Seiten des Arbeitsbüros. Entweder geht eine Stückliste jedes Auftrags an die Lagerverwaltung und diese muß die auf ihr vermerkten Stoffe für die spätere Abforderung bereithalten, oder die fertig ausgeschriebenen Materialzettel werden dem Lager zum gleichen Zweck zugestellt. Das gleiche gilt für das beim Lieferanten bestellte, aber noch nicht eingetroffene Material. Über dieses darf das Lager für einen späteren Zeitpunkt bereits verfügen, auch wenn es zur Zeit noch nicht greifbar ist. Wir erhalten also zwei getrennte Bewegungen, welche die Lagerverwal- tung überwachen muß: die Bewegung der körperlich vor- handenen Mengen, nämlich Eingang, Ausgang und tatsäch- lichen Bestand, und die Bewegung über die verfügbaren Mengen, nämlich Lagerbestellung, vorgemerkte Menge und verfügbaren Bestand. Zeitlich spielt sich dieser Vorgang in folgenden Stufen ab: 1. beim Lieferanten bestellt aber noch nicht eingegangen, 2..eingegangen aber noch nicht vorgemerkt, 3. vorgemerkt aber noch nicht abgefordert, 4. abgefordert, also nicht mehr vorhanden. Die Lagerkartei. Alle diese Vorgänge verfolgt man auf einer Lagerkartei, die getrennt nach Sorten für jeden Werkstoff und jedes Halbteil eine besondere Karte führt (Abb. 21). Alle Bestellungen, Vormerkungen, Eingänge und Ausgänge sind hier einzutragen, wobei jedesmal die Menge und die Belegnummer notiert wird, also bei Bestellungen und Eingängen die Einkaufs- oder Bestellnummer, bei Vor- merkungen und Ausgängen die Auftragsnummer. Nach jeder Bewegung ist der Saldo zu ziehen, so daß ein Blick auf die Karte den jeweiligen Bestand zeigt und ebenso die verfügbare Menge. Man erhält so ohne körperliche Auf- nahme eine laufende Lagerinventur, welche die jährlichen Abschlußarbeiten ungemein erleichtert. Lagerfachkarten. Vielfach findet man an jedem Lagerfach eine besondere Bestandskarte, die der Lager- arbeiter bei Eingang und Entnahme auf dem laufenden zu halten hat. Im allgemeinen muß von diesen Karten ab- geraten werden. Ist die Hauptkartei ordnungsmäßig ge- 0