XXXVI GESUNDHEITSPFLEGE,

28°C. auf, Eeija (S, 408) führt den Beinamen ia sarten („die Bratpfanne“).
 Ebenso sind im Winter hier die Femperaturschwankungen
bedeutender, Sevilla z, B. hat im Dezember recht kühle Nächte und
Vormittage,
Ein ganz abweichendes Bild bietet die spanische-Nordküste von
den Pyrenäen bis Galicien. Die Niederschläge, die: sich hier im
Gegensatz zur Südküste nicht auf die kühlere Jahreszeit beschränken,
steigen von 1187mm in Bilbao und 149mm in San Sebastiän: bis zu
1647mm: in Santiago. Bilbao hat 163 Regentage, Oviedo bei 81,5%
Jurchschnittlicher Luftfeuchtigkeit nur 52 ganz heitere Tage. Von
wenigen Föhntagen abgesehen, haben die Nordprovinzen einen
kühlen, angenehmen Sommer; die Durchschnittstemperatur: von
San Sebastiän (19,26° C.) übertrifft dann kaum die der deutschen
Rheinlande, während anderseits die Winterwärme der von Katalonien
 nur wenig nachsteht.
In der Kleidung halte man sich, wie man:es bei gleicher Temperatur
 zu Hause tun würde (vgl. S; xı1). Um die Mittagszeit pflegt es
in den Gasthäusern, Museen, Kirchen kälter zu sein als draußen.
Im Gegensatz zur nordischen Gewohnheit wird.man daher den Überzieher
 im Freien häufßg ablegen und ihn beim Eintritt in die Gebäude
 anlegen. Besonders achte man auf die plötzliche Abkühlung
bei Sonnenuntergany. Erkältungen haben. nicht nur Husten. und
Schnupfen, sondern häufig. schwere Lungenentzündungen (die von
den Spaniern so sehr gefürchtete pulmonfa) zur Folge. Zur Sommerzeit
 ist in den heißesten Tagesstunden Ruhe durchaus anzuraten,
ain kurzer Schlaf (siesta) wohltuend, Im Hochsommer meide man; den
Aufenthalt in der Sonne, sowie starke: körperliche Anstrengungen
und vor allem Diätfehler (allzu reichlichen Genuß von Früchten und
geistigen Getränken; im Binnenlande sind Fische selten frisch),
die Jeicht Fieber verursachen, Bei Unbehagen infolge von Überanstrengung
 in der Sonnenglut leistet der bekannte Vermuth di Torino,
 mit Mineralwasser vermischt, vorzügliche Dienste,
Das gewöhnliche Trinkwasser ist nur in wenigen mit Leitungen
 versehenen Städten einwandfrei, Man halte sich: an die
allerdings nicht billigen Mineralwasser, unter denen Insalus aus
der Umgebung von Tolosa (S. 12) und Solares beliebt sind; Unterwegs
 bietet der Vino comün mit Gaseosa (Brauselimonade) eine anyenehme
 Erfrischung.
Ausländische Arzte finden sich nur in einigen wenigen Städten,
Der Fremde wird ihnen unter allen Umständen den Vorzug vor den
spanischen geben. Die Medikamente der spanischen Apotheken
((armacias) haben häufig eine andere Zusammensetzung als bei uns.
Zu empfehlen ist daher die Mitnahme- einer kleinen Reiseapotheke
 mit den gewohnten Medikamenten gegen Mageuverstimmungen,
 Migräne, Zahnschmerz, Rheumatismus, leichte Fieberanfälle
 u, del.