Elsaß-Lothringen nicht nochmals in den Zahlen für Frankreich (Fran- zösisch-Lothringen) enthalten sind. Eine Trennung der Zahlen für Elsaß und für Lothringen, wie im Jahre 1913, findet in der Güterbewe- gungsstatistik des Jahres 1925 nicht mehr statt. Für die Zwecke dieser Untersuchung ist das jedoch unerheblich, da der eisenindustrielle Ver- kehr des Elsaß mit Rheinland-Westfalen kaum ins Gewicht fällt. Es ist wichtig, festzustellen, welcher Verkehr zwischen dem Nord- westen des deutschen Zollgebiets, Rheinland-Westfalen, und dem ge- samten Südwesten des ehemaligen deutschen Zollgebiets, Lothringen, Luxemburg und Saar, einschließlich des benachbarten Französisch- Lothringen stattgefunden hat. HEinem Gesamtversand montanindu- strieller Erzeugnisse vom Südwesten nach Nordwesten in Höhe von rund 6,6 Millionen Tonnen im Jahre 1913 steht ein Versand von nur 1,2 Millionen Tonnen im Jahre 1925 gegenüber. Der Verkehrsrückgang vetrug also 81,8 %, Einem Gesamtempfang von rund 9,8 Millionen Tonnen im Jahre 1913 steht ein Empfang von rund 6,4 Millionen Tonnen im Jahre 1925 gegenüber. Der Verkehrsrückgang betrug hier demnach 34.5 %. Der Empfang des Südwestens an rheinisch-westfälischer Kohle und Koks spielt mengenmäßig die Hauptrolle. Es wurden auf dem Bahn- wege rund 9,4 Millionen Tonnen Kohle und Koks im Jahre 1913 gegen und 6,4 Millionen Tonnen Kohle und Koks im Jahre 1925 aus Rhein- land-Westfalen bezogen. Es ist also ein Rückgang im Kohlen- und Koksempfang 1925 im Vergleich zum Jahre 1913 von 32 % zu verzeich- nen. Welche Kohlen- und Koksmengen 1925 bzw. 1913 auf dem Rhein- strom bergwärts, z. B. nach Straßburg, gegangen sind, um von dort auf der Bahn nach Lothringen usw. versandt zu werden, läßt sich nicht ohne weiteres festetellen. Im Austausch gegen Kohle und Koks versandte der Südwesten auf jem Bahnwege nach Rheinland-Westfalen rund 3,9 Millionen Tonnen Erze im Jahre 1913 gegen rund 700000 Tonnen Erze im Jahre 1925. Rechnet man diese Erzmengen auf Grund ihres durchschnittlichen Eisengehalts von 30 % auf reines Eisen um, dann sind etwa 1,2 Mil- lionen Tonnen Eisen im Jahre 1913 gegen etwa 210 000 Tonnen Eisen im Jahre 1923 von den südwestlichen Gebieten nach Rheinland-West- falen versandt worden. Das sind also (für das Jahr 19253) 17,5 %' des Versandes im Jahre 1913 oder ein Rückgang von 82,5 %. Wieviel Eisenerz auf dem gebrochenen Wege (Bahntransport von Lothringen. bis Straßburg und Rheinschiffahrtsweg von dort bis Ruhr- ort) verfrachtet worden ist, läßt sich nicht genau ermitteln. Jedenfalls hat im Jahre 1925 nach der amtlichen Handelsstatistik die gesamte Erz- sinfuhr aus Frankreich einschließlich Französisch-Lothringens sowie les französisch gewordenen Elsaß-Lothringen rund 1,2 Millionen Tonnen Erze gegen 700000 Tonnen auf dem Bahnweg eingeführter Erze be- tragen. In den von der Handelsstatistik ausgewiesenen 1 207 300 Tonnen Erzeinfuhr aus Frankreich und Elsaß-Lothringen sind auch die aus der Normandie eingeführten Erze enthalten. N