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        <title>Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie</title>
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      <div>weise ist der Phosphorgehalt sehr hoch, bis zu 3 °% . Er schwankt jedoch 
in ein und derselben Lagerstätte und nimmt allgemein nach der Teufe 
ab. Sonst sind die Erze sehr rein und beherrschen in ihrer Qualität 
den Markt. Der Vorrat der Provinz Lappland an Eisenerzen wird auf 
1.15 Milliarden Tonnen geschätzt. 
Auch in Mittelschweden finden sich Eisenerzlagerstätten, und zwar 
sowohl magmatische Ausscheidungen als auch Kontaktlagerstätten. Die 
Erzkörper führen hier nicht immer so hochprozentige Erze wie in Lapp- 
land, vielfach muß das Erz dieser Lagerstätten angereichert werden, in- 
dem man das Fördergut fein zerkleinert und magnetisch aufbereitet. 
Der Vorrat dieser Lagerstätten kann mit 125 Millionen Tonnen ange- 
nommen werden. 
In diesen wichtigen erzreichen Gebieten Schwedens hatte die 
deutsche Hüttenindustrie nie recht Fuß fassen können. Wenngleich 
einige Hüttenwerke sich unter erheblichen Opfern einen Grubenbesitz 
erwarben, der aber außerhalb der oben geschilderten reichen Lappland- 
Lagerstätten lag, so konnte von einer gewinnbringenden Betätigung in 
diesen Gebieten — außer während des Krieges — nie recht die Rede 
sein. Die Gründe hierfür sind einmal darin zu suchen, daß die Arbeiter- 
gesetzgebung Schwedens eine außerordentlich straffe und skrupellos auf- 
tretende Arbeiterorgäanisation zuläßt; ferner liegen die Erzgruben, die 
für einen Erwerb in Frage kommen, fast ausnahmslos im Innern des 
Landes, so daß die Eisenbahnfrachten zum Hafen einen wirtschaftlichen 
Betrieb stark beeinträchtigen. So kam es, daß der eigene Erzbesitz der 
deutschen Hüttenwerke in Schweden nur gering blieb und sich auf 
höchstens 20 Millionen Tonnen bezifferte, welche zum Teil unter großen 
Opfern weiter ausgebeutet werden, lediglich aus dem Grunde, um einen 
wenn auch nur geringen Einfluß auf den schwedischen Markt zu be- 
halten. 
Die Gesamtförderung aus den in deutschen Besitz befindlichen 
Gruben. wird zur Zeit etwa 300 000 Tonnen jährlich betragen. 
Die Erzsorten, welche Schweden erzeugt, kommen fast alle in 
Deutschland zur Verwendung. Vorwiegend sind es stückige Magnet- 
eisensteine, aber auch Konzentrate — Aufbereitungsprodukte — aus 
geringhaltigen Magneteisensteinen. | 
Gerade die phosphorhaltigen Erze Lapplands — Verschiffungshäfen 
Narvik und Lulea — sind es, welche für Deutschland die außerordent- 
liche Wichtigkeit besitzen und heute nach dem Verlust Lothringens die 
Grundlage für Thomaseisenerzeugung bilden. ; 
Nachstehende Tabellen über Analysen, mechanische Beschaffenheit, 
Verschiffungshäfen, Preise, Basis und Skala geben Aufschluß über die 
ainzelnen Sorten. und zwar: 
Tabelle I über die Erze der bekannten größten schwedischen 
Grubengesellschaft, der Trafikaktiebolaget Grängesberg-Oxelö- 
sund und 
Tabelle II über sonstige Provenienzen. 
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