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        <title>Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie</title>
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      <div>Heute werden diese Erze in Deutschland fast, nur noch in Deutsch- 
Oberschlesien, wohin sie auf dem direkten Bahnwege gelangen, ver- 
üttet. 
Kaukasus. 
In diesem Zusammenhange muß auch die Interessennahme der 
deutschen Industrie an dem großen Manganerzvorkommen bei Techiaturi 
im Kaukasus erwähnt werden. Dieses Vorkommen ist wohl die wert- 
vollste Manganerzlagerstätte der Welt, weil es sehr hochwertige Erze 
führt (Naturerz mit 48 bis 50°% Mn, gewaschenes Erz mit 52 bis 
54 °/, Mn), und weil es frachtlich mit seinem Verschiffungshafen Poti 
Zu der westeuropäischen Industrie viel günstiger liegt als die Konkur- 
Tenten Indien und Brasilien. 
Analyse 
Fe 
Mn . 
80, 
1 » » 
ALÖ: 
a . 
a 
Naturerz 
% 
mechanische 
Beschaffenheit 
3,05 
19,50 
0,14 
7,20 
0,82 
058 
68 
2,16 
20 % Stücke 
30 % Fein 
Wascherz 
% | mechanische 
° : Beschaffenheit 
3,00 
0,20 
8,00 
100% körn. 
Der Preis beträgt zur Zeit etwa 16 d die Einheit Mangan, die 
Fracht selbst von Poti bis Rotterdam sh 12/— bis 15/—, 
Für die kaukasischen Manganerze fehlt es an jeglicher Verwen- 
dungsmöglichkeit im eigenen Lande, da die südrussische Eisenindustrie 
ne vollauf genügende Reserve an Qualitäts-Manganerzen in dem zu 
Ihr günstiger gelegenen Nikopolbezirk besitzt. 
Bekanntlich hatten Firmen der deutschen Hüttenindustrie ausge- 
dehnten Besitz in diesem Techiaturi-Vorkommen, welches nunmehr 
durch das Enteignungsverfahren der Sowjet-Regierung und wegen der 
Verpachtung der ganzen Lagerstätte von Tschiaturi an amerikanische 
Konzessionäre (Harriman) in eine nur geringe Beteiligung der deut- 
Schen Firmen an der neuen Konzession umgewandelt wurde. Hierdurch 
1 der früher maßgebende Einfluß der deutschen Werke auf diese 
agerstätte hinfällig geworden und die wertvolle Manganbasis verloren- 
zcgangen. Von der Gesamtproduktion Südrußlands von 600000 bis 
nn 000 Tonnen im Jahre 1926 gingen rund 800000 Tonnen nach 
eutschland. 
Britisch-Indien und Türkei. 
M Neben Rußland kommen für die Versorgung Deutschlands mit 
ya ganerzen noch Britisch-Indien und die Halbinsel Sinai in Betracht. 
Que ‚dem indischen Erz sind hauptsächlich ‚drei Sorten im Handel: 
ualität I und II sowie das eisenhaltige Sandurmanganerz,. welches eine 
3 
Eng.-Aussch, 11. Rohstoffvers, d. deutsch. eisenerzeug. Ind. 
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