Vorbemerkung. Der von dem Ausschuß zur Untersuchung der Erzeugungs- und Absatzbedingungen der deutschen Wirtschaft (Enquete-Ausschuß) ein- gesetzte Unterausschuß für Gewerbe: Industrie, Handel, Handwerk (11T. Unterausschuß) hat in seiner 4. Sitzung am Mittwoch, den 30. Juli 1926, eine aus Mitgliedern des Unterausschusses gebildete‘ Arbeitsgruppe beauftragt, die Erzeugungs- und Absatzbedingungen der deutschen eisen- erzeugenden und eisenverbrauchenden Industrie unter Zuziehung sach- verständiger Vertreter dieser Industrien zu untersuchen und die Ergeb- nisse der Erhebungen dem Unterausschuß vorzulegen. Die Arbeits- gruppe hat ihre Arbeitsgebiete in vorbereitenden Besprechungen fest- gelegt, an denen Vertreter der eisenerzeugenden und eisenverbrauchen- den Industrie, der Gewerkschaften und der Wissenschaft teilgenommen haben. Auf Grund dieser Besprechungen. behandelte die Arbeitsgruppe als ersten Untersuchungsgegenstand die Rohstoffversorgung der deut- schen eisenerzeugenden Industrie. Die Vorbesprechungen haben zu Anfragen an sachverständige Per- sönlichkeiten geführt, um die für die Untersuchung erforderlichen Unter- lagen zu beschaffen; ihre Auskünfte sind den Anlagen beigegeben. Dort befinden sich außerdem die Angaben der Behörden, die für die Arbeiten eine wichtige Unterstützung bildeten. Auf der go gewonnenen. Grundlage war es möglich, die Fragebogen für die mündlichen Vernehmungen der Sachverständigen aufzustellen. Die Ergebnisse der Vernehmungen bilden in Verbindung mit dem eonstigen Material die Unterlagen des hiermit vorgelegten Berichtes. Die Protokolle sind in den Anlagen beigefügt. Bei der Sammlung und Bearbeitung der Unterlagen wie bei der Befragung der Sachverständigen und der Erstattung des Berichtes haben die Herren Köngeter und Dr. Schneider als ständige sachverständige Berater der Arbeitsgruppe eine wertvolle Mitarbeit, geleistet. Die wichtigsten Rohstoffe der deutschen eisenerzeugenden. Industrie sind Eisenerze und Eisenschrott, die Träger des metallischen Eisens (Fe-Träger), Koks und verschiedene Arten von Kalkerzeugnissen. Die Bereitungsstoffe Koks und Kalk machen einige Vorbemerkun- gen notwendig. Die Versorgung mit Koks konnte aus diesem Aufgaben- kreis ausgeschaltet werden, da die entsprechenden Untersuchungen durch eine besondere Arbeitsgruppe vorgenommen werden, die mit der Untersuchung der Kohlenwirtschaft beauftragt ist. Diese Aufteilung des Untersuchungsgegenstandes wurde durch die nachfolgenden Über.