stigung für drei Positionen aus Eisen geges »en worden, nämlich für Bolzen aus Eisen und Stahl, Schrauben aus Eisen und Stahl und Beschläge aus Eisen und Stahl für Möbel. Diese Ausdehnung ist, soweit ich weiß, eine an sich bedeutungsvolle. Sie geht aber lange nicht so weit, wie es von deut; scher Seite gewünscht worden war. Ich nöchte mit besonderer Betrübnis hervor» neben, daß es nach diesem Telegramm unse» ren Unterhändlern nicht geglückt ist, die Meistbegünstigung für Häute, Samt und Seide zu erreichen, wo auch dieser Versuch gemacht worden war. Auch in Italien wird 1ach der Meinung sämtlicher Sachverstän» ldiger ein endgültiger Abschluß nur dann nöglich sein, wenn inzwischen unser Zoll; rarıf entschieden ist. Meine Herren, ich wende mich nun zu Frankreich, Mit Frankreich ist bekannt, ich, nachdem man 5 Monate lang hinterein- ander verhandelt hatte, am 28. Februar ein Notenwechsel zustande gekommen. Dieser Notenwechsel enthält aber, wie ich noch nals ausdrücklich betonen möchte, weil es vielfach mißverstanden worden ist, in kei: ner Weise irgendeine wirtschaftliche posi- tive Abrede. Es ist kein Wirtschaftsabkom:- men, kein provisorischer Handelsvertrag, sondern es ist nichts anderes, als die Ver: einbarung von Richtlinien für die Verhandz lungen. Die Richtlinien sind gegeben sowohl für ein Provisorium wie für ein Definitivum. Die Verhandlungen auf Grund dieser Richt: inien haben seit dem 16. März begonnen und scheinen sich in nicht wesentlich schnel- lerem Tempo zu vollziehen wie die früheren Verhandlungen. Es ist in Aussicht genom- men nach diesem Notenwechsel, ein Provi- sorium auf neun Monate abzuschließen. Augenblicklich befinden wir uns ja mit Frankreich in einem vertragslosen Zustande seit dem 10. Januar. Es besteht nur eine Art kleiner Waffenstillstand, indem man Sich gegenseitig zugesagt hat, daß man keine be: sondere Verschärfung eintreten lassen will. Nun soll von dem Augenblick, wo das Pro: visorium zustande kommt, dieses Proviso- :jum für neun Monate gelten. Während des Provisoriums soll auf beiden Seiten keine volle Meistbegünstigung gewährt werden, sondern auf deutscher Seite würde grund: sätzlich die Meistbegünstigung gegeben wer- den mit gewissen Ausnahmen. Auf franzö- ;ischer Seite ist ein etwas komplizierteres System von 4 Graden vorgesehen. Für ge- wisse Waren soll der Minimaltarif gegeben werden, der ja unserer Meistbegünstigung ıngefähr entspricht, und zwar der geltende Minimaltarif in Frankreich. Für eine Reihe ron anderen Waren der künftige Minimal; arif in Frankreich, d. h. der, der nach der veuen Gesetzgebung in Frankreich, die im >’arlament aber noch nicht erledigt ist, in \ussicht genommen ist. Der Minimaltarif st für das Provisorium nach der französi: schen Idee eine Ausnahme. Die Regel für las Provisorium soll ein Zwischentarif zwir ichen Minimal: und Maximaltariftarif sein, ınd endlich soll in den Fällen, in denen wir an der Ausfuhr gar kein Interesse haben, jer Maximaltarif für uns gelten. Für das Definitivum — und das ist nun las wesentlichste Ergebnis der Verhandlun- zen, die bisher in Frankreich geführt worden nd — ist grundsätzliche Einstimmigkeit larüber, daß auf beiden Seiten Meistbegün- tigung gegeben werden soll. Allerdings hat ch Frankreich vorbehalten, für einige we: ge Waren und für eine beschränkte Zeit ‚uch im Definitivum noch Ausnahmen von ier Meistbegünstigung für sich zu verlangen. an hat sich weder über die Waren bisher rgendwie geeinigt noch über die Dauer, für lie das sein soll. Aber aus dem Wortlaut ies Notenwechsels geht hervor, daß es, wie ch sagte, sich um Ausnahmefälle, um venige Waren handeln soll und um eine zurze beschränkte Zeit. Dieses Ergebnis, las Frankreich für das Definitivum zusagt, ıach einer kurzen Übergangszeit zum vollen Drinzip ‚der gegenseitigen Meistbegünsti- sung überzugehen, ist der wesentlichste, :igentlich der einzige Erfolg der bisherigen Verhandlungen in Paris. Es ist interessant zu sehen, was der französische Handels- ninister Reynaldy in einer großen Rede, die er ım 6. März dieses Jahres gehalten hat, nach lieser Richtung hin ausführt. Die Rede ‚eichnet sich nicht gerade durch Deutlich: zeit aus, weil er den Versuch macht, das ısherige handelspolitische System zu ver: eidigen, andererseits aber zu erklären vers ucht, warum dieses System nicht aufrecht: rhalten werden kann. Herr Reynaldy schil: lert zunächst die Vorzüge und die Nachs eile dieses Systems, was bekanntlich darin ‚esteht, daß Frankreich nur ausnahmsweise len Minimaltarif geben kann und unter den Minimaltarif unter keinen Umständen her: ıntergehen kann. Er schildert also die Vors züge, die dies für Frankreich gehabt hätte, ügt aber zu gleicher Zeit hinzu, daß die Verhandlungen mit einer Reihe von Län- lern, insbesondere die Verhandlungen mit Deutschland ergeben hätten, daß es absolut