VI

EISENBAHNEN

falmohadas) und Decken fmantas} für je 1 p. angeboten. Sie dürfen
nicht aus den Wagen entfernt werden.
In größeren Städten, wie Madrid, Toledo, Burgos, Zaragoza,
Barcelona, Valencia, Sevilla, Granada, Mälaga, kann man 1-2 Stunden
vor Abgang des Zuges im Despacho central in der Stadt die Fahrkarte
 lösen (tomar el billete) und gegen eine geringe Gebühr das
Gepäck aufgeben (facturar el equipaje) sowie von hier aus den immer
sehr zeitig abfahrenden Omnibus general benutzen, Der Billettschalter
 wird, den bestehenden Bestimmungen zuwider, erst geöffnet,
 wenn dem Beamten der Andrang des Publikums groß genug
erscheint. Besitzer eines Kilometerheftes können das Billett und den
Gepäckschein (taldn) durch einen Hotelbediensteten oder Gepäckträger
 besorgen lassen. Man vergewissere sich, daß die Zahl der
Stücke (bultos) auf dem Gepäckschein richtig eingetragen ist. Wer
seine Fahrkarte persönlich nimmt, stelle sich, selbst in kleinen Orten,
mindestens 1/, St. vor Abgang desiZuges ein; Gepäck wird spätestens
1/4 St. zuvor noch angenommen, der Billettschalter 5 Miuuten vor
Abgang geschlossen, Das Fahrgeld halte man möglichst bereit
(größere Scheine werden nicht gewechselt; vgl. auch 8. x1). Bei
Platzmangel im Zuge hat man nur auf Beförderung in der nächstniedern
 Klasse oder in einem spätern Zuge Anspruch. Das Belegen
von Plätzen wird nur unterwegs, nicht an den Abgangsstationen
respektiert. Da die Unsitte herrscht, daß begleitende Personen
einstweilen mit Platz nehmen, frage man, wenn das Abteil trotz
wenig Handgepäck gefüllt ist: „Cuantos viajeros?“, worauf meist
Platz gemacht wird. Die Fahrpreise unterliegen häufigen aber geringen
 Schwankungen. Rückfahrkarten (ida y vuelta) gibt es nur
für besondere Ausflugspunkte; sie sind persönlich, ihr Weiterverkauf
daher, wenn auch üblich, nicht statthaft. Ins Conpe sollen nur Mantelrollen
 und kleine Handkoffer (ia maleta) mitgenommen werden;
doch wird es, trotz dem beschränkten Raum, damit nicht sehr genau
genommen. Größeres Gepäck (ei baul der Koffer) ist unter Vorzeigung
 der Fahrkarte aufzugeben (s. oben): 30kg sind frei, Beim
Übergang auf eine andere Linie hat der Reisende für sein Gepäck
selbst zu sorgen, Dem Gepäckträger (mozo), der die Sachen von und
zu den Droschken schafft, gibt man 30-50 c. und mehr. Hoteldiener
sind an vielen Bahnhöfen vom Bahnsteig ausgeschlossen, Bei der Ankunft
 überlasse man ihnen die Besorgung des aufgegebenen Gepäcks.
Man kaun zum Schutz gegen Beraubung im Gepäckwagen seine Koffer
2 Stunden vor Abgang des Zuges amtlich plombieren lassen, Die Gebühr
beträgt auf der Nordbahn für jedes Stück bis 25kg 25 c., bis 50kg 50 c.,
bis 100 kg 75 c., darüber 1p. Doch ist diese umständliche Vorsichtsmaßregel
kaum nötig, Wertsachen wird man ohnehin dem Koffer nicht anvertrauen,
und mangelhaft geschlossenes Gepäck wird überhaupt nicht angenommen,
Dagegen ist Diebstahl des Handgepäcks häufig; man lasse es daher nie
ohne Aufsicht und mißtraue Personen, die bei Dunkelheit auf Zwischen:
atationen das Abteil unter dem Vorwand dienstächer Verrichtung betreten.

Rundreisehefte (billetes circulares) gibt es wie bei uns mit
Foster Route (viajes eireulares con itineraria fijo; auch semicireulares