tragsbüro zugeleitet, das für die weitere Bearbeitung und Ausführung des Auftrages verantwortlich ist. Zur leichteren Übersicht werden alle Aufträge, die ja oft in sehr verschiedener Form und Fassung eingehen (durch Brief, Postkarte, Telegramm, in fremden Sprachen usw.), auf einen für alle Fälle einheitlichen Vordruck übertragen. Zunächst werden sie laufend in ein Auftragsbuch einge- tragen und erhalten hierbei ein fortlaufendes Symbol, das sie von nun ab auf ihrem Weg durch den ganzen Betrieb charakterisiert. Hierdurch wird zweierlei erreicht: erstens eine leicht zu merkende und stets gleichartige Kennzeich- nung, unter der alle zu einem Auftrag gehörenden Werk- stoffe, Teilfabrikate und Arbeitsunterlagen laufen, und zwei- tens die Möglichkeit, alle für einen Auftrag entstehenden Kosten unter diesem Symbol zu sammeln und lückenlos der Abrechnung zuzuführen. Über die zweckmäßigste Symbolisierung von Fabrikauf- trägen, Teilaufträgen, Fabrikationsteilen und anderen betrieb- lichen Elementen gehen die Ansichten weit auseinander. Die von Taylor zuerst ins Leben gerufene mnemotechnische Sym- bolgebung, die in Deutschland besonders von Michel und Seu- bert propagiert wird, gelangt zu sehr geistreichen, aber oft ebenso komplizierten Kennzeichen, z. B. ZV 02510 ADMK 10. Im allgemeinen sind einfache (stets arabische!) Ziffern allen andern Symbolen vorzuziehen, weswegen wir in dieser Dar- stellung nur von Auftragsnummern reden wollen. Die Auftragskarte (Abb. 3), oft auch Lieferschein, Auf- tragsschein, Werkauftrag 0. ä. genannt, enthält alle für die Erledigung wichtigen Daten: Auftragsnummer, Besteller und Versandadresse, Umfang und Gegenstand des Auftrags, Ausführungsvorschriften, Preis- und Zahlungsbedingungen, Lieferfrist oder Lieferprogramm. Sie wird zweckmäßig in mehreren Durchschriften her- gestellt, von denen jede Stelle, die mit dem Auftrag zu tun hat, ein Exemplar erhält, z. B. der Einkauf, die Buch-