Wickelte Gebiete mit einem starken eigenen Eisenverbrauch und großem Neuschrottentfall in den Stahl- und Walzwerken. Wer den Aufbau der umfangreichen Hütten in Lothringen und Luxemburg kennt und bedenkt, daß diese Werke gerade im letzten Jahrzehnt vor dem Kriege aufgebaut worden sind, muß zugeben, daß viele Millionen Tonnen investierten Eisens auch für die künftige deutsche Schrottversorgung verloren sind. Aber auch sonst hat der Ver Ssailler Vertra g eine schwere Beeinträchtigung unserer Schrottquellen mit sich gebracht. 5000 Loko-Motiven und 150 000 vielfach völlig aus Eisen und Stahl gebaute Eisenjahnwagen sind. ebenso wie die deutsche Handelsflotte und die Kriegs-Äotte weggenommen worden. Zieht man aus dem Vorstehenden die Schl ußfolgerung, dann tut man gut, eine Schätzung des Schrottentfalls für künftige Zeiten nicht auf ein volles Jahrzehnt hinaus, wie es bei Lange der Fall ist, vorzunehmen, denn der Schrottentfall muß mit mindestens zwei unbekannten Größen rechnen: erstens mit der nicht vorauszusehenden Entwick-(ung der Stahl- und Walzwerkserzeugung sowie der Erzeugung: von Roheisen und Gießereiwaren, und zweitens mit der durch den Versailler Vertrag usw. gestörten, beeinträchtigten und verlangsamten Rückkehr von Alteisen. Es mag zu erwarten sein, daß sich die Entfallmenge des Jahres 1924 und 1925, unter Berücksichtigung der Ein- und Ausfuhr, in Höhe von 6 bis 6% Millionen Tonnen um gewisse Mengen in der Zukunft übertreffen 1äßt. Selbst wenn wir über 7 Millionen Tonnen ainaus bis auf 8 und 9 Millionen Tonnen jährlichen Schrottentfall kämen, väre dies nicht als ein besonderer Schrottreichtum anzusehen, weil bei der Verminderung unserer eigenen Erzbasis jeder höhere Schrottentfall gern gesehen und von den deutschen Eisenhüttenwerken gern aufgenommen wird. Nun behauptet Herr Lange weiter, daß der Schrottbedarf in der Gegenwart und Zukunft nicht mehr so groß gei als in der Verzangenheit und daß sogar ein „Schrottüberfluß“ bestehe. Schließlich wird erklärt, daß durch den zwischen Deutschland, Frankreich und Belgien geschlossenen Eisenpakt die Möglichkeit geschaffen würde, die in den Stahl- und Walzwerken der westlichen Eisenländer entfallenden Schrottmengen für deutsche Zwecke heranzuziehen, Hierauf ist folgendes zu bemerken: Auge der Entwicklung des Schrottmarktes im Laufe der letzten Jahre können für die Zukunft keinerlei Schlüsse gezogen werden, denn die Jüngste Vergangenheit hat keineswegs eine normale Entwicklung EeNoMmMmen, sondern ist durch die Stabilisierung der deutschen Währung, durch die Fr ankenzerrüt->ung, die zeitweilige Kapitalnot, dann durch die schwere Absatzkrise aufs schwerste beeinflußt worden. Das Frankendumping der französischen und belgisch-luxemburgischen Eisenindustrie auf dem Weltmarkt und auf dem deutschen Markt. hat die deutsche Eisen- und Stahlproduktion und damit zugleich den Schrottmarkt stark in Mitleidenschaft gezogen. Die zeitweilige Steigerung der Produktion und das Anziehen des Schrottpreises ist über ein Jahr lang durch das Frankendumping unterbrochen worden und hat zu einem Rückgang der Eisenerzeugung LU“