22 Route 2.

SANTANDER.,.

Santander, mit 65000 Einw., Hauptstadt einer Provinz und
Bischofssitz, war schon in römischer Zeit Endpunkt einer Straße
und Hafenplatz (der alte Name aber nicht bekannt) und ist jetzt
wieder, namentlich durch den Krzbergbau der Umgegend (S. 43),
einer der wichtigsten Handelsplätze der spanischen hordküste, auch
als Seebad beliebt. Die Lage innerhalb der von Hügeln umkränzten
Bucht ist reizend. Das Klima ist mild, jedoch jeucht und veränderlich,
 Die Stadt zerfällt in eine obere enggebaute Altstadt, mit
altem Kastell, und eine untere Neustadt.
Verkehrsmittelpunkt ist die Plaza de Velarde, mit Denkmal
für Pedro Velarde, den aus der Provinz Santander gebürtigen „Helden
des Dos de Mayo“ (8. 60). Nach O0. erstreckt sich der Paseo de
Pareda (meist Muelle oder Boulevard genannt), mit Gartenanlagen
und Fernsicht auf die Pefia Cabarga und die Berge von Solares,
Valnera, Tornos, bis zum kleinen Hafen (Puerto chico). Am Haupthafen
 zieht sich der Muelle de Malianio entlang, mit dem Zollamt,
 den Handelsdepöts und zahlreichen Anlegerampen, wo die
Eisenerze aus den Bergwerken von Camargo und Castro Urdiales
verladen werden. Ein Denkmal erinnert an die furchtbare Kxplosion
eines mit Dynamit befrachteten Dampfers am 3. Nov, 1893.
Von den Kirchen verdient nur die Kaihedrale Beachtung , ein
schwerfälliger gotischer Bau des xIm. Jahrh., durch Restaurationen
entstellt: Hauptaltar mit den Gestalten der Märtyrer Emeterius und
Celedonius (S. 205), der Schutzpatrone von Santander; Taufbecken
mit arabischer Aufschrift; Krypta (del Cristo de abajo).
Spaziergänge. Unter Benutzung der elektr. Straßenbahn
etwa bis Cuatro Caminos erreicht man auf einem der Aufgänge den
Paseo del Alta, der sich auf der Höhe hin, bei zahlreichen Landhäusern,
 der Signalwarte (Atalaya) und einem verfallenen Fort vorüber,
 östl. bis zum Vorort Miranda erstreckt. Der Camino del Sardinero
 führt weiter zu der von Fischern und Seeleuten gestifteten
Capilla de los Märtires und den Badeplätzen bei Sardinero, mit Aussicht
 auf das Küstengelände. — An der Küste kann man ostwärts
nach der Playa de la Magdalena und der Punta del Puerto wandern,
jetztere mit Leuchtturm (Faro). Auf der Nordseite der Magdalenenhalbinsel
 ist ein königl. Schloß im Bau,
Als Ausflugsziele werden empfohlen: zu Wagen nördlich Cabo
mayor, mit einem Leuchtturm und dem Puente forado, einer natürlichen
Kalkfelsbrücke von beträchtlicher Höhe und Spannung; — mit Segelboot
östlich die Insel Mouro, außerhalb der Bucht, mit Leuchtturm,
Lokalbahnen (Kilometerhefte ungültig) führen von Santander: üher
Astillero (S. 21) nach dem besuchten Thermalbad Solares (iYkm, ca. %/4 St.,
für 1.95, 1.40, 1.10 p.z Gasth.: Gran Hotel, modernes Kuretablissement, mit
Dependenz, 90 Z., P. 1012-15 p.; HM. de Madrid, H. Pepina, P. 7-8 p., beide
hescheidener), in freunalicher Lage am 1. Ufer des Ato Miera; zu Ausfügen
 besonders empfohlen die idyllische Fuente det Frances (hin u. zurück
zu Fuß 21/2 St.)z — über Astillero (8, 21) nach dem warmen Schwefelbade
Untaneda (44km, in 2 St., tür 4,25, 3.50, 2.30 p.; Gasth.: Gr. Hotel).
Yon Santander nach Oviedo, 216km, Eisenbahn (Ferrocarriles
ge la Vosta, 8. N) in 7-73% St., 1ür 22,90, 17,20, 12,70 p. Schöne Fahrt;