dann der freihändige Verkauf einsetzte, haben wir der Frage auch technisch eine sehr viel größere Bedeutung beigelegt. Während früher unter den zur Submission gestellten Schrottmaterialien sich unter Umständen sehr wertvolle Stoffe befanden, die einfach in der großen Masse mit verschwanden, um dann später vom Handel in entsprechender Weise aussortiert und ausgenutzt zu werden, ist das heute anders ge- worden; wir haben heute eine ganz strenge Sortierung unserer Stoffe, die nach meiner Auffassung sogar etwas über den Rahmen des handels- üblichen Sortierens hinausgeht. Dadurch hat der Schrott allerdings wohl auch nicht mehr den Anreiz oder sollte ihn wenigstens nicht mehr haben, den er früher gehabt hat. Allerdings kämpft der Handel auch heute noch um einen größeren Anteil an unserem Schrottaufkommen, weil sich viele Händler anscheinend noch immer in dem Irrglauben be- finden, daß unser Schrott heute noch so wenig gut sortiert sei wie früher. Durch die im vorigen Jahre erfolgte Gründung der Schrotteinkaufs- gesellschaft im Westen hat sich die Entwicklung in folgender Weise voll- zogen: die Einkaufsgesellschaft hat gleichzeitig eine größere Anzahl von Handelsfirmen in sich aufgenommen, die mit Vorrichtungen versehen waren, die es ihnen nun ermöglichen, ihrerseits heute Schrott ohne wei- teres zu übernehmen, den sie früher zurückwiesen. Dadurch ist der Anteil des Handels immer kleiner geworden. Ursprünglich, als das frei- händige Verfahren eingeführt wurde, gab es für uns in den ersten Jahren zunächst einen ziemlich unerträglichen Zustand, denn nachdem es bekannt geworden war, drängte sich ganz Deutschland, vielleicht 3000 Händler nach unserem Schrott, und. so sahen wir uns genötigt, allmählich, wie wir das Geschäft zu übersehen und auszunutzen anfıngen, gewisse Beschränkungen einzuführen. Wir standen und wir stehen heute noch auf dem Standpunkt, daß wir den Handel keineswegs bei uns ausschalten wollen, daß aber andererseits im Interesse der Wirt- schaftlichkeit die Zahl beschränkt sein muß, und daß wir uns des halb auf diesem Gebiete nur eben mit den leistungsfähigen Händlern einlassen können. Eine gewisse natürliche Auswahl und Auslese hat das Jahr 1925 gebracht, in diesem Jahre standen wir mänchmal mit unserem Schrott?, denn in diesem Jahre hat sich ein großer Teil vor der außerordentlich schwierigen Frage: wo bleiben wir eigentlich mit unserem Schrott, denn in diesem Jahre hat sich ein großer Teil der Werke auch uns gegenüber so zurückhaltend im Einkauf verhalten, daß wir in der Tat manchmal in Verlegenheit gekommen wären, wenn uns nicht der spekulative Schrotthandel geholfen hätte, und so hat sich in dem Jahre eine gewisse Auslese herausgebildet. Von den Hunderten, die früher kamen, blieben nur noch ein paar Dutzend zurück, und da- durch hat sich das Geschäft für uns wesentlich vereinfacht. Wir haben uns seitdem, wenn auch nicht ganz strikte, auf diese Zahl beschränkt, die uns vor allem die Gewähr bieten, daß sie durch direkte Werksbe- ziehungen ohne jeden Umweg und Kettenhandel den Schrott dem Ver- brauch direkt zuführen. Diese Frage hat jahrelang die Öffentlichkeit und die Interessenten sehr stark beschäftigt, es sind da alle möglichen Versuche gemacht worden, um auch den mittleren und den Klein- handel dazu heranzuziehen; ich glaube, die Verhältnisse haben sich 707