Gotik. KUNSTGESCHICHTE. Skulptur, LXU

Kathedrale von Tarragona (S. 257): MaAzstre BARTOLOME (1278),
Jessen Werk hundert Jahre später (1375) CastAayLs nur durch unbeholfene
 Nachahmungen zu vervollständigen vermochte. Sie sind
noch wunderlich säulenartig in der Stellung, doch nicht ohne neue
Elemente in Zügen und Gewandung, Mumienhafte Karikaturen
zieren das Westportal von San Vicente zu Avila (S. 43); ziemlich
soh und leer sind selbst die Statuen außen am Chor der Kathedrale
von Toledo,
Dieser französische Stil herrschte in Navarra: Olite (S. 204),
Sangüesa. (S. 205), Estella (S. 206); der Kreuzgang von Pamplona
(8. 204) steht dem von Burgos kaum nach. Daran schließen sich
das baskische Vitoria (Kathedrale; S. 14), die Kathedralen von Ledn
{S, 148) und Valencia (Aposteltor, S. 284).
Unter den idealen Werken stehen die Madonnenstatuen und -Sta-(üetten
 obenan. Die elfenbeinerne Virgen de las batallas Ferdinands
des Heiligen in Sevilla (S. 390) ist vielleicht die früheste Arbeit
Sötischer Art, die nach Spanien gekommen ist. Es sind darunter
Werke voll Hoheit und Holdseligkeit, von echter Schönheit und
Plastischem Geiste. Sie stehen über Kapellenaltären, inmitten großer
Retablos (Tortosa und Palma, hier hinter dem modernen Altar), in
Portalen ; manche Kirchen besitzen mehrere, wie Plasencia (S, 439);
Schöne findet man in Toledo (S. 129), Sigüenza (S. 190), Gandia
(8. 295), Sagunt (S. 277). Ein Hauptwerk der Kleinkunst ist das
ANter dem Namen der Tablas Alfonsinas bekannte Reliquiar in Sevilla
G. 389; 1274) und aus dem folgenden Jahrhundert der silberne
Altaraufsatz der Kathedrale von Gerona (8. 216; 1348).
] Sehr zahlreich sind Grabstatuen, bis in die Mitte des xv, Jahr-Bart
 jedoch meist von typischen Zügen, Das schönste Werk der
De dniskunst ist ein königliches Paar in dem Kreuzgang zu Burgos:
®rdinand der Heilige und Beatrix von Schwaben (S, 31). In Sala-"0
 (S. 156) ist eine Grabstatue des Diego de Anaya (} 1487)
pn ganz ideal, Ein Hauptwerk ist das Denkmal des Erzbischofs
L de Fernändez de Luns (| 1382), in der Seo von Zaragoza (S. 197).
On, Palma, Puig sind reich an solchen Denkmalen.
Wa letzten Drittel des xv. Jahrhunderts tritt, gefördert durch die
Ein verbreitete Beherrschung der Technik und durch niederländische
Are Sen eine Wandlung ein. Die Charakteristik wird nach-Sosch
 icher, die Gebärden augenblicklicher und besonderer ; statt der
Scharfe nen Linien kommen gebrochene, statt rundlicher Flächen
Schatt antige auf, Aber der realistische Zug hat noch nicht die
höhe eines verminderten geistig- ästhetischen Gehalts: er
7 Nur das Vermögen der Darstellung.
Wenn ee 6rstenmal kommen nun auch vollkommene Bildnisse vor,
sich Sn die Absicht der Bildnisähnlichkeit natürlich schon früher
Für ge ers ankündigte, zuerst in der Benutzung von Totenmasken,
Zeit sin Mit der Geschichte Vertrauten bieten die Grabstatuen dieser
Ne unvergleichliche Unterhaltung, Sie vergegenwärtigen mit