KAM

STLIERGEFECHTE:

schreiten die Kspadas (Matadores) mit dem Sobresatiente (Krsatzmann
bei Unglücksfällen); ihneu folgen die Banderilleros, die während
des Kampfes auch als Capeadores auftreten, die berittenen Picadores
und Diener (chulos oder monos) nit den Maultiergespannen zum
Hinausschaffen der getöteten Stiere und Pferde, Nach der Begrüßung
des Präsidenten entfernen sich die unbeteiligten Fechter, die übrigen
nehmen ihre Plätze ein, der Präsident wirft den Torilschlüssel hinab,
der Alguaoil reicht ihn dem Torilero, dieser öffnet den Zwinger, und
der Stier stürzt in die Arena. .
Der Kampf (lidia}) besteht aus ärei Teilen (suertes), Zunächst
Jassen sich — Suerte de picar— die Picadores von dem Stier
angreifen, bohren ihm ihre Pike (gärrocha) in den Nacken und
suchen die Wucht seines Ansturms. mit Anspannung aller Kraft zu
bestehen. In den meisten Fällen wird jedoch das Pferd, immer
eine alte abgetriebene Mähre, schwer verletzt und mit dem Reiter
hilflos in den Sand gestreckt, worauf die Capeadores, zur Vermeidung
 ernsterer Verwickelungen , den Stier durch Spiel mit dem
Mantel (capeo) nach der entgegengesetzten Seite der Arena abzulenken
 suchen, Ist der Stier durch die Picadores genügend „mürbe
gemacht“ (castigado), so begiunt der zweite Teil, die Suerte de
baunuderillear. Die Banderilleros gehen dem Stier mit Banderillas
in den Händen entgegen und stoßen sie ihm, im Augenblick seines
Angriffs zur Seite ausbiegend, in den Nacken. Scharfer Verfolgung
des Stieres entziehen sie sich durch einen Sprung über die Brüstung,
Die gewöhnlichen Banderillas sind ca. 75cm lange mit Widerhaken
und Flitterschmuck versehene Stäbe; die „Banderillas &amp; cnarta“ sind
nur ca, 15cm lang. Das Einstoßen (parear) geschieht al cuarieo
oder sesgo (von der Seite), de frente (von vorn), al quiebro (vom
Stand aus) oder en silla (im Sitz von einem Stuhle aus). Besonders
 schwierig sind die beiden letztgenannten Arten, zumal mit
„Banderillas ä cuarta“, „Feige“ oder „träge“ Stiere werden durch
Bauderillas mit Feuerwerk (de fuego) „aufgemuntert“, Allzu
„brave“ oder heimtückische Stiere sucht man durch Mantelspiele
(floreos) weiter zu ermüden. Endlich gibt der Präsident das Zeichen
zum dritten Akte, der Suerte de matar. Der Espada, mit dem
Scharlachtuche (mwleta) und dem Degen (estoque) ausgerüstet, begibt
sich vor die Loge des Präsidenten und weiht ihm oder auch einer
andern Person den Tod des Stieres (brindar), Dann tritt er dem
Tier gegenüber und reizt es mit dem Tuche; mitunter auch, um
seine besondere Kaltblütigkeit zu zeigen, kniot er vor dem Stier
nieder oder springt gar über ihn hinweg. Schließlich sucht er ihn
auf verschiedene Weise, durch püses nalurales, Altos, de pecho;
redondos , cambiados usw., in die geeignete Stellung zu bringen;
um ihm den Todesstoß (estocada) zu versetzen. In der Regel geschieht
 dies 4 voltpi&amp;: der Espada geht dem Stier entgegen und
stößt ihm I, ausweichend den Degen rechts durch den Nacken ins
Herz, was jedoch fast nie beim ersten Male gelingt. Weit gefähr-