28 Route 4,

BURGOS,

Museum,

wenden wir uns zu der schönen Promenade Paseo del Espolön
viejo (PL E 3; abends Militärkonzert), die ihren Namen von dem
Brückenpfeiler (espolön, Sporn) hat, von dem sie ausgeht, mit
einigen der S. 93 erwähnten, 1747 von Karl 1II, hierher geschenkten
Königsstatuen und dem Zheater (Pl, F 3). Auf der Stadtseite befindet
 sich die 1788 von Gonzälez de Lara erbaute CASA: CONSISTORIAL
(Pi. E 3; Rathaus), deren Hauptfassade nach der Plaza Mayor geht,
nit dem Salön de Sesiones, der Amtsstube des Bürgermeisters; wo
der rohe Holzstuhl des „Juez“ Nufio Rasura und seines Nachfolgers
Lain Calvo (S. 27) gezeigt wird, und einer Kapelle, wo die Urne
mit den Gebeinen des Cid und der Jimena aufbewahrt wird (nicht
sichtbar).
Die von Arkaden und Verkaufsläden eingefaßte Plaza Mayor
(Pl. E F3) bildet ein unregelmäßiges Fünfeck. In ihrer Mitte steht
ein Standbild Karls II7., errichtet 1784 von Antonio Tom6.
An dem westl. Ende des Espolön erhebt sich r. der 1536-52 erbaute
 Arco de Santa Maria (Pl. E 3), ein von zwei halbrunden
Türmen flankiertes or, mit Zinnen und den Statuen des Nufio
Rasura, Lain Calvo, Liego Porcelos, Fernän Gonzälez, des Cid und
Karls V.; darüber eine Balustrade mit dem Schutzengel; Zuletzt das
Bild der h. Jungfrau,
Das Innere enthält ein kleines Museum (geöffnet 9 oder 10-121/2 und
3-5 oder 6, im Winter l/4-4 Uhr; Trkg. !/z p.), mit guten Skulpturen,
Bildern und kunstgewerblichen Gegenständen, hervorzuheben: im 1. Stock
die gotischen Grabmäler des Don Juan de Padilla, von Gil de Siloe (S. LXIV),
und des Don Antonio Manrique, beide aus Fres del Val (S. 36); das reiche
Renaissancegrabmal des Don Antonio Salmento und seiner Gattin; ein email-Herter
 Altarvorsatz des xXıL. Jahrh., aus S. Domingo de Silvs, Ferner römische
 Architektiurteile, Bildwerke und Inschriltsteine aus Orten der Umgebung.-—
 Auf der oberen Galerie in Glasschränken Email- und Elfenbeinarbeiten,
 Münzen, Siegel, Helme, Fayencen aus Talavera. Ferner eine
Anzahl Bilder; Passionsdarstellungen, ebenfalls aus S, Domingo de Silos;
eine schöne Madonna (n° 1%) von dem Meister weiblicher Halbliguren;
ein Ecce homo (n° 126) der spanischen Schule des xvı. Jahrhunderts.

Die Straße geradeaus führt zu der Plaza del Duque de la Victoria
mit dem Erzbischöflichen Palust und zu der kleinen Plaza de Santa
Marfa (Pl. 2: D 3). Man steht nun der großartigen, im untersten
Drittel 1790 im Renaissancestil umgebauten Hauptfassade der Kathedrale
 gegenüber; links oben hat man die Kirche San Nicoläs (S. 32).
Die ** Kathedrale (Pl. D E 3; vgl. den Grundriß), von Ferdinand
 ILL. dem Heiligen und dem Bischof Mauricius, einem Engländer,
 am 20. Juli 1221 gegründet, stammt aus der besten Zeit
der Gotik ; das Material ist marmorartiger weißer Kalkstein von Ontoria,
 Über 300 Jahre wurde an ihr gebaut. Die Türme, von Hans
von Köln (vgl. S. 1111), wurden erst 1442-58 ausgeführt. Der reiche
achteckige Kuppelturm über der Vierung, der an ähnliche Bauten
bei englischen Kathedralen erinnert, wurde 1539 nach dem Entwurf
 des Bildhauers Philipp Vigarnt (S. 1x) begonnen und 1567
von Juan de Vallejo vollendet. — Man umwandere zunächst das