Kathedrale, BURGOS. 4. Route, 31
de Mendoza, Condesa de Haro (+ 1500), vgl. S. LX7I. An der Wand
Bildnisse dieser „Condes“ mit den Wappen von Navarra, Kastilien
und Leön. — In der Sakristei eine büßende Magdalena von Giovanni
Pedrini, Schüler des Leonardo da Vinri, und ein schönes Alabasterrelief
 der Madonna, aus dem xvI, Jahrhundert. Zur Besichtigung
des Kirchenschatzes bedarf man besonderer Erlaubnis,
Die nächsten Kapellen (Gr. 6, 7, 8) enthalten einige gute gotische
Grabmäler, — An der Ecke von Umgang und nördl, Querschiff das
spätgotische Wandgrab des Chronisten und Dante-Übersetzers Pedro
Fernändez de Villegas (j 1536). — In der dem xmnı Jahrh. angehörenden
 Capilla de San Nicoläs (Gr. 9) an der 1. Wand das
Grabmal eines Prälaten. — Nun folgt die große, zur Puerta de la
Coronerfa (S. 29) führende *Escalera Dorada (Gr. 10), eine von
Diego de Siloe (S. zvın) 1519 erbaute Doppeltreppe von 59 Stufen
mit reich vergoldetem Geländer und dem Wappen des Stifters, des
Bischofs Fonseca.— Weiterhin die Capilla de Santa Ana, von Simön
de Colonia 1477-88 errichtet; in der Mitte das Grabmal des Gründers,
Bischof Luis Osorio de Acufia (+ 1495), von Diezo de Siloe (S. LxXvII):
1. das Grabmal des Archidiakons Bernardo Dfaz de Fuente Pelayo
(7 1492; 83. zx1v). An dem reich vergoldeten und bemalten Hauptaltar
 wächst aus der Brust Jesses der Stammbaum Christi. — Die
Capilla de Santa Tecla ist 1736 von Churriguera im Rokokostil erbaut
 worden (S.1x), mit farbenprächtiger Kuppel und großem Hauptaltar;
 bemerkenswert ein großer Taufstein des xm, Jahrhunderts,
Unweit der Thekla-Kapelle erblickt man über der ersten Triforie des
Mittelschiffs eine alte Uhr, wahrscheinlich vom F, 1519, mit der volkatümlichen
 Figur des Papa-moscas, zu welcher beim Sch'age 4 Uhr noch der
Murtinillo tritt.
Den edlen gotischen *KReuzeang (Claustro), aus dem xIv. Jahrhundert,
 betritt man durch die S. 30 gen. Puerta del Claustro, an
Welcher die Figuren der Verkündigung (1.}, Davids und Jesalas’ (r.)
und das Relief Taufe Christi am GHiebelfeld, sowie die alte holzge-Schnitzte
 Tür mit Reliefs, Einzug Christi in Jerusalem und Christus
in der Vorhölle, Beachtung verdienen (vgl. S. xxımr). Im zweistöckigen
 Kreuzgang an der NW.-Wand beim Eingang die schönen
*Standbilder Ferdinands des Heiligen (S. 28) und seiner Gemahlin
Beatrix von Schwaben (xmr, Jahrh.: S. 5x1), und weiterhin eine
hübsche Verkündigung an den Pfeilern einer kleinen Pforte, die in
die Kathedrale führt; an der SO.-Wand das Grab des Diego de Santander
 (+ 1523), von Diego de Silve, mit Relief, die h. Jungfrau mit
dem Kinde, und das spätgotische Grab des Don Gonzalo de Burgos.
Man übersehe auch das kunstvolle gefärbte Blattwerk in den Bogen
der Gänge nicht, — In der anstoßenden ÜAPILLA DEL ÜORPUS ÜHRISTI
oder de Juan Cuchiller befinden sich die Grabmäler dieses „Küchen-Meisters“
 König Heinrichs I1T., der Condes (Mann und Frau} de Ca-Stafieda,
 des Miguel Esteban del Huerto del Rey (+ 1283) und seiner
Gattin Uzenda (7 1296), sowie an der Mauer befestigt der berühmte
Koffer des Cid, welchen der Campeador den Juden Rachel und Vidas