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        <title>Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie</title>
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      <div>Demgegenüber stellt sich der Wert des Konzentrats, errechnet auf 
konkurrenzfähige Verhüttung auf Thomasroheisen, in dem fracht- 
günstigst liegenden Dortmunder Bezirk heute auf 7,73 RM. ab Bahn- 
hof Othfresen, Basis 42% Fe im Trockenen. 
Die Rechnung geht davon aus, daß die Roheisen-Selbstkosten im 
Dortmunder Bezirk 67 RM. pro Tonne nicht übersteigen dürfen. Es 
ergibt sich dann folgende Möllerberechnung: 
Erz. .. . . 92514 kg zu M. je t 
Koks . . . . 1081 kg. „ » nm» 
Kalkstein .0w 898 k »” mon 
Mangan . . 1,79 » aM 
Phosphor. On 0,46 % ” »” nn 
Allgemeines . — 
X = M. 34,51 
[9;— = „ 19,59 
4,30 = » 3,86 
0,80 = „ 1,48 
1,75 = „ 081 
6,80 
M. 67,00 
X = 34,51 
2514 
Das Erz darf also frei Bunker Hochofen kosten 
+/s Fracht Othfresen/Dortmund via 
Hannover. . 0.0.0.0... 
Umschlag und Hüttenkosten . . 
ab Othfresen. . . 
M. 13,78 
13,73 RM. pro Tonne 
5,30 RM. 
0,70 RM. 6,— RM. 
7,73 RM._pro Tonne 
Basis 42% Fe i. Tr. 
Wie oben gezeigt, liegen die Gestehungskosten des Erzes bei 8 RM, 
Ohne Verzinsung des Anlagekapitals, so daß also ein 
effektiver Verlust bei dem vorgenannten Preis verbleibt. 
Gegen Ende 1927 kommt der Hafen Hildesheim in Betrieb, und die 
Frachtkosten ermäßigen sich gegenüber dem Bezuge über Hannover um 
rund 0,80 RM. pro Tonne, da die Bahnvorfracht ab Othfresen zum Um- 
Schlagshafen 0,90 RM. pro Tonne billiger ist gegenüber 0,10 RM. Ver- 
teuerung im Wassertransport. Die Fracht via Hildesheim würde sich 
demnach auf 4,50 RM. pro Tonne stellen, zuzüglich der Hüttenkosten 
bis frei Bunker Hochofen auf 5,20 RM. 
Der Erlös für das Erz. wäre demnach 8,53 RM. pro Tonne ab Oth- 
fresen, So daß ein Nutzen verbliebe von 0,53 RM. pro Tonne, dem aber 
!Mmer noch rund 2 RM. für den Zinsendienst gegenüberstehen, 
Die Bahnfracht dürfte sich bedeutend ermäßigen lassen, setzt man 
Statt des heutigen Tarifes von 6,50 RM. für 252 km für die Strecke 
Öthfresen—Dortmund = 2,48 RM. ie t/km einen Satz von 1 Pf. je t/km, 
der Noch über dem als Selbstkosten angegebenen Satz liegt, ein, so er- 
8ibt Sich eine Ersparnis von 3,88 RM. pro Tonne gegenüber dem der- 
sen Bahnfrachtsatz und eine solche gegenüber der Fracht via 
ildesheim von 2,68 RM. pro Tonne. 
E Dann würde ein effektiver Nutzen der Gewinnung der Salzgitterer 
"Ze herauskommen, und es dürfte dann nicht schwer sein, die Industrie 
zu veranlassen, größere Förderanlagen, also mehrere der oben be- 
Yhriebenen Aggregate zu schaffen, wodurch in Anbetracht des großen 
Tenlanges der Vorkommen die Hüttenindustrie zu einem beträchtlichen 
km dem Bezuge von Auslandserzen unabhängig gemacht werden 
8.</div>
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