halten die barettartige Boing aus dunkelblauem (Guipüzcoa), rotem
(Vizcaya) oder weißem (Alava) Wollstoff und das um den Hinterkopf
 geschlungene bunte Kopftuch der Frauen. Auch sonst treten
die baskischen Eigentümlichkeiten in den Städten mehr und mehr
zurück. Aber der Bauer hält, namentlich in Guipüzcoa und dem
östlichen Vizcaya, zäh an allem Heimatlichen fest, wohnt, wie seit
uralten Zeiten, auf einzelnliegenden Gehöften (caserfos), bearbeitet
den steinigen Boden statt mit dem Pfluge vielfach mit der Zaya,
einem schwerfälligen gabelförmigen Werkzeuge, und benutzt als
Fuhrwerk plumpe zweiräderige Ochsenkarren, das Joch mit einem
Schaffell bedeckt. An Festtagen kann man hier auch noch die alten
Tänze zu sehen bekommen, von denen der achtteilige aurrEscw besonders
 charakteristisch ist; die Ortspfeifer spielen dazu eine Art
Klarinette (dulsfinya) und schlagen auf der Trommel den Takt.
Die Verkehrsverhältnisse sind durchweg gut. Vortreffliche
Straßen und zahlreiche Nebenbahnen fördern den Handel und die
Ausbeutung der mineralischen Schätze des Landes, namentlich der
ungeheuern Eisenerzlager in Vizcaya. Die ungestümen Bergströme
sind in den Dienst der Industrie gestellt. Überall herrscht Fleiß und
Wohlhabenheit, worin sich das Baskenland wie Katalonien von den
übrigen Landesteilen glänzend abhebt.
Die Geschichte der Basken kennzeichnet ein unbändiger Freiheitsdrang,
 Unterstützt durch die unwegsame Natur ihrer Heimat,
schlugen sie die von Süden andringenden Mauren und im Norden
die Franken zurück. Den Horrschern von Leön und Navarra und
später (1202) den Kastiliern unterwarfen sie sich nur unter Anetkennung
 ihrer Sonderrechte, der Fueros, die ihnen die Befreiung
von Kriegsdienst und Abgaben verbürgten und für Vizcaya bereits
in einer Aufzeichnung vom J, 1942 vorliegen. Erst in unsern Tagen
wurde ihnen die Teilnahme an den Karlistenkriegen (1834-39,
1572-76), in denen ihre Freiwilligen eine hervorragende Rolle
spielten, zum Verhängnis. Die Fueros wurden 1876 aufgehoben,
das Tabaks- und Salzmonopol eingeführt und die Wehrpflicht auch
anf das Baskenland ausgedehnt. Nur in der Verwaltung hat sich ein
mMeil der alten Selbständigkeit erhalten.

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DIE BASKISCHEN PROVINZEN,

und Sinnesart der Basken schildert der in Bilbao geborene Dichter Anfon7o
de Trueba (+ 1889) in zahlreichen Erzählungen (cuentos de color de rass,
euentos populares, CU8Ntos campesinAsS) und Liedern.