einmal ausgeschmiedet oder ausgewalzt zu werden... Ich habe mit Herrn Direktor Birawer nichts dagegen, daß dieses Material in kleinerem Um- fange freigegeben wird, und so ist es auch immer gehandhabt worden, und zwar zum größten Teil auch mit unserer Zustimmung. Sachverständiger Oppler: Die heutigen Einkaufsorganisationen sind absolut auf die Verhältnisse zugeschnitten, wie sie sich unter dem Ausfuhrverbot entwickelt haben. Im Falle der Aufhebung des Verbots wird eine Zusammenfassung des freien Schrotthandels von außerordent- licher Wichtigkeit sein, und der freie Händler würde dann nicht in die Versuchung kommen, irgendwelches ‚Material nach dem Auslande ab- zuschieben. Sachverständiger Du1k: Nach den ganzen‘ Ausführungen des Herrn Rothschild müßte man annehmen, daß Ausfuhrbewilligungen für Achsen, Wellen, Wellbleche usw. überhaupt nicht gegeben werden. Das ist absolut unzutreffend. Ich glaube, daß kaum irgendeine Schrott- handelsfirma noch irgendwie nennenswerte Mengen von Achsen, Wellen und überhaupt derartigem Spezialmaterial hat, das sie gern ausführen möchte, ohne die Ausfuhrbewilliegung zu bekommen. Sachverständiger Rothschild: Ich möchte darauf erwidern, daß die Ausfuhrbewilligung nur für eine bestimmte Gesamtmenge für jede Firma gegeben wird, und dabei ist es für eine große Firma unmög- lich, das hinauszubringen, was sie hinausbringen muß. Sachverständiger Reichert: Dazu, wie das bestehende Schrott- ausfuhrverbot auf die konjunkturellen Schwankungen der Preisbildung einwirkt, ist es natürlich sehr schwer, etwas Positives zu sagen. Das Schrottausfuhrverbot und seine bisherige Handhabung hat nicht ver- hindert, daß die Schrottpreise sehr stark in die Höhe gegangen sind und zeitweilig ebenso stark gefallen sind; es sind Preisunterschiede während des Bestehens des Ausfuhrverbots festzustellen, die von nahezu 50 bis 86 RM. gegangen sind, und diese Schwankungen sind nicht mit dem Bestehen oder mit der Handhabung des Ausfuhrverbots zu erklären, sondern trotz des Ausfuhrverbots hat sich hier die Konjunktur, man möchte beinahe sagen vollkommen, ausgewirkt. Ich bin natürlich nicht in der Lage, zu sagen, welche Spitzen in der Preisbewegung her- ausgekommen sein würden, wenn das Ausfuhrverbot nicht bestanden haben würde, aber eine Preisminderung oder auch nur eine Minderung der Schwankungen im Preise ist nicht so stark eingetreten, wie man eigentlich von einem solchen Ausfuhrverbot und seiner Handhabung er- warten sollte. Wenn Sie damit die amerikanische Preisstellung ver- gleichen wollen — Amerika hat meines Wissens kein Ausfuhrverbot —, so eind dort die Schwankungen nicht so umfangreich wie in Deutschland, aber der Preis liegt nominell im allgemeinen höher; auch im Vergleich mit den Fertigpreisen und' den Walzwerkerzeug- nissen der Amerikaner ist das Verhältnis jenseits des Atlantischen Ozeans viel günstiger als bei uns. Gewiß trifft das zu, worauf Herr Rothschild schon vor einem Jahre hingewiesen hat, indem er von der internationalen Verbundenheit und Verflechtung des Schrot+thandels “P