben insen, um Einlagen heranzuziehen. ie berücksichtigen nicht, daß diese Yabensätze die Berechnung ent; iprechend hoher Sollzinssätze und nithin stärkere Belastungen der Nirtschaft notwendig machen. Eine :igentümliche Propaganda der In; ;titute und behördliche Einwirkuns jen zugunsten ihrer Inanspruchnahme ‚erschlimmerten das Übel. Vor dem Sriege wurden 31 Prozent der jparkasseneinlagen im Personalkrelitgeschäft verwandt. Der Satz ist xurzeit bis auf 67 Prozent angewachs» jen. In bedenklicher Form und ohne x<ritik der Unterlagen wurden viels ach die Geschäfte betrieben. Enorme Verluste an Öffentlichen Geldern ind dadurch verschuldet wor: len. Eine Folgeerscheinung dieser Aißstände war die Nachfrage der 5irozentralen auf dem Geldmarkte ınd die dadurch veranlaßte weitere Steigerung der Kreditkosten im vers jangenen Jahre. Wir halten ein baldiges behörd: iches Eingreifen für erforderlich, ım die Übersetzung im öffentlichen Zankwesen zu beseitigen. Die Spars xassen müssen wieder ihrer ur: ;prünglichen Tätigkeit zugeführt Das kommunale Bankwesen. 11