Auffaltung steilen Einfallen sind aber dabei nicht unerhebliche Abraum- mengen zu entfernen. . Es sind ferner große Mengen des relativ armen Roherzes zu gewinnen, wenn man für die Versorgung unserer Hütten ins Gewicht fallende Konzentratmengen erzeugen will. Das Erz enthält, wie gesagt, im Durchschnitt nur 33°% Fe. Nur ein Teil dieses Eisen- gehaltes ist in.den Erzstücken und -bohnen, die bis 50 °%, enthalten können, konzentriert, ein Teil ist aber auch ganz fein verteilt in dem die reicheren Erzbohnen zusammenhaltenden Bindemittel undı in den tauben Gesteinsbruchstücken. Die Gewinnung dieses Eisenanteiles wird technisch unmöglich oder unlohnend sein. Die Aufbereitung muß sich daher auf eine Gewinnung und Konzentrierung der Erzbruchstücke be- schränken unter Entfernung der praktisch eisenfreien oder eisenarmen Gesteine und der praktisch tauben Gerölle. Die abgestoßenen Schlamm- mengen und Berge enthalten daher im Durchschnitt noch 18° Fe, die nicht gewinnbar sind, Da auch der Eisengehalt der gewinnbaren Erz- stücke zwischen 30 und 50°, schwankt, ist gemäß den Ergebnissen der Versuche mit einem Konzentrat von 42° Fe zu rechnen. Es werden danach zur Erzeugung einer Tonne eines solchen Konzentrats 1,6 Tonnen Roherz von dem angegebenen Durchschnittsgehalt von 33° Fe benötigt, oder mit anderen Worten, aus einer Tonne Roherz 62,5 % Konzentrat gewonnen. Es müssen also erhebliche Mengen Roherz ge- wonnen werden, wodurch die Erzeugung des Konzentrats verteuert wird. Es fallen erhebliche Mengen von Bergen, und zwar überwiegend in Form von Schlamm an, welche gelagert oder beseitigt werden müssen, WO- durch weiter erhebliche Kosten erwachsen. Dann sind große Mengen Wasser nötig, um diesen Schlamm aus dem Erz herauszuwaschen, deren Beschaffung und Klärung auch große Kosten verursacht. Letzten Endes liegt das Konzentrat in Form von Gries und Sand vor und muß, bevor es dem Hochofen zugeführt werden kann, stückig gemacht werden, wO- durch erneut Kosten für die Brikettierung oder Agglomerierung ent- stehen, welche auf 2,50 RM. bis 3 RM. berechnet werden müssen. Nimmt man, um rund zu rechnen und gewisse Sicherheiten einzu- schließen, an, daß 2 Tonnen Roherz nötig sind, um 1 Tonne Konzentrat von 42% Fe, 0,7% Mn, 0,7% P, 3% CaO, 1% MgO, 13% SiOs, 5% Al.O0;, 6°% H,O zu erzeugen, so werden sich die Selbstkosten dieses Konzentrats wie folgt stellen: Die bergmännischen Gewinnungskosten im kombinierten Tage- und Tiefbau, bei welchem .die Abraummengen des Tagebaus als Versatz in den Tiefbau gebracht werden, und unter Verwendung ganz moderner maschineller Anlagen, werden mindestens 2,50 RM. pro Tonne Roherz oder für eine Tonne Konzentrat 5 RM. betragen; die Aufbereitungs- kosten werden sich in anbetracht des Wasserbedarfes und der durch die Schlammentwässerung bedingten hohen Unkosten auf 1,50 RM. stellen, zusammen die Betriebskosten also auf 6,50 RM. Die Anlage- kosten einer Betriebseinheit für die Erzeugung von 360000 Tonnen Konzentrat jährlien werden betragen etwa 5 000 000 RM., was bei einer 10prozentigen Amortisation die Tonne mit rund 1,50 RM, belastet. Mithin betragen die Gestehungskosten ohne Verzinsung def hineingesteckten Kapitals 8 RM. pro Tonne Konzentrat