Spanien und Portugal werden erst etwa seit einem Jahrzehnt
 von deutschen, Touristen in größerer Zahl besucht.
Beide sind uns in ihrer Eigenart fremder als alle andern
Kulturländer Europas. An Mannigfaltigkeit der landschaftlichen
 Reize stehen beide hinter Italien zurück, aber A
Punkte gehören zu den schönsten der Welt. Im Süden reic t
die Kultur bis in die Anfänge menschlicher Geschichte hinauf.
Wasserleitungen und Brücken erinnern an die Zeit der Römer.
Die arabisch-maurische Kultur hat in Spanien ihre feinsten
Blüten getrieben. Auch die christliche Kunst des Mittelalters
und der Renaissance hat herrliche Denkmäler hinterlassen.
Zu allen diesen Sehenswürdigkeiten will das vorliegende Buch
On zuverlässiger Führer sein. Besonderes Gewicht ist auf
Auswahl und zweckmäßige Anordnung gelegt, um den Reisenden
 instand zu Setzen, mit möglichst geringem Zeit- und Geldfwand
 das Wesentliche zu überblicken *). Eine Gesamtüber-’cht
 derspanischen Kunstdenkmäler bietet die kunstgeschichtche
 Einleitung von Geheimrat Prof. Dr. Carl Just% in Bonn.
Die Karten und Pläne sind nach dem besten erlangbaren,
einzelne nach sonst noch nicht veröffentlichtem Material gezeichnet
 und vielfach auf Grund eigener Wahrnehmungen ergänzt.
 Ihre Vorzüge lassen sie untergeordneten Publikationen
als Quelle erscheinen. Die Blätter gelten als nach Norden
orientiert, wenn nicht, wie bei Barcelona, Sevilla, Valencia,
Granada usw., durch einen Pfeil andere Richtungen angegeben
sind. Neu hinzugekommen sind u. a. die Pläne von Badajoz,
Jerez und Merida, sowie das Umgebungskärtchen von Barcelona;
 gänzlich erneuert wurde das Kärtchen des Mont-Sörrat
 und der Plan von Tanger, Eine Schwierigkeit bietet
die häufige Umbenennung der Straßen und Plätze in den
Städten, deren neue Namen zwar an den Ecken angeschlagen
stehen, aber vielfach nicht in den Verkehr übergehen. So wird
der Hauptplatz eines Ortes in Spanien allgemein Plaza Mayor
Zenannt, während er offiziell meist Plaza de 1a Constitucion
heißt. In allen solchen Fällen sind möglichst beide Namen
angegeben.
Der neueren Entwicklung des spanischen Verkehrs- und
Gasthofwesens hofft der Herausgeber tunlichsı gerecht zu
werden. Die Angaben beruhen auf den Beobachtungen seiner

KU
| } Der Baud kann in fünf Selbständig gehefiete Abteilungen zerleg:
Yerden; 2. Einleitung, Seite 1-01; IL, Kastilien, Ledn, Baskische Provinzen,
eite 1-160; AI. Asturien, Galicien, Aragonien, Navarra, Katalonien, Valenvb
 Murcia, Seite 161-312; IV, Andalusien und Estremadura, Seite 313-248:
V. Portugal, Seite 449 bis zum Schluß, Um diese Hefte einzeln zu benutzen.
breche man am Beginn und Schluß der los8zulösenden Abteilung das Buch
stark auf und durchschneide das zwischen den betreffenden Seiten sichtbar
 werdende (azerückenband vorsichtig mit einem Messer.