Manieristen, KUNSTGESCHICHTE. Malerei. LXXXI

(S, uxvmr), einer der bekanntesten Namen der spanischen Kunstyeschichte
 und als Ornamentist zum Gattungsbegriff gestempelt.
Seine wenigen beglaubigten Gemälde zu Salamanca, Valladolid und
Palencia (S. 144) zeigen eine bizarre, immerhin geistreiche Reproduktion
 Raffaelscher Formen. Ihm folgten, doch mit weniger Individualität:
 GASPAR BECERRA (S. LXXII; Pardoschloß, S. 105) und der
zanz manierierte VILLOLDO, Sowie in Toledo BLAS DEL PraDo und der
schwache Lurs ng VELASco. LUIs DE MORALES (ca. 1509-86) aus
Badajoz malte mit Beifall Devotionsbilder, aber seine späteren zahllosen
 Dolorosen und Ecce Homo’s sind schauerliche Karikaturen,
die einen Einblick in den herrschenden Geschmack geben. In
Sevilla scheinen zuerst niederländische Glasmaler, wie AÄRNAO DE
FrANDES (seit 1525), den italienischen Stil eingeführt zu haben.
Dann vertrat die „gute Manier“ LUIS DE VARGAS (1502-1568), der
alt Erfolg die große Freskomalerei übte (Giralda, S, 385); auch
ke scheint aus dem Kreise des Vasari hervorgegangen zu sein (das
Bild La Gamba, S. 389). ALONSO VÄZQUEZ hat einen flandrischen
Beigeschmack, Alle überragte Pedro Campadia („do Kempeneer“;
1503-80), ein Brüsseler, der 24 Jahre in Andalusien lebte. Seine
Kreuzabnahme (1548) und seine Purifikation in der Kathedrale von
Sevilla (8. 389,390) sind ohne Zweifel die gehaltvollsten und persönlichsten
 Werke dieser Richtung. Ihr letzter Ausläufer war FRAN-Co
 Paonzco (1574-1654), der Lehrer und Schwiegervater des
‚eläzquez, Urheber eines Porträtwerks berühmter Sevillaner und
dMnes schätzbaren Lehrbuchs der Malerei,
t ‚Die Ornamentik der vatikanischen Loggien des Giovanni da
Adine wurde mit Glück von JuLIo DE AQuiLES aus Rom und von
n LEXANDER MAYNER im Alhambra - Pavillon (S. 347/8) und im Insep
 Mdopalast zu Guadalajara (S. 189) nachgebildet. CINCINNATO
. Mückte in diesem Stil den Kapitelsaal und die Priorenzelle des
“SCOrial (S, 110).
Aus Als Philipp IL. seinen Riesenbau mit Fresken und Altarwerken
a Altn wollte, traute er den spanischen Malern so wenig zu, daß
Can fast ganz an Italiener hielt (S. 106). ‚FEDERIGO ZUCOARI, LUCA
fand aus Genua u. a. wurden berufen; aber selbst die Spanier
$pebeh die Leistungen dieser Schnellmaler so wenig ihrem Ruf ent-Bösen
 end, daß sie glaubten, es hemme sie in diesem Klima ein
Bibl pe Mehr Erfolg hatte PELLEGRINO TIBALDI in der
die Si ek (S. 114), die freilich nur denen imponieren konnte, die
A Kapelle nicht gesehen hatten. Am meisten. den
Wenn Schtor Kunst tragen die wenigen Arbeiten des BART, OarR-Die
 Meh He noch an Andrea del Sarto anklingen (Pradomuseum).
der nee Ka dieser Italiener blieb in Spanien und beherrschte nebst
Nachet gene Generation ihrer jüngeren Brüder, Söhne und
r Pardo u (wie NaArRvı) die kastilischen Kirchen und Schlösser
hinein” Tea, Alkazar zu Segovia) bis in die Zeit des Veläizquez
. er fruchtbarste war VICENTE CARDUCHO, der Verfasser
Bedekers Spanien u. Portugal. 4. Auf,