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        <title>Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie</title>
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      <div>sprach. Es ist in dieser Beziehung ganz klar nachzuweisen, daß nament- 
lich der Einfluß von seiten der Frankenländer sehr stark ist; es hat sich 
hier ganz zweifellos gezeigt, daß die französische Schrottpreisentwick- 
lung von Lothringen her nach dem in ähnlicher Wirtschaftslage befind- 
lichen Luxemburg gewirkt hat und daß die Ausfuhr, die aus Luxemburg 
nach Deutschland sich entwickeln konnte, den deutschen Schrottpreis 
maßgebend mitbestimmt hat; der starke Verfall des französischen 
Franken prägte sich in der Beschäftigung der ganzen. Industrie, nament- 
lich unserer Siemens-Martin-Stahlwerke und in der fallenden Preiskurve 
für den anfallenden Schrott aus. Als dann im Sommer vorigen Jahres der 
tiefste Punkt dee Frankenverfalls erreicht war und die Frankenbefesti- 
gung 'die französischen Devisen wieder nach oben führte, stellte sich 
auch wieder eine Aufwärtebewegung der Schrottpreise ein. Allerdings 
fiel das auch mit der besseren Beschäftigung zusammen, die auf den 
englischen Bergarbeiterstreik und andere Momente zurückzuführen ist. 
Vorsitzender: Würde ein Aufheben des Schrottausfuhrver- 
botes eine Veränderung der Frachtbasis für den Einkauf von Schrott in 
besonders gefährdeten Bezirken, z.B. Sachsen, unter Berücksichtigung 
der Binnen- und Durchfuhrtarife, mit sich bringen? 
Wie weit wurde eine freie Arbitragemöglichkeit, also internationaler 
Schrotthandel, die konjunkturellen Schwankungen beeinflussen? 
eine freie Arbitragemöglichkeit, also bei internationalem Schrotthandel, 
die koniunkturellen Schwankungen beeinflussen? 
*Qachverständiger Oppler: Wenn in den nach rheinisch-westfäli- 
scher Frachtbasis ungünstig gelegenen Teilen des Deutschen Reiches Ein- 
käufer von Schrott für das Ausland mit den deutschen Werken kon- 
kurrieren würden, so könnten naturgemäß die auf rheinisch-west- 
fälischer Basis beruhenden Preise in besonders gefährdeten Gebieten, 
z. B. in Sachsen, nicht gehalten werden, da die Voraussetzung der 
heutigen Preisbildung in der Unmöglichkeit liegt, Schrott nach anderer 
Seite als entweder bei den Einkaufsorganisationen der mitteldeutschen 
und ostdeutschen Werke oder der rheinisch-westfälischen Industrie ab- 
zugeben. 
Beim Bestehen freier Arbitragemöglichkeit, zu deren Voraussetzung 
naturgemäß nicht nur die Aufhebung des deutschen, sondern auch die 
Aufhebung der Ausfuhrverbote fremder Länder gehören muß, würde sich 
ein internationales Schrottpreisniveau bilden, das wahrscheinlich 
unter den heutigen internationalen Preisen liegen würde, da durch die 
Ausfuhrverbote der meisten wichtigen Entfalländer die Preise künstlich 
in die Höhe getrieben sind. 
Es würde sich weiter durch die Arbitrage über die Landesgrenze 
hinweg eine rationellere Ausnutzung der Frachtlagen ermöglichen 
lassen, so z.B. würde wahrscheinlich, wie es vor dem Kriege der Fall 
war, aus Süddeutschland Material nach Italien gehen, wodurch Frank- 
reich von italienischen Ansprüchen mehr oder minder entlastet werden 
und wie früher besonders elsaß-lothringisches Material an das frachtlich 
günstiger liegende Ruhrgebiet abgeben könnte. 
50)</div>
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