sich dauernd über die Marktlage eingehend unterrichtet. Markt- und Börsenberichte, Preislistensammlungen, Beach- tung der Preiskonventionen und Kartellbeschlüsse geben ihm das nötige Material für seine verantwortungsvolle Auf- gabe. Nicht minder hat er dauernd über die normalen Lieferfristen zu wachen, die bei Einhaltung eines bestimmten Fabrikationsprogramms zu beachten sind. Denn der Betrieb kann nur dann für dessen Einhaltung bürgen, wenn er sich auf das pünktliche Eintreffen der Rohstoffe unbedingt ver- lassen darf. Unzählige Verzögerungen sind auf bedauerliche Unkenntnis der nötigen Lieferzeiten der Rohstoffe zurück- zuführen, die in Zeiten der Hochkonjunktur vielfach mehrere Monate umfassen, so bei bestimmten Blechsorten, bei Stahl- gußteilen, elektrischen Ausrüstungen, Teilen aus Isolations- material, Leder, Gummi usw. In solchen Fällen darf oft nicht darauf gewartet werden, bis die technischen Unter- lagen an das Arbeitsbüro gelangt sind. Je eher das Material bestellt wird, um so schneller kann der Auftrag vom Be- trieb erledigt werden, und so wird der Anstoß zur Material- bestellung vielfach schon frühzeitig vom Konstruktionsbüro gegeben, sowie sich übersehen läßt, welche Art und Menge von Werkstoffen für den Auftrag benötigt werden. Das kann häufig schon an Hand der Projektzeichnungen geschehen, lange bevor die Zeichnungen und Stücklisten an das Arbeits- büro gelangen. Dabei darf dann aber nicht versäumt wer- den, von diesen Materijalbestellungen dem Arbeitsbüro Mit- teilung zu machen, damit es bei der Durcharbeitung der Stücklisten im Bilde bleibt, welche Werkstoffe noch zu bestellen sind. Jede Materialbestellung an den Einkauf, die sich auf Auftragsmaterial bezieht, hat daher das Arbeitsbüro zu durchlaufen. Und ebenso erhält es Durchschlag von jeder Einkaufsbestellung, die an Lieferanten herausgeht, so daß der Kreislauf der Materialbestellung zwischen Kon- struktionsbüro, Einkauf und Arbeitsbüro jederzeit ge- schlossen bleibt. Von größter Wichtigkeit ist die Beachtung der Material- lieferzeiten für Betriebe, die in Fließarbeit produzieren und deren Materialvorräte mit Rücksicht auf die großen zu ver- arbeitenden Mengen und den hierfür nötigen enormen