rückwärts vorgehen. Man legt zunächst den Termin fest, an dem der Auftrag ausgeliefert werden soll, bestimmt dann die Zeit für.den Zusammenbau in der Werkstatt und er- hält so die einzelnen Termine für den Beginn der vorher- liegenden Arbeitsgänge, für das Eintreffen und die Be- stellung des Materials, für die Fertigstellung der Zeich- nungen. Schreibwerk und Auftragsvorbereitung. Jetzt endlich sind alle Vorbedingungen des Auftrags so weit geklärt, daß er für die Arbeitsvorgabe reif ist. Es bedarf mur der Übermittlung all der einzelnen Daten, die in der Vorkalkulation, dem Terminbüro, dem Fertigungsbüro festgelegt worden sind, an den ausführenden Betrieb. Diese Übermittlung kann nur schriftlich geschehen. Zu vielfältig sind die Aufgaben, die einer Fabrik auch nur mitt- leren Umfangs gestellt werden, als daß man mündliche Abmachungen gelten lassen könnte. Gewiß ergibt sich hieraus eine nicht unbeträchtliche Schwerfälligkeit in der ganzen Arbeitsabwicklung; sie muß aber mit in Kauf ge- nommen werden, wenn der Betriebsleiter nicht jede Kon- trolle verlieren will. Ein endgültig aufgestellter Fertigungsplan, wie er als Unterlage für die Auftragsabwicklung dienen kann, ist in Abb. 16 wiedergegeben. Er gelangt vom Arbeitsbüro in die Hände des Werkstättenleiters oder des Meisters, wobei durch Vervielfältigungsverfahren erreicht werden kann, daß jede Werkstatt nur denjenigen Teil des Fertigungsplans erhält, der für sie von Interesse ist. Formen solcher Pläne gibt es unzählige. Sie wechseln je nach dem Einzelzweck und je nach den Grenzen, innerhalb derer die Arbeitsvorbereitung durchgeführt ist. Auch hier lassen sich keine Rezepte geben. Doch ist es gut, sich daran zu erinnern, daß die eigentliche Kunst auch hier darin liegt, mit möglichst wenig und nicht mit möglichst viel auszukommen. Jede Vorschrift und jeder Vermerk, der nicht im lebendigen Betrieb ausgewertet wer- den kann, ist überflüssig und schmälert das wirtschaftliche Endergebnis. In Betrieben mit gröberer Arbeitsweise und vorwiegender Einzelfertigung verzichtet man daher auch A]