holländischen Zwischenhandels in Kolonialartikeln zu erledigen. Sie nur können die iberseeischen Märkte, nach denen sich unsere Industrie sehnt, erwerben helfen; ahne sie bleibt Deutschland ziemlich wehr- und machtlos fremden Anmaßungen und Bedrückungen gegenüber, und entbehrt des Haupthebels seiner nationalen Schiff- fahrt.“ Wieder wird der Artikel 19 der Bundesakte angerufen. Ebenda S. 143: ‚Daß die Nation beieinander stehe und immer mehr und enger verschmelze, ist bei allem die Hauptsache . . .“ „Die verdächtige Partie des hamburger Handels ist der bisherige Zwischenhandel Englands, Frankreichs und Hollands über Hamburg. Weil dem übrigen Deutsch- and dabei fast alle Gelegenheit zum Gegenabsatz seiner Erzeugnisse entgeht, selbst lie deutsche Schiffahrt den Frachtverdienst, der ihr rechtmäßig zukommt, ver- .erb , . .“ . „Weil vielleicht bis jetzt die einzigmögliche Weise, in der sich Österreich dem übrigen deutschen Handelskörper anschließen kann, darin liegt, . . . Österreich gewinnt für sich dabei das Ansehen und den Einfluß. den es seit der Gründung des Zollvereins verloren hat.“ Ebenda S. 146. Der Artikel 19 der Bundesakte wird nochmals angerufen. „Der Bundestag nuß aus einer Diplomatenversammlung ein deutsches Parlament werden.‘ Eben- da S. 147. 138 Hier gibt es auch für List Differenzzölle auf Rohstoffe und Seeprodukte, wenn sie auf fremden Schiffen oder in indirekter Fahrt ins Zollgebiet kommen. Der Zweck aber ist, die Einfuhr von Baumwolle u. a. über Liverpool und Le Havre aufhören zu machen, so daß die direkt. eingeführten Rohstoffe unbelastet bleiben. ZVBL. 1845, S. 323. 139 ZVBl. 1846, S. 16%. 140 Vgl. auch „Blicke in ‚die. Zukunft“. ZVBl. 1846, S. 20f£., 36ff.; bei Häusser, Bd. II, S. 414, 430 und die Sätze über Österreichs Verhältnis zu Deutsch- ‚and in der obigen Anmerkung. 141 Im zweiten Teil der Abhandlung „Lists System der politischen Ökonomie‘ in „List-Studien‘“ Bd. I, 1927) werden die Strukturprobleme der Listschen und der klassischen Lehre und die Bedeutung des Listschen Weltbildes der Jahre 1843—46 genauer und ausführlicher erforscht. 142 Dies trotz steigender Ausweitung des geschichtlichen Horizontes. List studiert Eichhorn (Häusser II, S. ı55) und spricht selbst vom Domesday Book (ebenda S. 171) und: behandelt die Wirtschaftsgeschichte der Antike (ZVBl. 1844, S. 522 ff.) und er vertieft in dem großen Aufsatz „Die politische und 5konomische Nationaleinheit der Deutschen“ seine Ansichten üher das Zeitalter der Feudalität. (Häusser II, S. 394f£.). 143 Vgl. hierzu Häusser a.a. O. Bd. II, S. 42, ferner W. Notz, „Friedrich List ın Amerika‘ in Weltwirtschaftl. Achiv Bd 22, S. 281. Lists Vorschlag an Jackson für die Begründung eines Welthandelskongresses. Die beste Gestaltung dieses Pla- aes, der in verschiedener Form immer wieder bei List auftaucht, bringt aber die Preisschrift, Wir geben wegen des lebendigen Interesses noch für die Gegenwart zinen längeren Teil des Textes wieder. Im Kap. 26 mit dem Titel „Des moyens les plus propres ä favoriser et ä amener la libert& commerciale“ heißt es unter an- lerem: „Le meilleur moyen pour preparer et amener l’6tablissement de ces mesures vienfaisantes entre deux ou plusieurs nations interess6es, ce serait d’instituer un zongres commercial universel, ol toutes les nations delegueraient des hommes experiment6s, competents et entendus dans la mati@re, congrös, qui n’aurait Yautre mission ni d’autre but que de consulter et de deliberer sur les interö&ts com- mnuns et reciproques de toutes les nations, ou sur les inter@ts des nations manu- Facturieres vis-A-vis des nations agricoles ou ä demi civilis&es et des colonies au sur les inte&röts des puissances manufacturiöres et commercantes de second a de troisieme ordre vis-A-vis de la nation. predominante, .. . La lumidre