rung selbst. . Rationalisierung ist nichts anderes als die vernunftge- näße Anwendung aller technischen ınd organisatorischen Mittel, um lie Ergiebigkeit der menschlichen Arbeit so stark als möglich zu stei- zern. Nun hängen aber zunächst sinmal die wirtschaftlichen Er- folge von den natürlichen Bedin- gungen des Bodens, des Klimas usw. und vor allem auch von der Arbeit eines jeden einzelnen Men: schen ab, gleichgültig, an welcher Stelle des großen Produktionspro- zesses der einzelne auch stehen mag. Ein Rationalisierungsprozeß in ‚rgendeinem Betriebe oder Unter: 1ehmen kann nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn jeder einzelne stets selbst danach strebt, 3äin Maximum zu erzeugen. Dieser Appell an die allgemeine wirtschaft: üche Arbeitsamkeit hat selbstver: ständlich ebenso bindende Wirkung ir die Gesamtheit der Arbeitneh- mer wie für die den Produktionspro- zeß verantwortlich führenden Be- ;riebsleiter und Eigenunternehmer. Den in leitender Stellung tätigen Personen liegt — in diesem Zus sammenhang gesehen — die Pflicht ob, alles Vermeidbare und Unnötige aus dem Arbeitsprozeß herauszu-: ı1ehmen. Es müssen auch alle un: nötigen Unkosten vermieden und die Lagerhaltung auf ein Mindest: maß beschränkt werden. An der hohen Zinsbelastung müs- sen vorläufig bedauerlicherweise noch oft Pläne für eine Verbesse: rung des Produktionsprozesses scheitern. Steigt die Zinsbelastung aus einer Produktionsverbesserung über die Summe für ersparte Löhne, so ist diese unrationell. Die Inten- sivierung eines Betriebes durch Neu: investierung von Kapital ist nur dann rentabel, wenn dadurch so viel Bruttogewinne erzielt werden, daß mindestens die Zinsbelastung und die höheren Ahschreibungs: costen gedeckt sind. Dabei ist es ‘leichgültig, ob fremdes oder eigenes Capital investiert wird. Denn auch jas eigene Kapital muß als un: ‚entabel angelegt gelten, wenn es ıicht mindestens den normalen Zins ‚rarbeitet. Die nüchterne Berech» ıung zwingt‘ daher leider in der Zegenwart oft dazu, von Neu- nvestitionen von Kapital zur Ver: ‚jesserung des Produktionsprozesses ıbzusehen. Um so mehr müssen ırbeitstechnisch und organisatorisch lie Verbesserungen durchgeführt werden, die mit verhältnismäßig ieringen Unkosten oder ganz ohne jeldmittel möglich sind. Die speziellen Maßnahmen für die Verwirklichung der gekennzeichne: ‚en Ziele findet man in dem Leit: atz, möglichst Gleichar:- iges zu erzeugen und zu verwenden, d, h. die Grund: age für eine Massenherstellung zu chaffen. Bei der hoch entwickelten Technik, die wir heute auf fast allen Zebieten industrieller Arbeit anwen- len, verursacht die Aufnahme der Jerstellung eines neuen Gegenstan- lies oder die Vereinfachung der Ar- ‚eitsziele eine lange Reihe von Vor: yereitungsarbeiten. Dies erfordert ıicht nur ungewöhnlich viel und ntensive Arbeit in den Betrieben, jondern vor allem auch viel Geld. Zei der ungeheuren Mannigfaltig: zeit unserer Produktion, der großen Capitalknappheit und den unerträg: ichen öffentlichen Lasten ist mit ılem Nachdruck darauf hinzur veisen, daß die Arbeiten in der Aichtung der technischen und or: janisatorischen Verbesserungen des ’roduktionsprozesses zur Zeit noch ‚icht in dem wünschenswerten. Um: ange durchgeführt werden können, Immerhin ist anzuerkennen, daß ‚uf den beiden Gebieten der Nor- nung und Typisierung schon ı1eute Fortschritte erzielt sind. Der Normenausschußderdeut: Vormung und Typisierung.