Kathedrale.

BURGOS,. 4. Route. 29

ganze Gebäude, Die Hauptfassade im SW, hat drei Eingänge: die
Puerta principal, in der Mitte, mit den vom alten Bau erhaltenen
Statuen der Könige Ferdinand III. und Alfons VI, nebst denen der
Bischöfe Mauricius und Asterio de Oca; daneben zwei kleinere Tore
mit den Reliefs (r.) Krönung der Jungfran und (1) Concepeciön von
Juan de Poves (1663). Diese Portale sind 1790 durch eine Restanration
 entstellt worden. Man beachte die große mittlere Fensterrose
(„estreilön“) und darüber die gotischen Fenster des dritten Stockwerks.
 Vor den Seitenschiffen erheben sich die beiden 84m hohen
Türme, und über deren in origineller Weise aus Inschriften gebilüeten
 Galerien und Fialen die durchbrochenen Turmspitzen, auf
welchen ursprünglich die Statuen der Apostel Petrus und Paulus
standen. Besonders schön ist der *Blick auf die Hauptfassade vor
der Kirche San Nicoläs (S. 32). In dieser Straße (Calle de Fernän
Gonzälez) liegt auch das (meist verschlossene) Nordwestportal Puerta
de la Coronerta (x. Jahrh.), von wo man auf der S. 31 gen. Escalera
Dorada in das fast Sm tiefer gelegene Querschiff der Kirche gelangt:
das Portal wird auch Puerta alta oder P, de los ApSstoles genannt und
zeichnet sich durch Figurenreichtum aus (S. ıxır). Das Nordportal
desselben Querschiffs, die Pueria de la Pellejerfa, am Ende der
„Kürschnergasse“, wurde 1546 auf Kosten des Erzbischofs Don Juan
Fonseca von Francisco de Colonia im blühendsten Renaissancestil
erbaut. — Nun weiter, bei der auch außen mit Statuen und großen
Wappen geschmückten, von einer achteckigen Kuppel mit mächtigen
Fialen überspannten Capilla del Condestable (S, 30) vorüber, nördl,
um die Kirche und den Kreuzgang herum zum Südostportal, der
reich mit Bildwerk geschmückten Puerta del Sarmental (1220-30), so
Zenannt nach einer Familie, die hier Häuser besaß, Den glanzvollsten
 Eindruck macht der Kuppelbau über der Vierung, über dessen
hoörizontalem Abschluß sich acht Türmchen mit Statuen und reichverzierten
 Baugliedern erheben.
Das *Inwern (ebenso wie der Kreuzgang den ganzen Tag
zugänglich, dem Sakristan, der die Kapellen öffnet, 1 p.) ist bis
zur Condestable-Kapelle 84m lang und zeichnet sich durch eine
Wunderbar lichte Höhe aus. An das 25m br., dreischifflge frühgotische
Langhaus schließt sich das 59m 1. Querschiff, überragt von Philipp
Vigarnf’s 50m hohem Oktogon, und die Capilla Mayor mit Umgang.
Zahlreiche Kapellen, außer San Nicoläs (S, 31) sämtlich aus späterer
Zeit, umgeben malerisch den ganzen Bau, Die alten Glasmalereien
sind 1813 durch eine Pulverexplosion im Kastell zerstört und neuerüings
 großenteils durch Münchener Arbeiten ersetzt worden.
Das *Okto gon, das auf vier gewaltigen Pfeilern und Bogen
"üht, ist im plateresken Stil ausgeführt und reich mit Skulpturen,
y appen Karls V, und der Stadt Burgos, Standbildern von Patriarchen,
Topheten usw, geschmückt, Die Rippen der Kuppel (eimborio)
bilden einen prächtigen Stern.
Der Coro, 1497-1512 erbaut. ist von korinthischen Säulen