<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Hans</forname>
            <surname>Brasch</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>176196223X</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>Aufwandes ergibt, ob und wo die Unkostenpläne eingehalten 
oder überschritten worden sind, so daß man an den rich- 
tigen Stellen wirkungsvoll nachfassen kann. 
Je rascher der Betrieb in den Besitz der tatsächlichen Ver- 
brauchsziffern gelangt, um so besser wird er sich nach dem 
Kostenplan richten können. Über die notwendige Geschwin- 
digkeit in der Heranschaffung dieser statistischen Ziffern 
siehe unter Statistik S. 131. 
Die Erfahrungen mit der Budgetrechnung sind besonders 
ın Europa noch nicht sehr umfangreich. Die amerikanische 
Betriebswirtschaft ist des Lobes voll über die Wirksamkeit 
von Haushaltsplänen für den Betrieb. In der Tat werden 
den Meistern und Unterbeamten durch solche Pläne häufig 
erst die Augen über einen Lebensnerv ihres Betriebes, näm- 
lich über seine Kosten geöffnet, so daß sie bereits nach 
kurzer Zeit volles Verständnis für die Gedankengänge des 
Kostenplans haben und selbst in allen Einzelheiten für die 
Einhaltung des Budgets sorgen, ja es durch Sparsamkeit zu 
unterschreiten versuchen. Eine sinngemäße Anwendung muß 
natürlich auch hier dafür sorgen, daß keine Nachteile ent- 
stehen. So dürfen Ersparnisse an Reparaturkosten nicht 
so weit getrieben werden, daß die Schlagbereitschaft des 
Produktionsapparates darunter leidet. Von solchen Einzel- 
heiten abgesehen jedoch können die Wirkungen von Kosten- 
plänen für Betriebe jeder Art nicht hoch genug veranschlagt 
werden. Geben sie doch erwünschte Gelegenheit, die Kluft 
zwischen kaufmännischem und technischem Denken, die bei 
den einzelnen Organen eines jeden Betriebes vorhanden ist, 
zu überbrücken, indem auch der untergeordnete technische 
Mitarbeiter daran gewöhnt wird, mit kaufmännischen Ziffern 
zu denken und sie täglich zu seiner eigenen Prüfung vor 
Augen zu sehen. 
h) Auswertung und Statistik. 
Wir haben die Vorbereitung, Ausführung und Abrechnung 
des Fabrikationsprozesses in seinen hauptsächlichen Stadien 
verfolgt. Jetzt schließt sich der Kreislauf der Organisation, 
um zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Der Kreislauf des 
8</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
