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        <title>Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie</title>
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      <div>Von den Vereinigten Staaten mit ihrer riesigen Produktion abgesehen,
 ist Deutschland trotz starker Ausbildung des Thomasverfahrens
dasjenige Eisenland, das die stärkste Siemens-Martin-Stahl-Erzeugung
aufweist. Wenn auch der Anteil der Siemens-Martin-Stahl-Gewinnung
zur gesamten deutschen Stahlgewinnung nicht so hoch ist wie bei den
Vereinigten Staaten und England, so läßt sich doch ein Fortschritt
gegenüber der Friedenszeit erkennen. Ebenso ist das wachsende Zurückbleiben
 der Thomas- und der Bessemerstahlgewinnung in Deutschland
zu beobachten. Im Jahre 1913 stand die Siemens-Martin-Stahl-Gewinnung
 etwa 1100 000 £% über der von Thomas- und Bessemerstahl;
in der Nachkriegszeit betrug der Unterschied jedoch 1300000 bis
1800000 t. Nichtdas Thomas-, sondern das Siemens-Martin-Stahl-Verfahren
 steht nach der Erzeuzungsmenge
 betrachtet in Deutschland im Vorderzrund.

Der deutsche Schrottverbrauch wird amtlicherseits
für das Zollgebiet jetzigen Umfangs folgendermaßen angegeben:
Schrottverbrauchin 1000 Tonnen
davon in den
m Jahre insgesamt Stahlwerken!) Hochofenwerken Kisengießereien
1913 ..... . 5572 4531 138 806
1924 . 0.0.0... 5888 4278 722 781
1925 . 6977 5279 637 ; 997
‚926 (Bisher liegen weder amtliche noch sonstige Zahlen vor.)
Während die Siemens-Martin-Stahl-Herstellung im Vergleich von
1925 zu 1913 um etwa 6 % zugenommen hat, ist in denselben Jahren der
Schrottverbrauch in den Stahlwerksbetrieben um 14 % gewachsen. Im
Jahre 1913 kam der Schrottverbrauch in den Stahlwerken etwa 70 %
der Siemens-Martin-Stahl-Gewinnung gleich; in den Nachkriegsjahren
1924 und 1925 ist der Prozentsatz auf 75 bzw. 76 % gestiegen. Daraus
ist zu schließen, daß das Roheisen als Einsatzmaterial früher etwa 30 %
ausmachte, jetzt aber nur etwa 25 %. Der Schro tt als Ein-3satzmititelhat
 demnach im Vergleichzum Roheisen
und Erz in Deutschland eine steigende Bedeutung
erhalten. Jedenfalls kann von einem Rückgang des Schrottverörauchs
 in Deutschland nicht die Rede sein.
Über den Schrottverbrauch der fremden Eisenländer
 liegen leider keine ausreichenden Zahlen vor.
Es ist sicher, daß wegen der starken Eigenversorgungsmöglichkeiten
 mit Eisenerz der Schrott weder in England noch in den Vereinigten.
 Staaten eine ähnlich große Rolle für die Stahlgewinnung spielt wie
in Deutschland. In England stehen bekanntlich die Roheisenpreise dank
den allgemeinen Produktionsbedingungen so günstig, daß die Stahlwerke
meist besser tun, mehr Roheisen als Schrott im „offenen Herdverfahren“
zu verschmelzen. Ähnlich liegen die Dinge in Amerika. Auch dort ist
das Verhältnis des Schrottpreises zum Roheisenpreis für ersteren unzünstig.
 Ferner ist zu berücksichtigen. daß allein die amerikanischen
1) einschl. Stahlgießereien.

12)</div>
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