DAMPFSCHILFFE.

das Bureau Commun des Compaynies de Chemins de Fer Espagnols, rue
Chauchat 20, in Berlin durch die Vertretung der Paris-Lyon-Mittelmeerbahn,
 Unter den Linden 68a, bezogen werden, Jedes Heft
besteht aus Blättern zu je 200km, jedes Blatt aus 40 Coupons zu je
ökm. Der Schalterbeamte trennt die dem Reiseweg entsprechende
Zahl von Coupons (aber mindestens 30km!) heraus und gibt dafür
ein „Billete complementario“, Die Zuschläge (S. xvır) muß man bar
bezahlen. Fahrtunterbrechungen innerhalb des Komplementärbilletts
 sind unzulässig.
Preise der Kilometerhefte in I, Klasse: 2000km 173.60 p., 2600km
225.35 p., 3200km 277.10 p., 3800km 328.85 p,, 4400km 365.45 p., 5000km
103.60 p., 6000km 470.80 p. usw.; 12000km 829.10 p. Für deo 8. xv anzedeuteten
 Zwei Monats-Reiseplan genügt ein Heft zu 3200km; wenn man
von Lissabon durch Spanien zurückreist, eins zu 4400km. Man bemesse
lie Kilometerzahl knapp, da ja für eine Anzahl Linien die Hefte nicht
gelten, manche Züge nicht I, Klasse führen und man bei Strecken unter
30km (s. oben), oder wo _es für Ausflüge billigere Rückfahrkarten gibl (wie
von Madrid nach dem Escorial oder Toledo), besser gewöhnliche Fahrkarten
 benutzt. Für übrig bleibende Coupons findet keine Vergütung atatt
Für Ergänzungsbillette nach Verbrauch des ganzen Heftes ist der gewöhn
liche Fahrpreis zu zahlen.
Dampfschiffe, Uber die großen deutschen und sonstigen Ozeandampfer,
 die mit Spanien Verkehr unterhalten, s. S. xıy. Von den
spanischen Gesellschaften ist besonders die Compafita Trasulläntica
zu nennen, die mit ihren verschiedenen überseeischen Linien die
Häfen von Barcelona, Valencia, Alicante, Cartagena, Mälaga, Tanger,
Oädiz, Lissabon, Vigo, Corufa, Santander und Bilbao anläuft; ferner
sind zu erwähnen die Compahta Andnima de VaporesVinuesa, die
zwischen Marseille und Barcelona, Valencia, Mälaga, Cädiz, Sevilla
fährt, die Gesellschaft /barra y Cie in Sevilla, die fast aHe spanischen
 Häfen anläuft und auch bis Marseille fährt, die /stefia mar(-tima,
 die den Verkehr mit den Balearen vermittelt, die Compafitit
de Vapores Correos de Africa, die von Cädiz über Tanger nach
Algeciras fährt, Im allgemeinen fahren die spanischen Küstendampfer
 unregelmäßig und lassen auch sonst sehr zu wünschen übrig.
Billette nehme man persönlich bei den Agenten (consignatarios), und
zwar, da die programmäßigen Abfahrtizeiten namentlich wei den kleineren
Linien selten eingehalten werden, erst nach der Ankunft des Dampfers.
Damen ist nur die erste Klasse zu empfehlen, Herren mit bescheideneren
Ansprüchen kommen in der zweiten Klasse ganz gut zurecht. — Die Tresorsteuer,
 die auf den spanischen Schiffen in Form eines Zuschlags auf den
Billettpreis zur Erhebung kommt, ist hoch,
Gepäck ist gewöhnlich frei; es ist verboten, Sachen beizufügen, die
nicht zum eigenen Gebrauche dienen. Handgepäck kann man mit in seine
Kabine nehmen; bei den größeren Stücken achte man darauf, daß der aufsuklebende
 Zettel den Bestimmungsort angibt.
Als Trinkgeld an die Kellner rechne man täglich %4-1 p., auf den
zroßen erstklassigen Seedampfern etwas mehr, ebenso wenn man durch
Krankheit Mühe gemacht hat. Auf den spanischen Dampfern, auf denen
die Verplezung besonders zu bezahlen ist, vereinbare man den Preis für
die Mahlzeitenmit dem Kellner,
Kin Übelstand bei den Seefahrten ist neben den Zollplackereien (vgl.
S, xın) die mangelnde Fürsorge für die Ein- und Ausschiffung der
Fahrgäste, die gewöhnlich der Willkür und den Erpressungsversuchen der
Bootführer (botervs} und Gepäckträger ausgesetzt sind. In einzelnen Hafen-