1924 von 33,28 % (luxemburgische Minette) bis 63,45 % (Schwedenerze). Die Professoren Beyschlag und Krusch geben folgende Fe- bzw. Mn-Gehalte für Auslandserze an’): Französische Minette. . . Normandie-Erze . . ... Algerische, tunesische Erze Brasilianische Erze . Schwedische Erze . Norwegische Erze . Krivoj-Rog-Erze . Polnische Erze . ... Kaukasische Manganerze Brasilianische Manganerze 33 bis 37% Fe, 45 % Fe, 58% Fe, 57 bis 72% Fe, 58 bis 72%. Fe, 10 bis 50% Fe, 55 bis 69% Fe, 27 bis 39% Fe, 50% Mn, is 50% Mn. ‚Die industrielle Verwertbarkeit der einzelnen Auslandserze richtet Sich, abgesehen vom Eisengehalt, in erster Linie nach ihrem Gehalt an Mangan und Phosphor sowie nach ihrem Gehalt an Rückstand (Kieselsäure), der durch Kalksteinzuschlag verschlackt werden muß. Ein hoher Phosphorgehalt macht das Eisenerz besonders geeignet zur Er-&eugung von Thomasroheisen, während ein niedriger Phosphorgehalt Wie auch ein hoher Mangangehalt für die Erzeugung bestimmter Sonderroheisensorten. besonders günstig ist, _ Für das Zollgebiet heutigen Umfanges, ohne Saar, läßt sich die Einfuhr in der Vorkriegszeit nicht berechnen, weil die Handelsstatistik hicht angibt, in welche Teilgebiete des Deutschen Reiches die Einfuhren erfolgt sind. Die Güterverkehrsstatistik ist gleichfalls für eine derartige Berechnung nicht brauchbar. Es ist jedoch anzunehmen, daß von den verlorenen Gebieten im wesentlichen nur Ostoberschlesien an der über-Seeischen Erzeinfuhr beteiligt gewesen ist, während das Saargebiet, Lothringen und Luxemburg die Haupteinfuhr von französischer Minette an sich gezogen haben dürften. .. Im Jahre 1925 wurden 11,5 Millionen Tonnen und im ersten Halb-Jahr 1926 rund 4 Millionen Tonnen Eisenerze in das Zollgebiet heutigen Umfangs eingeführt. Die Erzeinfuhr der Nachkriegszeit weicht also der Menge nach von der der Vorkriegszeit nicht erheblich ab, aber die Vorkriegserzförderung ermöglichte 9*/, Millionen Tonnen Roheisenge-Winnung aus heimischen Erzen, während die Nachkriegsförderung nur PC - 2 Millionen Tonnen Roheisenerzeugung aus deutschen Erzen erlaubt. Der Eisengehalt der Erze konnte für die Nachkriegszeit noch nicht festgestellt werden. Im allgemeinen wird man aber sagen können, daß In der Nachkriegszeit höherwertige Erze als in der Vorkriegszeit eingeführt worden sind. Die Bezugsländer waren in der Vorkriegszeit hauptsächlich Schweden, Spanien, Frankreich, Nordafrika und Kanada. In der Nachkriegs-Zeit ist bei weitem der größte Teil der Erze, etwa zwei Drittel der Gesamteinfuhr, aus Schweden bezogen worden. An zweiter Stelle steht ') Deutschlands künftige Versorgung mit Eisen und Manganerzen.