vollstes Eisenerz der geschichtete Roteisenstein, der in der Hauptsache an die Grenze zwischen Mittel- und Oberdevon gebunden ist, dort lager- förmig auftritt, mehr oder minder starken Kieselsäuregehalt aufweist, aber auch unter Zurücktreten des Eisengehaltes kalkige Ausbildungs: formen zeigt. Sekundär ist dieser Roteisenstein in der Nähe der Tages- oberfläche und der tektonischen Spalten durch zirkulierende Wasser zermürbt, entkalkt, stärker verkieselt oder in Brauneisenstein umge- wandelt. Sein Eisengehalt schwankt zwischen 34 und 53 °/., wobei die untere Grenze nur dann bauwürdig erscheint, wenn Kalküberschuß vor- handen ist. Neben diesen Erzen finden sich in der Lahnmulde tertiäre An- Sammlungen von Brauneisenstein, der mehr oder weniger manganhaltig ist und in vollkommen unregelmäßigen Formen die Schlotten und Hohlräume des devonischen Massenkalkes erfüllt. Die Lagerungsverhältnisse der Mulden an Dill und Lahn er- Schweren den Bergbau außerordentlich, da. sich die karbonischen Fal- tungskräfte hier wohl am stärketen im ganzen rheinischen Schiefer- gebirge ausgewirkt haben. Auch die jüngeren Störungsperioden haben Selbstverständlich dazu beigetragen, die Undurchsichtigkeit der tekto- Nischen Vorgänge noch zu erhöhen. So kommt es, daß die ursprünglich flach gelagerten regelmäßigen Flöze jetzt ein wirres, zerrissenes Durch- “nander bilden, ein Durcheinander, in dem der wechselnde Metallgehalt Noch weitere Erschwerungen des Bergbaues mit sich bringt. Auch Ein- lagerungen des Nebengesteins sind häufige Erscheinungen. Ein großzügiger Bergbau scheint unter diesen Verhältnissen aus- Seschlossen, und Klein-, ja Zwergbetriebe, sind noch häufiger als im Siegerland. a . Nicht allein die Höhe der Gewinnungskosten, sondern mehr noch die ungleiche und unvorteilhafte Zusammensetzung der Erze drücken deren Wert. Neben hohem Kieselsäuregehalt, der starken Kalkzusatz erfordert und damit hohen Koksverbrauch bedingt, weisen die meisten Erze einen zwischen 0,2 bis 0,6°% _schwankenden Phosphor- Sehalt auf, der sie eigentlich nur für die Erblasung von Gießereiroh- ©lsen brauchbar erscheinen läßt. Daneben leiden sie noch stärker als die Siegerländer Erze unter der Konkurrenz der Auslandserze. Mit diesen Erzen der Dill- und Lahnmulde seien gleichzeitig die Lagerstätten auf dem mitteldevonischen Stringocephalenkalk des Tau- Mus und Soonwaldes besprochen. Sie ziehen sich von Ober-Rosbach bis Zur Lindener Mark bei Gießen, an welcher Stelle die Gießener Braun- “lSensteinwerke das bedeutendste Vorkommen an stark manganhaltigem Br auneisenstein in ausgedehnten Grubenanlagen gewinnen, und bilden Ne weitere Gruppe von wirtschaftlicher Bedeutung auf dem links- "heinischen Ufer zwischen Stromberg und Bingerbrück. .. Es handelt sich bei dieser letzteren Gruppe um ausgewaschenes, n Höhlungen und Senkungen des Kalkes zusammengetragenes Hauf- York, dessen Mangangehalt zwischen 12 und 45°, schwankt und im Durchschnitt bei 18 bis 23° % liegt, während der Eisengehalt etwa die Bieiche. Höhe erreicht. Störend ist ein Wassergehalt der Erze von 20 S KO "-